© Foto by Ruedi Suter, OnlineReports.ch
Klagt "Massaker an Urwaldbäumen" in Kamerun an: Belmond Tchoumba

Satte Gewinne für den Schweizer Tropenholzhändler Fritz Jäggi

Belmond Tchoumba, Umweltschützer aus Kamerun, reiste in die Schweiz und bat um Tropenholzverzicht


Von Ruedi Suter


Fritz Jäggi, der grösste Tropenholzhändler der Schweiz, hilft die letzten Urwälder des westafrikanischen Staates Kamerun kahl zu schlagen. Diesen Vorwurf machen kamerunische Umweltschützer. Sie verweisen auf die rasante Zerstörung der Lebensgrundlagen von Mensch und Tier und fordern einen Dialog mit Jäggi. Doch dieser Sonderling in der helvetischen Holzbranche verschanzt sich in Kirchberg BE und will von allem nichts wissen.


Er wirkt sanftmütig. Aber wenn er über die "Massaker an den Urwaldbäumen" seines Landes spricht, wird sein Blick streng. Und dann nimmt Belmond Tchoumba auch kein Blatt vor den Mund: "Für uns ist klar, dass die Schweizer Holzfirma Fritz Jäggi in Kamerun an der Zerstörung unseres Urwalds direkt mitbeteiligt ist".

Auf Belmond Tchoumba Visitenkarte steht "Communitiy forestry Officer"; er ist Mitarbeiter des "Zentrums für Umwelt und Entwicklung" (C.E.D.) in Kameruns Hauptstadt Yaounde. Von dort war der schlanke Hüne im traditionellen Boubou-Gewand zuerst in die einstige Kolonialmacht Frankreich (immer noch grösste Abholzerin im Land) und dann in die Schweiz gereist, um auf die durch Korruption, Laisser-faire und Gewinnsucht beschleunigte Vernichtung von Kameruns Primärwäldern aufmerksam zu machen. Auch Helvetia könne da ihre Hände nicht in Unschuld waschen, sagt der Afrikaner.

Kameruns Urwaldriesen werden auch in Koblenz zersägt

Hierzulande werden insbesondere die Urwaldriesen Ayous (Abachi) und Sipo (Sapelli) zu Türen, Möbeln, Särgen und Besenstielen zersägt. Fritz Jäggi, grösster Tropenholzimporteur der Schweiz, sorgt für fliessenden Nachschub. Dieser wird per Schiff und Eisenbahn zum Grossteil aus Kamerun eingeführt. Kleinere Mengen kommen auch aus Kongo-Brazzaville. Jedenfalls stammen die mächtigen Stämme aus dem für seine einmalige Biodiversität berühmten Kongo-Becken.

Händler Jäggi importiert jährlich zwischen 5'000 bis 10'000 Tonnen Rundholz in die Eidgenossenschaft. In der Sägerei Kappeler & Co AG im aargauischen Koblenz werden die Stämme geschnitten, an Schreinereien und Holzhändler geliefert und schliesslich an jene weiter verkauft, welche die eigentliche Macht über Leben und Sterben der tropischen Urwälder in den Händen halten: Konsumenten und Konsumentinnen.

Korruption und die "Wald-Mafia"

Denn so, wie Konsumierende den bedrohten Ökosystemen Kameruns zuliebe kein Tropenholz mehr kaufen sollten, so müsse Holzbeschaffer Jäggi als Grosshändler in Kamerun entschieden Einfluss auf die Holzkonzerne nehmen und nur noch FSC-zertifiziertes Holz einkaufen, schlägt Tchoumba vor. Nur: In Afrika gibt es noch keine nachhaltige, von unabhängigen Stellen zertifizierte Holzwirtschaft. Und in der Schweiz oder anderen Industrienationen fehlt immer noch jene längst geforderte Deklarationspflicht, die es den Konsumierenden erlauben würde, nachhaltig gewonnenes Holz vom Holz aus dem heute weltweit gängigen Raubbau in den Urwäldern zu unterscheiden.

