© Fotos by Günter Wippel und Ruedi Suter
"Wir haben nicht einmal mehr einen Löffel": Zelte der Tuareg

Der Atomstrom-Komfort führt in die verstrahlte Wüste der Tuareg

Der rücksichtslose Uran-Abbau macht das Wüstenvolk krank: Jetzt griff es einmal mehr zur Waffe


Von Ruedi Suter


Wenn Schweizer Konsumenten Atomstrom nutzen, fördern sie unbewusst die Zerstörung der Lebensgrundlagen von Urvölkern, auf deren Land Uran abgebaut wird. Aktuelles Beispiel sind die unterdrückten Tuareg in Niger. Von der Öffentlichkeit kaum wahrgenommen, rebellieren sie gegen die Verheerungen ihrer Gebiete und die wachsenden Begehrlichkeiten von Staat und ausländischen Atomkonzernen.


Es sind Ruferinnen in der Wüste. Seit Monaten versuchen Schweizerinnen hierzulande auf die Besorgnis erregende Lage der Tuareg im Norden des afrikanischen Staates Niger aufmerksam zu machen. Doch ihre Anrufe in verschiedene Redaktionen helvetischer Medien verhallten im Nichts. Das Thema sei "zu wenig aktuell", und es fehle ein "direkter Bezug zur Schweiz", sei ihnen erklärt worden.

Beides ist falsch. In der Sahara eskaliert seit über einem Jahr eine womöglich folgenschwere Rebellion von internationaler Bedeutung. In Niger sterben Menschen und Tiere an Massakern, Minenexplosionen, Vertreibungen, Hunger und Durst. Und in Niger wird seit Jahrzehnten auf Kosten der Eingeborenen und der Umwelt Uran gefördert, das französische Atomkraftwerke später zu Strom verarbeiten, mit dem auch Schweizer Haushalte gespeist werden.

Im Uran-Gebiet herrscht Kriegsrecht

Die Frauen, die sich an OnlineReports wandten, vertreten entweder in Nord-Niger aktive Hilfsorganisationen oder Tuareg-Familien, zu denen sie enge Kontakte pflegen. Sie baten um Anonymität, da sie regelmässig das betroffene Gebiet bereisen und weiterhin mit Tuareg-Hilfsorganisationen in Deutschland und Frankreich zusammenarbeiten möchten. Sie dürften zurzeit auch besser informiert sein als jene wenigen Medienvertreter, die sich erfolglos zu den umkämpften Wüstenorten Tamgak, Iferouane, Gougaram Tchiighouzerine oder ins Uran-Abbaugebiet um die Stadt Arlit durchzuschlagen versuchten.

Grund: Die Regierung in der im Süden gelegenen Hauptstadt Niamey hat über die Region Agadez und ihre gleichnamige Stadt das Kriegsrecht verhängt. Dort liegt das drittgrösste Uranvorkommen der Welt, das dem Staat rund 60 Prozent seiner Einnahmen sichern soll. Und dort, in der Wüste, wollen jetzt nicht mehr nur die Franzosen, sondern neuerdings auch andere Nationen nach Uran für ihre Atomkraftwerke und Waffenindustrien buddeln. Davon profitiert die Regierung in Niamey – mit wachsendem Selbstbewusstsein. Sie vergab zahlreiche weitere Uranschürf- und Erdölförderungsrechte über die Köpfe der direkt betroffenen Völker wie die Tuareg oder Fulbe hinweg – bis sich diese zu einem neuen Aufstand gezwungen sahen.

Sprengminen statt Medienleute

Die Folgen: Der Tourismus brach zusammen, in Agades mussten Hotels und Restaurants schliessen, Grundnahrungsmittel und Treibstoff fehlen, da aus dem Süden nichts mehr geliefert wird und von der Armee gelegte Minen das Weiterkommen lebensgefährlich machen. Die Regierung versucht das Gebiet abzuschotten. Anders als Vertretern der Uranfirmen ist in- und ausländischen Medienleuten heute jede Reise in den Norden verboten.

Aber auch Vertreterinnen und Vertreter der Entwicklungs- und Hilfsorganisationen, die sich noch nicht zurückgezogen haben, werde der Zugang zur Not leidenden Bevölkerung erschwert oder ganz verwehrt, erklärte eine kürzlich zurückgekehrte Beobachterin gegenüber OnlineReports. Das Regime unternehme alles, um den Kontakt zwischen Tuareg und Europäern zu unterbinden, neuerdings selbst mit dem Abhören internationaler Telefongespräche.

Erschiessungen, Folter, Vertreibungen

Dennoch sickern immer wieder Informationen durch. Zum Beispiel diese von Anfang Juni, wie sie eine vor Ort tätige Hilfswerk-Mitarbeiterin übermittelte: "Ende letzte Woche sind zirka 300 bis 400 Soldaten des nigerischen Militärs mit 35 Autos und Waffen aus ihrer Verschanzung in Iferouane direkt nach Tedek gefahren. (...) Dort steckten sie das gesamte Hab und Gut der Nomaden in Brand. Alles wurde verbrannt: Zelte, Decken, Kleider, Essen, alles. Miden (eine Kontaktperson, die Red.) bestätigte diese erschütternden Fakten via Telefon. Er sagte: 'Wir haben nicht einmal mehr einen Löffel'. Noch schlimmer ist aber, dass mindestens sieben Tuareg erschossen wurden. Darunter befinden sich der Greis Mömma und der junge Drissa. Die Schule wurde ausgeplündert und teilweise zerstört. Die überlebende Bevölkerung brachte sich in den Bergen in Sicherheit."

