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"Nicht rentabel": Projektgelände Kraftwerk Birsfelden

Kraftwerk Birsfelden legt Rhein-Austiefung auf Eis

Wegen tiefen Strommarktpreisen: Projekt wäre für den Rest der Konzessionsfrist nicht wirtschaftlich


Von Marc Gusewski


Tiefe Strommarktpreise und komplizierte deutsch-schweizerische Konzessionsrechtsverhältnisse beim Kraftwerk Birsfelden verhindern eine kurzfristige Austiefung des Rheins. Damit hätten fünf Prozent mehr Strom erzeugt werden können.


Eine Rheinaustiefung zwischen der Wettsteinbrücke in Basel und dem Kraftwerk Birsfelden ist vorderhand vom Tisch. "Umfangreiche Abklärungen betreffend Wirtschaftlichkeit einer Austiefung im Unterwasser des Kraftwerks Birsfelden haben aufgezeigt, dass ein solches Vorhaben im aktuellen stromwirtschaftlichen und energiepolitischen Umfeld nicht rentabel" sei. Dies bestätigte der Basler Wirtschaftsminister Christoph Brutschin, Verwaltungsratspräsident der Kraftwerk Birsfelden AG (KWB), gegenüber OnlineReports.

Dies habe, so Brutschin weiter, der Verwaltungsrat der KWB an seiner Novembersitzung beschlossen. Zugleich sei Kraftwerksleiter Sascha Jäger mit der Aufgabe betraut worden, "Abklärungen"  darüber, wie es nach Auslaufen der Konzsssion im Jahr 2034 mit dem Kraftwerk weitergehen soll. Mit rascher Klarheit ist allerdings nicht zu rechnen: Bis ein Neukonzessionierungs-Verfahren abgeschlossen werden kann, verstreicht mindestens ein Jahrzehnt.

Mehr Gefälle – mehr Strom

Die Idee, das Rheingefälle zu erhöhen und damit die Kraftwerksproduktion anzukurbeln, geht auf bereits in den siebziger Jahren getroffene Berechnungen zurück. 1999 wurde ein ernsthafter Anlauf insbesondere durch den Widerstand von Fischerei-Kreisen gestoppt. Das damals gesamtüberholte Kraftwerk hätte bei einer Rhein-Abtiefung für weitere 30 Millionen Franken Investitionen fünf Prozent mehr Leistung erbringen können. Das Projekt wurde aus ökologischer Rücksichtnahme und Befürchtungen vor ungewissem Prozessausgang abgeblasen.

2007 scheiterte eine Wiederaufnahme des Projekts bereits im Ansatz, weil sich die Baselbieter Regierung und das Bundesamt für Energie skeptisch zeigten. Nach der Katastrophe von Fukushima wurde die Idee durch den grünen Landrat Klaus Kirchmayr wieder lanciert. 2012 nahm es auch die Baselbieter Regierungsrätin Sabine Pegoraro in ihre Energiestrategie auf und drängte in Gesprächen mit Bundesrätin Doris Leuthard und mit der Landesregierung Baden-Württemberg auf Unterstützung.

"Kurzfristig", so Pegoraro, sollte das Vorhaben zu einer Leistungssteigerung aus Wasserkraft um 20 bis 30 Gigawattstunden bis 2030 führen, heisst es in ihrem Energiepapier. Unter gegenwärtigen Bedingungen ist es aber vor allem zu teuer. Damit fügt es sich ein in eine ganze Reihe aktuell zurückgestellter Bau- und Sanierungsprojekte der Stromwirtschaft. Am bekanntesten sind das Pumpspeicherkraftwerk Grimsel III und das  Bündner Vorhaben am Lago Biancho, die aus Wirtschaftlichkeitsbedenken auf Eis liegen. Der Berner Stromkonzern BKW FMB Energie AG hat für die Sanierung seines Hagneck-Laufkraftwerks Reserven zurückstellen müssen, um allfällige Wertkorrekturen auffangen zu können.

