Peter Achten: Brief aus ...

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... Peking: Die Wahrheit, nichts als die Wahrheit

Velofahren in Chinas Grossstädten ist auch nicht mehr das, was es einmal war. Kurz, es ist fast kein Vergnügen mehr. Die bis vor wenigen Jahren schön breiten Fahrradwege sind neuerdings hälftig für Autos befahrbar, und kürzlich hat ein hoher Verkehrspolizist der chinesischen Hauptstadt allen Ernstes behauptet, Velos seien eines der grössten Hindernisse für den Verkehr.

Der Verkehrs-Polizeioffizier ist wohl ideologisch schlecht erzogen, sonst hätte er sich gewiss an das Wort des grossen Revolutionärs und Reformers Deng Xiaoping erinnert: "Die Wahrheit in den Tatsachen suchen." Und Tatsache ist, dass jeden Tag Tausende von neuen Autos die Strassen verstopfen und bald fünf Millionen Luftverschmutzer Pekings Strassen unsicher machen. Tatsache ist auch, dass ich im Zentrum Pekings die acht Kilometer von meiner Wohnung ins Büro per Velo weit schneller zurücklege als im Taxi. So sind die Verkehrsverhältnisse in allen chinesischen Grossstädten.

Dennoch, aus der Froschperspektive eines Velofahrers ist das Auto bei weitem nicht das grösste oder gefährlichste Verkehrsmittel. Weit gefehlt, denn im Stau stehende Maseratis, Ferraris, Hummers oder Porsches können weder Pedaleur noch Pedaleurin erschrecken, allenfalls entzücken. Nein, die drohende Gefahr sind jene Fahrzeuge, die von Birkenstock-Beschuhten bereits fälschlicherweise als das umweltfreundliche Allheilmittel über den grünen Klee gelobt werden.

Wer die "Wahreit in den Tatsachen sucht", wird bald feststellen, dass es nichts Gefährlicheres gibt als ein E-Bike. Lautlos und in einem Affenzahn blochen sie über den Asphalt. Auf meiner "Fliegenden Taube" bin ich schon oft vom durchdringenden, im letzten Moment applizierten elektronischen Gehupe erschreckt worden. Nur knapp, die Balance verlierend, habe ich bisher einen Sturz vermeiden können.

Umweltfreundlich sind die elektronischen Fahrräder auch nicht, zumal in China, wo Blei-Batterien verwendet werden. Ein chinesischer Umwelt-Journalist hat neulich vorgerechnet, dass ein E-Bike während seines Lebenszyklus' fünf Batterien verbraucht. Deren Entsorgung lässt die Ökobilanz ganz schlecht aussehen. Kommt dazu, dass die Elektrizität in China zu siebzig Prozent aus Kohlekraftwerken stammt, was die Ökobilanz nochmals verschlechtert.

Aber E-Velos sind der absolute Renner in China. In Peking allein machen bereits fast eine Million die Strassen unsicher. Letztes Jahr wurden in ganz China 24 Millionen Stück produziert zum Preis von umgerechnet 250 bis 450 Franken. Immerhin, in China werden noch immer drei Mal mehr ganz gewöhnliche Tret-Velos hergestellt als E-Bikes. In Peking steht das Verhältnis Velos zu E-Bikes fünf zu eins. Und noch immer sind die über fünf Millionen Radfahrer gegenüber den Autolenkern wenigstens numerisch leicht im Vorteil.

Nach neusten Berechnungen hat die Zahl der Autos, die sich auf Pekings Strassen im Stau quält, im vergangenen Monat 4,85 Millionen erreicht. Das ist die Wahrheit, nichts als die Wahrheit. Die "Fliegende Taube" mit Stängeli-Bremsen lässt sich davon nicht beeindrucken, flattert weiter und wartet angesichts der vielen Autos und E-Bikes auf das längst fällige Helm-Obligatorium.

