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"Noch kein Organigramm gezeichnet": 100-Tage-Regierungsrat Weber

Thomas Weber will seine Direktion neu organisieren

Bis in zwei Jahren soll die Volkswirtschafts- und Gesundheitsdirektion ein strategisch fokussiertes Schlüsseldepartement sein


Von Peter Knechtli


Die Baselbieter Volkswirtschafts- und Gesundheitsdirektion (VGD) soll nach dem Willen des frischgewählten Vorstehers Thomas Weber neu organisiert werden. Ihr soll ein klarer strategischer Fokus verpasst werden.


Heute Dienstag ist der neue Baselbieter SVP-Regierungsrat Thomas Weber genau hundert Tage im Amt – Grund genug für ihn, die Medien für eine erste Bilanz in die Waldhütte auf den Sulzkopf weiter oberhalb von Muttenz einzuladen. Dort aber verhinderte dichter Nebel die Aussicht auf die Agglomeration Basel. Was den Medien an Weitblick verborgen blieb, vermochten die Direktions-Kommunikatoren in Form einer Fotografie ersatzweise anzubieten (Bild).

Ästchen statt Laserpointer

Dass er politisch Weitsicht, Perspektive und Nachhaltigkeit anstrebt, versprach der Neu-Regierungsrat an seiner ersten Pressekonferenz in einer ihm angepassten Umgebung. Kein Projektor und kein Tablet, dafür ein einfach zugeschnittenes Ästchen (mit gediegen geschältem Griff) anstelle eines Laserpointers, umgeben von Wald und Landschaft, mit Blick auf das Bruderholz-Spital und die Industrie-Konvolute der Agglomeration.

Mehrmals betonte der gelernte ETH-Bauingenieur, er wolle seine Entscheide "langfristig und nachhaltig ausrichten". In seinem ausführlichen Referat – assistiert von seinem neuen Generalsekretär Oliver Kungler und dem Leiter des Amtes für Wald beider Basel, Ueli Meier – war viel von "Strategie" und "Kosten", "Wettbewerb" und "Umsetzung" die Rede. Viel Konkretes freilich war von einem Hundert-Tage-Regierungsrat nicht zu erwarten. Zwar ist seine Direktion seit der Ausgliederung der 3'400 Mitarbeitende zählenden Spitäler auf eine Grössenordnung unter fünfhundert geschrumpft, wodurch sie zu den kleineren gehört. Aber als Eigentümer der Spitäler ist die Regierung nicht von der Führungsverantwortung entbunden.

Weber will aufräumen

Der neue Baselbieter Exekutivpolitiker hütete sich, den Zustand der Direktion, wie er sie nach dem Tod des im Amt verstorbenen Vorgängers Peter Zwick (CVP) angetroffen hat, zu kommentieren. Vielmehr betonte Weber, er habe "teamfähige, hochmotivierte Mitarbeitende" angetroffen. Dennoch scheint ihm die Zeit für geeignet, die Rolle der Volkswirtschafts- und Gesundheitsdirektion grundsätzlich zu hinterfragen und sie nach einer langfristigen Strategie auszurichten.

Geführt vom Generalsekretär will Weber mit einem Reorganisations-Projekt unter der Bezeichnung "Avenir VGD" eine "saubere Strategieentwicklung" vorantreiben. Das Vorhaben soll in drei Phasen während zwei Jahren laufen und 2015 umgesetzt sein. Das Ziel sei es auch angesichts der in Gang gekommenen Wirtschafts-Offensive, der Direktion eine klare Identität und Positionierung zu verschreiben, den Mehrwert der Dienstleistungen für die Bevölkerung und die Unternehmen erkennbar zu machen und eine bessere Verinnerlichung von Zielen und Strategien innerhalb der Direktion. Dabei sollen insbesondere "Doppelspurigkeiten" und "Unwirtschaftlichkeiten" beseitigt werden.

