Peter Achten: Brief aus ...

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... Dongcheng: Globi, Tintin und Karl May

Der Pekinger Dongcheng-Distrikt liegt im Zentrum der Hauptstadt. Dort sind auch die grossen Buch-Geschäfte domiziliert. Mein Lieblings-Buchladen ist jener an der grossen Einkaufsstrasse Wangfujing. Obwohl ich mittlerweile zum vergifteten E-Buch-Leser mutiert bin, stöbere ich doch gern in den alten Papierbergen und meist komme ich nicht ohne Bücher aus dem Laden. Neulich entdeckte ich zum Beispiel in jenem Wangfujing-Bücherparadies ein Globi-Buch. Echt. Wie einst im Mai, nur eben die Verse auf der linken Seite auf Chinesisch. Herrlich.

Nach dem Rückfall in längst vergangene Papier-Bücherzeiten zurück zum E-Book. In der Untergrundbahn, im Bus, im Zug, zu Hause, im Teehaus, im Starbucks – die elektronischen Buch-Lese-Tablets verbreiten sich in China in Windeseile. In gigantischen Warenhäusern für Computer, Handys und andere elektronische Geräte ist die Auswahl überwältigend gross. Meist sind es kostengünstige chinesische Produkte. Auch iPads und AmazonKindle sind erhältlich. Original. Oder als Kopie, versteht sich. Auch Handys eignen sich als Lesegeräte. Mittlerweile sind 800 Millionen mobile Telephone in Betrieb, und laut offiziellen Angaben des Ministeriums für Informationstechnologie nutzen davon 155 Millionen Chinesinnen und Chinesen ihr Gerät zum Bücher-, Zeitschriften- oder Zeitunglesen.

Das Herunterladen von Inhalten (Neudeutsch: "Content") ist einfach und günstig. 75 Prozent aller Zeitungen haben inzwischen Online-Ausgaben und 55 Prozent verschicken SMS mit "brechenden Nachrichten" (Neudeutsch: "Breaking News"). Wer also in China etwa wissen will, woher der neueste ideologische Wind bläst, der lässt sich vom Parteiorgan "Renmin Ribao" ("Volkszeitung") per SMS auf den letzten Stand bringen.

Das Online-Geschäft ist in den letzten Jahren und Monaten derart gewachsen, dass 2009 das digitale Verlagswesen mit einem Umsatz von 75 Milliarden Yuan (11 Milliarden Franken) das traditionelle mit einem Umsatz von 60 Milliarden Yuan erstmals überholt hat. Das entspricht einem Jahreswachstum von satten vierzig Prozent. Auch wenn das digitale Business im laufenden Jahr und in der weiteren Zukunft nicht mehr derart wuchtig zulegen wird, rechnen Industriekenner dennoch mit zweistelligen Wachstumsraten im unteren Bereich. Auch nicht schlecht. Kein Wunder deshalb, dass alle Verlagshäuser auf den fahrenden Cyber-Zug aufgesprungen sind. Content ist meist zahlungspflichtig, aber billig bis spottbillig. Viele Verlage, in kritischer wirtschaftlicher Situation, erhoffen sich so digitale Rettung.

Die ganz Grossen mischen natürlich auch kräftig mit. "China Mobile" zum Beispiel, der mit Abstand grösste Mobiltelephon-Betreiber weltweit, führt ein elektronisches Buchgeschäft und bietet drahtlosen Anschluss zum Herunterladen von Büchern und Publikationen aller Art. "China Mobile", ein Staatsbetrieb, steht in harter Konkurrenz zu einer ganzen Reihe anderer E-Buch-Anbietern. Konkurrenz belebt das Geschäft eben auch in der staatskapitalistischen "Marktwirtschaft chinesischer Prägung". Der grosse Revolutionär und Reform-Übervater Deng Xiaoping hätte seine helle Freude daran gehabt.

Alles, und mithin auch Digitales, hat seine Grenzen. In den Ferien in der Schweiz oder Amerika greife ich gerne und mit Gusto zu Papier. Den Globi, Karl May, Babar, Tintin, Peanuts oder Jim Strong lasse ich mir nicht digitalisieren. Zudem: Was gibt es Schöneres als am Sonntagmorgen bei Kaffee und Gipfeli in den Papierbergen von "Washington Post", "SonntagsZeitung", "New York Times", "Sonntag" oder "NZZ am Sonntag" zu wühlen.  Der Genuss ist umso grösser im Bewusstsein, dass es das in zwanzig bis dreissig Jahren nicht mehr geben wird. Wetten?