Das weiss der Kameruner, dessen Umweltorganisation vom Fastenopfer Schweiz aufgebaut wurde, natürlich auch: "Aber das Verhalten der Abholzer hängt von der Nachfrage und ausländischen Händlern wie Jäggi ab. In Kamerun gibt es, trotz guter Forstgesetze für die verbleibenden, vielleicht 18 Millionen Hektar grossen Wälder praktisch kein legal gefälltes Holz." Überall regiere die "Wald-Mafia" ("la Mafia forestière") , werde geschmiert und getrickst. "Das illegale Abholzen durch ausländische Firmen führt heute zu weit mehr Schäden als jenes der Siedler. Diese Konzerne sind der Krebs der Wälder und ihre von den Behörden ausgestellten Zertifikate sind gekauft."

Jäggi legt den Hörer auf

Doch just auf diese Zertifikate berufe sich Fritz Jäggi. Zudem stelle er sich als wohltätiger Arbeitgeber dar, obwohl er in Kamerun nicht einmal die Stämme zu Planken sägen lasse. Er, Tchoumba, und seine Organisation verlangten ja nicht den vollständigen Stopp des Holzschlags. Man wolle aber im "kollektiven Interesse der Menschheit" und natürlich im Namen der auf den Wald angewiesenen Pygmäen und aller Völker Kameruns sowie der einzigartigen Waldlandschaften im kamerunischen Kongo-Becken eine weitere Verwüstung des Landes verhindern - und mit Fritz Jäggi ins Gespräch kommen.

Doch davon will dieser nichts wissen. Statt dessen verschanzt er sich an seinem Wohnort im bernischen Kirchberg und legt Medienleuten reflexartig den Telefonhörer auf. Nicht den Hauch einer Chance, ihm Tchoumbas Gesprächswunsch vorzutragen, zu seinen Praktiken Fragen zu stellen und ihm so auch die Möglichkeit zu geben, Falschinformationen richtig zu stellen und seine Sicht der Dinge darzulegen. Hierauf versuchte OnlineReports, das Jäggi zuvor alle Fragen schriftlich zukommen liess, mit einem weiteren Fax.

Keine Antwort vom Tropenholzimporteur

Auszug: "Bitte vergessen Sie nicht: Damit haben Sie die Möglichkeit, Ihre Position im Internet so zu vertreten, dass sie auf Jahre hinaus nachgelesen werden kann." Überdies versprach die Redaktion aus Gründen journalistischer Fairness, bis zur Beantwortung der Fragen mit der Publikation noch zwei Tage zu zuwarten. Vergeblich - Jäggi stellte sich tot. Dasselbe Verhalten bei der Sägerei Kappeler in Koblenz, die dank Jäggis Aufträgen gut läuft und mit einer der letzten, speziell für tropische Urwaldriesen bestückten Blockbandsäge zu Diensten steht. Trotzdem bequemte sich Sägereimeister Peter Findling nicht ans Telefon. Das Abwimmeln übergab er seiner Sekretärin und liess hölzern ausrichten: "Das Tropenholz betrifft nur Herrn Jäggi und nicht uns".

Was Fritz Jäggi früher mit schönfärberischer Kommunikation zu bewirken versuchte - blendende Geschäfte - , scheint er heute mit Schweigen erreichen zu wollen. Sicher ist: Der Holzhändler geriet schon 1995 wegen einer Inseratekampagne mit falschen Zertifikationsangaben in die Schlagzeilen. Dabei suggerierte Jäggi forsch, die Gesellschaft SGS (Société Générale de Surveillance S.A.) habe in Kongo-Kinshasa (Zaire ) von ihm eingekauftes Tropenholz als "umweltverträglich eingeschlagen" bezeichnet.

Jäggis Praktiken verärgern selbst die Holzbranche

Die Reaktion der SGS: "Es gibt keine nationale Forstbehörde für Umweltschutz in Zaire. Die SGS hat keine Aktivitäten bezüglich Kontrollen oder Zertifizierungen von Holz aus Zaire". Auch die im Holzlager von Kirchberg gehorteten und mit einem "SGS-Label" bestückten Stämme kämen nicht aus Zaire, stellte die Gesellschaft klar. Am 23. März 2000 stoppte Greenpeace in Koblenz eine Eisenbahnladung mit frisch ins Alpenland geschafften Tropenhölzern wegen "Raubbau an den letzten Urwäldern". Der Holzhandel müsse auch in der Schweiz auf FSC-zertifizierte Holzprodukte umstellen, forderten die Aktivisten. Pikant: Der grösste Teil der Ladung stammte von der kamerunisch-italienischen Firma SEFAC, die darauf wegen illegaler Aktivitäten zu einer Busse und einem dreimonatigen Fällstopp verurteilt wurde.

