© Foto by OnlineReports.ch


Heimatschutz-Lob für das neue Basler Stadttheater

Da wundern sich vielleicht einige: Der Schweizer Heimatschutz zählt das Basler Stadtheater zu den schönsten Bauten des Zeitraums von 1960 bis 1975. Mittlerweile ist das Gebäude in die Jahre gekommen: Es muss für 62 Millionen Franken technisch totalsaniert werden.
Basel, 20. Dezember 2013

"Die schönsten Bauten 1960-1975": So lautet der Titel einer kleinen Broschüre des Schweizer Heimatschutzes, in welcher der Beweis angetreten wird, dass auch in der Zeit der Hochkonjunktur nicht nur architektonische Massenware produziert wurde. Die beiden Basel sind mit drei Gebäuden vertreten: der Universitätsbibliothek, dem Zentrum "Mittenza" in Muttenz – und dem Stadttheater Basel. Gelobt werden bei letzterem vor allem das baldachinartige Dach, dessen Betontragwerk 60 Meter lang, aber nur elf Zentimeter dünn ist.  Entworfen und berechnet wurde es vom Ingenieur Heinz Hossdorf, in Zusammenarbeit mit den Architekten Felix Schwarz und Rolf Gutmann.

War da nicht was?

So weit, so gut. Aber war da nicht was? War der Bau des neuen Theaters nicht hoch umstritten? Gegen den Abbruch des alten Stadttheaters wehrte sich ein Komitee, das dem Heimatschutz nahe stand, bis zur letzten Minute. Und in der Geschichte des Basler Heimatschutzes von 2005 wird der Verlust des städtebaulichen Ensembles am Steinenberg beklagt. Die Auswahl der Bauten in der Broschüre sei Sache des Schweizer Heimatschutzes, sagt Robert Schiess, Präsident des Basler Heimatschutzes. Die Gesamtanlage des Stadttheaters mit seinem Vorplatz auf verschiedenen und schiefen Ebenen bleibe "städtebaulich hoch problematisch".

Dass in den Steinenberg eine Lücke geschlagen wurde und der Platz vor allem in seinem unteren Bereich entlang der Steinentorstrasse nicht wirklich funktioniert, wird von Städtebau-Experten immer wieder kritisiert.

Im Inventar der schützenswerten Ortbilder (ISOS) wird das Stadttheater als "ausuferndes Gebäudekonglomerat" bezeichnet, das weder besonders bedeutend noch erhaltenswert sei. Der Schweizer Heimatschutz beschränkt sich in seiner Würdigung dagegen auf das Einzelgebäude und lässt die weiteren Zusammenhänge unerwähnt. Trotz dieser Kritik ist das Stadttheater faktisch ein Monument der siebziger Jahre, und die Denkmalpflege hat es in ihr Objekt-Inventar aufgenommen.

Arbeiten in spielfreier Zeit

Mittlerweile ist das Stadttheater bald vierzig Jahre alt, was bedeutet, dass die Lebensdauer der haustechnischen Infrastruktur abgelaufen ist. In den nächsten fünf Jahren erfolgt eine Gesamtsanierung der Stromleitungen, der Lüftung und der Sanitäranlagen im finanziellen Umfang von 62 Millionen Franken.

Die Arbeiten werden jeweils in der spielfreien Zeit in den Sommerferien ausgeführt, war von Dominik Zaugg vom Basler Hochbauamt zu erfahren. Auf dem Dach des Gebäudes an der Elisabethenstrasse werden zwei sogenannte Monoblöcke für Kühlung und Luftaustausch errichtet, die aber mit Rücksicht auf das Erscheinungsbild baulich eingepackt werden. Die Gebäudehülle und die Tragkonstruktion befinden sich laut Zaugg aber in gutem Zustand und eine Erdbebenverstärkung sei als nicht notwendig erachtet worden.



 Ihre Meinung zu dieser News
(Mails ohne kompletten Absender werden nicht bearbeitet)
fileadmin/templates/pics/echo.gif

"Wir erfreuen uns"

Stünde das alte Gebäude, für dessen Erhalt ich mich damals auch eingesetzt hatte, noch: wir würden uns an dessen nostalgischem Charme erfreuen. jetzt steht das neue Gebäude und wir erfreuen uns an dessen interessantem Äusseren und der raffinierten Technik und Komfort im Inneren.