Ein Schreckensbeispiel unter vielen. Menschenrechtsorganisationen wie Amnesty International und Human Rights Watch stellten die Armee und Regierung der Republik Niger seit Beginn der Auseinandersetzungen Anfang 2007 schon mehrfach an den Pranger. Sie werfen den Machthabern schwere Menschenrechtsverletzungen vor: Willkürliche Erschiessungen, willkürliche Verhaftungen, Folterungen, Vertreibungen, das Verschwindenlassen von zivilen Tuareg-Angehörigen und die gezielte Zerstörung von Dörfern, Brunnen und Tierherden. Verurteilt wurden auch die andauernden Verletzungen der Presse- und Meinungsfreiheit, die mit den Verhaftungen von Moussa Kaka, Korrespondent von "Radio France Internationale", und den "Arte"-Journalisten Thomas Dandois und Pierre Creisson einen ersten Höhepunkt erreichten.

Neuer Aufstand der "Räuber" und "Banditen"

Doch die belegten Vorwürfe oder auch die Aufrufe zur Versöhnung mit den Tuareg verhallten in der Hauptstadt des von rund 14 Millionen Einwohnern bewohnten Landes bisher wirkungslos: Staatspräsident Mamadou Tandja bangt um die happigen Einkünfte aus dem Urangeschäft. Deshalb wird er nicht müde, die um ihre Rechte kämpfenden Tuareg als "Banditen", "Räuber" oder "Drogenschmuggler" zu beschimpfen. Gegen dieses "Gesindel" müsse ohne Pardon durchgegriffen werden.

So setzt Tandja seit über einem Jahr ausschliesslich auf Waffengewalt. Doch Chancen, der verfahrenen Lage im trotz seines ungeheuren Rohstoffreichtums bitterarmen Norden Herr zu werden, geben ihm Kenner der Lage keine. Denn Präsident Tandja, sein Militärapparat und die das Uran beziehenden Industrienationen haben es seit Februar 2007 mit einem motivierten und gut ausgerüsteten Gegner zu tun: Der von Tuareg dominierten Front "Bewegung der Nigerier für die Gerechtigkeit" (Mouvement des Nigériens pour la Justice, MNJ). In ihren Reihen sind viele der alten Befreiungskämpfer aus der Tuareg-Rebellion von 1990 bis 1995.

Dem Aufstand lag ebenfalls die andauernde Benachteiligung und Diskriminierung der Tuareg als Nomaden und Berber durch die sesshaften,  schwarzafrikanischen Volksvertreter des Südens und ihrer zumeist französischen Handelspartner zu Grunde.

Rohstoffe sind mehr wert als Nomaden

Der damalige Aufstand – er erfasste das ebenfalls von Tuareg durchwanderte Mali - hat Tausenden von Angehörigen des Wüstenvolks das Leben gekostet. Ihre Herden wurden von der Armee abgeschlachtet und viele ihrer lebenswichtigen Brunnen gezielt zerstört. Die Tuareg beendeten ihre Rebellion nur deshalb, weil ihnen der Staat Niger unter anderem eine gewisse Selbstverwaltung, mehr Investitionen im Norden und Beteiligungen an den Erträgen aus dem Uranabbau zugestanden hatte. Doch davon, so kritisiert MNJ-Präsident Aghali Alambo (Bild) heute, sei trotz der guten Geschäfte der Regierung kaum etwas verwirklicht worden. Unterdessen haben sich der MNJ Armeedeserteure und weitere Rebellengruppen angeschlossen, worunter auch wieder solche aus dem benachbarten Mali.

Das erstaunt nicht. Denn seit die europäischen Kolonialmächte den nordafrikanischen Lebensraum der Nomaden in mehrere Staaten zerstückelte, werden die einst auf Kamelen stolz durch die Sahara ziehenden Tuareg geknebelt, bedrängt und wo immer möglich zur Aufgabe ihres Nomadentums gezwungen. Nomaden passen in kein modernes Staats- und Wirtschaftskonzept. Entsprechend wird, das zeigen die Schicksale aller nomadisierenden Urvölker, von Regierungen, Armeen und Konzernen über ihre gern für "menschenleer" deklarierten und rohstoffreichen Lebensräume einfach verfügt. Die Indigenen selbst haben nichts zu sagen, und häufig sind sie schutzlos der Gefährdung ihres Lebens und Zerstörung ihrer Lebensgrundlagen ausgeliefert.

Atombomben-Tests auf Tuareg-Land

Eine traumatische Erfahrung. Die schätzungsweise zwei Millionen Menschen umfassenden und zu den Berbern gehörenden Tuareg-Völker machen sie bereits seit mehr als einem halben Jahrhundert. Ursache der Tragödie: Die Atomindustrie. Weshalb? Auf algerischem Tuareg-Land zündeten die Franzosen in sicherer Distanz zu ihrer Heimat am 13. Februar 1960 bei Reggane ihre erste Atombombe, gefolgt von drei weiteren oberirdischen Test-Explosionen, die das Gebiet weiträumig verstrahlten. 13 weitere Atomtests wurden im Hoggar-Gebirge unterirdisch durchgeführt.

Nicht genug: Ebenso bedrohlich sind heute die Uranminen in der Region Agadez bei den aus dem Sand gestampften Minenstädten Arlit und Akouta nahe des Aïr-Gebirges. In diesem Wüstengebiet lässt Frankreich seit rund 40 Jahren rücksichtslos Uran abbauen – durch seinen Atomkonzern Areva (früher Cogema). Dieser deckt weltweit – von der Urangewinnung bis zum Betrieb von Kernkraftwerken – sämtliche Bereiche der Atomindustrie ab und gilt, neben Toshiba, als das grösste Unternehmen der Branche.

Frankreichs Atom-Selbstbedienungsladen

Das in Niger durch seine Tochterfirmen Somair und Cominak freigesetzte Uran hält die französischen Kernkraftwerke und die Rüstungsindustrie in Schwung – mit verheerenden Folgen für Mensch, Tier und Umwelt. Dies hat Areva von der globalisierungskritischen "Plattform Public Eye on Davos" eben den Global-Award für das "verantwortungsloseste Unternehmen des Jahres 2008" eingetragen. Begründung: Die andauernde und grossflächige Verseuchung von Luft, Wasser und Boden durch den Atommulti sowie dessen Vertuschungsstrategien gegenüber gesundheitlichen Schäden wie Krebs, die von der Firma als Folge von Aids deklariert würden.