Gegen Jäggis Treiben, das auch in der Holzbranche viele verärgert, kann selbst die Schweizer Holzhandelszentrale nichts ausrichten. "Wir haben keinen Einfluss auf ihn", bedauert Direktor Jörg Reimer das Verhalten des Ex-Mitglieds. Jäggi sei an keine Branchenorganisation mehr angeschlossen - ein Einzelgänger, der auf "niemand" mehr höre.

Jedenfalls setzt Reimer "riesige Fragezeichen" hinter Gefälligkeitszertifikate, die in Afrika von "irgendeinem Ministerium schnell für ein paar Dollar ausgestellt werden". Das einzig seriöse Zertifikat für nachhaltig genutztes Tropenholz sei jenes des Forest Steward Council (FSC). Doch FSC-geprüftes Holz sei noch rar und genüge bei weitem nicht, die weltweite Nachfrage nach den billigen und qualitativ erstklassischen tropischen Harthölzern abzudecken.

Macht liegt bei den Konsumierenden

Doch diese Nachfrage ist es, beobachtete der Afrikaner Belmond Tchoumba , was zusehends den natürlichen Lebensraum der Bevölkerung in Hörweite der vorrückenden Bulldozer und Kettensägen zerstört. Neue Sorgen mache den Umweltschützern in Kamerun, dass zunehmend auch asiatische Holzkonzerne (speziell aus Malaysia) mit ihren rücksichtslosen Kahlschlagmethoden die Wälder flachlegen. Den Bäumen rücken daneben auch die Franzosen, Libanesen, Italiener, Holländer und Belgier zu Leibe.

Das Umhauen der letzten Wälder Westafrikas könnten vor allem auch die Konsumierenden stoppen, hofft Belmond Tchoumba. Seine Bitte: "Fragt euch Schweizer und Schweizerinnen, woher das Tropenholz kommt, wie es gefällt wurde und ob durch sein Fällen nicht Umweltzerstörung und Elend hinterlassen werden." Wer da richtig hinschaue, nachdenke und sein Herz sprechen lasse, der finde zurzeit nur eine Antwort: "Ein Totalverzicht auf Tropenholz, das par exemple Monsieur Jäggi importiert hat".

8. Juni 2000

Weiterführende Links:


UMWELTSCHUTZ IN KAMERUN

Afrikanische Bevölkerung beginnt sich gegen die Zerstörung der Heimat zu wehren

Harter Boden auch für die Umweltschützer Kameruns: Lange Zeit verbot dessen Regierung die Nicht-Regierungsorganisationen (NGOs). Als das Verbot aber fiel, gründete Samuel Nguiffo 1994 in der Hauptstadt Yaounde das "Centre pour l'Environnement et le Developpement" (C.E.D.). Dies mit der andauernden Hilfe des Schweizer Fastenopfers und der holländischen Organisation Cordaid. Hauptziel: Die Förderung des ökologischen Bewusstseins.

Zurzeit beschäftigen sich die Mitarbeiter des Zentrums mit der Beobachtung, Registrierung und Bekämpfung des weitgehend illegalen Abholzens. Zweitens mit der Förderung der nachhaltigen Landwirtschaft, um dem Abholzen durch Bauern und Siedlern zu begegnen. Drittens mit der Motivierung der gesamten Bevölkerung für den Waldschutz. Viertens setzt sich C.E.D. in einem Spezialprogramm für das Überleben der rund 50'000 Pygmäen ein, die ohne Wald ihre Lebensgrundlagen verlieren. Unterstützt wird die Organisation neuerdings auch von Greenpeace Schweiz. Dessen Waldspezialist Christoph Wiedmer: "Kamerun und Kongo-Brazzaville sind in Afrika die wichtigsten Exportländer von illegal gefälltem Tropenholz aus Regenwäldern - ein Notstandsgebiet, wo dringend eingegriffen werden muss."

