© Foto by Ruedi Suter, OnlineReports.ch
Klagt "Massaker an Urwaldbäumen" in Kamerun an: Belmond Tchoumba

Satte Gewinne für den Schweizer Tropenholzhändler Fritz Jäggi

Belmond Tchoumba, Umweltschützer aus Kamerun, reiste in die Schweiz und bat um Tropenholzverzicht


Von Ruedi Suter


Fritz Jäggi, der grösste Tropenholzhändler der Schweiz, hilft die letzten Urwälder des westafrikanischen Staates Kamerun kahl zu schlagen. Diesen Vorwurf machen kamerunische Umweltschützer. Sie verweisen auf die rasante Zerstörung der Lebensgrundlagen von Mensch und Tier und fordern einen Dialog mit Jäggi. Doch dieser Sonderling in der helvetischen Holzbranche verschanzt sich in Kirchberg BE und will von allem nichts wissen.


Er wirkt sanftmütig. Aber wenn er über die "Massaker an den Urwaldbäumen" seines Landes spricht, wird sein Blick streng. Und dann nimmt Belmond Tchoumba auch kein Blatt vor den Mund: "Für uns ist klar, dass die Schweizer Holzfirma Fritz Jäggi in Kamerun an der Zerstörung unseres Urwalds direkt mitbeteiligt ist".

Auf Belmond Tchoumba Visitenkarte steht "Communitiy forestry Officer"; er ist Mitarbeiter des "Zentrums für Umwelt und Entwicklung" (C.E.D.) in Kameruns Hauptstadt Yaounde. Von dort war der schlanke Hüne im traditionellen Boubou-Gewand zuerst in die einstige Kolonialmacht Frankreich (immer noch grösste Abholzerin im Land) und dann in die Schweiz gereist, um auf die durch Korruption, Laisser-faire und Gewinnsucht beschleunigte Vernichtung von Kameruns Primärwäldern aufmerksam zu machen. Auch Helvetia könne da ihre Hände nicht in Unschuld waschen, sagt der Afrikaner.

Kameruns Urwaldriesen werden auch in Koblenz zersägt

Hierzulande werden insbesondere die Urwaldriesen Ayous (Abachi) und Sipo (Sapelli) zu Türen, Möbeln, Särgen und Besenstielen zersägt. Fritz Jäggi, grösster Tropenholzimporteur der Schweiz, sorgt für fliessenden Nachschub. Dieser wird per Schiff und Eisenbahn zum Grossteil aus Kamerun eingeführt. Kleinere Mengen kommen auch aus Kongo-Brazzaville. Jedenfalls stammen die mächtigen Stämme aus dem für seine einmalige Biodiversität berühmten Kongo-Becken.

Händler Jäggi importiert jährlich zwischen 5'000 bis 10'000 Tonnen Rundholz in die Eidgenossenschaft. In der Sägerei Kappeler & Co AG im aargauischen Koblenz werden die Stämme geschnitten, an Schreinereien und Holzhändler geliefert und schliesslich an jene weiter verkauft, welche die eigentliche Macht über Leben und Sterben der tropischen Urwälder in den Händen halten: Konsumenten und Konsumentinnen.

Korruption und die "Wald-Mafia"

Denn so, wie Konsumierende den bedrohten Ökosystemen Kameruns zuliebe kein Tropenholz mehr kaufen sollten, so müsse Holzbeschaffer Jäggi als Grosshändler in Kamerun entschieden Einfluss auf die Holzkonzerne nehmen und nur noch FSC-zertifiziertes Holz einkaufen, schlägt Tchoumba vor. Nur: In Afrika gibt es noch keine nachhaltige, von unabhängigen Stellen zertifizierte Holzwirtschaft. Und in der Schweiz oder anderen Industrienationen fehlt immer noch jene längst geforderte Deklarationspflicht, die es den Konsumierenden erlauben würde, nachhaltig gewonnenes Holz vom Holz aus dem heute weltweit gängigen Raubbau in den Urwäldern zu unterscheiden.