Entflechtung von Strategie und Operativem

Aus diesen Zielsetzungen ("das Tagesgeschäft funktioniert") lässt sich schliessen, dass die Dienststellen bisher wenig durchlässig arbeiteten und der Knowhow-Transfer offenbar – sagen wir mal – suboptimal gewesen ist. Dazu kommt, dass "sehr viele zentrale Funktionen" im Entscheidungsbereich der langjährigen und mit beträchtlicher Macht ausgestatteten Generalsekretärin Rosmarie Furrer angesiedelt waren. Nach Webers Plänen sollen in der Direktion strategische und operative Funktionen klar getrennt werden. Die bisherige Struktur, so Weber höflich über seine Vorgänger, sei eben "traditionell gewachsen".

Soviel ist jetzt schon klar: Der Generalsekretär soll von den operativen Aufgaben entlastet werden und sich einerseits um die Vernetzung und Koordination der Dienststellen kümmern und anderseits der engste Berater des Direktionsvorstehers sein. Er habe bis heute noch "kein einziges Organigramm" gezeichnet, sagte Weber, aber wenn es nach Abschluss von "Avenir" feststeht, "sollen die Leute verstehen, weshalb wir Kästchen verschieben" (Kungler).

Auf die Frage von OnlineReports, ob die personell als teilweise "knapp dotiert" bezeichnete Direktion in acht Jahren über mehr Stellen als heute verfüge, sagte Weber sibyllinisch: "Es ist nicht das Ziel den Staatsapparat auszubauen." Die Reorganisation jedenfalls soll "staatsquotenneutral" erfolgen.

Aufwerten und vernetzen

Als inhaltliche Schwerpunkte seiner Direktion hat Weber die Bereiche "Volkswirtschaft", "Gesundheit" und "Landschaft" identifiziert. Unter ihnen sieht er ein "grosses Synergiepotenzial". So will er beispielsweise die Landschaft samt der Landwirtschaft aufwerten und vernetzen – als Standortfaktor, als Erholungs-, Sport- und Gesundheitsfaktor und als Absatzmöglichkeit gesunder einheimischer Nahrung.

Zu den aktuellsten Herausforderungen zählt Weber die Revision des Gesetzes für Betreuung und Pflege im Alter, nachdem der Landrat letzten Monat das Altersleitbild zustimmend zur Kenntnis genommen hatte. Das direktionsüberreifende Projekt soll kommendes Jahr beginnen. Dass auch hier die Kosten und die Aufgabenverteilung eine zentrale Rolle spielen, lässt sich aus Webers beiläufiger Feststellung erahnen: "Die Gemeinden werden gefordert sein."

Hadern mit der Agenda

Nicht ganz zufrieden ist Thomas Weber – auch Mitglied mehrerer wichtiger Verwaltungsräte – mit der Erfüllung seiner Ansprüche an sich selbst. Ihm fehlt nach eigenen Worten die Herrschaft über seine Agenda. Auch bezüglich Gesundheitsförderung und Ernährung möchte er ein noch besseres Vorbild werden. Bisher habe es nur an wenigen Sommertagen gereicht, mit dem Velo von Buus nach Liestal zur Arbeit zu fahren.

8. Oktober 2013

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In einem Satz


Liestal hat den Bruttokredit in der Höhe von 4,96 Millionen Franken für den Bau der städtischen Velostation und den Bau der erhöhten Velospur in der Unterführung der Oristalstrasse mit 2'386 Ja-Stimmen gegen 732 Nein-Stimmen sehr deutlich angenommen.

• Der 33-jährige FCB-Mittelfeldspieler Geoffroy Serey Die hat den bis zum 30. Juni 2019 laufenden Vertrag vorzeitig um ein weiteres Jahr verlängert.

• Der 41-jährige Betriebsökonom Daniel Arni, derzeit noch Leiter der Fachstelle Messen und Märkte im Präsidialdepartement, wird ab Dezember neuer Leiter der Basler Allmendverwaltung und Nachfolger von Niklaus Hofmann.

