Fall Manser: Schweiz bat Malaysia noch nicht um Hilfe

Sarawaks Polizei sucht bereits nach dem verschollenen Regenwaldschützer - bisher ohne Anhaltspunkte


Von Ruedi Suter


Befremdete Angehörige des in Sarawak verschollenen Regenwaldschützers Bruno Manser: Trotz dem Auftrag an das Eidgenössische Departement für Auswärtige Angelegenheiten (EDA), "unverzüglich alle nötigen" Suchmassnahmen zu ergreifen, hat das Ministerium eine ganze Woche ohne Intervention bei den Behörden Malaysias verstreichen lassen. Das soll nun geschehen - sobald die Malaysier Zeit haben.


Weltweite Reaktionen hat die OnlineReports-News vom 18. November über das Verschwinden des Schweizer Regenwaldschützers Bruno Manser ausgelöst. Derweil in Sarawak Polizeikräfte bereits nach dem Verschollenen fahnden, übt sich das EDA in Zurückhaltung. "Eine offizielle Intervention von uns bei den malaysischen Behörden liegt noch nicht vor", bestätigt EDA-Presseprecher Livio Zanolari gegenüber OnlineReports.

Offensiveres Vorgehen gefordert

"Ich finde das seltsam", kommentiert Erich Manser das diplomatische Zuwarten. Der Bruder des Vermissten hatte am 20. November der zuständigen EDA-Sektion Konsularischer Schutz im Namen der Familie Manser eine Vermisstmeldung sowie ein offizielles Hilfegesuch in Sarawak/Malaysia zukommen lassen. Damit erteilte er dem EDA den Auftrag, "unverzüglich alle nötigen Massnahmen zu ergreifen, um meinen Bruder Bruno zu suchen". Da die Schweizer Diplomatie schon vorher erfolglos diskrete Nachforschungen nach dem Verbleiben ihres seit sechs Monaten verschwundenen Bürgers in Sarawak anstellte, sei jetzt ein offensives Vorgehen notwendig, meint Erich Manser.

Das EDA argumentiert, eine offizielle Intervention müsse erfahrungsgemäss gut vorbereitet und, wie jeder Schritt, immer mit der betroffenen Familie abgesprochen sein. Obwohl sehr populär, sei der Fall Manser einer von jährlich 800 im Ausland in Not geratenen Landsleuten, wovon zurzeit 180 in Gefängnissen sitzen. Die Botschaft in Kuala Lumpur und das Konsulat in Sarawaks Hauptstadt Kuching hätten aber unterdessen "einen Haufen Informationen" zusammengetragen. EDA-Sprecher Zanolari: "Wir verlieren keine Zeit. Eine offizielle Bitte um Kooperation wird so rasch wie möglich durch unsere Vertretung in Kuala Lumpur an die malaysischen Behörden gehen. Wir warten nur auf einen Termin des zuständigen Ministeriums."

"Bleib so weit wie möglich weg!"

Ein vorab symbolischer Akt, weiss doch schon ganz Malaysia, dass der früher zum Staatsfeind erklärte und mit einem Kopfgeld gejagte Umweltaktivist wieder auf Borneo bei den von Holzkonzernen bedrohten Penan-Waldnomaden herumgeistert. Doch alle bis jetzt durchgeführten offiziellen oder geheimen Suchaktionen liefen ins Leere. "Wir haben keinen konkreten Hinweis, dass es ihm gelang, ins Land zu kommen", sagte am Freitag Polizeioffizier Yussoff Nook gegenüber der malaysischen Zeitung "The Star".

Das offizielle Malaysia geht davon aus, Manser sei gar nicht im Land. So polterte der für die Penan zuständige Senator Datuk Joseph Balan Seling vor der Presse: "Bleib so weit wie möglich weg von Sarawak! Komme nicht! Wir wollen dich nicht hier. Wir brauchen dich nicht. Lass die Penan in Frieden. Beeinflusse sie nicht und störe nicht immer wieder ihr Leben!" Die Auffassung des Senators teilen die bedrohten Penan allerdings nicht - im Gegenteil: Sie bezeichnen Manser als einen der Ihren, der in ihrem Auftrag für ihre Rechte kämpft. Auch die Gerüchteküche brodelt. Dass sich der Verschollene mit E-mails bei einem Bekannten in Malaysia gemeldet haben soll, wird vom Bruno-Manser-Fonds (BMF) als "absurd" bezeichnet. Wenn überhaupt, hätte sich Manser per Post und wie immer mit seiner unverkennbaren Handschrift gemeldet - bei seiner Familie und beim BMF.

