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21 Millionen Gewinn: EBL präsentiert Rekord-Ergebnis

Die Elektra Baselland (EBL) plant den Ausbau des Fernwärmenetzes in Liestal für 40 Millionen Franken und sucht weiterhin Investitions-Gelegenheiten in Windenergie.
Liestal, 11. April 2019

Mit der Nachricht vom "zweitbesten Jahresergebnis" in der 120-jährigen Geschichte der Energieversorgerin Elektra Baselland (EBL) wartete die Firmenspitze heute Donnerstag in Liestal auf, wo Direktor Tobias Andrist (Bild) und Finanzchef Alain Jourdan die Geschäftszahlen für das vergangene Jahr vorlegten.

Das "Rekordergebnis" eines um 30 Prozent gesteigerten Gewinns von 21,3 Millionen Franken sei trotz erschwerender Umstände wie konkurrenzreichem Strommarkt, weniger Heizgradtagen und "heftigem Wettbewerb" im Bereich Telefon und Internet erzielt worden, so Andrist. Trotz Preiserosionen und tieferen Temperaturen erhöhte sich der Umsatz um 1,3 Prozent auf 221,8 Millionen Franken.

Strategie der Zukunft

In ihr 120. Geschäftsjahr geht die Baselbieter Energie-Genossenschaft mit einer deutlich verjüngten und erneuerten  Firmenspitze, voran Tobias Andrist: "Wir sind ein tolles Team, aber wir mussten uns zuerst auch finden", sagte Andrist, der seit vergangenen Sommer die Stelle des in die Pension gegangenen Urs Steiner ausfüllt. "Dazu hatten wir einen intensiven Strategieprozess darüber, was wir in Zukunft von der EBL erwarten", erzählte Andrist aus der Werkstatt.

Verwaltungsratspräsident Erich Geiser sprach von einem "arbeitsintensiven" Jahr für die obersten Gremien der Firma. Geiser nahm 2015 den Platz des überraschend verstorbenen Reinhold Tschopp ein.  

Veränderte Grosswetterlage

Dass sich in den vergangenen Jahren hat sich die energiepolitische Grosswetterlage für die Schweizer Energieversorger markant geändert hat, ist an der EBL deutlich festzumachen. Neue Atomkraftwerke dürfen nicht mehr gebaut werden und die eidgenössische "Energiestrategie 2050" ist Gesetz; damit ist die Pionierrolle der EBL Allgemeingut geworden und eine Profilierung in diesen Bereichen deutlich anspruchsvoller. Überdies, so Andrist, musste das Wachstum der Vergangenheit bei den Mitarbeiterinnern und Mitarbeitern verdaut werden.

Statt Pionierprojekten stehen bei der EBL beispielsweise die Erneuerung und Verdichtung von den in die Jahre gekommenen dreissigjährigen Wärmeverbunden an. So sollen alleine in Bereich Liestal rund 40 Millionen Franken in den nächsten Jahren in den Ausbau des Wärmenetzes investiert werden.

In Liestal wird gegraben

Die Modernisierung der Wärmezentrale bei der alten Zentralwäscherei steht an und die Verbindung von Liestal und Pratteln mit einer Wärmeleitung, von der man sich eine deutliche Effizienzsteigerung verspricht. Andrist: "Man wird uns in Liestal graben sehen".

Bezüglich Stromversorgung vermeldete der EBL-Chef, dass man "hoffentlich" noch in diesem Jahr mit dem Spatenstich für das Wasserkleinkraftwerk "Obermatt" an der Birs rechnen könne. Dies, nachdem sich die Gegner des Projekts und die EBL nochmals vertieft an einen Tisch gesetzt haben. Zudem versuche man weiterhin die Windenergie in Norddeutschland auszubauen; auch vom Geothermie-Projekt im Jura verspricht man sich ab 2020/21 eine "Realisierungsphase".

Stagnierende Festnetz-Anschlüsse

Im Bereich Telekommunikation, wo die EBL rund 100'000 Kunden zählt, kämpft die Stromversorgerin gegen die Zahl stagnierender Festnetz-Anschlüsse, heute wechseln die Haushalte ins Funknetz. Zum anderen verliert das klassische Fernsehen via Kabelsteckdose an Kunden zugunsten von Internet-basierten Fernsehangeboten, was die klassischen Netzbetreiber fordert. Hier berichtet Andrist von "neuen Kunden" nachdem ihre Zahl eher stagnierte bis rückläufig war.




Weiterführende Links:
- EBL-Spitze: Tobias Andrist löst Direktor Urs Steiner ab
- Die EBL möchte ins kommunale Wassergeschäft einsteigen
- EBL will 2018 die Strompreise um 12 Prozent senken
- Urs Steiner: Bei EBL in Pension – bei IWB Präsident
- Solarstrom: EBL klagt gegen spanische Regierung
- Rechnungsfehler: EBL-Delegierte feuern Revisoren


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"Im Anhang senden wir Ihnen (...) eine Medienmitteilung zu den neuen Gebührensacken."

Gemeinde Reinach
Medienmitteilung
am 16. November 2019
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Das sind jene, bei denen die Gebühren absacken.

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