• Die Elektra Baselland (EBL) senkt auch im Jahr 2019 wieder ihre Strompreise, diesmal um 3,1 Prozent.

• Die Basler Kantonalbank eröffnet am 27. August direkt vis-à-vis des Badischen Bahnhofs ihre neue Filiale Rosental, was schon am 25. August gefeiert wird.

• Der FCB-Captain und Innenverteidiger Marek Suchy hat sich am 12. August im Spiel gegen den FC Sion einen Teilriss der Achillessehne am linken Fuss zugezogen und fällt damit für unbestimmte Zeit aus.

• Die Wirtschafts- und Abgabekommission des Grossen Rates unterstützt den "Basler Kompromiss" zur Umsetzung der Steuervorlage 17 und stimmt dem Ratschlag der Regierung mit einer Änderung zu.

• Nach zwei Jahren wechselt in Basel-Stadt das Präsidium der Fraktion "Grünes Bündnis" wieder von "Basta" (Beatrice Messerli) zu den Grünen (Jürg Stöcklin).

Pierre Lavielle, der Präsident des EuroAirport-Verwaltungsrats, ist am 2. August unerwartet gestorben.

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• Der Riehener CVP-Einwohnerrat Patrick Huber tritt von seinem Amt als Vizepräsident der Basler CVP und als Leiter der Arbeitsgruppe Wirtschaft auf Ende Juli zurück.

Patrick Huber wird im August neuer Geschäftsführer der Basler Bankenvereinigung (BBVg) als Nachfolger von Raphael Vannoni.
 
"Parterre Basel" ist die neue Pächterin des Basler Konzertlokals "Atlantis" am Klosterberg.

Ueli O. Kräuchi, Geschäftsführer des Verbandes Basellandschaftlicher Gemeinden (VBLG), gibt die Leitung der VBLG-Geschäftsstelle per 31. März 2019 altershalber ab.

• Das Bürgerspital Basel übernimmt per 1. Januar 2019 die Spektrum Werkstätte für Menschen mit einer psychischen Beeinträchtigung der Universitären Psychiatrischen Kliniken (UPK) Basel.

• Die Gewerkschaft Unia hat am 4. Juli 2'300 Unterschriften für das Referendum gegen längere Ladenöffnungszeiten eingereicht.

• Der Basler Gewerbeverband reichte zusammen mit den Parteien FDP und SVP, der "IG Lysbüchel" sowie verschiedenen Branchenverbänden das Referendum "gegen die Fehlplanung Lysbüchel" mit 2'972 Unterschriften ein.

Dominique Tellenbach, bisheriger Direktor der Berufsfachschule Basel, wird ab 1. Februar 2019 neuer Rektor der beiden Gewerblich-industriellen Berufsfachschulen Liestal und Muttenz.

Alexander Lenzlinger wird ab 1. August neuer Finanzchef der IWB und Nachfolger von Michael Ackermann, der eine längere berufliche Auszeit nimmt.

• Die Grünen Baselland folgten dem Vorstand und nominierten Isaac Reber für die Regierungsratswahlen 2019 (dritte Amtsperiode).

• Die Basler Grünliberalen lancieren in Riehen eine Petition zum Thema Kunststoff-Recycling, die sowohl in Riehen wie in Basel eingereicht wird.

• Seit 1. Juni ist Bettina Bühler als Nachfolgerin von Birgit Sachweh Geschäftsführerin des Frauenhauses beider Basel.

• Laut einer Studie des Versicherungskonzerns "Baloise" ist Fussball die "gefährlichste Sportart der Welt", da sich jeder vierte Sportunfall in dieser Gattung ereignet.

Anja Bandi übernimmt Anfang Juni von Marc Lüthi die Gesamtleitung der Abteilung Bestattungswesen der Stadtgärtnerei Basel.

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Erfolgreich verlief der ausserordentliche Sirenentest am 23. Mai in beiden Basel.

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