Mit Bestechung weit über die Konzession hinaus geholzt

Der tropische Regenwald im Süden Kameruns wird vor allem durch Holzkonzerne aus Europa und neuerdings auch aus Asien bedroht. "Die rasieren alles ab", beschreibt Belmond Tchoumba die für Kamerun neuen und radikalen Schlagmethoden des malaysischen WTK-Konzerns.

"Die Verantwortlichen werden regelrecht mit Bestechungsgeldern begossen", beschreibt Tchoumba die bis zu den höchsten Staatsstellen reichende Korruption, welche die Organisation "Transparence Internationale" als eine der schlimmsten der Welt bezeichnet. So würde oftmals das Vielfache dessen abgeholzt, für was eine Bewilligung ausgestellt wurde. Laut Gesetz sollten in Kamerun 30 Prozent der Primärwälder unangetastet sein. In Tat und Wahrheit aber seien nicht einmal 10 Prozent richtig geschützt. Deprimierend findet es Tchoumba, dass die betroffene einheimische Bevölkerung von den Einnahmen für die Holzkonzessionen kaum je Geld erhalte.


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"Schweizer Anteil am internationalen Tropenholzverbrauch ist völlig irrelevant"

Unter Berufung auf den kamerunischen Bürger Belmond Tchoumba entwirft Ruedi Suter ein Horrorgemälde über das Land Kamerun im allgemeinen und meine Person und Firma im besonderen, welches zwar viel mit den hierzulande verbreiteten grünen Klischeevorstellungen, aber wenig mit der Realität Afrikas zu tun hat. Um die Aussagen von Rudi Suter und Belmond Tchoumba richtig einordnen zu können, seien hier an dieser Stelle einige kurze Fakten zur Rolle der Schweiz im internationalen Tropenholzgeschäft und zur Situation in Kamerun vorausgeschickt.

 

Nach Angaben der Food- und Agriculture Organisation der Vereinten Nationen (FAO) werden in den Tropen jährlich rund 333 Millionen m3 Nutzholz und ca. 1.424 Millionen m2 Feuerholz produziert. Die jährlichen Importe aus der Schweiz belaufen sich nach Angaben der International Tropical Timber Organisation (ITTO) auf weniger als 20.000 m3 überwiegend hochwertiges Edelholz, dies sind 0,006% der jährlichen Produktion von Nutzholz in den Tropen.

 

Diese Zahlen zeigen: der Anteil der Schweiz am internationalen Tropenholzverbrauch ist völlig irrelevant. Selbst, wenn die Schweiz mit sofortiger Wirkung auf sämtliche Tropenholzimporte verzichten würde, wäre der Einfluss auf die Waldnutzung in den Tropen und die internationalen Handelsströme mit Tropenholz gleich Null.

 

In Anbetracht dieser Zahlen erweist sich die Behauptung von Herrn Suter, dass die Schweizer Konsumenten und Konsumentinnen „die eigentliche Macht über Leben und Sterben der tropischen Urwälder in den Händen halten“ als helvetio-zentrischer Grössenwahn.

 

Nach Angaben der FAO verfügte Kamerun im Jahr 1999 über knapp 24 Millionen Hektar Wald, dies entspricht 51,3 Prozent der Landesfläche. (Zum Vergleich: Waldanteil in der Schweiz 30,3 Prozent der Landesfläche.)[1] Allerdings wird im Gegensatz zur Schweiz in Kamerun mit einem jährlichen Waldflächenverlust von 220 000 Hektar gerechnet.[2]

 

Zu den Ursachen der Entwaldung wird in diesem Bericht festgestellt: „Die DR Kongo, Kamerun und Ruanda haben die höchsten Raten des Wachstums der ländlichen Bevölkerung in dieser Subregion. Als Konsequenz ist festzustellen, die Landwirtschaft ist eine Hauptursache der Entwaldung in diesen Ländern...“

 

In einer detaillierten französischen Untersuchung zur Situation in Kamerun wird geschätzt, dass jährlich ca. 200.000 Hektar Wald in landwirtschaftliche Flächen umgewandelt werden.[3]

 

Festzustellen ist somit, dass die Behauptungen des Herrn Tchoumba über die Situation in seinem Lande durch die vorliegenden wissenschaftlich fundierten Untersuchungen jedenfalls nicht belegt sind.