Das weiss der Kameruner, dessen Umweltorganisation vom Fastenopfer Schweiz aufgebaut wurde, natürlich auch: "Aber das Verhalten der Abholzer hängt von der Nachfrage und ausländischen Händlern wie Jäggi ab. In Kamerun gibt es, trotz guter Forstgesetze für die verbleibenden, vielleicht 18 Millionen Hektar grossen Wälder praktisch kein legal gefälltes Holz." Überall regiere die "Wald-Mafia" ("la Mafia forestière") , werde geschmiert und getrickst. "Das illegale Abholzen durch ausländische Firmen führt heute zu weit mehr Schäden als jenes der Siedler. Diese Konzerne sind der Krebs der Wälder und ihre von den Behörden ausgestellten Zertifikate sind gekauft."

Jäggi legt den Hörer auf

Doch just auf diese Zertifikate berufe sich Fritz Jäggi. Zudem stelle er sich als wohltätiger Arbeitgeber dar, obwohl er in Kamerun nicht einmal die Stämme zu Planken sägen lasse. Er, Tchoumba, und seine Organisation verlangten ja nicht den vollständigen Stopp des Holzschlags. Man wolle aber im "kollektiven Interesse der Menschheit" und natürlich im Namen der auf den Wald angewiesenen Pygmäen und aller Völker Kameruns sowie der einzigartigen Waldlandschaften im kamerunischen Kongo-Becken eine weitere Verwüstung des Landes verhindern - und mit Fritz Jäggi ins Gespräch kommen.

Doch davon will dieser nichts wissen. Statt dessen verschanzt er sich an seinem Wohnort im bernischen Kirchberg und legt Medienleuten reflexartig den Telefonhörer auf. Nicht den Hauch einer Chance, ihm Tchoumbas Gesprächswunsch vorzutragen, zu seinen Praktiken Fragen zu stellen und ihm so auch die Möglichkeit zu geben, Falschinformationen richtig zu stellen und seine Sicht der Dinge darzulegen. Hierauf versuchte OnlineReports, das Jäggi zuvor alle Fragen schriftlich zukommen liess, mit einem weiteren Fax.

Keine Antwort vom Tropenholzimporteur

Auszug: "Bitte vergessen Sie nicht: Damit haben Sie die Möglichkeit, Ihre Position im Internet so zu vertreten, dass sie auf Jahre hinaus nachgelesen werden kann." Überdies versprach die Redaktion aus Gründen journalistischer Fairness, bis zur Beantwortung der Fragen mit der Publikation noch zwei Tage zu zuwarten. Vergeblich - Jäggi stellte sich tot. Dasselbe Verhalten bei der Sägerei Kappeler in Koblenz, die dank Jäggis Aufträgen gut läuft und mit einer der letzten, speziell für tropische Urwaldriesen bestückten Blockbandsäge zu Diensten steht. Trotzdem bequemte sich Sägereimeister Peter Findling nicht ans Telefon. Das Abwimmeln übergab er seiner Sekretärin und liess hölzern ausrichten: "Das Tropenholz betrifft nur Herrn Jäggi und nicht uns".

Was Fritz Jäggi früher mit schönfärberischer Kommunikation zu bewirken versuchte - blendende Geschäfte - , scheint er heute mit Schweigen erreichen zu wollen. Sicher ist: Der Holzhändler geriet schon 1995 wegen einer Inseratekampagne mit falschen Zertifikationsangaben in die Schlagzeilen. Dabei suggerierte Jäggi forsch, die Gesellschaft SGS (Société Générale de Surveillance S.A.) habe in Kongo-Kinshasa (Zaire ) von ihm eingekauftes Tropenholz als "umweltverträglich eingeschlagen" bezeichnet.