26. September 2010
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Peter Achten, geboren 1939 in Basel, lebt und arbeitet in Peking (Beijing). Er ist seit 1967 journalistisch tätig. Seine Karriere begann er bei "National-Zeitung" und "Basler Nachrichten" als Lokalredaktor, arbeitete später als Radio-Korrespondent aus Madrid. 1974 wechselte er zum Schweizer Fernsehen, wo er Produzent / Moderator der "Tagesschau" und Mitglied der Chefredaktion wurde. Mit Sitz in Beijing, Hanoi und Hongkong arbeitete Achten ab 1986 als Fernost-Korrespondent für Schweizer Radio DRS sowie verschiedene Schweizer Tageszeitungen. Zwischen 1990 und 1994 war er in Washington USA-Korrespondent für SF DRS. Von 1997 bis 1999 war er Chief Representative für Ringier in Vietnam. Von 1999 bis 2008 war Peter Achten Asienkorrespondent für Schweizer Radio DRS sowie für Ringier-Titel und Chefredaktor des Wirtschaftsmagazins "China International Business". Spektakulär waren seine Radio-Reportagen über den blutig niedergeschlagenen Volksaufstand im Frühjahr 1989 auf dem Tiananmen-Platz in Beijing, den Tsunami in Banda Acah 2004 und den Zyklon in Burma 2008. Heute arbeitet PA als freier Asien-Korrespondent mit Sitz in Peking.

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"Weinstein setzte Spione auf Opfer ab"

BZ Basel
vom 8. November 2017
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... nachdem er sie zu Miniaturen erniedrigt hatte.

RückSpiegel


Der Tages-Anzeiger und 20 Minuten nahmen in ihren Berichten über den gefährlichen Zwischenfall mit einem Intercity-Zuges der SBB in Stein-Säckingen auf OnlineReports Bezug.

In ihrem Interview mit der neuen BVB-Präsidentin Yvonne Hunkeler nahm die Basler Zeitung auf OnlineReports Bezug.

Die Basler Zeitung nahm den OnlineReports-Feature über den Einbruch im Restaurant "Dalbestübli" auf.

Die Volksstimme zitierte in ihrer Presseschau über die Säuli-Metzgete in Sissach aus der OnlineReports-Reportage.

Im Bericht über Rechtsprobleme des Bordells an der Basler Amerbachstrasse zitiert Barfi aus OnlineReports.

Ausführlich geht die Basler Zeitung auf einen kritischen OnlineReports-Gastkommentar über den Eigenmietwert-Steuerfall um Rösly M. ein.

In seinem Beitrag über "Die Basler Sinnkrise" zitiert der Tages-Anzeiger aus dem OnlineReports-Leitartikel "Willkommen im Baselbiet: Nichts geht mehr", in dem es um einen "Kanton in der Sinn-Krise" geht.

barfi, die BZ Basel, die Tageswoche, die Badische Zeitung und das Baublatt haben die OnlineReports-Story über den Abbruch des "Rostbalkens" und die geplanten Hochhäuser beim Basler Bahnhof SBB aufgenommen.
 
Infosperber.ch geht in einem Kommentar über das "Dauer-Bashing" der Behörden durch die Medien auf die Konter-Position von OnlineReports ein.

Die Basler Zeitung nahm in ihrer Berichterstattung über den "Fall Wessels" auf einen OnlineReports-Kommentar Bezug.

Die Basler Zeitung, die BZ Basel, die SDA und die Badische Zeitung gingen auf den OnlineReports-Primeur über die Berufung des türkischen Basler Polizei-Assistenten gegen den Strafbefehl der Staatsanwaltschaft ein.

20 Minuten online nahm die OnlineReports-News über die Basler verkehrs-Betriebe (BVB) an der Grenze ihrer Belastung auf.

Die BZ Basel und das Regionaljournal gingen aktuell auf die OnlineReports-Recherche über einen Manipulations-Versuch der BVB-Direktion im Vorfeld der Wahlen in die Personalkommission ein.

Barfi zog die OnlineReports-Story über die umstrittene Umnutzung des "FKK-Clubs" in ein Bordell an der Amerbachstrasse in Basel nach.

Der Landbote nahm die OnlineReports-Story über den Stromeinkauf der Gemeinde Muttenz beim Stadtwerk Winterthur auf.