 

Nun zu den Vorwürfen gegen die Firma Fritz Jäggi. Bereits in der Einleitung wird behauptet, dass meine Firma dabei helfe „die letzten Urwälder des westafrikanischen Staates Kamerun kahlzuschlagen.“ Diese Behauptung ist schlicht und einfach falsch. Die Firma Jäggi kauft ihr Holz in Kamerun ausschliesslich bei legal wirtschaftenden Betrieben, die von der Forstbehörde überwacht und die im Besitz eines gültigen Konzessionsvertrages sind. Ein Kahlschlag ist in den kamerunischen Naturwäldern grundsätzlich nicht erlaubt. Das Holz wird ausschliesslich selektiv eingeschlagen, dies sind meist drei bis fünf Stämme pro Hektar. Jeder, der einmal die grossen Forstbetriebe in Kamerun oder im Kongobecken besichtigt hat, kann bestätigen, dass durch eine derartige selektive Nutzung keine Entwaldung stattfindet.

 

Leider beschränkt sich Herr Suter in seinem Artikel nicht nur auf eine falsche Darstellung der Situation in Kamerun, was an sich schon schlimm genug ist, sondern er setzt darauf noch eine persönliche Verunglimpfung meiner Person. So wird behauptet, ich sei ein „Sonderling“, dessen „Treiben die gesamt schweizerische Holzbranche verärgere“. Als Quelle für diese Verleumdungen wird der Geschäftsführer der Schweizer Holzhandelszentrale, Herr Reimer, angegeben. Eine Rücksprache mit Herrn Reimer hat jedoch ergeben, dass er dies so nicht geäussert hat, sondern dass es sich hierbei um eine freie Interpretation eines längeren Telefongespräches handelt, welche von Herrn Reimer in keiner Weise autorisiert wurde.

 

Abschliessend möchte ich feststellen, dass sich die Schweizer Regierung immer explizit gegen einen Boykott von Tropenholz ausgesprochen hat. Ziel der Schweizer Regierung war und ist es vielmehr, die tropischen Erzeugerländer bei der Einführung und Durchsetzung nachhaltiger Waldbewirtschaftung zu unterstützen. Hierzu gehört es auch, Absatzmärkte für hochwertige tropische Edelhölzer zu schaffen und zu erhalten, weil anders die Kosten für eine nachhaltige Waldbewirtschaftung überhaupt nicht erwirtschaftet werden können. Ich stelle deshalb ausdrücklich fest, dass sich die Firma Jäggi in ihren Geschäften immer strikt an die Gesetze der Schweiz und an die der jeweiligen Partnerländern gehalten hat und dass diese Geschäfte sich in Übereinstimmung mit den Zielen der Schweizer Tropenwaldpolitik befinden.

 

Es ist das gute Recht von Herrn Suter, sich für eine andere Politik und andere Regierung in der Schweiz einzusetzen. Dies gibt ihm jedoch nicht das Recht, diejenigen, die die Politik der derzeitigen Schweizer Regierung unterstützen in einer derartigen Weise zu verleumden, wie dies in dem Artikel von Herrn Suter geschieht. Die grosse Mehrheit der Umweltverbände hat inzwischen erkannt, dass ein Tropenholzboykott kontraproduktiv war und ist. In Deutschland beispielsweise, welches - im Gegensatz zur Schweiz - ein wichtiger Tropenholzimporteur war und ist, hat die Boykottkampagne mit dazu beigetragen, den Marktanteil des Holzfensters von ehemals 36% auf 22% herunter zu drücken, während gleichzeitig der Marktanteil des PVC-Fensters von 26% auf insgesamt 54% angestiegen ist.[4] Über die „satten Gewinne für den Schweizer Tropenholzhändler Fritz Jäggi“ würde ich mich als Unternehmer gewiss freuen, aber sie existieren leider nur in der blühenden Phantasie des Herrn Rudi Suter. Mir ist derzeit überhaupt kein Betrieb der Holzbranche bekannt, der sich über „satte Gewinne“ freuen könnte.

[1] FAO SOFO 2001

[2] FAO, Forest Ressources Assessment 2000

[3] J. J. Faure. 1989. Le Cameroun et ses forêts. 1ère partie : le cadre naturel. Revue forestière francaise. XLI. 6-1989.