Jäggis Praktiken verärgern selbst die Holzbranche

Die Reaktion der SGS: "Es gibt keine nationale Forstbehörde für Umweltschutz in Zaire. Die SGS hat keine Aktivitäten bezüglich Kontrollen oder Zertifizierungen von Holz aus Zaire". Auch die im Holzlager von Kirchberg gehorteten und mit einem "SGS-Label" bestückten Stämme kämen nicht aus Zaire, stellte die Gesellschaft klar. Am 23. März 2000 stoppte Greenpeace in Koblenz eine Eisenbahnladung mit frisch ins Alpenland geschafften Tropenhölzern wegen "Raubbau an den letzten Urwäldern". Der Holzhandel müsse auch in der Schweiz auf FSC-zertifizierte Holzprodukte umstellen, forderten die Aktivisten. Pikant: Der grösste Teil der Ladung stammte von der kamerunisch-italienischen Firma SEFAC, die darauf wegen illegaler Aktivitäten zu einer Busse und einem dreimonatigen Fällstopp verurteilt wurde.

Gegen Jäggis Treiben, das auch in der Holzbranche viele verärgert, kann selbst die Schweizer Holzhandelszentrale nichts ausrichten. "Wir haben keinen Einfluss auf ihn", bedauert Direktor Jörg Reimer das Verhalten des Ex-Mitglieds. Jäggi sei an keine Branchenorganisation mehr angeschlossen - ein Einzelgänger, der auf "niemand" mehr höre.

Jedenfalls setzt Reimer "riesige Fragezeichen" hinter Gefälligkeitszertifikate, die in Afrika von "irgendeinem Ministerium schnell für ein paar Dollar ausgestellt werden". Das einzig seriöse Zertifikat für nachhaltig genutztes Tropenholz sei jenes des Forest Steward Council (FSC). Doch FSC-geprüftes Holz sei noch rar und genüge bei weitem nicht, die weltweite Nachfrage nach den billigen und qualitativ erstklassischen tropischen Harthölzern abzudecken.

Macht liegt bei den Konsumierenden

Doch diese Nachfrage ist es, beobachtete der Afrikaner Belmond Tchoumba , was zusehends den natürlichen Lebensraum der Bevölkerung in Hörweite der vorrückenden Bulldozer und Kettensägen zerstört. Neue Sorgen mache den Umweltschützern in Kamerun, dass zunehmend auch asiatische Holzkonzerne (speziell aus Malaysia) mit ihren rücksichtslosen Kahlschlagmethoden die Wälder flachlegen. Den Bäumen rücken daneben auch die Franzosen, Libanesen, Italiener, Holländer und Belgier zu Leibe.

Das Umhauen der letzten Wälder Westafrikas könnten vor allem auch die Konsumierenden stoppen, hofft Belmond Tchoumba. Seine Bitte: "Fragt euch Schweizer und Schweizerinnen, woher das Tropenholz kommt, wie es gefällt wurde und ob durch sein Fällen nicht Umweltzerstörung und Elend hinterlassen werden." Wer da richtig hinschaue, nachdenke und sein Herz sprechen lasse, der finde zurzeit nur eine Antwort: "Ein Totalverzicht auf Tropenholz, das par exemple Monsieur Jäggi importiert hat".

8. Juni 2000

Weiterführende Links:


UMWELTSCHUTZ IN KAMERUN

Afrikanische Bevölkerung beginnt sich gegen die Zerstörung der Heimat zu wehren

Harter Boden auch für die Umweltschützer Kameruns: Lange Zeit verbot dessen Regierung die Nicht-Regierungsorganisationen (NGOs). Als das Verbot aber fiel, gründete Samuel Nguiffo 1994 in der Hauptstadt Yaounde das "Centre pour l'Environnement et le Developpement" (C.E.D.). Dies mit der andauernden Hilfe des Schweizer Fastenopfers und der holländischen Organisation Cordaid. Hauptziel: Die Förderung des ökologischen Bewusstseins.