Beatrice Alder, Basel




"Irgendwie anders als alles Gewohnte"

Ich freue mich sehr, dass der Schweizer Heimatschutz das Basler Stadttheater zu den schönsten Bauten von 1960 bis 1975 zählt. Denn auch mir, der zwar das alte Stadttheater nicht mehr persönlich kennt, gefällt dieser Bau sehr. Er ist irgendwie anders als alles Gewohnte. Also anders, wie auch Basel als Stadt vielfach anders ist. Die Tendenz in Basel, gebetsmühlenartig beinahe alles als schlecht und hässlich zu empfinden (und auch als Vorurteil dann zu zementieren), das aus Beton und nicht einem früheren Jahrhundert entspricht, ist für mich, der sehr kunstinteressiert ist, manchmal nicht nachvollziehbar - wenn nicht sogar unerträglich. Unerträglich deshalb, weil ich nicht in einer Stadt leben kann oder leben will, die nur Altes und “Gewohntes” respektiert. Deshalb freue ich mich auch sehr über den Wandel, den die Stadt gerade jetzt durchlebt. Ich hoffe, dass sich die Hochhaus- und anderen Projekte wirklich alle realisieren lassen. Es wäre schön, wenn auch der Basler Heimatschutz, der heute noch gegen das jetzige Stadttheater wettert und meines Erachtens sehr eng mit seinen Vorstellungen und Ideen ist, ebenso einen Wandel durchleben könnte.


Pirmin A. Breig, Basel



www.onlinereports.ch - Das unabhängige News-Portal der Nordwestschweiz

© Das Copyright sämtlicher auf dem Portal www.onlinereports.ch enthaltenen multimedialer Inhalte (Text, Bild, Audio, Video) liegt bei der OnlineReports GmbH sowie bei den Autorinnen und Autoren. Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck und Veröffentlichungen jeder Art nur gegen Honorar und mit schriftlichem Einverständnis der Redaktion von OnlineReports.ch.

Die Redaktion bedingt hiermit jegliche Verantwortung und Haftung für Werbe-Banner oder andere Beiträge von Dritten oder einzelnen Autoren ab, die eigene Beiträge, wenn auch mit Zustimmung der Redaktion, auf der Plattform von OnlineReports publizieren. OnlineReports bemüht sich nach bestem Wissen und Gewissen darum, Urheber- und andere Rechte von Dritten durch ihre Publikationen nicht zu verletzen. Wer dennoch eine Verletzung derartiger Rechte auf OnlineReports feststellt, wird gebeten, die Redaktion umgehend zu informieren, damit die beanstandeten Inhalte unverzüglich entfernt werden können.

Auf dieser Website gibt es Links zu Websites Dritter. Sobald Sie diese anklicken, verlassen Sie unseren Einflussbereich. Für fremde Websites, zu welchen von dieser Website aus ein Link besteht, übernimmt OnlineReports keine inhaltliche oder rechtliche Verantwortung. Dasselbe gilt für Websites Dritter, die auf OnlineReports verlinken.

fileadmin/templates/pics/gelesen.gif
"Steinberg", "Steinberg"

Basler Zeitung
vom 7. November 2019
in einem Text über "Basel
und seine Baustellen"
fileadmin/templates/pics/gelesen.gif

Dreimal wollte der Autor in einem Text "Steinenberg" schreiben – einmal erfolgreich, zweimal scheiterte er.

RückSpiegel


Die Basler Zeitung und die BZ nahmen die OnlineReports-Nachricht zum Tod des Konjunkturforschers Christoph Koellreuter auf.

20 minuten online, Blick, nau.ch, das SRF-Regionaljournal und Telebasel nahmen den OnlineReports-Primeur über den Unfalltod des Basler Umweltschützers Martin Vosseler auf.

nau.ch schrieb die OnlineReports-Recherche über den FDP-Wahlversand an Basler Neu- und Jungwähler zu einem eigenen Artikel um und verwertete auch die OnlineReports-Illustration dazu.

In der Besprechung des Films "Bruno Manser – Stimme des Regenwalds" nahm die BZ auf eine OnlineReports-Recherche Bezug.

Die BZ nahm den OnlineReports-Primeur über eine Rückzahlung der wegen Veruntreuung angeklagten ex-Kassierin der katholischen Kirchgemeinde Grellingen auf.

Die Basler Zeitung greift in ihrem Bericht über die E-Trottinett-Anarchie auf ein OnlineReports-Interview zurück.

In ihrem Bericht über die Hühnerhaltung auf einem Basler Mehrfamiienhaus nimmt die BZ Bezug auf eine frühere Recherche von OnlineReports.

Die BZ bezog sich in ihrer Recherche über die Abgänge von Kaderärzten am Kantonsspital Baselland auf einen Bericht in OnlineReports.

Die BZ berief sich in einem Bericht über die Massenkündigungen am Schorenweg auf eine OnlineReports-News.

Die Schweiz am Wochenende und die Basler Zeitung haben die OnlineReports-News über den Bombenalarm am EuroAirport aufgenommen.

Das SRF-Regionaljournal, Telebasel, die Schweiz am Wochenende und Prime News haben den OnlineReports-Primeur über die Schliessung des Basler Kinos "Rex" nachgezogen.

In ihrem Bericht über den Gelterkinder Antennenposter-Streit bezog sich die Basler Zeitung auf OnlineReports.