[4] Nicole von Hösen, Initiative Pro Holzfenster


Fritz Jäggi, Kirchberg BE



"Es gibt in Europa hunderttausende Jäggis"

Versuchen wir der Ursache dieses Verbrechens der Naturwaldvernichtung, welches auch einen Teil der letzten 100'000 Pygmäen auf der Erde vernichtet, auf den Grund zu gehen, dann werden wir erkennen, daß es allein in Europa hunderttausende oder sogar Millionen solcher Jäggis gibt, die skrupellos auf Geldprofit ausgerichtet sind.


Hartmut Heller, Atomphysiker, Lauenburg (D)


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"Die Niederlassung Füllinsdorf der Basellandschaftlichen Kantonalbank (BLKB) wird (...) im Frühling 2018 als Selbstbedienungsbank wieder eröffnet."

Basellandschaftliche Kantonalbank
Medienmitteilung
vom 28. September 2017
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Wo bitte ist der Geld-Selbstbedienungsschalter?

"Und übrigens ..."

Waschmaschinen gegen Gemüse
RückSpiegel


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Das OnlineReports-Interview mit dem designierten FCB-Besitzer Bernhard Burgener nahmen die Fussball-Plattform 4-4-2.com, die Basellandschaftliche Zeitung und die Schweiz am Wochenende auf.

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Weitere RückSpiegel

In einem Satz


• Da die Prämien der obligatorischen Krankenversicherung in Basel-Stadt im kommenden Jahr um durchschnittlich 4,5 Prozent ansteigen, passt die Regierung die Prämienbeiträge des Kantons für Haushalte mit bescheidenem Einkommen im gleichen Umfang an.

• Für den 9. Basler Pop-Preis sind folgende Bands nominiert: Alma Negra (Electronic World Music, Basel), Audio Dope (Electronic Music, Basel), Schammasch (Avantgarde Metal, Liestal), We Invented Paris (Indie-Pop, Liestal) und
Zeal & Ardor (Black Metal/Gospel, Basel.

• Weil sich FDP und SVP nicht auf eine gemeinsame Kandidatur für die Ersatzwahl in den Stadtrat von Liestal einigen konnten und "alle offiziell Kandidierenden wählbar" sind, verzichtet die CVP auf eine Wahlempfehlung.

• Die Wettbewerbs-Kommission hat entschieden, den geplanten Zusammenschluss zwischen dem Universitätsspital Basel und dem Kantonsspital Baselland ohne Auflagen zu genehmigen.

Endress+Hauser übernimmt die deutsche IMKO Micromodultechnik GmbH mit Sitz in Ettlingen, einen Hersteller innovativer Systeme zur Feuchtemessung, und beschäftigt die 19 Mitarbeitenden weiter.

• Verhaftet wurde ein 25-jähriger Spanier, der dringend verdächtigt wird, am 10. September eine Frau im Basler Erlenmattquartier vergewaltigt zu haben.

• Bei der Einreise von Frankreich nach Basel wurde ein etwa 50-jähriger Bulgare erwischt, der 800 Gramm Kokain mit sich führte.

• Die 57-jährige Juristin und frühere Leiterin der Basler Sozialhilfe Nicole Wagner wird Mitglied der Stiftung Habitat, wo sie die zurücktretende Beatrice Oeri ersetzt. 

• Nachdem im Baselbiet die Initiative zum Ausbau des Hochleistungsstrassennetzes rechtsgültig zustande gekommen ist, hat sich das Initiativekomitee aufgrund der laufenden Arbeiten zu einem allfälligen Gegenvorschlag mit einer Unterbrechung der Behandlungsfrist bis maximal 30. September 2019 einverstanden erklärt.

• Die Baselbieter Apotheken dürfen neu – mit Auflagen – nicht nur Grippe-Impfungen, sondern auch weitere Impfungen und Folge-Impfungen durchführen.

• Ab 9. September ist die Umfahrung Liestal im Bereich des Ergolzviadukts wieder ohne Einschränkungen befahrbar.

• Der Kanton Basel-Stadt rechnet für das Jahr 2018 mit einem Budgetüberschuss von 138 Millionen Franken.