Zurzeit beschäftigen sich die Mitarbeiter des Zentrums mit der Beobachtung, Registrierung und Bekämpfung des weitgehend illegalen Abholzens. Zweitens mit der Förderung der nachhaltigen Landwirtschaft, um dem Abholzen durch Bauern und Siedlern zu begegnen. Drittens mit der Motivierung der gesamten Bevölkerung für den Waldschutz. Viertens setzt sich C.E.D. in einem Spezialprogramm für das Überleben der rund 50'000 Pygmäen ein, die ohne Wald ihre Lebensgrundlagen verlieren. Unterstützt wird die Organisation neuerdings auch von Greenpeace Schweiz. Dessen Waldspezialist Christoph Wiedmer: "Kamerun und Kongo-Brazzaville sind in Afrika die wichtigsten Exportländer von illegal gefälltem Tropenholz aus Regenwäldern - ein Notstandsgebiet, wo dringend eingegriffen werden muss."

Mit Bestechung weit über die Konzession hinaus geholzt

Der tropische Regenwald im Süden Kameruns wird vor allem durch Holzkonzerne aus Europa und neuerdings auch aus Asien bedroht. "Die rasieren alles ab", beschreibt Belmond Tchoumba die für Kamerun neuen und radikalen Schlagmethoden des malaysischen WTK-Konzerns.

"Die Verantwortlichen werden regelrecht mit Bestechungsgeldern begossen", beschreibt Tchoumba die bis zu den höchsten Staatsstellen reichende Korruption, welche die Organisation "Transparence Internationale" als eine der schlimmsten der Welt bezeichnet. So würde oftmals das Vielfache dessen abgeholzt, für was eine Bewilligung ausgestellt wurde. Laut Gesetz sollten in Kamerun 30 Prozent der Primärwälder unangetastet sein. In Tat und Wahrheit aber seien nicht einmal 10 Prozent richtig geschützt. Deprimierend findet es Tchoumba, dass die betroffene einheimische Bevölkerung von den Einnahmen für die Holzkonzessionen kaum je Geld erhalte.


 Ihre Meinung zu diesem Artikel
(Mails ohne kompletten Absender werden nicht bearbeitet)
fileadmin/templates/pics/echo.gif

"Schweizer Anteil am internationalen Tropenholzverbrauch ist völlig irrelevant"

Unter Berufung auf den kamerunischen Bürger Belmond Tchoumba entwirft Ruedi Suter ein Horrorgemälde über das Land Kamerun im allgemeinen und meine Person und Firma im besonderen, welches zwar viel mit den hierzulande verbreiteten grünen Klischeevorstellungen, aber wenig mit der Realität Afrikas zu tun hat. Um die Aussagen von Rudi Suter und Belmond Tchoumba richtig einordnen zu können, seien hier an dieser Stelle einige kurze Fakten zur Rolle der Schweiz im internationalen Tropenholzgeschäft und zur Situation in Kamerun vorausgeschickt.

 

Nach Angaben der Food- und Agriculture Organisation der Vereinten Nationen (FAO) werden in den Tropen jährlich rund 333 Millionen m3 Nutzholz und ca. 1.424 Millionen m2 Feuerholz produziert. Die jährlichen Importe aus der Schweiz belaufen sich nach Angaben der International Tropical Timber Organisation (ITTO) auf weniger als 20.000 m3 überwiegend hochwertiges Edelholz, dies sind 0,006% der jährlichen Produktion von Nutzholz in den Tropen.

 

Diese Zahlen zeigen: der Anteil der Schweiz am internationalen Tropenholzverbrauch ist völlig irrelevant. Selbst, wenn die Schweiz mit sofortiger Wirkung auf sämtliche Tropenholzimporte verzichten würde, wäre der Einfluss auf die Waldnutzung in den Tropen und die internationalen Handelsströme mit Tropenholz gleich Null.

 

In Anbetracht dieser Zahlen erweist sich die Behauptung von Herrn Suter, dass die Schweizer Konsumenten und Konsumentinnen „die eigentliche Macht über Leben und Sterben der tropischen Urwälder in den Händen halten“ als helvetio-zentrischer Grössenwahn.

