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Speech neben Mahnbaum: Manser-Supporter Nationalrat Remo Gysin

Ruth Dreifuss über Bruno Manser: "Seine Stimme fehlt uns"

Mahnbaum-Aufrichtung zur Erinnerung an den seit einem Jahr verschollenen Bruno Manser


Von Ruedi Suter


"Seine Stimme fehlt uns." Dies liess Bundesrätin Ruth Dreifuss am Mittwoch den Teilnehmern einer Gedenkaktion in Bern an den seit einem Jahr in Sarawak verschollenen Bruno Mansers ausrichten. Auf dem Bärenplatz wurde als Mahnbaum ein beschnitzer Kiefernstamm aufgerichtet. Verschiedene Redner gaben der Hoffnung Ausdruck, der Vermisste lebe noch.


Ein schwerer Kiefernstamm versperrte an diesem Mittwochmorgen, dem 23. Mai 2001, das Eingangstor zum Bundeshaus. Starke Männer hatten ihn auf ihren Schultern vom Botanischen Garten durch die Altstadt hergeschleppt und zu Boden gelassen, um zusammen mit einer kleinen Schar von Frauen, Kindern und Männern für wenige Minuten eines Vermissten zu gedenken: Bruno Manser, Menschenrechtskämpfer, Regenwaldschützer und Politaktivist, verschwunden im Regenwald von Sarawak.

Letztes Lebenszeichen vor einem Jahr

Heute, exakt vor einem Jahr schrieb er noch einen Brief an seine Freundin in der Schweiz. Es war sein letztes Lebenszeichen. Seither gilt er als verschollen im Urwald seiner Freunde, den Penan-Waldnomaden, bei denen er sechs Jahre lebte und die er gegen die vorrückenden Holzkonzerne mobilisierte. "Da drinnen sitzen sie, die Mitverantwortlichen!", rief John Künzli, Sekretär des Bruno Manser Fonds (BMF). Damit verwies er auf die von der Parlamentsmehrheit immer wieder und bis heute hinausgezögerte "Deklarationspflicht für Tropenholz", die es der Konsumentenschaft ermöglichen würde, Tropenholzprodukte zu meiden und damit einen persönlichen Beitrag zur Rettung der Urwälder zu leisten.

Dann wuchteten sich die Männer den von Mansers Anhängern mit Urwaldmotiven beschnitzten Stamm wieder auf die Schultern, marschierten zum Bärenplatz und richteten das Kunstwerk mittels eines speziell gefertigten Eisengestells auf. Um 11.15 Uhr ragte der "Mahnbaum für Bruno Manser" in den blauen Himmel Berns. Nachdem man sich genau an der Stelle, wo Manser 1993 seinen 60-tägigen Hungerstreik durchführte, mit Süssmost, Kaffee, Käsebrot und Kuchen gestärkt hatte, ergriffen Rednerinnen und Redner das Wort.

Ruth Dreifuss: "Zutiefst humanitäre Ausstrahlung"

Bundesrätin Ruth Dreifuss, die an dieser Stelle 1993 zusammen mit Manser strickte, liess ein Schreiben durch Mansers Schwester Monika vorlesen. Auszüge: "Wann immer ich ihn traf, Brunos faszinierender Persönlichkeit konnte ich mich nie entziehen, ebenso wenig der zutiefst humanitären Ausstrahlung seiner Erzählungen, seiner Zeichnungen, seiner Überzeugungen und seines ungebrochenen Idealismus. Seine politische Radikalität war immer begleitet vom bewussten Unverständnis - ja gewollten Unwissen - über politische Regeln und Abläufe. Die Menschenliebe allein war ihm Weg und Ziel zugleich. Er hat uns in den letzten Jahren unermüdlich klar gemacht, dass das Überleben der Menschen vom Überleben der Natur nicht getrennt werden kann. Sein Wirken hat sehr breit und viel Bewusstsein über globale Zusammenhänge geschaffen." Der Mahnbaum, schliesst Bundesrätin Dreifuss, "bewahrt nicht zuletzt auch die Hoffnung auf die Rückkehr von Bruno Manser. Seine Stimme fehlt uns."

Nationalrat Gysin: "Schweiz muss ILO-Konvention unterzeichnen"

Als einziger nationaler Politiker war der Basler SP-Nationalrat Remo Gysin erschienen. Der von Manser unterstützte Kampf der Penan und anderer Urvölker um Selbstbestimmung solle von der Eidgenossenschaft unterstützt werden: "Mit der Unterzeichnung der Konvention 169 der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) könnte die Schweiz dazu eine weltweite Bewegung und die kollektiven Grundrechte von Urvölkern stärken. Bruno Manser, sein Fonds und seine Freunde haben auch dieses Thema schon vor Jahren aufgegriffen. Meine Motion zur Ratifizierung dieses Abkommens wurde vor rund einem Jahr in ein unverbindliches Postulat umgewandelt."