Bislang dürfte Areva nach den umfangreichen Recherchen der deutschen Wissenschaftsjournalistin Inge Lindemann und des auf Uran spezialisierten Menschenrechtlers Günter Wippel rund 100'000 Tonnen Uran abgebaut haben. Das ergibt, so Wippel, bei einem Gehalt von zirka drei bis fünf Kilo Uran pro Tonne Gestein 300'000'000 bis 500'000'000 Tonnen strahlenden Abfallschutt. Dieser wiederum enthält bis zu 80 Prozent der ursprünglichen Radioaktivität – und liegt unter freiem Himmel. Was dies heisst, versuchte Umweltschützer Almoustapha Alhacen, ein Targi (Einzahl von Tuareg), den beiden Autoren zu erklären: "Unser Trinkwasser ist verseucht, strahlender Staub weht über die Wüste und die Menschen werden krank. Der Uranabbau brachte zwar Arbeit, aber keine Infrastruktur und medizinische Betreuung für die Bevölkerung, geschweige denn das versprochene Paradies."

Arbeiter wussten nichts von Radioaktivität

Wie fast überall bei den Indigenenvölkern dieser Welt, deren Heimat von der Uranbergbau-Industrie heimgesucht wird, wussten auch im Niger die Direktbetroffenen lange nichts von der Gefährlichkeit einer Freilegung des strahlenden Gesteins. Alhacen: "Die Arbeiter gingen in ihrer staubigen Kleidung, die sie bei der Arbeit getragen hatten, nach Hause – die Kinder spielten auf ihrem Schoss und die Frauen wuschen die Kleidung mit der Hand. Die Arbeiter wussten nicht, was Uran ist und hatten keine Ahnung von Radioaktivität. Sie haben ihre Mahlzeiten direkt im Steinbruch auf den radioaktiven Steinbrocken sitzend eingenommen." Fakt sei, dass in Arlit viele Menschen frühzeitig sterben und die Ursachen nicht von unabhängiger Seite untersucht würden, weil Areva als Atomgigant dies zu verhindern wisse.

Areva und seine Direktorin Anne Lauvergeon, Sozialdemokratin und eine der weltweit mächtigsten Wirtschaftsführerinnen, bestreiten jedoch sämtliche Vorwürfe. Sie verweisen auf die Schaffung von mehreren tausend Arbeitsplätzen, von Spitälern und einer fürsorglichen Behandlung ihrer Mitarbeiter. Sie regten 2007 für die Abbaugebiete des Konzerns auch Gremien aus Vertretern des Konzerns, des jeweiligen Staates und von Nichtregierungsorganisationen an, mit dem Ziel, die gesundheitlichen Folgen des Uranabbaus zu untersuchen. Untersuchungen bedeuten aber für die Betroffenen weder Kompensationen noch für die nächsten Jahre ein Ende ihres Leidens.

Areva spürt Konkurrenz in der Sahara

Neu war, dass die Areva in Niger ihre seit 1960 unangefochtene Monopolstellung plötzlich gefährdet sah, vergab doch die bislang von Frankreich abhängige Regierung allein letztes Jahr um die 125 Abbaulizenzen an uranhungrige Firmen aus China, USA, Kanada, Südafrika und Indien – wiederum ohne Rücksicht auf die lokale Bevölkerung, ihre Bedürfnisse und ihre Natur. So schafft der explodierende Rohstoffbedarf auch in der Sahara neues Unrecht – noch bevor das alte abgeschafft und gesühnt wurde. Hingegen hat Areva vergangenen Januar ihre Vormachtsstellung frisch gefestigt – mit einem neuen Abbauvertrag von 1,5 Milliarden Dollar.

Ein Grund mehr für die Tuareg, neben ihrer Sicherheit und einem nachhaltigem Umweltschutz auch erneut die im Friedensvertrag von 1995 ausgehandelte Gewinnbeteiligung von 10 bis 15 Prozent einzufordern. Geschieht dies nicht, dürfte im Nord-Niger die Rebellion bis zur Erfüllung aller Forderungen dafür sorgen, dass sich Regierung und Uranfirmen nicht mehr sicher fühlen können. Erst vor weinigen Tagen wurden "als Warnung" wieder vier französische Areva-Mitarbeiter von den Tuareg-Guerillas der MNJ entführt.

Schweiz: Uranprodukte aus dem Tuareg-Land?


Das sind keine erfreulichen Aussichten für einen Konzern, von dem Frankreichs Atomwirtschaft und seinen Konsumenten abhängen. Aus dem im Tuareg-Land abgebauten Uranerz gewinnt Areva durch Zerkleinerung und mit Chemikalien das gelbe Uranpulver ("Yellow Cake"). Dieses gelangt per Flugzeug oder mit tagelangen Lastwagenfahrten via Benins Hauptstadt Cotonou und Frachtschiffen nach Südfrankreich. Dort wird der Yellow Cake in einer Areva-Urananlage bei Narbonne zu Uranhexfluorid verarbeitet und dann angereichert. Schliesslich findet sich das Niger-Uran in den Brennelementen wieder, mit dem zahlreiche französische und ausländische Atomkraftwerke betrieben werden.

Fliesst auch aus schweizerischen Steckdosen Atomstrom, der ursprünglich mit Uran aus Nordniger hergestellt wurde? OnlineReports stellte die Frage den helvetischen Kernkraftwerkbetreibern. Josef Schib, Leiter Medien und Information des zur Nordostschweizerische Kraftwerke AG (NOK) gehörenden Atomkraftwerks Beznau betont, die gewählten Brennstoff-Lieferanten hätten ein sozialverträgliches und nachhaltiges Wirken garantiert. Zurzeit werde ohnehin kein herkömmliches Natur-Uran verwendet. "Die Brennelemente werden in Russland fabriziert, im Auftrag der französischen Firma Areva."