Birsfelden ist eine Goldgrube

"Birsfelden" zählt zu den grössten Rheinkraftwerken und gehört hälftig den Industriellen Werken Basel (IWB, 50 Prozent) einerseits und dem Kanton Baselland (25 Prozent), der Elektra Birseck (15 Prozent) und der Elektra Baselland (10 Prozent) anderseits. Mit rund zwei Rappen pro Kilowattstunde zählt es zu den Kraftwerken mit tiefen Gestehungspreisen. Gerade unter den aktuellen Marktbedingungen ist es für IWB, EBM und EBL hochwillkommen, um im freien Markt für Industriekunden tiefe Angebote offerieren zu können. Würde der Rhein dagegen ausgetieft, erhöhten sich die Stromgestehungskosten unter heutigen Bedingungen auf über 7 Rappen pro Kilowattstune.

Für EBL-Chef und KWB-Verwaltungsrat Urs Steiner wären die hohen Ausbaukosten nicht alleine ausschlaggebend gewesen, wie er sagt, das Ganze erstmal aufzuschieben. Steiner macht dafür auch die rechtliche Lage verantwortlich: Die Konzession für die Rheinnutzung durch das Kraftwerk läuft 2034 aus. Dann tritt der sogenannte Heimfall in Kraft. Das Kraftwerk fällt dann ohne Kostenfolge den direkten Rhein-Anliegern Deutschland, Baselland und anteilig Basel-Stadt zu. Kompliziert ist in diesem Fall, dass sich Deutschland und die Schweiz früher darauf geeinigt hatten, die Stromproduktion aus Birsfelden exklusiv der Schweiz zuzuschlagen und im Gegenzug die Erzeugung aus dem Rheinkraftwerk Albbruck-Dogern exklusiv Deutschland.

Hoffnung auf vorzeitige Neukonzessionierung

Nun erhoffen sich die KWB-Verantwortlichen durch eine vielleicht frühzeitige Neukonzessionierung, eine rechtlich und wirtschaftlich klarere Ausgangslage für das Kraftwerk Birsfelden und eine mögliche Rheinaustiefung zu schaffen. Unter den wahrscheinlich noch länger anhaltenden tiefen Strommarktpreisen hätte derzeit eine Forcierung des Projekts mit rechtlich völlig ungewissen Eckwerten keinen Sinn gemacht. Auf diesen Punkt macht EBM-Chef und KWB-Verwaltungsrat Conrad Ammann aufmerksam. Er fügt an: "Vor dem Hintergrund der Energiestrategie 2050 vom Bundesrat könnte Birsfelden einen willkommenen Beitrag zur Stromproduktion leisten. Wenn wir das mit der Neukonzessionierung zusammen schaffen, haben wir dafür eine anhaltende Gewähr."

18. Dezember 2013

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"Fruchtbarer Denkprozess"

Dieser Entscheid war längst zu erwarten. Bereits 2010 hatte die Baselbieter Regierung ablehnend Stellung bezogen: Es sei höchst zweifelhaft, ob Turbinen und Turbinenhaus eine Leistungssteigerung zulassen würden. Bei Hochwasser könnten die zur Pegelabsenkung ausgebaggerten Bereiche rasch wieder aufgefüllt werden. Zudem sei die ursprünglich erwartete Zusatzleistung von 25 GWh wohl zu optimistisch geschätzt worden. Dann sei die Lage bezüglich Konzession eben komplex. Es sind also zahlreiche Faktoren, die das Projekt verunmöglichen. Die immer erwähnten Naturschutz- oder Fischereiverbände, die gegen das Vorhaben dazumal opponiert hatten, haben somit einen fruchtbaren Denkprozess ausgelöst.


Jost Müller Vernier, Basel


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"Der Traum von Fahrgemeinschaften wird an der menschlichen Naturscheitern"

Basler Zeitung
vom 21. November 2018
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Das Naturscheitern hat eben seine Auswirkungen auf das menschliche Wesen.

