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"Heftige innerkantonale Diskussionen": Bildungsdirektoren Wüthrich und Eymann

Das Baselbiet bleibt aus dem neuen Hochschulrat ausgesperrt

Schweizerische Hochschulkonferenz gibt dem Hochschulkanton Baselland einen bitteren Korb


Von Peter Knechtli


Das Baselbiet wird dem neuen Schweizerischen Hochschulrat nicht angehören. Bildungsdirektor Urs Wüthrich macht die bildungspolitischen Aktivitäten der "Starken Schule Baselland" dafür mitverantwortlich.


Die Schweizerische Hochschulkonferenz lehnte es heute Donnerstagmorgen in Bern an ihrer konstituierenden Sitzung mit deutlichem Mehr ab, dem Baselbiet einen Sitz in diesem Gremium zuzugestehen. Statt dessen wählte sie den Kanton Aargau, vertreten durch Bildungsdirektor Alex Hürzeler (SVP), in den Hochschulrat.

Somit bleibt das Baselbiet im wichtigsten schweizerischen Entscheidungs-Organ in Bildungsfragen aussen vor, obschon es die Universität Basel zu gleichen Teilen mitfinanziert wie Basel-Stadt und ausserdem Sitz der Fachhochschule Nordwestschweiz ist. Bezüglich Hochschulausgaben liegt Baselland schweizweit an fünfter oder sechster Stelle.

Ein Sitz war den zehn Universitäts-Kantonen Basel-Stadt, Bern, Freiburg, Genf, Luzern, Neuenburg, St. Gallen, Tessin, Waadt und Zürich sicher. Für vier weitere Sitze lagen fünf Kandidaturen vor. Neben dem Aargau wurde den Kantonen Schwyz, Graubünden und Jura ein Sitz zugesprochen. Baselland ging leer aus.

Schlecht fürs partnerschaftliche Klima

Der heutige Entscheid bedeutet für das Baselbiet einen harten Schlag. Er dürfte Wasser auf die Mühle jener Kräfte lenken, die sich gegen Beiträge des Baselbiets an baselstädtische Institutionen ausgesprochen haben, und dem partnerschaftlichen Klima zwischen den beiden Basel nicht zuträglich sein. Die beiden Basel hatten noch versucht, den Kanton Jura zu bewegen, seinen Sitz dem Baselbiet zu überlassen – vergeblich.

Der Basler Erziehungsdirektor Christoph Eymann (LDP, Bild rechts) derzeit Präsident der Schweizerischen Erziehungsdirektorenkonferenz, hatte aus naheliegenden Gründen für die Aufnahme des Baselbiets in den Hochschulrat vehement gekämpft. Gegenüber OnlineReports sagte Eymann heute Donnerstagmorgen: "Ich weiss nicht, ob die heftigen innerkantonalen Diskussionen um die Bildung im Baselbiet für die Nicht-Wahl mitursächlich waren."

"Starke Schule" hat "Bildungspolitik beschädigt"

Der Baselbieter Erziehungsdirektor Urs Wüthrich (SP, Bild links) zeigte sich gegenüber OnlineReports "sehr enttäuscht" über den Ausgang der Wahl. Er sieht aber auch Gründe dafür. Wörtlich sagte er zu OnlineReports: "Baselland gilt bildungspolitisch nicht mehr als sehr verlässlicher Kanton. Die Aktivitäten der 'Starken Schule Baselland' haben das Bild der Baselbieter Bildungspolitik klar beschädigt."

Wüthrich kann sich vorstellen, dass "kurzfristig denkende" Politiker jetzt die Beteiligung des Baselbiets an der Basler Universität in Frage stellen. Doch "wenn es hart auf hart geht, bin ich zuversichtlich, dass auch heute eine klare Mehrheit im Baselbiet Unikanton bleiben möchte".

26. Februar 2015


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"Wenn du ein Eigentor schiesst"

Manchmal hilft nur Schadenfreude: Man kann nicht mit vereinten Kräften eine gesamtschweizerische Bildungspolitik sabotieren und dann im entscheidenden Moment auf die Solidarität der Erziehungsdirektoren hoffen. Die neue Baselbieter Regierungsrätin darf nun die Scherben zusammen kehren, die sie zusammen mit der "Starken Schule" im Wahlkampf verursacht hat. Franz Beckenbauer hat das nötige dazu gesagt: "Wenn du ein Eigentor schiesst, bist du der letzte Depp." Ein Sitz in der Kindergarten-Rektoren-Konferenz ist sicher noch frei.


Roland Stark, Basel


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In einem Satz


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Marco Greiner, Regierungssprecher und Vizestaatsschreiber von Basel-Stadt, ist neuer Präsident der Schweizerischen Informations-Konferenz öffentlicher Verwaltungen.

• Die Basler CVP hat ihre mit 3'910 Unterschriften versehene Krankenkassen-Initiative eingereicht, die verlangt, dass selbstbezahlte Prämien für die obligatorische Krankenpflege-Versicherung vom steuerbaren Einkommen abgezogen werden können

• Mit der Jus-Studentin Laetitia Block als Nachfolgerin von Pascal Messerli steht erstmals eine Frau an der Spitze der Jungen SVP Basel-Stadt.

• Das Basler Ristorante Cibo Mediterraneo ist der künftige Betreiber der neuen Buvette am St. Alban-Rheinweg.

Reto Meyer, Inhaber und Geschäftsführer der WS Kommunikation in Basel, kauft per Jahreswechsel sämliche Anteile der BSSM Werbeagentur von Urs Schneider und Hannes Müller.

Jana Wachtl (38) wird als Nachfolgerin von Sabine Kubli auf Jahresbeginn neue Leiterin der Baselbieter Fachstelle "Gleichstellung für Frauen und Männer".

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• Entgegen der Parole der kantonalen CVP sagte der CVP-Wahlreis Liestal Nein zum "8. Generellen Leistungsauftrag für den öffentlichen Verkehr" und damit Ja zum "Läufelfingerli".

Raymond Cron wird als Nachfolger von Andreas Büttiker ab 1. Januar 2018 neues Verwaltungsratsmitglied des EuroAirport Basel-Mulhouse-Freiburg.

• Der Basler Grosse Rat hat die Standesinitiative der SP gegen der Schliessung von Quartier-Poststellen überwiesen.

• Die bürgerlichen Jungparteien von Basel-Stadt ziehen ihre Zweirad-Initiative zurück, da sie mit dem vom Grossen Rat beschlossenen Gegenvorschlag ihre Hauptforderungen als erfüllt betrachten.

• Die Baselbieter Wahlen des Landrats und des Regierungsrats für die Amtsperiode vom 1. Juli 2019 bis 30. Juni 2023 finden am 31. März 2019 statt.

• Weil mit dem als Gegenvorschlag verabschiedeten neuen Bürgerrechtsgesetz und den Anpassungen auf Bundesebene die Anliegen der Initianten erfüllt sind, zieht die SVP Basel-Stadt ihre Volksinitiative "Keine Einbürgerung von Kriminellen und Sozialhilfeempfängern" zurück.

• Mit der Gründung der Sektion Waldenburg wollen die Grünen Baselland im Wahlkreis Waldenburg den verlorenen Landratssitz zurück erobern.