Die BZ nahm die OnlineReports-News über den Rücktritt der Basler Unispital-Verwaltungsrätin Irmtraut Gürkan aus dem Vorstand des Universitäts-Klinikums Heidelberg auf.

Weitere RückSpiegel

In einem Satz


Die Verlängerung der BVB-Tramlinie 3 nach Saint-Louis kostete rund 84 statt 93,7 Millionen Franken und ist somit um fast zehn Millionen Franken günstiger als geplant.

Die Baselbieter Regierung beantragt dem Landrat, dem Staatspersonal per 1. Januar 2020 einen Teuerungsausgleich von 0,5 Prozent auszurichten.

Die Forscherin Michaela Kneissel nimmt anstelle des Ende Jahr ausscheidenden Ulrich Vischer Einsitz im Universitätsrat der Universität Basel.

Nach dem Rücktritt der neuen Basler Regierungsrätin Tanja Soland aus dem Grossen Rat rückt die ehemalige Juso-Präsidentin Jessica Brandenburger ab 1. Dezember ins Parlament nach.

Die ausserordentliche Mitgliederversammlung des Jungen Grünen Bündnisses Nordwest vom 3. November 2019 wählte als Nachfolger von Dominik Beeler Simon Fankhauser in das Co-Präsidium.

Zu sieben Fällen von Sachbeschädigungen an Autos kam es in der Nacht von Freitag auf Samstag, 2. November, in der Umgebung der Tramhaltestelle "Vogesenstrasse" in Reinach.

Der Gemeinderat von Riehen erwartet für die Planperiode 2020 bis 2023 jährliche Defizite von 1,3 bis 2,5 Millionen Franken.

Susanne Wäfler-Müller (42) wird ab dem 1. Mai 2020 die Führung der Kantonsbibliothek Baselland übernehmen und auf Gerhard Matter folgen, der im Frühjahr in den Ruhestand gehen wird.

Zu Beginn des Schuljahrs 2021/22 wird Informatik als obligatorisches Fach in allen Baselbieter Gymnasien eingeführt.

Die SP Baselland empfahl an ihrer Delegiertenversammlung vom 22. Oktober, im zweiten Ständerats-Wahlgang die grüne Maya Graf zu wählen.

Die Grünen Liestal und Umgebung haben Marie-Theres Beeler an der Mitgliederversammlung vom 22. Oktober für die Legislatur 2020-2024 für den Stadtrat nominiert.

Am 9. August 2019 hat Eva Meuli dem Landrat ihren Rücktritt als Präsidentin der Abteilung Sozialversicherungs-Recht des Kantonsgerichts Basel-Landschaft per 31. März 2020 erklärt.

Am 14. Oktober, lediglich drei Wochen nach Ausschreibung der Publikumsöffnung der ADEV Ökowärme AG, waren alle 3000 neu ausgegebenen Namenaktien gezeichnet.

Die Universität Basel richtet am 1. Februar 2020 mit dem Biologen Carsten Gründemann eine Stiftungsprofessur für translationale Komplementärmedizin ein.

Wechsel in der Geschäftsführung der Suchthilfe Region Basel: Barbara Held übernimmt die Leitung per Januar 2020, nachdem Walter Meury – ein Pionier in der Suchtarbeit – Ende Jahr in den Ruhestand geht.

Der Basler Regierungsrat Hans-Peter Wessels, Riehens Gemeindepräsident Hansjörg Wilde und Gemeinderat Daniel Hettich haben die erneuerte Lörracherstrasse in Riehen feierlich eingeweiht.

Veronica Schaller
, frühere Basler Sanitätsdirektorin und zuletzt Kulturbeauftragte der Stadt Bern, wurde zur neuen Präsidentin von "Curaviva Basel-Stadt", dem Verband der Basler Alterspflegeheime, gewählt.

Designierte Verwaltungsratspräsidentin der Schweizerischen Rheinhäfen ist Martina Gmür, Petra Mösching wird Mitglied des Verwaltungsrats.

Der Verein Region Oberbaselbiet wählte den aus dem Fricktal stammenden Gerry Thönen, der die Oberbaselbieter Gemeinden bis zur Gründung des Regionalvereins betreute, zum Geschäftsführer.

Anlässlich der Feierlichkeiten zum 70-Jahr Jubiläum der diplomatischen Beziehungen zwischen der Schweiz und Israel organisiert die Schweizer Botschaft in Israel im September diverse Anlässe mit Bezug zu Basel.

Die Parteileitung des CVP-Wahlkreises Liestal hat einstimmig beschlossen, Elisabeth Augstburger für die Ständeratswahlen vom 20. Oktober zu unterstützen.

Schweizerische Rheinhäfen: Benedikt Weibel hat seinen Rücktritt als Verwaltungsrats-Präsident per 31. Dezember 2019 bekannt gegeben; Martin Dätwyler, Direktor der Handelskammer beider Basel, trat per 30. Juni zurück.