 

Nach Angaben der FAO verfügte Kamerun im Jahr 1999 über knapp 24 Millionen Hektar Wald, dies entspricht 51,3 Prozent der Landesfläche. (Zum Vergleich: Waldanteil in der Schweiz 30,3 Prozent der Landesfläche.)[1] Allerdings wird im Gegensatz zur Schweiz in Kamerun mit einem jährlichen Waldflächenverlust von 220 000 Hektar gerechnet.[2]

 

Zu den Ursachen der Entwaldung wird in diesem Bericht festgestellt: „Die DR Kongo, Kamerun und Ruanda haben die höchsten Raten des Wachstums der ländlichen Bevölkerung in dieser Subregion. Als Konsequenz ist festzustellen, die Landwirtschaft ist eine Hauptursache der Entwaldung in diesen Ländern...“

 

In einer detaillierten französischen Untersuchung zur Situation in Kamerun wird geschätzt, dass jährlich ca. 200.000 Hektar Wald in landwirtschaftliche Flächen umgewandelt werden.[3]

 

Festzustellen ist somit, dass die Behauptungen des Herrn Tchoumba über die Situation in seinem Lande durch die vorliegenden wissenschaftlich fundierten Untersuchungen jedenfalls nicht belegt sind.

 

Nun zu den Vorwürfen gegen die Firma Fritz Jäggi. Bereits in der Einleitung wird behauptet, dass meine Firma dabei helfe „die letzten Urwälder des westafrikanischen Staates Kamerun kahlzuschlagen.“ Diese Behauptung ist schlicht und einfach falsch. Die Firma Jäggi kauft ihr Holz in Kamerun ausschliesslich bei legal wirtschaftenden Betrieben, die von der Forstbehörde überwacht und die im Besitz eines gültigen Konzessionsvertrages sind. Ein Kahlschlag ist in den kamerunischen Naturwäldern grundsätzlich nicht erlaubt. Das Holz wird ausschliesslich selektiv eingeschlagen, dies sind meist drei bis fünf Stämme pro Hektar. Jeder, der einmal die grossen Forstbetriebe in Kamerun oder im Kongobecken besichtigt hat, kann bestätigen, dass durch eine derartige selektive Nutzung keine Entwaldung stattfindet.

 

Leider beschränkt sich Herr Suter in seinem Artikel nicht nur auf eine falsche Darstellung der Situation in Kamerun, was an sich schon schlimm genug ist, sondern er setzt darauf noch eine persönliche Verunglimpfung meiner Person. So wird behauptet, ich sei ein „Sonderling“, dessen „Treiben die gesamt schweizerische Holzbranche verärgere“. Als Quelle für diese Verleumdungen wird der Geschäftsführer der Schweizer Holzhandelszentrale, Herr Reimer, angegeben. Eine Rücksprache mit Herrn Reimer hat jedoch ergeben, dass er dies so nicht geäussert hat, sondern dass es sich hierbei um eine freie Interpretation eines längeren Telefongespräches handelt, welche von Herrn Reimer in keiner Weise autorisiert wurde.

 

Abschliessend möchte ich feststellen, dass sich die Schweizer Regierung immer explizit gegen einen Boykott von Tropenholz ausgesprochen hat. Ziel der Schweizer Regierung war und ist es vielmehr, die tropischen Erzeugerländer bei der Einführung und Durchsetzung nachhaltiger Waldbewirtschaftung zu unterstützen. Hierzu gehört es auch, Absatzmärkte für hochwertige tropische Edelhölzer zu schaffen und zu erhalten, weil anders die Kosten für eine nachhaltige Waldbewirtschaftung überhaupt nicht erwirtschaftet werden können. Ich stelle deshalb ausdrücklich fest, dass sich die Firma Jäggi in ihren Geschäften immer strikt an die Gesetze der Schweiz und an die der jeweiligen Partnerländern gehalten hat und dass diese Geschäfte sich in Übereinstimmung mit den Zielen der Schweizer Tropenwaldpolitik befinden.

