© Foto by Peter Knechtli, OnlineReports.ch


CVP-Landrat fordert Schutz für Schützengräben

Um sie vor dem Zerfall zu retten, will CVP-Landrat Pascal Ryf die hundertjährigen Schützengräben auf dem Baselbieter Jura unter Schutz stellen.
Eptingen/Langenbruck, 13. Juni 2018

Wer vom Chilchzimmersattel, der Passhöhe zwischen Eptingen und Langenbruck, nur schon wenige Meter Richtung Geissfluh den Wald betritt, wird mit der Schweizer Verteidigungspolitik konfrontiert: Schützengräben und Bunker, gebaut im Ersten Weltkrieg zwischen 1914 und 1918. Sie sind Teil einer über 40 Kilometer langen Befestigung um Olten, die in der militärischen Sprache als "Fortifikation Hauenstein" bekannt ist.

Im Zustand des Zerfalls

Doch das grösste Befestigungsbauwerk der Nordwestschweiz, nach dem Zweiten Weltkrieg vollends aufgegeben, befindet sich im Zustand des Zerfalls (Bild). "Die noch sichtbaren Schützengräben im Waldgebiet des Rehag, Bölchen und Wisenberg sind teils vollständig aufgefüllt mit Erde, Steinen und Laub, die Stützmauern aus Bruchsteinen sind über weite Stellen eingebrochen, betonierte Unterstände in sich zusammengefallen, Wappen, Inschriften und Jahreszahlen von Truppen werden unter dem Witterungseinfluss immer mehr unleserlich", schreibt CVP-Landrat Pascal Ryf in seinem Vorstoss.

Morgen Donnerstag will er ein Postulat einreichen, um die komplette Zerstörung dieser wichtigen Verteidigungslinie zu verhindern. Die Regierung soll in einem Massnahmenplan aufzeigen, "wie das historisch sehr bedeutsame Bauwerk langfristig erhalten werden kann". Dazu gehöre, dass die Regierung die Unterschutzstellung der "Fortifikation Hauenstein" mit der Aufnahme ins Schweizerische Inventar der Kulturgüter von nationaler Bedeutung initiiert und unterstützt.

Ideal für Geschichtsunterricht und Tourismus

Der Christdemokrat bedauert, dass die wissenschaftliche Dokumentation des Bauwerks so gut wie inexistent ist. Nicht einmal eine einsame Schautafel sei anzutreffen. So werde die Anlage auch kaum von Schulklassen besucht, obschon hier sehr praktischer Geschichtsunterricht möglich wäre.

Ryf sieht in einer Rettung und pädagogischen Veranschaulichung der "Fortifikation Hauenstein" auch "erhebliches touristisches Potential", da sich in ihrer Nähe zahlreiche Wanderwege und gut eingerichtete Feuerstellen mit Sitzbänken befinden. So sei der Beobachtungsposten "Lauchfluh", umgangssprachlich als "Panzertürmli" bekannt, ein wunderschöner Aussichtspunkt.

KURZ-KOMMENTAR: Man braucht kein Militärfan zu sein, um die Berechtigung des Postulats Ryf zu erkennen. Wer den Überbleibseln der Verteidigungsanlagen schon zufällig oder bewusst begegnet ist, kann sich einer gewissen Faszination nicht entziehen. Der Wert einer Erhaltung dieser "Fortifikation" liegt aber nicht in der Vorstellung, wieviel Schweiss deren Bau den Soldaten abverlangt hat, sondern insbesondere in der praktischen Geschichtsvermittlung gegenüber Schülern und – warum auch nicht – neutralitätspolitisch interessierten Touristen.



 Ihre Meinung zu dieser News
(Mails ohne kompletten Absender werden nicht bearbeitet)
fileadmin/templates/pics/echo.gif

"Es gibt Dokumentationen"

Etwas überrascht haben mich ein Teil von Pascal Ryfs Äusserungen schon. Besonders jene, dass das Thema "Fortifikation Hauenstein" (FH) zu wenig erforscht und dokumentiert oder darüber mangelhaft publiziert sei. Als Pädagoge und vielseitig Engagierter müsste er doch den Erlebnispfad "Wisenbergwärts" kennen. Darin ist dieses Objekt auch ein Thema: www.tafeljura.ch/Projekte%20Tafeljura/wisenbergpfad/Einleitung_o.pdf

Der Oberbaselbieter Militärhistoriker Hans Ruedi Schaffhauser hat dazu aus seinen umfangreichen Dokumentationen ein ganzes Kapitel beigesteuert. Auch sieht man dies auf einer Infotafel entlang des Erlebnispfads oder in der Begleitbroschüre im Taschenformat.