18. Oktober 2010
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Peter Achten, geboren 1939 in Basel, lebt und arbeitet in Peking (Beijing). Er ist seit 1967 journalistisch tätig. Seine Karriere begann er bei "National-Zeitung" und "Basler Nachrichten" als Lokalredaktor, arbeitete später als Radio-Korrespondent aus Madrid. 1974 wechselte er zum Schweizer Fernsehen, wo er Produzent / Moderator der "Tagesschau" und Mitglied der Chefredaktion wurde. Mit Sitz in Beijing, Hanoi und Hongkong arbeitete Achten ab 1986 als Fernost-Korrespondent für Schweizer Radio DRS sowie verschiedene Schweizer Tageszeitungen. Zwischen 1990 und 1994 war er in Washington USA-Korrespondent für SF DRS. Von 1997 bis 1999 war er Chief Representative für Ringier in Vietnam. Von 1999 bis 2008 war Peter Achten Asienkorrespondent für Schweizer Radio DRS sowie für Ringier-Titel und Chefredaktor des Wirtschaftsmagazins "China International Business". Spektakulär waren seine Radio-Reportagen über den blutig niedergeschlagenen Volksaufstand im Frühjahr 1989 auf dem Tiananmen-Platz in Beijing, den Tsunami in Banda Acah 2004 und den Zyklon in Burma 2008. Heute arbeitet PA als freier Asien-Korrespondent mit Sitz in Peking.

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mailto:peter.achten@usa.net

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"Die Basler Stadtgärtnerei behauptet, dass es mit den Wegwerfgrills besser geworden sei."

BZ Basel
Newsletter vom
15. Mai 2018
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Eine höchst interessante Aussage. Sie braucht nur noch in den Verständlichkeits-Modus transferiert zu werden.

Veranstaltungs-Hinweis

 

OFFENE TORE
zu historischen Wohnbauten
am Sa/So 26./27. Mai
Zahlreiche Gratis-Führungen in sehenswerten Altstadt-Häusern in Basel und in der ganzen Schweiz. Eine Aktion des Vereins DOMUS ANTIQUA HELVETICA aus Anlass des Europäischen Kulturerbejahres 2018.

Genauere Informationen und Online-Anmeldung für Gratis-Tickets über www.domusantiqua.ch/offenetore

RückSpiegel


Die BZ Basel nahm in ihrer Meldung über Christian Kellers Abgang bei der "Basler Zeitung" Bezug auf eine vorangegangene Nachricht in OnlineReports.

Barfi.ch
und die Gundeldinger Zeitung zogen die OnlineReports-Meldung über den Velofriedhof am Basler Bahnhof SBB weiter.

Die OnlineReports-Erstnachricht vom Tod des ehemaligen Basler Regierungsrates Lukas "Cheese" Burckhardt wurde von Barfi.ch, der BZ Basel, die Basler Zeitung, vom SRF-Regionaljournal und von der Nachrichtenagentur SDA aufgenommen.

Die BZ Basel nahm die OnlineReports-Meldung über die Anschlussberufung der Staatsanwaltschaft zum Urteil gegen den Basler Datenschnüffler-Polizisten auf.

Die BZ Basel zog die OnlineReports-News über den Einbürgerungs-Streit der drei baselstädtischen Bürgergemeinden mit dem Kanton Basel-Stadt und den Gang ans Bundesgericht nach.

Die Schweiz am Sonntag schrieb eine OnlineReports-Nachricht über die rechtlichen Schritte der Wirtschaftskammer Baselland gegen die "Basler Zeitung" ab.

In ihrem Artikel über Markus Ritters Abgang aus dem Basler Präsidialdepartement bezog sich die Basler Zeitung auf OnlineReports.

20 Minuten, die BZ Basel, theworldnews.net, die Basler Zeitung, die Tageswoche, die Bauernzeitung und Telebasel nahmen die OnlineReports-Story über das gescheiterte Projekt von "Urban Farmers" in Basel auf.

Die BZ Basel, die Basler Zeitung und das Regionaljournal zogen die OnlineReports-Meldung über die Schliessung der Basler Buchhandlung "Narrenschiff" nach.

Die Basler Zeitung nahm die OnlineReports-Nachricht vom Tode des früheren BLKB-Bankrats-Präsidenten Werner Degen auf.

In ihrem Bericht über die "FDP Baselland auf seltsamen Wegen" (Schlagzeile) nimmt die Basler Zeitung zentral auf einen OnlineReports-Primeur über den neu auftauchenden Namen Daniel Recher Bezug.

Die Kommentar-Plattform Infosperber geht auf die Berichterstattung von OnlineReports zum Mord an Martin Wagner ein.

In ihrem Kommentar zu "Lukas Engelberger, der Pressezensor" nimmt die Basler Zeitung eine Metapher ("medienrechtliche Namesburka") von OnlineReports auf.

InsideParadeplatz.ch empfahl den Lesern die Lektüre des OnlineReports Porträts des getöteten Medienanwalts Martin Wagner.

Die OnlineReports-Erstnachricht über den gewaltsamen Tod des Basler Wirtschaftsanwalts Martin Wagner in Rünenberg haben unter anderen der Tages-Anzeiger, BZ Basel, Le Temps, Tageswoche, 20 Minuten, Watson, Telebasel, die Volksstimme, der Blick und nau.ch aufgenommen.

