© Foto by Bernard Landgraf, GFDL, WP
"Wolfabschüsse aus grossem Gehege": Canis lupus

Feuer frei auf gefangene Wölfe

Ein Inserat im Magazin "Bündner Jäger" verspricht Freizeitjägern in Deutschland todsichere Treffer-Erfolge


Von Matthias Brunner


Trophäenjäger dürfen in Deutschland gezüchtete Wölfe abschiessen. Ein Inserat versucht nun Kundschaft für die infame "Jagd" zu mobilisieren – zum Entsetzen von Tierschützenden.


Der Schweizer Wildhüter traute seinen Augen nicht, als er kürzlich im Magazin "Bündner Jäger" das verräterische Inserat las: "Zu verkaufen, Wolfabschüsse aus grossem Gehege, 1300 € alles inkl." Der Wildhüter im Ruhestand fackelte nicht lange. Er griff zum Telefonhörer, um die im Inserat angegebene Nummer eines Mobiltelefons mit der Vorwahl 079 zu wählen.

Der Anruf wurde im Tessin entgegengenommen. Dort meldete sich R. C.*, Besitzer einer Firma für Jagdzubehör. Ja, bestätigte er dem Anrufer, das Totschiessen von Wölfen solle in Deutschland stattfinden. Damit war die Auskunftsfreude des R. C. aber bereits erschöpft. Begründung: Nähere Angaben werde er erst bei einer definitiven Buchung des Wolfschiessens verraten.

"Gewinnbringende Entsorgung"

Doch auch der Gruppe Wolf Schweiz (GWS) war das dubiose Inserat (Bild) ins Auge gestochen. Ihr Präsident, David Gerke, erklärte dies gegenüber OnlineReports, von einer Leserin ins Bild gesetzt: "Mit Waidgerechtigkeit und Naturgenuss hat die 'Jagd' auf Gehege-Wölfe nichts zu tun. Es zeigt vielmehr, dass sich offenbar viele Jäger die Jagdbarkeit des Wolfs wünschen."

Dabei gilt der Wolf – ein hoch intelligentes, äusserst soziales und bei indigenen Völkern auch heiliges Tier – sowohl in der Schweiz als auch in Deutschland als streng geschützte Wildtierart. GWS-Präsident Gerke geht nun davon aus, dass es sich bei den für das Abknallen bestimmten Tieren um überzählige Wölfe aus einem Gehege handeln müsse, die auf diese Weise gewinnbringend "entsorgt" werden sollen.

Infamer Killersport in Afrika

Bemerkenswert ist, dass diese Entsorgungsmethode keineswegs illegal ist. Aber sie wird selbst von waidgerecht auf die Pirsch gehenden Jägern verabscheut, weil die halb zahmen Tiere völlig wehrlos sind. Und weil die Jägerschaft ohnehin permanent im Fadenkreuz von Gegnern und Tierschutzorganisationen steht, die in jeder Jagd anstelle der Hege des Wildbestands nur einen brutalen Zeitvertreib sehen.

Eine Einschätzung die von bequemen Jagdformen wie Treibjagden oder den Todesschuss von einem Hochsitz aus zementiert wird. Kommt hinzu, dass auch skrupellose "Grosswildjäger" permanent den Ruf der um waidgerechtes Jagen bemühten Jäger Schaden zufügen: Sie schiessen etwa in Afrika Löwen, Büffel, Leoparden und Elefanten vom sicheren Wagen aus. Oder sie lauern auf sogenannten Jagdfarmen für viel Geld und in sicherer Distanz vor ausgelegten Ködern, bis sich hungrige oder altersschwache Grosskatzen nähern. Diese können dann in aller Ruhe ins Jenseits befördert werden. Gut möglich, dass dieser Killersport mit etlichem Zulauf die Besitzer der Wolf-Gehege in Deutschland inspiriert hat.

* Name der Redaktion bekannt

20. April 2010

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"Rentenmassaker auf Kosten der Staatsangestellten"

Juso Baselland
Betreff einer Medienmitteilung
vom 31. Mai 2018
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Kriegsberichterstattung von der Baselbieter Polit-Front.

Frisch pubertiert

Küssen, nicht spucken!
RückSpiegel


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Weitere RückSpiegel

In einem Satz


"Parterre Basel" ist die neue Pächterin des Basler Konzertlokals "Atlantis" am Klosterberg.

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• Das Bürgerspital Basel übernimmt per 1. Januar 2019 die Spektrum Werkstätte für Menschen mit einer psychischen Beeinträchtigung der Universitären Psychiatrischen Kliniken (UPK) Basel.

• Die Gewerkschaft Unia hat am 4. Juli 2'300 Unterschriften für das Referendum gegen längere Ladenöffnungszeiten eingereicht.

• Der Basler Gewerbeverband reichte zusammen mit den Parteien FDP und SVP, der "IG Lysbüchel" sowie verschiedenen Branchenverbänden das Referendum "gegen die Fehlplanung Lysbüchel" mit 2'972 Unterschriften ein.

Dominique Tellenbach, bisheriger Direktor der Berufsfachschule Basel, wird ab 1. Februar 2019 neuer Rektor der beiden Gewerblich-industriellen Berufsfachschulen Liestal und Muttenz.

Alexander Lenzlinger wird ab 1. August neuer Finanzchef der IWB und Nachfolger von Michael Ackermann, der eine längere berufliche Auszeit nimmt.

• Die Grünen Baselland folgten dem Vorstand und nominierten Isaac Reber für die Regierungsratswahlen 2019 (dritte Amtsperiode).

• Die Basler Grünliberalen lancieren in Riehen eine Petition zum Thema Kunststoff-Recycling, die sowohl in Riehen wie in Basel eingereicht wird.

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Anja Bandi übernimmt Anfang Juni von Marc Lüthi die Gesamtleitung der Abteilung Bestattungswesen der Stadtgärtnerei Basel.

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Erfolgreich verlief der ausserordentliche Sirenentest am 23. Mai in beiden Basel.

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• Nach Konditionstrainer Marco Walker verlässt nun auch Fitness-Chef Werner Leuthard (56) per Ende Saison den FC Basel.

Barbara Gafner soll zur neuen Vorsteherin der unabhängigen staatlichen Finanzkontrolle des Kantons Baselland gewählt werden.

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Engagement der sich auflösenden Neuen Liste Oberwil (NLO) übernehmen.