 

Es ist das gute Recht von Herrn Suter, sich für eine andere Politik und andere Regierung in der Schweiz einzusetzen. Dies gibt ihm jedoch nicht das Recht, diejenigen, die die Politik der derzeitigen Schweizer Regierung unterstützen in einer derartigen Weise zu verleumden, wie dies in dem Artikel von Herrn Suter geschieht. Die grosse Mehrheit der Umweltverbände hat inzwischen erkannt, dass ein Tropenholzboykott kontraproduktiv war und ist. In Deutschland beispielsweise, welches - im Gegensatz zur Schweiz - ein wichtiger Tropenholzimporteur war und ist, hat die Boykottkampagne mit dazu beigetragen, den Marktanteil des Holzfensters von ehemals 36% auf 22% herunter zu drücken, während gleichzeitig der Marktanteil des PVC-Fensters von 26% auf insgesamt 54% angestiegen ist.[4] Über die „satten Gewinne für den Schweizer Tropenholzhändler Fritz Jäggi“ würde ich mich als Unternehmer gewiss freuen, aber sie existieren leider nur in der blühenden Phantasie des Herrn Rudi Suter. Mir ist derzeit überhaupt kein Betrieb der Holzbranche bekannt, der sich über „satte Gewinne“ freuen könnte.

[1] FAO SOFO 2001

[2] FAO, Forest Ressources Assessment 2000

[3] J. J. Faure. 1989. Le Cameroun et ses forêts. 1ère partie : le cadre naturel. Revue forestière francaise. XLI. 6-1989.

[4] Nicole von Hösen, Initiative Pro Holzfenster


Fritz Jäggi, Kirchberg BE



"Es gibt in Europa hunderttausende Jäggis"

Versuchen wir der Ursache dieses Verbrechens der Naturwaldvernichtung, welches auch einen Teil der letzten 100'000 Pygmäen auf der Erde vernichtet, auf den Grund zu gehen, dann werden wir erkennen, daß es allein in Europa hunderttausende oder sogar Millionen solcher Jäggis gibt, die skrupellos auf Geldprofit ausgerichtet sind.


Hartmut Heller, Atomphysiker, Lauenburg (D)


www.onlinereports.ch - Das unabhängige News-Portal der Nordwestschweiz

© Das Copyright sämtlicher auf dem Portal www.onlinereports.ch enthaltenen multimedialer Inhalte (Text, Bild, Audio, Video) liegt bei der OnlineReports GmbH sowie bei den Autorinnen und Autoren. Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck und Veröffentlichungen jeder Art nur gegen Honorar und mit schriftlichem Einverständnis der Redaktion von OnlineReports.ch.

Die Redaktion bedingt hiermit jegliche Verantwortung und Haftung für Werbe-Banner oder andere Beiträge von Dritten oder einzelnen Autoren ab, die eigene Beiträge, wenn auch mit Zustimmung der Redaktion, auf der Plattform von OnlineReports publizieren. OnlineReports bemüht sich nach bestem Wissen und Gewissen darum, Urheber- und andere Rechte von Dritten durch ihre Publikationen nicht zu verletzen. Wer dennoch eine Verletzung derartiger Rechte auf OnlineReports feststellt, wird gebeten, die Redaktion umgehend zu informieren, damit die beanstandeten Inhalte unverzüglich entfernt werden können.

Auf dieser Website gibt es Links zu Websites Dritter. Sobald Sie diese anklicken, verlassen Sie unseren Einflussbereich. Für fremde Websites, zu welchen von dieser Website aus ein Link besteht, übernimmt OnlineReports keine inhaltliche oder rechtliche Verantwortung. Dasselbe gilt für Websites Dritter, die auf OnlineReports verlinken.

fileadmin/templates/pics/gelesen.gif
"Die Temperaturen kratzen heute am Gefrierpunkt."