Die OnlineReports-News über den Personalabbau auf der Basler Hauptpost wurde durch Telebasel aufgenommen.

Telebasel online ging in seinem Bericht über die SP-Prämieninitiative auf einen Kommentar von OnlineReports ein. 

Die Weltwoche zitierte in ihrem Bericht über den Basler Scharia-Befürworter Aziz Osmanoglu aus einem Gerichts-Bericht von OnlineReports.

Weitere RückSpiegel

In einem Satz


• Das Basler Energieunternehmen IWB plant, im Februar 2018 elf neue Ladesäulen für Elektrofahrzeuge in Quartierstrassen auf Allmend zu installieren.

• Entgegen der Parole der kantonalen CVP sagte der CVP-Wahlreis Liestal Nein zum "8. Generellen Leistungsauftrag für den öffentlichen Verkehr" und damit Ja zum "Läufelfingerli".

Raymond Cron wird als Nachfolger von Andreas Büttiker ab 1. Januar 2018 neues Verwaltungsratsmitglied des EuroAirport Basel-Mulhouse-Freiburg.

• Der Basler Grosse Rat hat die Standesinitiative der SP gegen der Schliessung von Quartier-Poststellen überwiesen.

• Die bürgerlichen Jungparteien von Basel-Stadt ziehen ihre Zweirad-Initiative zurück, da sie mit dem vom Grossen Rat beschlossenen Gegenvorschlag ihre Hauptforderungen als erfüllt betrachten.

• Die Baselbieter Wahlen des Landrats und des Regierungsrats für die Amtsperiode vom 1. Juli 2019 bis 30. Juni 2023 finden am 31. März 2019 statt.

• Weil mit dem als Gegenvorschlag verabschiedeten neuen Bürgerrechtsgesetz und den Anpassungen auf Bundesebene die Anliegen der Initianten erfüllt sind, zieht die SVP Basel-Stadt ihre Volksinitiative "Keine Einbürgerung von Kriminellen und Sozialhilfeempfängern" zurück.

• Mit der Gründung der Sektion Waldenburg wollen die Grünen Baselland im Wahlkreis Waldenburg den verlorenen Landratssitz zurück erobern.

• Der Binninger Mike Keller ist neuer Präsident des Trinationalen Eurodistricts Basel (TEB) bis Frühjahr 2019 und somit Nachfolger des neuen Basler Stadtentwickers Lukas Ott, der alle politischen Ämter niederlegt.

• Der an der Harvard-Universität arbeitende Forscher Professor Alexander F. Schier wird ab 2018 neuer Leiter des Biozentrums der Universität Basel.

• Das Unternehmerpaar Marc Friedrichsen und Julia Reidemeister übernahm Mitte Oktober die "Boutique Danoise" an der Aeschenvorstadt in Basel im 50. Jahr ihres Bestehens von Thomas und Astrid Bachmann.

Hoffmann-La Roche will bis ins Jahr 2020 den Wasserverbrauch pro Mitarbeitenden um zehn Prozent senken.

• Da die Prämien der obligatorischen Krankenversicherung in Basel-Stadt im kommenden Jahr um durchschnittlich 4,5 Prozent ansteigen, passt die Regierung die Prämienbeiträge des Kantons für Haushalte mit bescheidenem Einkommen im gleichen Umfang an.

• Für den 9. Basler Pop-Preis sind folgende Bands nominiert: Alma Negra (Electronic World Music, Basel), Audio Dope (Electronic Music, Basel), Schammasch (Avantgarde Metal, Liestal), We Invented Paris (Indie-Pop, Liestal) und
Zeal & Ardor (Black Metal/Gospel, Basel.

• Weil sich FDP und SVP nicht auf eine gemeinsame Kandidatur für die Ersatzwahl in den Stadtrat von Liestal einigen konnten und "alle offiziell Kandidierenden wählbar" sind, verzichtet die CVP auf eine Wahlempfehlung.

• Die Wettbewerbs-Kommission hat entschieden, den geplanten Zusammenschluss zwischen dem Universitätsspital Basel und dem Kantonsspital Baselland ohne Auflagen zu genehmigen.