"Yellow Cake ist wie die Milch in der Migros"

Das Kernkraftwerk Mühleberg, erklärt Antonio Sommavilla als Kommunikationsleiter der BKW FMB Energie AG, beziehe seine Brennstäbe "in den USA bei der Firma Global Nuclear Fuel". Und woher stammt das verwendete Uran? Sommavilla: "Uran wird seitens der Lieferanten auf dem Weltmarkt gekauft. Jeder Lieferant unterliegt einer strengen Qualitätsprüfung."

Das Kernkraftwerk Leibstadt bezog keine Stellung, wogegen Bruno Elmiger, Leiter Kommunikation des KKW Gösgen bereitwillig Auskunft gab. Früher sei das AKW im Südwesten der USA (wo die Indianer ebenfalls durch den Uranabbau gesundheitlich geschädigt werden) "an mehreren Minengesellschaften" beteiligt gewesen. Doch heute dürfe Gösgen als erstes Kernkraftwerk der Schweiz sagen, es trage konkret zur nuklearen Abrüstung bei: "Unsere Brennelemente bestehen aus wieder aufbereitetem Uran aus russischen Militärbeständen wie wahrscheinlich ehemaligen Atomunterseebooten oder A-Bomben."

Als technischen Hauptlieferanten Gösgens (Hauptaktionär Atel) nennt Elmiger die Areva-Gruppe. Grundsätzlich sei es allerdings nicht möglich, zu wissen, woher der noch weitgehend frei handelbare Yellow Cake stamme: "Der ist austauschbares Material wie zum Beispiel die Milch in der Migros. Woher diese genau stammt, ist auch nicht mehr feststellbar."

Eine Uran-Nachweispflicht existiert nicht

Dass noch einiges mehr nicht zu ergründen ist, erfuhr Sabine von Stockar. Die Projektleiterin Atomenergie der Schweizerischen Energie-Stiftung hat trotz intensiver Nachforschungen die Herkunft des in der Schweiz verwendeten Urans nicht herausfinden können. "Da ist vieles geheim, und ich bin auf extrem grosse Unklarheiten gestossen."

Der Areva-Konzern profitiere von der fehlenden Uran-Nachweispflicht. Ausserdem gebe er sich äusserst verschlossen. Und die Atomkraftwerkbetreiber in der Schweiz, die alle mit dem dominierenden Atomriesen Geschäfte machten, würden sich im Zusammenhang mit Menschenrechtsfragen und dem Uranabbau leichtfertig aus der Verantwortung stehlen. "Das darf nicht sein", sagt von Stockar und fordert sofortige Transparenz.

Schweizer Konsumenten als unbewusste Mittäter


Schweizer Konsumentinnen und Konsumenten von Atomstrom – und dies ist wohl die ganze Bevölkerung – muss sich jedenfalls den Vorwurf gefallen lassen, mitbeteiligt zu sein an der desolaten Situation der Tuareg, allein schon wegen den vereinbarten Stromimporten aus französischen Atomkraftwerken. Sie stammen von Areva-Brennelementen, die verarbeitetes Niger-Uran enthalten. Und wenn nicht, muss davon ausgegangen werden, dass das Uran in anderen Gebieten abgebaut wurde, wo – wie beispielsweise in Kasachstan – der betroffenen Bevölkerung ebenfalls keine Mitbestimmung zugestanden wird. Oder eben in den Lebensräumen jener indigenen Völker, wo sich die Industrienationen das Uranerz für ihre Energie- und Rüstungsindustrie beschaffen.

Mit verheerenden Auswirkungen, wie Menschenrechtsorganisationen die Auswirkungen des "nuklearen Kolonialismus" längst schon dokumentiert haben: in der Sahara bei den Tuareg, in Indien bei den Adivasi, im Himalaya bei den Tibetern, in Australien bei den Aboriginees, in Kanada bei den Cree- und Dene-Indianern oder in den USA bei den indianischen Western Shoshone.

Grosser Fluch und kleiner Trost

Für diese Völker ist Uran ein Fluch. Hinzu kommt das Bewusstsein, schamlos ausgebeutet und ignoriert zu werden. Die Tuareg in Niger versuchen, nach bisher vergeblichen Hilferufen an der UNO, mit der neuen Rebellion einmal mehr, die Aufmerksamkeit der Weltöffentlichkeit auf ihre Lage zu lenken. Ein schwieriges Unterfangen in einer Zeit der massiven Ölverteuerung, wo Uran wieder an Wert zulegt und sich auch anderswo neue Kriege um die sich verknappenden Ressourcen anbahnen.

Winziger Trost: Wenigstens haben sich die Bürgerinnen und Bürger von Basel-Stadt lange schon entschieden, keinen Atomstrom mehr zu konsumieren. Noch bezieht die Stadt laut IWB-Sprecher René Kindhauser rund acht  Prozent Strom von "nicht überprüfbaren Energieträgern". Da könnte etwas Atomstrom mitfliessen, aber bald dürfte dieser ebenfalls gestoppt werden. Und nun will auch die Stadt Zürich den Atomausstieg proben, wie Gemeinde- und Stadtrat dieser Tage beschlossen haben.

Das wird zwar Jahrzehnte dauern, aber immerhin – da bewegt sich etwas. Und vielleicht werden in Zukunft endlich auch die haarsträubenden Lebensumstände der vom Uran-Abbau geschädigten Völker in der öffentlichen Debatte thematisiert – anstatt verdrängt.

2. Juli 2008

Weiterführende Links:


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"Auch Toubou, Haussa und andere Ethnien sind vom Uranabbau betroffen"

Ich bin eng mit dem Niger verbunden und bekomme viele der Geschehnisse aus erster Hand mit. Auch ich mache mir täglich Sorgen und überlege immer wieder, was ich von hier oder von Algerien aus tun könnte. Aber leider gibt es nicht viele Möglichkeiten. Die momentan wohl beste ist die Information – das Bekanntmachen der Probleme, welche die Menschen in Niger haben, und welche eben auch mit unserem Leben hier zusammenhängen, u.a. durch die Energiefrage. Dabei finde ich es aber auch wichtig zu erwähnen, dass nicht nur Tuareg von den negativen Auswirkungen des Uranabbaus betroffen sind, denn viele der Minenarbeiter, welche sich unwissend verstrahlen und so erkranken, sind Haussa oder Toubou.