Weitere RückSpiegel

In einem Satz


• Der Baselbieter FDP-Landrat Andreas Dürr wurde als Nachfolger von Urs Schweizer zum neuen Präsidenten des ACS beider Basel gewählt.

• Die Basler Energieversorgerin IWB steigerte 2017 den Umsatz auf 739 Millionen Franken, doch fiel der Jahresgewinn mit 74 Millionen Franken wegen Wertberichtigungen und Rückstellungen um 33 Millionen Franken niedriger aus als im Vorjahr.

• Die Baselbieter FDP-Nationalrätin Daniela Schneeberger wurde zur Vizepräsidentin des Schweizerischen Gewerbeverbands gewählt.

• Nach Konditionstrainer Marco Walker verlässt nun auch Fitness-Chef Werner Leuthard (56) per Ende Saison den FC Basel.

Barbara Gafner soll zur neuen Vorsteherin der unabhängigen staatlichen Finanzkontrolle des Kantons Baselland gewählt werden.

• Die Baselbieter FDP-Sektionen Binningen und Bottmingen haben in getrennten Abstimmungen die Fusion zur FDP Binningen-Bottmingen beschlossen.

• Die BKB-Filiale am Basler Neuweilerplatz 1, während der letzten Monate umfassend modernisiert, wurde am Samstag, 5. Mai mit einem Eröffnungsfest für das Quartier (10 bis 16 Uhr) neu eröffnet.

• Die Baselbieter Grünen werden in der Oberwiler Dorfpolitik aktiv, indem sie die Themen und das personelle
Engagement der sich auflösenden Neuen Liste Oberwil (NLO) übernehmen.

• Der Basler Erziehungsdirektor Conradin Cramer übernimmt per 1. Mai das Präsidium der Stiftung "éducation21", einer Fachagentur der Schweizerischen Erziehungsdirektoren-Konferenz (EDK), die sich der Bildung für nachhaltige Entwicklung widmet.

10'454 Patienten weist die Psychiatrie Baselland für das Geschäftsjahr 2017 aus.

Peter Brodmann wird neuer Baselbieter Kantonschemiker und Leiter des Amts für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen als Nachfolger von Peter Wenk, der Ende August in Pension geht.

• Die Grünen Baselland nominieren im Hinblick auf die Delegiertenversammlung vom 5. Mai in Olten Landrätin Florence Brenzikofer als Vizepräsidentin der Grünen Schweiz.

• Der Gemeinderat von Birsfelden hat auf einen Vorstoss von Désirée Jaun (SP)beschlossen, als erste Gemeinde in der Nordwestschweiz die Auszeichnung als "Fair Trade Town" anzustreben.

• In der Amtsperiode 2018-2022 bilden die Grünliberalen (GLP) im Einwohnerrat Riehen gemeinsam mit dem parteilosen David Moor eine Fraktion.

• Die Basler Badesaison beginnt im beheizten Sportbad St. Jakob (28. April), in den unbeheizten Becken des Gartenbads St. Jakob (12. Mai), im Gartenbad Eglisee (19. Mai) und im Gartenbad Bachgraben infolge Sanierungsarbeiten (2. Juni 2018).

• Die SP Muttenz hat an ihrer Generalversammlung Kathrin Schweizer einstimmig als Regierungsrats-Kandidatin der SP Baselland nominiert.

• Nach fast zwanzig Jahren Tätigkeit verlässt Moderatorin Tamara Wernli Telebasel, weil sie sich künftig aufs Schreiben konzentrieren will.

• Die Gemeinde Riehen ist laut der Einschätzung des Gemeinderates "weiterhin kein Hotspot für kriminelle Aktivitäten".

Heidi Mück und Tonja Zürcher bleiben laut Wahl durch die Mitglieder für weitere zwei Jahre Co-Präsidentinnen von "Basta".

• Der frühere Basler Grossrat und FDP-Nationalrat Urs Schweizer tritt per 15. Mai 2018 nach 15 Jahren als Präsident des ACS beider Basel zurück.

• Nach den Kontrollen an der vergangenen Basler Fasnacht bleiben Pferde von Chaisen und Vorreitern weiterhin erlaubt.

• Die 43-jährige Elisabeth Heer Dietrich wurde mit 82 von 84 Stimmen glanzvoll zur neuen Baselbieter Landschreiberin gewählt.

• Die Revitalisierung der unteren Wiese hat sich aufgrund der vielen Hochwasser um den Jahreswechsel so stark verzögert, dass das Basler Tiefbaumt sie nicht rechtzeitig vor der Fischschonzeit abschliessen konnte und bis Ende Mai pausieren muss.

• Die Rechnung 2017 des Kantons Basel-Stadt schliesst mit einem Überschuss von 251 Millionen Franken ab und liegt damit 108 Millionen Franken über dem Budget.