RückSpiegel


Telebasel zitierte zur Einleitung des "Sonntalks" über Prämienverbilligungen aus dem OnlineReports-Kommentar "Anton Lauber muss sozialer werden".

Die NZZ nimmt in ihren Hintergrund-Artikel über "Basel in der Abseitsfalle" auf einen OnlineReports-Leitartikel Bezug.

Eine Kolumne in der Basler Zeitung erinnert daran, dass OnlineReports über die Verlegung der Tram-Haltestelle vom Spalentor in die Spalenvorstadt berichtet hat.

Die Basler Zeitung publiziert aus Anlass des 20-jährigen Bestehens von OnlineReports ein ausführliches Porträt zur Entwicklungsgeschichte.

Prime News führte aus Anlass des 20-jährigen Bestehens von OnlineReports ein ausführliches Interview mit Chefredaktor Peter Knechtli.

In ihrem Bericht über einen hartnäckigen Streit um das Basler Restaurant "Löwenzorn" nimmt die Basler Zeitung auf einen früheren OnlineReports-Bericht Bezug.

Die Nachrichtenagentur SDA erwähnt OnlineReports und seine schwarzen Zahlen seit zwanzig Jahren im Zusammenhang mit der Einstellung der "Tageswoche".

Der Basler Zeitung fiel in einem Leserbrief in OnlineReports auf, dass der frühere Baselbieter Polizeisprecher auf der SVP-Liste für den Landrat kandidiert.

Telebasel, nau.ch und 20 Minuten bezogen sich in ihren Beiträgen über Sachbeschädigungen gegen die Jüdische Genossenschafts-Metzgerei auf OnlineReports.

Im Interview mit Claudia Sigel geht die Basler Zeitung auf eine Aussage der Baselbieter CVP-Präsidentin Brigitte Müller in einem OnlineReports-Interview ein.

In ihrem Bericht über das Ja der Wettbewerbs-Kommission zur Übernahme der "Basler Zeitung" durch Tamedia erwähnt die NZZ auch OnlineReports.

Die BZ Basel, Telebasel und die Basler Zeitung nahmen die OnlineReports-Nachricht vom Tod der FCB-Legende Peter Ramseier auf.

Prime News geht in ihrem Überblick über die Perspektiven des Medienplatzes Basel auch auf OnlineReports ein.

Die Basler Zeitung geht in ihrem Bericht über den "Spagat der CVP-Präsidentin" Brigitte Müller auf ihre Aussagen im OnlineReports-Interview ein.

Die Basler Zeitung, die Basellandschaftliche Zeitung, Prime News und Telebasel zitierten in ihren Berichten zur Baselbieter CVP aus dem OnlineReports-Interview mit Parteipräsidentin Brigitte Müller.

Weitere RückSpiegel

In einem Satz


• Der EuroAirport begrüsste am 4. Dezember seinen 8 Millionsten Passagier und erzielte damit die höchste Jahres-Frequenz seit Gründung im Jahr 1946.

Erik Rummer (48) ist seit 2002 bei den IWB, seit 2016 als Leiter Public Relations, übernimmt auf Jahresbeinn die Leitung des Bereichs Kommunikation & Marketing und folgt damit auf Lars Knuchel, der sich selbstständig macht.

• Die Baselbieter Regierung will bei der Staatssteuer den Vergütungszins für das Jahr 2019 bei 0,2 Prozent belassen, ebenso bleibt der Verzugszins bei 6 Prozent.

• Die Bau- und Raumplanungs-Kommission des Basler Grossen Rates spricht sich für den Neubau von Staatsarchiv und Naturhistorischem Museum im St. Johann-Quartier aus.

Matthias Gysin, heute Verwaltungsleiter in der Gemeinde Aesch, wird ab 1. April 2019 neuer Geschäftsführer des "Verbandes Basellandschaftlicher Gemeinden" (VBLG) und Nachfolger von Ueli O. Kräuchi.