Wir können auch sonst auf reichhaltige Unterlagen und Publikationen zurückgreifen, wie zB:
www.schweizer-festungen.ch/hauenstein.htm
oder auf den Militärhistorischen Verein ‚Rost & Grünspan’ mit:
www.rost-und-gruenspan.ch/spitzenflueli/index.html

Ich bin ja alles andere als ein Militärfan und führe mir Publikationen oder Filme mit militär-nostalgischem Gejauchze sehr kritisch zu Gemüt. Trotzdem finde ich es richtig, dass Anlagen wie die FH der Nachwelt zwecks Schärfung des historischen Bewusstseins erhalten bleibt.


Ueli Pfister, Gelterkinden



www.onlinereports.ch - Das unabhängige News-Portal der Nordwestschweiz

© Das Copyright sämtlicher auf dem Portal www.onlinereports.ch enthaltenen multimedialer Inhalte (Text, Bild, Audio, Video) liegt bei der OnlineReports GmbH sowie bei den Autorinnen und Autoren. Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck und Veröffentlichungen jeder Art nur gegen Honorar und mit schriftlichem Einverständnis der Redaktion von OnlineReports.ch.

Die Redaktion bedingt hiermit jegliche Verantwortung und Haftung für Werbe-Banner oder andere Beiträge von Dritten oder einzelnen Autoren ab, die eigene Beiträge, wenn auch mit Zustimmung der Redaktion, auf der Plattform von OnlineReports publizieren. OnlineReports bemüht sich nach bestem Wissen und Gewissen darum, Urheber- und andere Rechte von Dritten durch ihre Publikationen nicht zu verletzen. Wer dennoch eine Verletzung derartiger Rechte auf OnlineReports feststellt, wird gebeten, die Redaktion umgehend zu informieren, damit die beanstandeten Inhalte unverzüglich entfernt werden können.

Auf dieser Website gibt es Links zu Websites Dritter. Sobald Sie diese anklicken, verlassen Sie unseren Einflussbereich. Für fremde Websites, zu welchen von dieser Website aus ein Link besteht, übernimmt OnlineReports keine inhaltliche oder rechtliche Verantwortung. Dasselbe gilt für Websites Dritter, die auf OnlineReports verlinken.

RückSpiegel


Die OnlineReports-Nachricht des Todes von Hannes Bertschi wurde von der Basler Zeitung, für die der Verstorbene auch gearbeitet hat, aufgenommen.

Die BZ Basel, Telebasel, das Regionaljournal, die sda. und die Basler Zeitung zogen die OnlineReports-Recherche über den Verzicht auf den Bau eines Forschungszentrums beim Basler Augenspital nach.

Telebasel, das Regionaljournal, die Basler Zeitung und die BZ Basel nahmen den OnlineReports-Primeur über die Massenkündigung von Mietern der Hochhäuser am Basler Schorenweg auf.

In einer Buchbesprechung über LSD zitierte die Basler Zeitung aus einem OnlineReports-Bericht aus dem Jahr 2006.

La Liberté zitiert in einer Vorschau Peter Knechtli zur geplanten Fusion der öffentlichen Spitäler in der Region Basel.

In ihrem Bericht über den Verkauf der "Winkler Livecom" durch die MCH Group zitiert die Basler Zeitung einen OnlineReports-Bericht aus dem Jahr 2007.

In ihrer Analyse über die Zukunft der Basler Medienlandschaft ging die BZ Basel auch auf OnlineReports ein.

Die BZ Basel schrieb OnlineReports eine Meldung über eine Baselbieter Richter-Karriere ab.

Die Basler Zeitung und Telebasel griffen die OnlineReports-Recherche über die aggressive Mietzins-Erhöhung der Schweizerischen Rheinhäfen gegenüber dem privaten Sportboot-Hafen auf.

Telebasel zitierte zur Einleitung des "Sonntalks" über Prämienverbilligungen aus dem OnlineReports-Kommentar "Anton Lauber muss sozialer werden".

Die NZZ nimmt in ihren Hintergrund-Artikel über "Basel in der Abseitsfalle" auf einen OnlineReports-Leitartikel Bezug.

Eine Kolumne in der Basler Zeitung erinnert daran, dass OnlineReports über die Verlegung der Tram-Haltestelle vom Spalentor in die Spalenvorstadt berichtet hat.

Die Basler Zeitung publiziert aus Anlass des 20-jährigen Bestehens von OnlineReports ein ausführliches Porträt zur Entwicklungsgeschichte.

Prime News führte aus Anlass des 20-jährigen Bestehens von OnlineReports ein ausführliches Interview mit Chefredaktor Peter Knechtli.

In ihrem Bericht über einen hartnäckigen Streit um das Basler Restaurant "Löwenzorn" nimmt die Basler Zeitung auf einen früheren OnlineReports-Bericht Bezug.

Die Nachrichtenagentur SDA erwähnt OnlineReports und seine schwarzen Zahlen seit zwanzig Jahren im Zusammenhang mit der Einstellung der "Tageswoche".

Weitere RückSpiegel

fileadmin/templates/pics/gelesen.gif
"Seit der Spieler-Revolte Anfang Dezember hat das Team von Marcel Koller aus sieben Spielen ein Unentschieden und sieben Siege geholt."