EDA: "Private Nachforschungen können wir nicht verbieten"

In Sarawak können sich die Schweizer Behörden nach erfolgtem Beistandsgesuch nicht aktiv in die Suche nach dem 46jährigen Aktivisten einschalten. Das ist ausschliesslich Sache der malaysischen Behörden. "Wir beobachten, kontrollieren und wir intervenieren nur, wenn es notwendig wird. Das Wichtigste ist für uns das physische Wohlergehen von Bruno Manser", erklärt Zanolari. Allerdings könne das EDA private Nachforschungen in Sarawaks Hinterland "nicht verbieten". Diese werden von der Familie und vom BMF aber vorläufig ausgeschlossen.

Denn laut BMF-Sekretär John Künzli könnten die offiziellen Nachforschungen dann erfolgreich sein, wenn Manser irgendwo gefangen gehalten wird. Sollte der Basler aber im dichten Urwald verunfallt sein, geben Künzli und ortskundige Europäer bestenfalls den Penan eine Chance, auf den Verschollenen oder seine Überreste zu stossen. Den noch nicht abgeholzten Urwald, in dem sich Manser mit Vorliebe bewegte, werden auch Militär- und Polizeieinheiten kaum durchkämmen. Zu gross das Gebiet, zu schwierig das Gelände. Überdies weiss niemand wirklich, wo die Suche im Wald zu starten wäre.

Suche per Internet

Umso emsiger wird jetzt im und mit dem Internet nach dem Menschenrechtler gesucht. In Windeseile hatte sich im weltweiten Netz die Nachricht verbreitet, der Schweizer sei verschollen. Umwelt- und Menschenrechtsorganisationen, Diskussionsforen, Netzwerke und Individuen thematisierten den Fall, wurden selbst aktiv und meldeten ihn weiter. Nur schon der in Nairobi stationierte deutsche Ökologieprofessor Julian Baur alarmierte über seinen Internetdienst "Ecoterra" (http://www.ecoterra.net ) 10'000 Leute und Organisationen.

26. November 2000


"Nach drei Monaten ist alles zugedeckt"

Borneos noch erhaltene Urwälder üben auf eine Handvoll Europäer eine unwiderstehliche Anziehungskraft aus. Bruno Manser ist nicht der einzige, der sich monatelang in den Regenwäldern Sarawaks (Malaysia), Bruneis und Kalimantans (Indonesien) aufhält.

Ein Schweizer Waldläufer, der die letzten Urwälder Borneos schon mehrmals besuchte und dort kürzlich mit Bruno Manser unterwegs war, schilderte OnlineReports seine Erfahrungen: "Es gibt abgelegene Regenwaldgebiete, die man mit dem Motorboot erreichen kann. Die Flussfahrten führen durch enge Schluchten mit hohen Felswänden. Der Bootsführer muss auf Schnellen und Katarakte aufpassen, die schon manches Boot zum Kentern brachten. An gewissen Stellen müssen die mit Aussenbordmotoren bestückten Schiffe übers Land geschleppt werden. Irgendwo ist dann Schluss, und dann muss man das Gepäck schultern und zu Fuss weiter. Das geht dann oft tagelang rutschige Steilhänge hinauf und wieder hinunter. Häufig verläuft man sich und kommt nicht mehr weiter. Da gibt es keine Pfade, nur Dickicht. Kann man dieses nicht umgehen, übersteigen oder unten durch kriechen, muss es mit dem Buschmesser durchtrennt werden. Schlägt man aber zuviel Dornen und Lianen durch, gibt es einen Tennisarm. Man ist in diesen Wäldern auch dauernd nass - vom Regen oder vom Schweiss. Eine wahre Plage sind die Blutegel. Kein Ort, wo sich die nicht festsaugen.

Wir orientieren uns im Halbdunkel der Bäume mit dem Kompass. Manchmal muss man auf einen hohen Baum steigen, um eine Übersicht zu erhalten und den Standort herauszufinden. Wir halten aber auch immer wieder an, essen Früchte und Samen, lauschen den Tierstimmen oder schauen nach Spuren, um vielleicht ein Wildschwein, einen Gibon-Affen oder einen Hirschen zu jagen. Der Wald ist wundervoll, trotz der Strapazen.

