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"Deutliche Spielregeln": Basler Tauschbörse, Initiantinnen

Mehr als ein Bring- und Holtag: Tauschen statt Kaufen rund um die Uhr

Mit dem "Tauschkasten" startet im Basler Gundeldinger Quartier ein Pilotprojekt


Von Christof Wamister


Die Einfahrt zum Rietschi-Areal in Basel war bisher eine unfreundliche und verschlossene Nische, die von Passanten kaum beachtet wurde. Ab heute Niklaustag an soll sich dies ändern: Der bis jetzt ungenutzte Raum wird unter dem Motto "Bring & Nimm" zum begehbaren Tauschkasten umgestaltet.


Heute 6. Dezember um 18 Uhr ist Eröffnung an der Güterstrasse 244. Verantwortlich für das Projekt, das im Wettbewerb "Gundeli denkt" zur Realisierung vorgeschlagen wurde, ist das Baubüro "in situ AG", das ebenfalls im Gundeldinger-Quartier zu Hause ist.

Die Grund-Idee ist einfach und wird bereits vielerorts spontan praktiziert – zum Beispiel dann, wenn bei einer Sperrgut-Abfuhr das aufgehäufte Material nach Interessantem durchstöbert wird.

Waffen, Pornos und Medis unerwünscht

Mit dem "Tauschkasten" im Gundeli wird dies nun zur Dauereinrichtung: Wer einen noch brauchbaren Gegenstand nicht mehr benötigt, deponiert ihn. Der oder die Nächste begutachtet das Material und nimmt mit, was gefällt.

Zu diesem Zweck werden links und rechts der Einfahrt Regale aufgestellt, in denen sich eher kleinere Haushaltgeräte, Bücher und weitere brauchbare Gegenstände deponieren lassen. Nicht erwünscht sind Waffen. Pornomaterial und Medikamente. Auch mit Autos oder Tieren soll hier nicht gehandelt werden. Für grössere Gegenstände wie Möbel ist der Ort nicht geeignet. Die Benützer können aber eine Notiz an einer Pin-Wand hinterlassen, in der sie bekanntgeben, was wo und wann abgeholt werden könnte.

Auch immaterieller Austausch

Der Tauschkasten eignet sich aber auch als Plattform, um nicht-kommerzielle Dienstleistungen im Sinne der gegenseitigen Hilfe anzubieten: Einkäufe machen, Hunde ausführen, Hilfe bei der Gartenarbeit.

In der Initiative steckt ein kleines Plädoyer für den bewussten Umgang mit Dingen und gegen den Vorweihnachts-Rummel: "Gerade in der Adventszeit möchte der Tauschkasten dazu anregen, Geschenke nicht zu kaufen, sondern nicht mehr benötigte, aber noch brauchbare Gegenstände im 'Bring & Nimm'-Kasten gegen andere einzutauschen."

Rund um die Uhr zugänglich

Es handelt sich um ein Pilotprojekt für das Quartier, betont Tabea Michaelis (Bild rechts) vom "Baubüro in situ". Die Gefahr, dass die Einrichtung zu einer Deponie umfunktioniert werden könnte, ist den Initiantinnen natürlich bewusst. Mit mehrsprachigen Hinweisen wollen sie den Quartierbewohnern die Spielregeln deutlich machen.

Der "Tauschkasten" ist während 24 Stunden zugänglich und wird am Anfang regelmässig von den "in situ"-Mitarbeiterinnen betreut und beaufsichtigt. Ob sich der Tauschkasten später selber respektive seinen Benutzern und Benutzerinnen überlassen werden kann, zeige sich im alltäglichen Gebrauch, sagt Tabea Michaelis.

Öffentliche Parkanlage im Rietschi-Areal?

Gefördert wird das "Gundeli-denkt"-Projekt von der Christoph Merian Stiftung und der Stiftung Abendrot, die das Rietschi-Areal im vergangenen Jahr erworben hat. Zur Zeit laufen Planungen, wie es in Zukunft genutzt und neu bebaut werden könnte. Die Rede ist von einer öffentlichen Parkanlage und einem Durchgang bis zur Dornacherstrasse. Laut Alexandra Allan von der Stiftung Abendrot ist das aber nur realisierbar, wenn dafür Mittel aus dem kantonalen Mehrwertabgabe-Fonds bereitgestellt werden.

6. Dezember 2012

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"Katia Murmann als Mitglied der 'Sonntagsblick'-Chefreaktion"

OnlineReports.ch
in einem Bericht vom 25. Mai 2016 über den SF-"Medien-Club"
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Gibt es Chefreaktionäre beim "Sonntagsblick"?

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Weitere RückSpiegel

In einem Satz


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• Die Basler Grünliberalen haben eine Volksinitiative eingereicht, mit der sie die Dauer der Ruhegehalts-Zahlungen für Regierungsräte auf maximal drei Jahre beschränken wollen.