 

In den betroffenen Gebieten leben viele verschiedene Ethnien in unterschiedlichen Lebensformen nahe beieinander, es herrscht ein gegenseitiger Kontakt und Handel, die ethnischen Grenzen verschwimmen teilweise. Die ausbleibenden staatlichen Investitionen in Bildung und Gesundheit, der Rückzug der Hilfswerke sowie die Nahrungsmittelverknappung und die prekäre Sicherheitslage betrifft die gesamte Bevölkerung in der Region, und nicht nur die Tuareg.

 

Nicht zuletzt gehören auch die verallgemeinerte staatliche Korruption, die Misswirtschaft und die systematische Desinformation und Medienbehinderung im Niger zum ganzen Komplex, welcher die regionalen Probleme massiv verschärft und damit zur Destabilisierung eines ganzen Landes beiträgt. Es kommt nicht von ungefähr, dass der "MNJ" heute auch keine reine Tuareg-Organisation mehr ist, sondern sich mittlerweile aus allen möglichen Bevölkerungsgruppen des Niger, sogar aus Djerma, der traditionellen "Regierungs-Ethnie", zusammensetzt, welche für die Behebung der erwähnten Missstände gemeinsam kämpfen wollen.


S.M. (ganzer Name der Redaktion bekannt), Bern



"Der Atomstromkonsument hat heute eine Mitverantwortung"

Den Leserbrief "Bitte Fakten und nicht Kolportagen" von Hans Fuchs aus Gelterkinden kann ich nach den Recherchen unserer Transnationalen Arbeitsgruppe zu Uranium und Atomabfällen nicht unwidersprochen lassen. Fakt ist, dass die 300 bis 500 Millionen Tonnen Abfallgestein vollkommen ungeschützt in der Umgebung der Uranbergwerke unter offenem Himmel liegen. Darunter befinden sich höchst langlebige Zerfallsprodukte wie z.B. Uran-234 mit einer Halbwertszeit rund 245'000 Jahren.

 

Fakt ist auch, dass eines der Zerfallsprodukte Radon-Gas ist, mit einer Halbwertszeit von etwas über 3 ½ Tagen. Dieses kann nachweislich innerhalb dieser Zeit mehrere hundert Kilometer mit dem Wind verweht werden: Bei den in der Region häufig wehenden Winden ist damit eine grossflächige Verbreitung des radioaktiven Materials vorprogrammiert. Fakt ist, dass der Grundwasserspiegel radioaktiv verseucht ist. An Brunnen, die der Bevölkerung zur Trinkwasserversorgung dienen, wurde bis zum 110-fachen des von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) als unbedenklich betrachteten Wertes an Radioaktivität im Trinkwasser gemessen. Fakt ist auch, dass enorme Mengen an Wasser in der Wüstenregion für die Urangewinnung buchstäblich verschleudert werden. In der Folge sind Brunnen in der Umgebung, in der Viehwirtschaft betrieben worden war, ausgetrocknet, Bäume abgestorben und Pflanzen verdurstet. Und: die Urangewinnung hat Vorrang vor der Versorgung der Bevölkerung mit Trinkwasser. Im Jahr 2006 musste die Umweltorganisation «Aghir in Man» in Arlit einen Protestmarsch mit rund 4'000 Einwohnern organisieren, um Areva dazu zu bewegen, die Trinkwasserversorgung nicht zugunsten der Uranproduktion einzuschränken.

 

Das sind keine Verhältnisse aus den «Anfangszeiten» des Uranabbaus, sondern Arbeitsbedingungen bis 1986 – und somit sehr wohl Arbeitsbedingungen für die sogenannte «friedliche» Nutzung der Atomenergie. Die heutigen Arbeitsbedingungen sind nach wie vor nicht auf dem internationalen Stand. Die theoretisierenden Behauptungen des Herrn Fuchs zeigen ausschliesslich seine Unkenntnis der Lage vor Ort, Ignoranz gegenüber den Gefahren radioaktiver Strahlung, die dort immerhin seit rund 40 Jahren die Umwelt komtaminiert, und Verharmlosung der Gefährdung von Mensch und Umwelt.

 

Fakt betreffs den USA ist, dass in den Uran-Bergwerken der Regionen Colorado Plateau, Arizona und New Mexico Hunderte von indianischen Arbeitern während den fünfziger und sechziger Jahren unter übelsten Bedingungen beschäftigt wurden – Lungenkrebs und andere Krebskrankheiten haben epidemische Ausmasse angenommen. Der Uranabbau ist und bleibt der – von der Atomindustrie gerne verheimlichte – in jeder Hinsicht höchst schmutzige Beginn der unglückseligen Brennstoffkette. Der Atomstromkonsument hat heute eine Mitverantwortung – denn er hat auch eine Wahl: zwischen Atomstromlieferanten und Lieferanten von Strom aus erneuerbaren Energiequellen.


Günter Wippel, D-Freiburg im Breisgau



"Jeden Tag war die Rebellion ein Thema"

Dieser Bericht hat uns tief beeindruckt. Meine Frau und ich waren schon zweimal mit den Tuareg auf Karawane. Meine Frau hatte noch die letzte Gelegenheit im März 2007 im Niger zu reisen, notabene mit Miden. Ich selbst wollte ab November 2007 für drei Monate mit den Tuareg zusammen leben, und im Stiftungszentrum in Iferouane einen Garteneinsatz machen. Dies war dann alles nicht möglich, weshalb ich dann die Zeit bei einer Tuareg-Familie in Tamanrasset verbringen durfte. Die Teilnahme an einer dreiwöchigen Kamelkarawane und eine mehrtägige Tour mit einem Toyota in die Sahara rundeten meinen Aufenthalt ab. Die ganze Zeit war ich mit Tuareg unterwegs.