Gottlieb Keller, Mitglied der Konzernleitung und Chefjustitiar der Hoffmann-La Roche, hat in der Deutschen Botschaft in Bern das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland erhalten.

• Die Fraktion "Grünes Bündnis" des Bürgergemeinderats Basel nominierte Brigitta Gerber einstimmig für das Amt als Bürgerrätin.

• Den städtebaulichen Wettbewerb zur Bebauung des Felix Platter-Areals in Basel hat das Team Enzmann Fischer Partner AG / Lorenz Eugster Landschaftsarchitektur und Städtebau GmbH gewonnen.

• Die Gemeinderäte der direkt betroffenen Gemeinden des Leimentals – von Binningen bis Burg – befürworten übereinstimmend den Bau der Tramlinie 17 über den Margarethenstich, da diese einen "klaren Mehrwert" darstelle.

Monique Juillerat, bisher als Mitglied der Geschäftsleitung von "familea" für die externe und interne Kommunikation verantwortlich, wird ab 1. September neue Kommunikations-Verantwortliche der Baselbieter Bildungs-, Kultur- und Sportdirektion.

• Der Kanton Baselland verkauft das "Chuenimatt-Areal" der Bricks Group AG zur Realisierung des Konzeptes "Tri-innova", das eine schrittweise Entwicklung von unterschiedlich grossen Flächen für Dienstleistungs-, Labor-, Produktionsnutzungen sowie Co-working vorsieht.

Spitex Muttenz schliesst die Pflegewohnung Seminarstrasse per 30. November dieses Jahres.

• Die Schweizerischen Rheinhäfen (SRH) verkaufen ihren Anteil an der Rheinhafen-Gesellschaft Weil am Rhein an die Stadt Weil am Rhein.

• Das Rote Kreuz Basel eröffnet am 11. August einen neuen Secondhand-Kleiderladen im Kleinbasel, konkret: am Claraplatz.

• Der 47-jährige Ökonom Michael Harr, verheiratet und Vater zweier Kinder, übernimmt ab 1. August die Geschäftsleitung der Pro Senectute beider Basel.

• Die Basler Regierung legte die Abgeltung der Staatsgarantie durch die Basler Kantonalbank (BKB) für die Jahre 2017 bis 2020 auf jährlich 8,8 Millionen Franken fest.

• Mit Datum vom 1. Juli wird die Kunstkommission für das Kunstmuseum Basel vom Rechts-Professor Felix Uhlmann präsidiert, der den langjährigen Vorsitzenden Peter Mosimann ablöst.

• Die Basler Regierung hat der Bau- und Finanzgesellschaft Zum Greifen AG den Zuschlag für Bau und den Betrieb eines neuen Quartierparkings unter dem Landhof-Areal erteilt.

• Die von der UNICEF erst kürzlich rezertifizierte "kinderfreundliche Gemeinde" Riehen gibt ihr Wissen an 40 Bürgermeister aus Südkorea weiter, die die Basler Landgemeinde besuchen.

• Da der Vereinszweck erfüllt sei, hat die Generalversammlung den "Verein Kunschti Eglisee" am 16. Juni mit 30 zu 4 Stimmen aufgelöst.

• Nationalrat Christoph Eymann, der ehemalige Vorsteher des Basler Erziehungsdepartements, wurde als neues Mitglied in den Verwaltungsrat des Karger Verlags gewählt.

• Der Kanton Basel-Stadt führt eine neue, zusammenhängende Fussgängerorientierung ein, mit der sich ortsunkundige Gäste, aber auch Einheimische in Basel künftig durch neue Stadtpläne auf Stelen besser zurechtfinden sollen.

• Die kantonale Volksinitiative "Recht auf Wohnen" wurde mit bisher 3'188 gültigen Stimmen der Basler Staatskanzlei überreicht.

• Der Therwiler Gemeindepräsident Reto Wolf löst kommenden September Elisabeth Schneider-Schneiter im Präsidium der "Starken Region Basel/Nordwestschweiz" ab.

Dominik Prétôt, der frühere CEO von Telebasel, wird per 1. Januar 2018 mit einem 50 Prozent-Pensum neuer Informations-Beauftragter der Römisch-katholischen Landeskirche Baselland.