• Nach einer ersten Beratung des Budgets 2017 rechnet die Baselbieter Regierung für das nächste Jahr mit Einsparungen über 7,7 Millionen Franken beim Personalaufwand, da beim Verwaltungspersonal und den Lehrpersonen 58 Vollzeitstellen gestrichen wurden.

• Leicht erhöhte Radon-Werte haben Messungen des Kantons in einem Raum im Untergeschoss des Reinacher Schulhauses Surbaum festgestellt.

• Der Basler Regierungsrat Hans-Peter Wessels und Edwin Tschopp, Geschäftsführer des Erlen-Vereins, eröffneten den neuen Veloweg Lange Erlen, wodurch Velofahrenden eine attraktive und direkte Verbindung zwischen Riehen und Kleinhüningen zur Verfügung steht.

• Die Baselbieter Regierung wählte folgende Personen in den Beirat über das öffentliche Beschaffungswesen: Beat Tschudin (Bau- und Umweltschutzdirektion), Daniel Allemann, Markus Meier und Peter Meier (Vertreter der Arbeitgeber) und Andreas Giger-Schmid, Sascha Haltinner und Lucien Robischon (Vertreter der Arbeitnehmer).

• Die IWB schenken der Stadt Basel aus Anlass des 150-jährigen Bestehens der Wasserversorgung einen historischen Brunnen, der auf dem Rütimeyer-Platz installiert werden soll.

• Der Freisinnige Stephan Burgunder ist neuer Gemeindepräsident von Pratteln, nachdem nur ein Wahlvorschlag für das Gemeindepräsidium für die Amtsperiode 2016-2020 eingereicht worden ist.

Dominik Beeler, Vorstandsmitglied des "Jungen grünen Bündnisses Nordwest", ist neuer Co-Präsident des VCS beider Basel.

• Die Basler Jungliberalen fordern eine "Vereinheitlichung und eine Flexibilisierung der Regeln" statt einen "Bewilligungsdschungel" für fahrbare Gastronomie und eine Erhöhung der Stellplätze in der Innenstadt.

J. Erik Fyrwald, derzeit Präsident und CEO des US-amerikanischen Chemiegrosshändlers Univar Inc., wird ab 1. Juni neuer CEO von Syngenta und damit Nachfolger von John Ramsay, der seit letzten November Interims-CEO war.

• Der Basler Journalist Patrik Tschudin ist im Alter von 52 Jahren an einem Krebsleiden gestorben.

• Wegen tiefen Hypothekarzinsen und im Zusammenhang mit der laufenden steuerlichen Neubewertung der Liegenschaften koppelt die Basler Regierung den steuerlichen Eigenmietwert neu an den Referenzzinssatz, wodurch sich der Eigenmietwertsatz von heute 4 auf 3,5 Prozent senkt.

Bernhard Brodbeck, Leiter des Geschäftsbereichs Beschaffung und stellvertretender CEO der IWB, wird per 31. Oktober die Industriellen Werke Basel verlassen und eine selbstständige Tätigkeit aufnehmen.

• Die grüne Liestaler Politikerin Anna Ott teilt den Medien mit, dass ihr Vater Lukas Ott in stiller Wahl für eine weitere Legislatur zum Liestaler Stadtpräsidenten bestimmt worden ist

• Die VPOD-Mitglieder bei den Basler Verkehrsbetrieben (BVB) haben an ihrer Mitgliederversammlung die Nein-Parole zum BVB-Organisationsgesetz beschlossen.

•  Sarah Thönen wird ab 15. August neue Leiterin des baselstädtischen Amtes für Beistandschaften und Erwachsenenschutz (ABES) und damit Nachfolgerin von Regine Kaiser, die in den Ruhestand tritt.

• In Niederdorf wird ab 5. September die Postfiliale nicht mehr bedient, dafür bietet die Post ihre Dienstleistungen mit einem Hausservice an.

Holger Stockhaus wird ab 1. Mai in einem 50 Prozent-Pensum neuer Abteilungsleiter Jagd und Fischerei beim Amt für Wald beider Basel.

David Pavlu heisst der neue Präsident der Jungfreisinnigen Basel-Stadt (JFBS), der die Nachfolge von Carol Baltermia antritt.

• Die Gemeinde Reinach muss den E-Rechnungsservice bis auf weiteres einstellen, weil das System des externen Software-Lieferanten zu viele technische Mängel aufweist und die Gemeinde deshalb keinen einwandfrei funktionierenden Service garantieren kann.

• Der Trägerverein des Stadtteilsekretariats Kleinbasel befürwortet das Projekt "Kasernenhauptbau – Gesamtsanierung und Umbau zum Kultur- und Kreativzentrum" und wehrt sich gegen eine Neuaufnahme der Debatte.

Stefan Kälin, der Präsident des Bauernverbandes beider Basel, tritt aus persönlichen und gesundheitlichen Gründen per sofort zurück.