 

Jeden Tag war die Rebellion im Niger ein grosses Thema, dies nicht zuletzt, weil die Sorge um die Verwandten im Vordergrund stand, und auch die Hilflosigkeit. Ich hoffe, dass dieser Bericht an vielen Orten gelesen wird, um die wahre Situation im Niger aufzuzeigen. Herzliche Dank für die fundierte Recherche, und den Mut, ein so heisses, aber leider nicht sehr populäres Eisen anzufassen.


E.L. (ganzer Name der Redaktion bekannt), Schönenberg



"Bitte Fakten und nicht Kolportagen!"

Der Artikel von R. Suter ist leider sehr misslungen. Er vermischt Ereignisse aus unterschiedlichen Zeiten und Orten sowie mit verschiedenen Hintergründen zu einer die Logik strapazierenden antinuklearen Suppe nach dem Motto: schuld an allem ist die Atomlobby, resp. der Atomstrom-Konsument. Was haben die Atombombenversuche in der algerischen Sahara in den 1960er-Jahren mit der aktuellen Politik der Niger-Regierung gegenüber den Tuareg zu tun? Die Story von den Uranminen-Arbeitern, die nicht wussten, wie man mit Uran umgehen muss, stammt wohl auch aus der Anfangszeit des nuklearen Wettrüstens und hat mit friedlicher Nutzung der Kernenergie nichts gemein…

 

Beim Uran-Abbau im Niger seien durch Areva rund 100'000 Tonnen Uran abgebaut worden. Diese Zahl trifft nur zu für die in ganz Niger seit Anfang der 1970-er Jahre durch alle Gesellschaften produzierte Menge. Stimmen tut der Urangehalt im Gestein von zirka drei bis fünf Promille. Leider beherrscht der Menschenrechtler Wippel den Dreisatz aber nicht – er kommt deshalb auf 300 bis 500 Millionen Tonnen "strahlenden Abfallschutt". Nach Adam Riese erhalte ich dagegen nur 20 bis 33 Millionen Tonnen leicht strahlenden Gesteins. Nimmt man eine spezifische Masse von 2 t/m3 und eine Schichthöhe von 5 Metern an, so entspräche das einer Gesamtfläche von 1,4 bis 1,8 Quadratkilometern.

 

Selbst wenn da anfangs nicht alles ordentlich abgedeckt worden wäre, ist es schwer vorstellbar, dass dadurch gleich die ganze Wüste der Tuareg "grossflächig verstrahlt" worden wäre. Nach bergmännischer Praxis wird ein Teil des verbleibenden Gesteins verwendet, um nicht mehr benützte Schächte und Gänge zu verfüllen. Das Gros des genutzten Gesteins wird bei den Erzaufbereitungsanlagen gelagert (geflutet oder abgedeckt). Da die beiden derzeit in Niger tätigen Firmen (Somair, respektive Cominak) über ein nach ISO 14001 zertifiziertes Umweltmanagement-System verfügen, kann davon ausgegangen werden, dass das Abfallgestein nicht einfach unabgedeckt "unter freiem Himmel liegt".

 

Ähnlich "grosszügigen" Verallgemeinerungen dürften auch die "haarsträubenden Lebensumstände der vom Uran-Abbau geschädigten Völker" entspringen. Von Beispielen in den USA weiss ich, dass das "Haarsträubende" darin bestand, dass Gerichte nicht auf Entschädigungsforderungen von Indianerstämmen eintraten, deren "heiliger Berg" etwas gar weit von einer Uranmine entfernt lag… Liebe OnlineReporter: Rapportieren Sie bitte Fakten und nicht Kolportagen!


Hans Fuchs, Gelterkinden



"Wie giftig darf eine Prozesskette denn sein?"

Es ist in Deutschland ähnlich wie in der Schweiz: die Entscheider in den Zeitungsredaktionen sind entweder nicht willens oder nicht in der Lage, den einfachen Bezug vom eigenen Stromkonsum zur Brennstoffgewinnung herzustellen. Umso erfreulicher ist es, dass sich bei onlinereports.ch endlich mal ein Artikel mit dem menschenverachtenden Kapitel des Uran-Abbaus befasst und die Atomindustrie, die sich gerne als klimafreundlicher Saubermann aufbläht, Lügen straft.

 

Wie giftig, brutal und ausbeuterisch darf denn eine Prozesskette sein, ohne dass sie den Mittätern der Stromkonzerne finstere Albträume beschert? Was muss passieren, damit sie in schlaflosen Nächten ihre eigenen Kinder vor sich sehen, die den giftigen Staub von der Arbeitskleidung des Vaters einatmen und ihre Frauen, die die staubend-giftige Kleidung in die heimische Waschmaschine und die verstrahlte Frühstückbox in die Spülmaschine stopfen?

 

Über wie viele Leichen müssen sie gehen, damit sie sich vorstellen wollen, wie fürchterlich es ist, die blauen Flecken der Leukämie auf der Haut eines geliebten Menschen zu sehen? Noch ist keine menschliche Regung zu erkennen. Noch ist ihr empfindlichster Körperteil der Geldbeutel. Immerhin, wir in Deutschland haben die Möglichkeit, sie ebendort zu treffen: Mit dem Wechsel zu einem unabhängigen Ökostromversorger können wir sie auf ihrem Atomstrom sitzen lassen.

 

Die Schweizer können neue Atomkraftwerke über eine Volksabstimmung verhindern. Was Bürgerproteste bewirken, wissen wir auf beiden Seiten der Grenze, aus Kaiseraugst und Wyhl. Unsere Möglichkeiten sind mannigfaltig, wir können selbst zu Stromproduzenten werden, mit Hilfe von Kraftwärmekopplungs- und Solarstrom-Anlagen. Und natürlich sind wir alle gefragt, unsere Einsparpotenziale zu nutzen.