In der Juni-Session stehe nun eine gleichlautende Motion der Aussenpolitischen Kommission des Nationalrates auf der Traktandenliste. Doch auch diese werde vom Bundesrat bekämpft. "Der Kampf um Lebensräume und Menschenrechte wird nie enden", versprach Gysin. "Wir machen weiter und hoffen, dass Bruno Manser wieder zu uns stösst."

BMF-Sekretär Künzli: "Es gibt keine Zeit zu verlieren!"

Auch BMF-Sekretär John Künzli stellte Mansers Kampf in einen grösseren Zusammenhang : "Wir sind heute hier, um der absoluten Dringlichkeit der vielleicht zu modernen Anliegen dieses grossen Menschenfreundes Ausdruck zu verleihen. Es gibt keine Zeit zu verlieren! Die Urvölker dieser Erde - 300 Millionen Angehörige - stehen heute allesamt am Abgrund. Viele davon sind kurz vor dem Verschwinden, beispielsweise die Penan. Die Biodiversität ist noch nie seit Menschengedenken so rasch dezimiert worden. Das Artensterben hat ein erschreckendes Tempo angenommen. Es liegt nun an uns, Bruno Mansers Kampf weiterzuführen."

Der BMF fordere deshalb "alle verantwortlichen Behörden, Regierungen und privatwirtschaftlichen Unternehmen auf, unverzüglich die notwendigen Massnahmen zum Schutz der Urvölker und Urwälder dieser Erde sowohl auf aussenpolitischer als auch wirtschaftlicher Ebene zu ergreifen und umzusetzen!". So fordere jetzt der BMF in einer Petition an den Bundesrat den sofortigen Austritt der Schweiz aus der Internationalen Tropenholz-Organisation ITTO. Diese trage nichts zum Schutz der Tropenwälder bei und diene der Schweizer Regierung als Vorwand, griffige Massnahmen zu verhindern, kritisierte Künzli.

Michael Studer: "Auch ein wenig ein Zeichen des Abschieds"

BMF-Vorstand Michael Studer schilderte, die Entstehung des geschnitzten Mahnbaums sowie die Aufrichtung auf dem Bärenplatz sei auch ein wenig ein Zeichen des Abschieds: "Ich sage bewusst 'ein wenig', da auch in uns noch ein Funken Hoffnung glüht, Bruno irgendwo und irgendwann wieder einmal begegnen zu dürfen." Im Vorstand setzte man sich aber bereits intensiv mit neuen Zielsetzungen auseinander. Wichtig sei, dass auch in Zukunft alles im Sinne Mansers geschehe. Michael Studer: "Wir sind der Meinung, dass all die vorhandenen Ressourcen - die vielen Dokumente, Videos, Tonbänder, Zeichnungen, die Bibliothek und das umfangreiche Archiv sowie das grosse Wissen des BMF nicht einfach verstauben und versickern darf. Wir stehen am Wendepunkt."


Franz Hohler: "Die langen Klauen des Kapitals"

Der Basler Arzt und Manser-Freund Martin Vosseler beschrieb seine Gefühlslage im Zusammenhang mit dem immer noch nicht aufgeklärten Verschwinden Mansers als eine Mischung zwischen Trauer und Dankbarkeit. Dankbar könne man dem engagierten Bruno Manser für alles sein, "was er uns gebracht hat". Er habe eine Gemeinde zusammengebracht, die in seinem Sinne weiterleben werde. Zum Schluss ergriff der Kabarettist Franz Hohler das Wort und machte sich mit beissender Satire über "die langen Klauen des Kapitals" und vor allem über die vielen Parlamentarierinnen und Parlamentarier her, die vor lauter Arbeit keine Zeit haben, um die Lebensgrundlagen zu schützen. Täglich würden in der Schweiz ohne Wimpernzucken drei Fussballfelder Tropenholz verbraucht. "Dafür schimpfen wir lieber auf George W. Bush - das ist bequemer."

Neues über das Schicksal Bruno Mansers wurde unter dem bis zum 27. Mai stehenden Mahnbaum nicht bekannt. Beweise dafür, dass er tot ist oder lebt, fehlen nach wie vor.

