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Felix Platter: Ein neues Spital aus einer Hand

Das Felix Platter Spital erhält einen völlig neuen Klinik-Neubau. Das Projekt mit 240 Betten und Gesamtkosten von 200 Millionen wurde heute Mittwoch den Medien präsentiert. Der Altbau wird vermutlich einer andern Nutzung zugeführt.
Basel, 17. Dezember 2014

Die Bagger sind schon aufgefahren und bereiten den Baugrund vor. Das Baugesuch für das neue Felix Platter Spital ist zwar noch nicht publiziert, aber es gab schon Vorabklärungen bei den Baubehörden, und die Spitalverantwortlichen rechnen damit, in der zweiten Hälfte 2015 mit den Bauarbeiten beginnen zu können.

Auf grosser Fläche

Der vierstöckige Neubau wird an der Ecke Luzernerring / Burgfelderstrasse platziert und umfasst 240 Betten und das gesamte Angebot einer modernen Altersmedizin in sinnvoller räumlicher Anordnung. Im Projektwettbwerb setzte sich nicht ein Basler Architekturbüro durch, sondern eine deutsche und schweizerische Arbeitsgemeinschaft mit den Architekten Wörner/Traxler/Richter (Frankfurt) und Holzer/Kobler (Zürich) sowie Marti (Bern) als Generalunternehmer. Sie nannten ihren Vorschlag "HandinHand". Der Bau auf grossem "Fussabdruck" soll bei Bedarf noch um ein Stockwerk erhöht werden.

Das alte Felix Platter Spital von 1967 hat als Spital ausgedient. Es entspricht nicht mehr den Anforderungen einer modernen Altersmedizin. Um 1990 waren in dem Bau über 500 Betten untergebracht. Doch die Verweildauer der Patienten ist heute viel kürzer, es wird mehr ambulant und mit Tageskliniken gearbeitet.

Ein Wohnprojekt folgt

Das 53'000 Quadratmeter grosse Areal im Hegenheimer Quartier ist gemäss einer vorläufigen Planung des Kantons in einen Spitalbereich und einen fast doppelt so grossen Wohnbereich unterteilt. Immoblien Basel-Stadt (IBS) ist mit den Vorarbeiten für die Planung und Nutzung dieses neuen Wohnquartiers beschäftigt. Denn wenn das Spital 2018 fertigestellt ist, soll die zweite Bauphase beginnen. Zum Wohnbereich geschlagen wurde auch der alte Hauptbau mit den zwei Schwesternhäusern, in denen zur Zeit Flüchtlinge untergebracht sind. Die drei Bauten gelten als architektonisch wertvoll und sind im Inventar der Denkmalpflege verzeichnet. Die zukünftige Nutzung ist gemäss Christian Mehlisch von IBS noch völlig offen.

Für den Spitalneubau rechnet der Verwaltungsrat des Felix Platter Spitals mit Kosten von insgesamt 200 Millionen. 80 Millionen Kapital stehen zur Verfügung, der Rest muss auf dem Kapitalmarkt aufgenommen werden, wie VR-Präsident Beat Straubhaar erklärte. Denn das "grösste altersmedizinische Zentrum der Schweiz" (Verwaltungsrat und Medizinprofessor Peter Tschudi) gehört nicht mehr dem Kanton, sondern operiert wie die anderen Spitäler selbständig. 2012 scheiterte das Projekt für ein gemeinsames altersmedizinisches Zentrum von Baselland und Basel-Stadt.



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"Diese Bausünde gehört abgerissen"

Gut liegt ein neues Projekt für den Ersatz des in die Jahre gekommenen Felix Platter-Spitals vor. Diese Bausünde aus den 60igerjahren, geplant vom Büro Rickenbacher & Baumann gehört abgerissen. Die Glasfassaden und die Metallfensterrahmen sind Energieschleudern ersten Ranges und lassen sich mit vernünftigem Aufwand nicht sanieren. Aeltere Personen zu viert in ein Zimmer pferchen dessen Nasszelle knapp den Normen für ein Behinderten-WC entspricht ist absolut nicht Zeitgemäss. Wie man aus dieser Bausünde erschwinglichen Wohnraum machen kann ist Rätselhaft.

 

Im Grundsatz ist Umnutzen zwar immer besser als Abreissen, im Fall des veralteten und unzweckmässigen Felix Platter-Spitals ist aber abreissen die vernünftigste Lösung.


Bruno Honold, Basel



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