BZ Basel
Newsletter
vom 1. Dezember 2017
fileadmin/templates/pics/gelesen.gif

Hinterliessen sie Spuren, die Temperaturen?

"Und übrigens ..."

Weihnachts-Geschichte aus Israel
RückSpiegel


Die Basler Zeitung zog die OnlineReports-News über den Entscheid des Basler Appellationsgerichts gegen die Nichtanhandnahme der Strafanzeigen von Staatsanwältin Eva Eichenberger und Strafgerichtspräsident Lucius Hagemann durch die Obwaldner Oberstaatsanwältin Esther Omlin im Fall "Lehrer H." nach.

In ihrem Artikel über die "Berlusconisierung von links" zitiert die Weltwoche aus dem "dem gutinformierten Basler Internetdienst OnlineReports".

In seinem Bericht über die Gefährlichkeit des Basler Centralbahnplatzes geht Barfi auf einen OnlineReports-Bericht aus dem Jahr 2001 ein, der damals schon die Probleme thematisierte.

Blick, Tages-Anzeiger, Basler Zeitung, BZ Basel, 20 Minuten und Barfi bezogen sich in ihren Artikeln über die Schüsse einen Mann in der Basler Innenstadt auf einen News-Primeur von OnlineReports.

Der Tages-Anzeiger und 20 Minuten nahmen in ihren Berichten über den gefährlichen Zwischenfall mit einem Intercity-Zuges der SBB in Stein-Säckingen auf OnlineReports Bezug.

In ihrem Interview mit der neuen BVB-Präsidentin Yvonne Hunkeler nahm die Basler Zeitung auf OnlineReports Bezug.

Die Basler Zeitung nahm den OnlineReports-Feature über den Einbruch im Restaurant "Dalbestübli" auf.

Die Volksstimme zitierte in ihrer Presseschau über die Säuli-Metzgete in Sissach aus der OnlineReports-Reportage.

Im Bericht über Rechtsprobleme des Bordells an der Basler Amerbachstrasse zitiert Barfi aus OnlineReports.

Ausführlich geht die Basler Zeitung auf einen kritischen OnlineReports-Gastkommentar über den Eigenmietwert-Steuerfall um Rösly M. ein.

In seinem Beitrag über "Die Basler Sinnkrise" zitiert der Tages-Anzeiger aus dem OnlineReports-Leitartikel "Willkommen im Baselbiet: Nichts geht mehr", in dem es um einen "Kanton in der Sinn-Krise" geht.

barfi, die BZ Basel, die Tageswoche, die Badische Zeitung und das Baublatt haben die OnlineReports-Story über den Abbruch des "Rostbalkens" und die geplanten Hochhäuser beim Basler Bahnhof SBB aufgenommen.
 
Infosperber.ch geht in einem Kommentar über das "Dauer-Bashing" der Behörden durch die Medien auf die Konter-Position von OnlineReports ein.

Die Basler Zeitung nahm in ihrer Berichterstattung über den "Fall Wessels" auf einen OnlineReports-Kommentar Bezug.

Die Basler Zeitung, die BZ Basel, die SDA und die Badische Zeitung gingen auf den OnlineReports-Primeur über die Berufung des türkischen Basler Polizei-Assistenten gegen den Strafbefehl der Staatsanwaltschaft ein.

20 Minuten online nahm die OnlineReports-News über die Basler verkehrs-Betriebe (BVB) an der Grenze ihrer Belastung auf.

Die BZ Basel und das Regionaljournal gingen aktuell auf die OnlineReports-Recherche über einen Manipulations-Versuch der BVB-Direktion im Vorfeld der Wahlen in die Personalkommission ein.

Barfi zog die OnlineReports-Story über die umstrittene Umnutzung des "FKK-Clubs" in ein Bordell an der Amerbachstrasse in Basel nach.

Der Landbote nahm die OnlineReports-Story über den Stromeinkauf der Gemeinde Muttenz beim Stadtwerk Winterthur auf.