Eva Stegen, Elektrizitätswerke, D-Schönau



"Moralische Pflicht"

Problematisch ist meiner Meinung nach die im Artikel hergestellte Assoziation, Urangewinnung und Ausbeutung der Urvölker hingen ursächlich zusammen. Es ist doch so, dass eine Urangewinnung einen um Grössenordnungen kleineren Einfluss auf die Umwelt hat, als zum Beispiel ein Kohleabbau mit vergleichbarem energetischem Output. Ein winziger Teil des aus der Verwendung des Urans erwachsenen Nutzens - umgeleitet z.B. zu den Tuareg - würde ausreichen, um ihren Schutz vor den Folgen des Bergbaus und eine angemessene wirtschaftliche Beteiligung sicherzustellen.

 

Das ist eine politisch-gesellschaftliche Aufgabe. Man könnte keinesfalls durch Einstellung der Verwendung von Uran in der Schweiz die Lebensbedingungen des von seiner eigenen Regierung unterdrückten Volkes verbessern. Wenn der Uranbergbau dort eingestellt würde, dann würde die Regierung die Tuareg eben anders unterdrücken. Die Nutzniesser der Kernkraft haben die moralische Pflicht, sich für die Rechte von Völkern einzusetzen, die wegen der Beschaffung des Brennstoffs unterdrückt werden. Es gibt keinen technischen Grund und keine ethische Rechtfertigung für eine solche Unterdrückung.

 


Michael Prasser, Zürich



"Die Konsumenten haben keine Wahl"

Dieser Artikel ist ausserordentlich gut geschrieben. Ein gutes Beispiel für "anwaltschaftlichen" Journalismus. Die Schweizer Konsumentinnen und Konsumenten pauschal als mitbeteiligt zu bezeichnen, ist allerdings ein bisschen viel der journalistischen Zuspitzung, denn zum einen gibt es immer mehr Leute, die auf erneuerbare Energien setzen. Zum andern haben die Konsumenten hierzulande keine Wahl, den Stromanbieter zu wechseln.

 

Der Artikel hat mich berührt, weil das ein Aspekt der Atomstrom-Diskussion ist, den ich in dieser Deutlichkeit nicht kannte. Dass offenbar andere Medien nicht darüber berichten, dass hier Menschenrechtsverletzungen von Atomfirmen einfach unter den Teppich gekehrt werden, empört mich. Deshalb habe ich verschiedene zuständige Personen bei NGOs, die sich für den Bereich interessieren könnten, auf den Artikel aufmerksam gemacht.


Jan Schudel, Basel



"Vor 50 Jahren schon gewarnt"

Es fehlen einem die Worte, wenn man diesen Bericht liest, der von den Mainstream-Medien unterdrückt wird mit der fadenscheinigen Ausrede, das Thema sei nicht aktuell und es gebe keinen Bezug zur aktuellen Atomstrom-Debatte in der Schweiz.

 

Walter Russell hat bereits vor über 50 Jahren 800 Universitäten, Regierungsstellen und Industrieführer vor dem Uran-Abbau gewarnt: Das Uran dürfe nicht aus dem Erdmantel herausgeholt werden! Denn der Kontakt von Uran mit unserer sehr fragilen Lebensumgebung bringe unwiderruflich den schleichenden Verstrahlungstod, und der Planet werde ausgetrocknet. Wassermangel und grosse Dürren seien die Folgen: Walter und Lao Russell, "Radioaktivität - Das Todesprinzip in der Natur", ISBN 3-934719-17-1.


Andreas Witschi, initiative vernunft, Bremgarten



"Klar ans Licht bringt"

Dieser Artikel ist sehr eindrücklich und äusserst differenziert geschrieben. Danke! Dass sich Herr Suter dieser dunklen Geschichte annimmt und vieles so klar ans Licht bringt.


Lena Frey, Winterthur


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"Rentenmassaker auf Kosten der Staatsangestellten"

Juso Baselland
Betreff einer Medienmitteilung
vom 31. Mai 2018
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Kriegsberichterstattung von der Baselbieter Polit-Front.

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RückSpiegel


Das SRF-Regionaljournal und die Schweiz am Wochenende nahmen auf die OnlineReports-Recherche über den durch die Suva verfügten Baustopp am neuen Werkhof in Sissach Bezug.

Die WochenZeitung verweist darauf, dass textfokussierte Nachrichtenportale wie OnlineReports gemäss dem Entwurf des neuen Bundesgesetzes über elektronische Medien nicht in den Genuss einer Bundesförderung kämen.

20 Minuten
entlarvte die von OnlineReports vermeldete Besetzung des Gewächshauses auf dem Dreispitz-Lok-Depot als Scheinbesetzung.

Die Basler Zeitung nahm in ihrem Bericht über den Rückzug des potenziellen Baselbieter FDP-Regierungs-Kandidaten Daniel Recher Bezug auf OnlineReports.

20 minuten online
bezog sich im Bericht über die Email-Affäre um Joël Thüring auf OnlineReports.

Die BZ Basel nahm in ihrer Meldung über Christian Kellers Abgang bei der "Basler Zeitung" Bezug auf eine vorangegangene Nachricht in OnlineReports.

Barfi.ch
und die Gundeldinger Zeitung zogen die OnlineReports-Meldung über den Velofriedhof am Basler Bahnhof SBB weiter.

Die OnlineReports-Erstnachricht vom Tod des ehemaligen Basler Regierungsrates Lukas "Cheese" Burckhardt wurde von Barfi.ch, der BZ Basel, die Basler Zeitung, vom SRF-Regionaljournal und von der Nachrichtenagentur SDA aufgenommen.

Die BZ Basel nahm die OnlineReports-Meldung über die Anschlussberufung der Staatsanwaltschaft zum Urteil gegen den Basler Datenschnüffler-Polizisten auf.

Die BZ Basel zog die OnlineReports-News über den Einbürgerungs-Streit der drei baselstädtischen Bürgergemeinden mit dem Kanton Basel-Stadt und den Gang ans Bundesgericht nach.

Die Schweiz am Sonntag schrieb eine OnlineReports-Nachricht über die rechtlichen Schritte der Wirtschaftskammer Baselland gegen die "Basler Zeitung" ab.