23. Mai 2001


"Greenpeace würde Mansers Kampf weiter führen"

"Auch falls Bruno Manser nicht mehr auftaucht, wird Greenpeace zusammen mit den anderen Organisationen vehement den Kampf für seine Ziele weiterführen und versuchen, die Zerstörung des Regenwaldes so schnell wie möglich zu stoppen", unterstrich Christoph Wiedmer, Koordinator der Waldkampagne Greenpeace Schweiz, in einem Schreiben gegenüber der Presse anlässlich der Aufrichtung des Mahnbaums auf dem Bärenplatz zu Bern. Wiedmer bezeichnete den verschollenen Bruno Manser als einen "aussergewöhnlichen Menschen, der sich mit grossem Mut, ja sogar seinem Leben, für den Schutz der Regenwälder und für die in ihm lebenden Urvölker einsetzt": Wie kein anderer habe Manser die Zerstörung der Regenwälder ins Bewusstsein der Bevölkerung in Europa gebracht. Dennoch würden weiterhin enorme Flächen an Regenwälder zerstört, sagte Wiedmer.

Greenpeace halte deshalb mit Nachdruck an seinen Forderungen fest: Schutz aller Urwälder vor der Zerstörung; grossflächige und grosszügige Einrichtung von Schutzgebieten für die einheimische Bevölkerung und von Reservaten, in denen jegliche industrielle Nutzung verboten ist; Förderung der nachhaltigen Bewirtschaftung der Urwälder, die nicht als sehr wertvoll eingestuft werden und wo keine Ansprüche von indigenen Völkern vorhanden sind; Förderung von Nichtholzprodukten aus Urwäldern (Gummi, Nüsse) sowie eine Deklarationspflicht für alle Hölzer und Holzprodukte nach Holzart und Herkunft.


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Zeal & Ardor (Black Metal/Gospel, Basel.

• Weil sich FDP und SVP nicht auf eine gemeinsame Kandidatur für die Ersatzwahl in den Stadtrat von Liestal einigen konnten und "alle offiziell Kandidierenden wählbar" sind, verzichtet die CVP auf eine Wahlempfehlung.

• Die Wettbewerbs-Kommission hat entschieden, den geplanten Zusammenschluss zwischen dem Universitätsspital Basel und dem Kantonsspital Baselland ohne Auflagen zu genehmigen.

Endress+Hauser übernimmt die deutsche IMKO Micromodultechnik GmbH mit Sitz in Ettlingen, einen Hersteller innovativer Systeme zur Feuchtemessung, und beschäftigt die 19 Mitarbeitenden weiter.

• Verhaftet wurde ein 25-jähriger Spanier, der dringend verdächtigt wird, am 10. September eine Frau im Basler Erlenmattquartier vergewaltigt zu haben.

• Bei der Einreise von Frankreich nach Basel wurde ein etwa 50-jähriger Bulgare erwischt, der 800 Gramm Kokain mit sich führte.

• Die 57-jährige Juristin und frühere Leiterin der Basler Sozialhilfe Nicole Wagner wird Mitglied der Stiftung Habitat, wo sie die zurücktretende Beatrice Oeri ersetzt. 

• Nachdem im Baselbiet die Initiative zum Ausbau des Hochleistungsstrassennetzes rechtsgültig zustande gekommen ist, hat sich das Initiativekomitee aufgrund der laufenden Arbeiten zu einem allfälligen Gegenvorschlag mit einer Unterbrechung der Behandlungsfrist bis maximal 30. September 2019 einverstanden erklärt.

• Die Baselbieter Apotheken dürfen neu – mit Auflagen – nicht nur Grippe-Impfungen, sondern auch weitere Impfungen und Folge-Impfungen durchführen.

• Ab 9. September ist die Umfahrung Liestal im Bereich des Ergolzviadukts wieder ohne Einschränkungen befahrbar.

• Der Kanton Basel-Stadt rechnet für das Jahr 2018 mit einem Budgetüberschuss von 138 Millionen Franken.

Gottlieb Keller, Mitglied der Konzernleitung und Chefjustitiar der Hoffmann-La Roche, hat in der Deutschen Botschaft in Bern das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland erhalten.

• Die Fraktion "Grünes Bündnis" des Bürgergemeinderats Basel nominierte Brigitta Gerber einstimmig für das Amt als Bürgerrätin.

• Den städtebaulichen Wettbewerb zur Bebauung des Felix Platter-Areals in Basel hat das Team Enzmann Fischer Partner AG / Lorenz Eugster Landschaftsarchitektur und Städtebau GmbH gewonnen.

• Die Gemeinderäte der direkt betroffenen Gemeinden des Leimentals – von Binningen bis Burg – befürworten übereinstimmend den Bau der Tramlinie 17 über den Margarethenstich, da diese einen "klaren Mehrwert" darstelle.

Monique Juillerat, bisher als Mitglied der Geschäftsleitung von "familea" für die externe und interne Kommunikation verantwortlich, wird ab 1. September neue Kommunikations-Verantwortliche der Baselbieter Bildungs-, Kultur- und Sportdirektion.

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Spitex Muttenz schliesst die Pflegewohnung Seminarstrasse per 30. November dieses Jahres.

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