Die OnlineReports-News über den Personalabbau auf der Basler Hauptpost wurde durch Telebasel aufgenommen.

Telebasel online ging in seinem Bericht über die SP-Prämieninitiative auf einen Kommentar von OnlineReports ein. 

Die Weltwoche zitierte in ihrem Bericht über den Basler Scharia-Befürworter Aziz Osmanoglu aus einem Gerichts-Bericht von OnlineReports.

Weitere RückSpiegel

In einem Satz


Elisabeth Pestalozzi, seit August 2016 stellvertretende Chefredaktorin von Radio SRF, wird im zweiten Quartal 2018 neue Kommunikationsleiterin der Christoph Merian Stiftung.

• Über tausend Personen verlangen in einer Petition der SP Gelterkinden die Einführung von Tempo 30.

• Im zweiten Wahlgang der Liestaler Stadtrats-Ersatzwahl vom 14. Januar 2018 treten Marie-Theres Beeler (geboren 1959, Grüne) und Karin Jeitziner (geboren 1961, FDP) an.

Marco Greiner, Regierungssprecher und Vizestaatsschreiber von Basel-Stadt, ist neuer Präsident der Schweizerischen Informations-Konferenz öffentlicher Verwaltungen.

• Die Basler CVP hat ihre mit 3'910 Unterschriften versehene Krankenkassen-Initiative eingereicht, die verlangt, dass selbstbezahlte Prämien für die obligatorische Krankenpflege-Versicherung vom steuerbaren Einkommen abgezogen werden können

• Mit der Jus-Studentin Laetitia Block als Nachfolgerin von Pascal Messerli steht erstmals eine Frau an der Spitze der Jungen SVP Basel-Stadt.

• Das Basler Ristorante Cibo Mediterraneo ist der künftige Betreiber der neuen Buvette am St. Alban-Rheinweg.

Reto Meyer, Inhaber und Geschäftsführer der WS Kommunikation in Basel, kauft per Jahreswechsel sämliche Anteile der BSSM Werbeagentur von Urs Schneider und Hannes Müller.

Jana Wachtl (38) wird als Nachfolgerin von Sabine Kubli auf Jahresbeginn neue Leiterin der Baselbieter Fachstelle "Gleichstellung für Frauen und Männer".

• Das Basler Energieunternehmen IWB plant, im Februar 2018 elf neue Ladesäulen für Elektrofahrzeuge in Quartierstrassen auf Allmend zu installieren.

• Entgegen der Parole der kantonalen CVP sagte der CVP-Wahlreis Liestal Nein zum "8. Generellen Leistungsauftrag für den öffentlichen Verkehr" und damit Ja zum "Läufelfingerli".

Raymond Cron wird als Nachfolger von Andreas Büttiker ab 1. Januar 2018 neues Verwaltungsratsmitglied des EuroAirport Basel-Mulhouse-Freiburg.

• Der Basler Grosse Rat hat die Standesinitiative der SP gegen der Schliessung von Quartier-Poststellen überwiesen.

• Die bürgerlichen Jungparteien von Basel-Stadt ziehen ihre Zweirad-Initiative zurück, da sie mit dem vom Grossen Rat beschlossenen Gegenvorschlag ihre Hauptforderungen als erfüllt betrachten.

• Die Baselbieter Wahlen des Landrats und des Regierungsrats für die Amtsperiode vom 1. Juli 2019 bis 30. Juni 2023 finden am 31. März 2019 statt.

• Weil mit dem als Gegenvorschlag verabschiedeten neuen Bürgerrechtsgesetz und den Anpassungen auf Bundesebene die Anliegen der Initianten erfüllt sind, zieht die SVP Basel-Stadt ihre Volksinitiative "Keine Einbürgerung von Kriminellen und Sozialhilfeempfängern" zurück.

• Mit der Gründung der Sektion Waldenburg wollen die Grünen Baselland im Wahlkreis Waldenburg den verlorenen Landratssitz zurück erobern.