• Das Projekt eines Ozeaniums des Basler Zoos hat mit starkem Wellengang zu kämpfen: Das gegnerische Komitee reichte fast 5'000 Referendums-Unterschriften ein, wodurch es zu einer Volksabstimmung kommen wird.

Yvette Harder wird per 18. März 2019 neue Generalsekretärin des Basler Finanzdepartements und damit Nachfolgerin von Alexandra Schilling, die in die Kommandoabteilung der Kantonspolizei wechselte.

• Der frühere Baselbieter SP-Regierungsrat Urs Wüthrich-Pelloli übernahm an der ordentlichen Mitgliederversammlung des Fördervereins Universität Basel von Jean-Luc Nordmann das Präsidium.

• In weniger als sieben Wochen sammelte das parteiunabhängige Komitee "Kein Parkhaus unter dem Tschudi-Park" mehr als 3500 Unterschrift'en für seine Petition.

• Die Baselbieter Regierung beantragt dem Landrat, dem Staatspersonal für das Jahr 2019 einen Teuerungsausgleich von 1,4 Prozent auszurichten.

Elena Hermann wird neue Leiterin der Staatlichen Schlichtungsstelle für Mietstreitigkeiten Basel-Stadt und löst Ernst Jost ab, der per Ende Jahr in Pension gehen wird.

• Das Basler Komitee gegen die kantonale Vorlage zur "Steuervorlage 17", das sich aus linken Parteien und Gewerkschaften rekrutiert, hat 3'300 Unterschriften für das Referendum gesammelt.

Andreas Häner, von 2009 bis 2015 schon Vorstandsmitglied, wird neuer Geschäftsführer des Basler Heimatschutzes und damit Nachfolger von Paul Dilitz, der nach elfjähriger Tätigkeit in den Ruhestand tritt.

Daniel Roth (61) wird im Baselbiet neuer Leiter des Rechtsdienstes von Regierung und Landrat, als Nachfolger von Hans Jakob Speich, der sich vorzeitig pensionieren lässt.

Irene Heinimann wird neue Baselbieter Kantonsapothekerin und folgt als bisherige Stellvertreterin auf Hans-Martin Grünig, der Ende Dezember in Pension geht.

• Vertiefte Kostenkontrollen zum Umbau der Kunsteisbahn Sissach zur geschlossenen Halle zeigen, dass der Bau bis zu zehn Prozent teurer wird als vorgesehen.

• Der Baselbieter alt Landratspräsident Jürg Degen und der Läufelfinger Gemeindepräsident Dieter Forter sind von "Pro Bahn Schweiz" für ihr Engagement zur Erhaltung des "Läufelfingerlis" mit dem Preis "Premio Pro Spez 2018" ausgezeichnet worden.

Steigende Bildungs- und Sozialkosten belasten das Ergebnis der Gemeinde Reinach, so dass für 2019 ein Defizit von 1,67 Millionen Franken budgetiert werden muss.

Olivier Aebi wird per 1. Februar 2019 neuer CEO des Basler Ingenieur- und Planungsunternehmens Gruner AG und Nachfolger von Kurt Rau ab, der die Gruner-Gruppe interimistisch leitet.

• Aufgrund einer umfassenden Kontrolle der Stadtgärtnerei müssen im Kanton Basel-Stadt 229 Bäume zum grössten Teil aus Sicherheitsgründen gefällt und ersetzt werden; die Liste der betroffenen Bäume wird im Kantonsblatt vom 10. Oktober publiziert.

Andrea Schenker-Wicki, die Rektorin der Universität Basel, ist durch den Universitätsrat für weitere vier Jahre bestätigt worden.

• Am 1. Oktober beginnen in Basel die Vorarbeiten für den Bau des unterirdischen Kunstmuseum-Parkings mit der Umlegung unterirdischer Leitungen.