Aber er kann auch gefährlich sein, vor allem wenn man allein ist. Der Biss einer Giftschlange oder ein offener Bruch können tödlich sein. Wer beim Überqueren eines Flusses beim Steinspringen ausrutscht und sich den Schädel bricht, hat wohl keine Chance mehr. Vermisste Menschen oder ihre Ausrüstung in solchen Wäldern zu finden, ist meiner Meinung nach äusserst schwierig. Oft sieht man schon nach einigen Zentimetern nicht mehr, was hinter dem Blätterwerk liegt. Und nach drei Monaten hat die Vegetation eh alles zugedeckt."

Widersacher Taib Mahmud und die Holzfäll-Konzessionen

Das Umhauen von Sarawaks Urwäldern ist laut Bruno Manser dem langjährigen Premier des malaysischen Gliedstaates zu verdanken: Datuk Patinggi Tan Sri Haji Abdul Taib Mahmud. Am 21. Mai 1936 in der Stadt Miri geboren, besuchte Mahmud später die Universität von Adelaide, Australien. Als Jurist schlug er in Sarawak eine steile Politkarriere ein. Heute ist er Vorsitzender der PBB Partei. Der mit einer Türkin verheiratete Muslim stand schon verschiedensten Ministerien vor. Taib Mahmud sieht sich als Visionär, der Sarawak zum modernen Staat entwickelt. Entsprechend feiert er sich auch in einer Autobiographie als "unerschöpfliche Quelle von Inspirationen".

Bruno Manser wirft ihm vor, er nehme dabei keinerlei Rücksicht auf die Natur und führe das Land in die ökologische Katastrophe. Denn Mekkapilger Taib Mahmud vergibt auch die Holzfäll-Konzessionen. "Unsere Holzindustrie ist sehr stark und auch fähig, auf andere Kontinente zu expandieren", kündigte er am 24. November laut der Zeitung "The Star" das Abholzen weiterer Gebiete an. Nicht mehr in Sarawak, wo es fast nichts mehr zu holzen gibt, aber vielleicht im Amazonas, Kongobecken oder in Sibirien.


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Wo bitte ist der Geld-Selbstbedienungsschalter?

"Und übrigens ..."

Waschmaschinen gegen Gemüse
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Weitere RückSpiegel

In einem Satz


• Da die Prämien der obligatorischen Krankenversicherung in Basel-Stadt im kommenden Jahr um durchschnittlich 4,5 Prozent ansteigen, passt die Regierung die Prämienbeiträge des Kantons für Haushalte mit bescheidenem Einkommen im gleichen Umfang an.

• Für den 9. Basler Pop-Preis sind folgende Bands nominiert: Alma Negra (Electronic World Music, Basel), Audio Dope (Electronic Music, Basel), Schammasch (Avantgarde Metal, Liestal), We Invented Paris (Indie-Pop, Liestal) und
Zeal & Ardor (Black Metal/Gospel, Basel.

• Weil sich FDP und SVP nicht auf eine gemeinsame Kandidatur für die Ersatzwahl in den Stadtrat von Liestal einigen konnten und "alle offiziell Kandidierenden wählbar" sind, verzichtet die CVP auf eine Wahlempfehlung.

• Die Wettbewerbs-Kommission hat entschieden, den geplanten Zusammenschluss zwischen dem Universitätsspital Basel und dem Kantonsspital Baselland ohne Auflagen zu genehmigen.

Endress+Hauser übernimmt die deutsche IMKO Micromodultechnik GmbH mit Sitz in Ettlingen, einen Hersteller innovativer Systeme zur Feuchtemessung, und beschäftigt die 19 Mitarbeitenden weiter.

• Verhaftet wurde ein 25-jähriger Spanier, der dringend verdächtigt wird, am 10. September eine Frau im Basler Erlenmattquartier vergewaltigt zu haben.

• Bei der Einreise von Frankreich nach Basel wurde ein etwa 50-jähriger Bulgare erwischt, der 800 Gramm Kokain mit sich führte.

• Die 57-jährige Juristin und frühere Leiterin der Basler Sozialhilfe Nicole Wagner wird Mitglied der Stiftung Habitat, wo sie die zurücktretende Beatrice Oeri ersetzt. 

• Nachdem im Baselbiet die Initiative zum Ausbau des Hochleistungsstrassennetzes rechtsgültig zustande gekommen ist, hat sich das Initiativekomitee aufgrund der laufenden Arbeiten zu einem allfälligen Gegenvorschlag mit einer Unterbrechung der Behandlungsfrist bis maximal 30. September 2019 einverstanden erklärt.

• Die Baselbieter Apotheken dürfen neu – mit Auflagen – nicht nur Grippe-Impfungen, sondern auch weitere Impfungen und Folge-Impfungen durchführen.