BZ Basel
vom 28. Februar 2019
fileadmin/templates/pics/gelesen.gif

Die Revolte hat auch Rechenkünste beflügelt.

In einem Satz


• Die Universität Basel vergibt den Auftrag zur Realisierung des Ersatzneubaus Departement Biomedizin an das Basler Architekturbüro Burckhardt+Partner.

• Der Ständerat hat am 7. März einstimmig die Aufnahme der Projektierungskosten für die Durchmesserstrecke Herzstück in den Bahnausbauschritt 2035 beschlossen.

Michael Wilke wird neuer Leiter der Fachstelle Diversität und Integration in der Kantons- und Stadtentwicklung Basel-Stadt und Nachfolger von Andreas Räss, der neuer Leiter des Baselbieter Amts für Migration und Bürgerrechte wird.

• Die Einführung von Mitarbeitergesprächen und einer leistungsabhängigen Lohnentwicklung bei den Baselbieter Kantonsangestellten führt dazu, dass die "Liga der Baselbieter Steuerzahler" ihre Verfassungsinitiative "Für eine vernünftige staatliche Personalpolitik" zurückzieht.

• Die Basler Regierung spricht sich im Rahmen der Konsultation zum Entwurf des institutionellen Abkommens Schweiz-EU für eine Unterstützung des vorliegenden Abkommens aus.

• Die Basler Verkehrs-Betriebe (BVB) haben mit fast 128 Millionen Fahrgästen letztes Jahr 2,2 Prozent weniger Fahrgäste befördert – dies vor allem wegen Gleiserneuerungs-Arbeiten.

• Das von SVP- und FDP-Kreisen getragene Komitee gegen das vom Grossen Rat beschlossene Neubauprojekt "Naturhistorisches Museum / Staatsarchiv" hat fristgerecht das Referendum mit über 2'700 Unterschriften eingereicht.

• Das Basler Tiefbauamt erteilt Gabriel Pellicanò und Alfredo Ogi den Zuschlag für den Betrieb des Gastro-Kiosks "Hamburgeria Pellicano" an der Feldbergstrasse, der ab Frühjahr in Betrieb gehen soll.

• Mit 18'000 Besuchenden, davon 14'000 Kindern und Jugendlichen und über 300 Schulklassen verzeichnet die "tunBasel" einen Besucherrekord, der sogar das Spitzenjahr 2017 übertraf.

• Die Juso Basel-Stadt haben ihre Nationalrats-Bewerbenden nominiert: Seyran Dilekci (20), Nicolas Eichenberger (28), Livia Kläui (21), Nino Russano (18) und Lucas Wirz (29).

Jochen Kirsch wird neuer Direktor der "Mission 21" und somit Nachfolger von Claudia Bandixen, die Ende August in Pension geht.

• Die Grünliberalen Frauen Schweiz haben die bisherige Vizepräsidentin, die Oberwilerin Tanja Haller, zu ihrer neuen Präsidentin gewählt.

Titus Hell ist als Nachfolger von David Pavlu zum neuen Präsidenten der Jungfreisinnigen Basel-Stadt (JFBS) gewählt worden.

Anna Ott gibt das Amt als Vizepräsidentin der Grünen Baselland aufgrund ihres Masterstudiums in Nordeuropa ab; eine Nachfolge steht noch nicht fest.

• Das von der Fondation Franz Weber massgeblich unterstützte Referendum gegen ein Ozeanium auf der Basler "Heuwaage" ist mit 4'649 Unterschriften zustande gekommen.

• Der Reinacher Gemeinderat hat beschlossen, ab Februar 2019 mit einem neuen TV-Sendeformat zu starten, das wöchentliche Fernsehsendungen mit Inhalten aus Gemeinde und Vereinen bietet.

• Der Basler "Basta"-Grossrat Daniel Spirgi tritt per 12. Februar 2019 nach nur zweieinhalb Jahren aus dem Kantonsparlament zurück, der Grüne Jérôme Thiriet rückt nach.

Henriette Götz wird am 1. Mai 2019 die Nachfolge von Danièle Gross als Kaufmännische Direktorin am Theater Basel antreten.

• Mit 12'673 Studierenden und Doktorierenden, die sich im Herbstsemester 2018 für ein Studium an der Universität Basel eingeschrieben haben, ist die Gesamtzahl der Studierenden im Vergleich zum Vorjahr leicht zurückgegangen.

• Der EuroAirport begrüsste am 4. Dezember seinen 8 Millionsten Passagier und erzielte damit die höchste Jahres-Frequenz seit Gründung im Jahr 1946.

Erik Rummer (48) ist seit 2002 bei den IWB, seit 2016 als Leiter Public Relations, übernimmt auf Jahresbeginn die Leitung des Bereichs Kommunikation & Marketing und folgt damit auf Lars Knuchel, der sich selbstständig macht.