In ihrem Artikel über Markus Ritters Abgang aus dem Basler Präsidialdepartement bezog sich die Basler Zeitung auf OnlineReports.

20 Minuten, die BZ Basel, theworldnews.net, die Basler Zeitung, die Tageswoche, die Bauernzeitung und Telebasel nahmen die OnlineReports-Story über das gescheiterte Projekt von "Urban Farmers" in Basel auf.

Die BZ Basel, die Basler Zeitung und das Regionaljournal zogen die OnlineReports-Meldung über die Schliessung der Basler Buchhandlung "Narrenschiff" nach.

Die Basler Zeitung nahm die OnlineReports-Nachricht vom Tode des früheren BLKB-Bankrats-Präsidenten Werner Degen auf.

In ihrem Bericht über die "FDP Baselland auf seltsamen Wegen" (Schlagzeile) nimmt die Basler Zeitung zentral auf einen OnlineReports-Primeur über den neu auftauchenden Namen Daniel Recher Bezug.

Die Kommentar-Plattform Infosperber geht auf die Berichterstattung von OnlineReports zum Mord an Martin Wagner ein.

In ihrem Kommentar zu "Lukas Engelberger, der Pressezensor" nimmt die Basler Zeitung eine Metapher ("medienrechtliche Namesburka") von OnlineReports auf.

InsideParadeplatz.ch empfahl den Lesern die Lektüre des OnlineReports Porträts des getöteten Medienanwalts Martin Wagner.

Die OnlineReports-Erstnachricht über den gewaltsamen Tod des Basler Wirtschaftsanwalts Martin Wagner in Rünenberg haben unter anderen der Tages-Anzeiger, BZ Basel, Le Temps, Tageswoche, 20 Minuten, Watson, Telebasel, die Volksstimme, der Blick und nau.ch aufgenommen.

Weitere RückSpiegel

In einem Satz


"Parterre Basel" ist die neue Pächterin des Basler Konzertlokals "Atlantis" am Klosterberg.

Ueli O. Kräuchi, Geschäftsführer des Verbandes Basellandschaftlicher Gemeinden (VBLG), gibt die Leitung der VBLG-Geschäftsstelle per 31. März 2019 altershalber ab.

• Das Bürgerspital Basel übernimmt per 1. Januar 2019 die Spektrum Werkstätte für Menschen mit einer psychischen Beeinträchtigung der Universitären Psychiatrischen Kliniken (UPK) Basel.

• Die Gewerkschaft Unia hat am 4. Juli 2'300 Unterschriften für das Referendum gegen längere Ladenöffnungszeiten eingereicht.

• Der Basler Gewerbeverband reichte zusammen mit den Parteien FDP und SVP, der "IG Lysbüchel" sowie verschiedenen Branchenverbänden das Referendum "gegen die Fehlplanung Lysbüchel" mit 2'972 Unterschriften ein.

Dominique Tellenbach, bisheriger Direktor der Berufsfachschule Basel, wird ab 1. Februar 2019 neuer Rektor der beiden Gewerblich-industriellen Berufsfachschulen Liestal und Muttenz.

Alexander Lenzlinger wird ab 1. August neuer Finanzchef der IWB und Nachfolger von Michael Ackermann, der eine längere berufliche Auszeit nimmt.

• Die Grünen Baselland folgten dem Vorstand und nominierten Isaac Reber für die Regierungsratswahlen 2019 (dritte Amtsperiode).

• Die Basler Grünliberalen lancieren in Riehen eine Petition zum Thema Kunststoff-Recycling, die sowohl in Riehen wie in Basel eingereicht wird.

• Seit 1. Juni ist Bettina Bühler als Nachfolgerin von Birgit Sachweh Geschäftsführerin des Frauenhauses beider Basel.

• Laut einer Studie des Versicherungskonzerns "Baloise" ist Fussball die "gefährlichste Sportart der Welt", da sich jeder vierte Sportunfall in dieser Gattung ereignet.

Anja Bandi übernimmt Anfang Juni von Marc Lüthi die Gesamtleitung der Abteilung Bestattungswesen der Stadtgärtnerei Basel.

• Noch eine neue Aufgabe für die Baselbieter FDP-Nationalrätin Daniela Schneeberger: Sie wird anstelle der zurücktretenden Christine Gorrengourt Verwaltungsrätin der BLT.

Erfolgreich verlief der ausserordentliche Sirenentest am 23. Mai in beiden Basel.

• Der Baselbieter FDP-Landrat Andreas Dürr wurde als Nachfolger von Urs Schweizer zum neuen Präsidenten des ACS beider Basel gewählt.

• Die Basler Energieversorgerin IWB steigerte 2017 den Umsatz auf 739 Millionen Franken, doch fiel der Jahresgewinn mit 74 Millionen Franken wegen Wertberichtigungen und Rückstellungen um 33 Millionen Franken niedriger aus als im Vorjahr.

• Die Baselbieter FDP-Nationalrätin Daniela Schneeberger wurde zur Vizepräsidentin des Schweizerischen Gewerbeverbands gewählt.

• Nach Konditionstrainer Marco Walker verlässt nun auch Fitness-Chef Werner Leuthard (56) per Ende Saison den FC Basel.

Barbara Gafner soll zur neuen Vorsteherin der unabhängigen staatlichen Finanzkontrolle des Kantons Baselland gewählt werden.

• Die Baselbieter FDP-Sektionen Binningen und Bottmingen haben in getrennten Abstimmungen die Fusion zur FDP Binningen-Bottmingen beschlossen.

• Die BKB-Filiale am Basler Neuweilerplatz 1, während der letzten Monate umfassend modernisiert, wurde am 5. Mai mit einem Eröffnungsfest für das Quartier neu eröffnet.

• Die Baselbieter Grünen werden in der Oberwiler Dorfpolitik aktiv, indem sie die Themen und das personelle
Engagement der sich auflösenden Neuen Liste Oberwil (NLO) übernehmen.