• Ab 9. September ist die Umfahrung Liestal im Bereich des Ergolzviadukts wieder ohne Einschränkungen befahrbar.

• Der Kanton Basel-Stadt rechnet für das Jahr 2018 mit einem Budgetüberschuss von 138 Millionen Franken.

Gottlieb Keller, Mitglied der Konzernleitung und Chefjustitiar der Hoffmann-La Roche, hat in der Deutschen Botschaft in Bern das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland erhalten.

• Die Fraktion "Grünes Bündnis" des Bürgergemeinderats Basel nominierte Brigitta Gerber einstimmig für das Amt als Bürgerrätin.

• Den städtebaulichen Wettbewerb zur Bebauung des Felix Platter-Areals in Basel hat das Team Enzmann Fischer Partner AG / Lorenz Eugster Landschaftsarchitektur und Städtebau GmbH gewonnen.

• Die Gemeinderäte der direkt betroffenen Gemeinden des Leimentals – von Binningen bis Burg – befürworten übereinstimmend den Bau der Tramlinie 17 über den Margarethenstich, da diese einen "klaren Mehrwert" darstelle.

Monique Juillerat, bisher als Mitglied der Geschäftsleitung von "familea" für die externe und interne Kommunikation verantwortlich, wird ab 1. September neue Kommunikations-Verantwortliche der Baselbieter Bildungs-, Kultur- und Sportdirektion.

• Der Kanton Baselland verkauft das "Chuenimatt-Areal" der Bricks Group AG zur Realisierung des Konzeptes "Tri-innova", das eine schrittweise Entwicklung von unterschiedlich grossen Flächen für Dienstleistungs-, Labor-, Produktionsnutzungen sowie Co-working vorsieht.

Spitex Muttenz schliesst die Pflegewohnung Seminarstrasse per 30. November dieses Jahres.

• Die Schweizerischen Rheinhäfen (SRH) verkaufen ihren Anteil an der Rheinhafen-Gesellschaft Weil am Rhein an die Stadt Weil am Rhein.

• Das Rote Kreuz Basel eröffnet am 11. August einen neuen Secondhand-Kleiderladen im Kleinbasel, konkret: am Claraplatz.

• Der 47-jährige Ökonom Michael Harr, verheiratet und Vater zweier Kinder, übernimmt ab 1. August die Geschäftsleitung der Pro Senectute beider Basel.

• Die Basler Regierung legte die Abgeltung der Staatsgarantie durch die Basler Kantonalbank (BKB) für die Jahre 2017 bis 2020 auf jährlich 8,8 Millionen Franken fest.

• Mit Datum vom 1. Juli wird die Kunstkommission für das Kunstmuseum Basel vom Rechts-Professor Felix Uhlmann präsidiert, der den langjährigen Vorsitzenden Peter Mosimann ablöst.

• Die Basler Regierung hat der Bau- und Finanzgesellschaft Zum Greifen AG den Zuschlag für Bau und den Betrieb eines neuen Quartierparkings unter dem Landhof-Areal erteilt.

• Die von der UNICEF erst kürzlich rezertifizierte "kinderfreundliche Gemeinde" Riehen gibt ihr Wissen an 40 Bürgermeister aus Südkorea weiter, die die Basler Landgemeinde besuchen.

• Da der Vereinszweck erfüllt sei, hat die Generalversammlung den "Verein Kunschti Eglisee" am 16. Juni mit 30 zu 4 Stimmen aufgelöst.

• Nationalrat Christoph Eymann, der ehemalige Vorsteher des Basler Erziehungsdepartements, wurde als neues Mitglied in den Verwaltungsrat des Karger Verlags gewählt.

• Der Kanton Basel-Stadt führt eine neue, zusammenhängende Fussgängerorientierung ein, mit der sich ortsunkundige Gäste, aber auch Einheimische in Basel künftig durch neue Stadtpläne auf Stelen besser zurechtfinden sollen.

• Die kantonale Volksinitiative "Recht auf Wohnen" wurde mit bisher 3'188 gültigen Stimmen der Basler Staatskanzlei überreicht.

• Der Therwiler Gemeindepräsident Reto Wolf löst kommenden September Elisabeth Schneider-Schneiter im Präsidium der "Starken Region Basel/Nordwestschweiz" ab.

Dominik Prétôt, der frühere CEO von Telebasel, wird per 1. Januar 2018 mit einem 50 Prozent-Pensum neuer Informations-Beauftragter der Römisch-katholischen Landeskirche Baselland.