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BaZ droht "TagesWoche" mit rechtlichen Schritten

Die "TagesWoche" kupfert der "Basler Zeitung" die Immobilienbeilage "Bwohnen" ab. Jetzt droht die BaZ mit rechtlichen Schritten. Und die "TagesWoche" schweigt.
Basel, 17. Mai 2013

Dreimal publizierte die "Basler Zeitung" vor zwei Jahren die Immobilien-Beilage "Bwohnen" (Aufmacherbild, unten). Diese Beilagen haben zum Ziel, mit Rubriken-Inseraten Geld zu machen – ein äusserst hart umkämpfter Markt. Vergangenes Jahr sei wegen der Umstrukturierung des Medienhauses keine Immobilien-Beilage erschienen, war aus dem Verlag zu erfahren. Weitere Ausgaben von "Bwohnen" seien aber denkbar.

Zum Verwechseln ähnlich

Jetzt stösst auch die "TagesWoche" in diesen Bereich vor: Am 24. Mai, im August und im November soll diese Beilage in einer Gross-Auflage von 80'000 Exemplaren unters Volk gestreut werden. Kennern der Szene fällt sofort auf: Was die "TagesWoche" ankündigt, scheint wie die Fortsetzung des BaZ-Projekts (Aufmacherbild, oben). Es heisst auch "Bwohnen", der Untertitel lautet "Magazin für Wohnraum in der Nordwestschweiz" – genau gleich wie die Beilage der BaZ – und selbst das Layout der auf der "TagesWoche"-Website angebotenen Mediadaten (Bild links, oben) erscheint in zum Verwechseln ähnlich wie jene, die die BaZ verwendete (Bild links, unten).

BaZ: "Treuepflichten verletzt"

Das will sich die BaZ nicht bieten lassen, wie BaZ-Rechtsanwälte in einem Brief gegenüber der "TagesWoche" festhalten. Die Informationen seien "in schwerwiegender Verletzung von arbeitsrechtlichen Treuepflichten" von ehemaligen BaZ-Mitarbeitern der "TagesWoche" weitergegeben worden. Damit werde das Bundesgesetz über unlauteren Wettbewerb in mehrfacher Hinsicht verletzt. Danach sei die Verwertung fremder Leistungen, zu der "auch Offerten oder Immobilieninserate gehören", verboten.

Die BaZ fordert die "TagesWoche" deshalb auf, "weitere Akquisitionsmassnahmen unter dem Titel 'Bwohnen' zu unterlassen" und bis 21. Mai "rechtsverbindlich zu erklären, auf weitere Geschäftsaktivitäten mit dem Produkt 'Bwohnen' zu verzichten". Im Unterlassungsfall drohen die BaZ-Anwälte, "unverzüglich Schritte gegen Ihre unlauteren Geschäftspraktiken" einzuleiten. BaZ-Jurist David Hug ("Wir wollen unseren Anspruch schützen") sagte zu OnlineReports, die "Basler Zeitung" werde eine superprovisorische Verfügung erwirken, wenn die "TagesWoche" das Produkt in der vorgesehenen Form publiziere.

Keine Stellungnahme der "TagesWoche"

OnlineReports stellte "TagesWoche"-Geschäftsleiter Tobias Faust sieben Fragen zur Imitation der BaZ-Beilage. Seine Antwort: "Derzeit sind entsprechende Abklärungen im Gang, weshalb ich zum jetzigen Zeitpunkt keine Stellung dazu nehme." Eine erste Reaktion ist aber bereits erfolgt: Kaum hatte die "TagesWoche" Kenntnis von der Klagedrohung, verschwand die "Bwohnen"-Animation umgehend von der Website. "Ups, diesen Inhalt gibt es wohlt (sic!) nicht", heisst es dort in fetten Lettern.

Pikant an der Beilagen-Kopie: Die "TagesWoche" war im Herbst 2011 aus einer Protestbewegung gegen die BaZ entstanden.



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Basler Zeitung
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Waschmaschinen gegen Gemüse
RückSpiegel


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Weitere RückSpiegel

In einem Satz


• Da die Prämien der obligatorischen Krankenversicherung in Basel-Stadt im kommenden Jahr um durchschnittlich 4,5 Prozent ansteigen, passt die Regierung die Prämienbeiträge des Kantons für Haushalte mit bescheidenem Einkommen im gleichen Umfang an.

• Für den 9. Basler Pop-Preis sind folgende Bands nominiert: Alma Negra (Electronic World Music, Basel), Audio Dope (Electronic Music, Basel), Schammasch (Avantgarde Metal, Liestal), We Invented Paris (Indie-Pop, Liestal) und
Zeal & Ardor (Black Metal/Gospel, Basel.

• Weil sich FDP und SVP nicht auf eine gemeinsame Kandidatur für die Ersatzwahl in den Stadtrat von Liestal einigen konnten und "alle offiziell Kandidierenden wählbar" sind, verzichtet die CVP auf eine Wahlempfehlung.

• Die Wettbewerbs-Kommission hat entschieden, den geplanten Zusammenschluss zwischen dem Universitätsspital Basel und dem Kantonsspital Baselland ohne Auflagen zu genehmigen.

Endress+Hauser übernimmt die deutsche IMKO Micromodultechnik GmbH mit Sitz in Ettlingen, einen Hersteller innovativer Systeme zur Feuchtemessung, und beschäftigt die 19 Mitarbeitenden weiter.

• Verhaftet wurde ein 25-jähriger Spanier, der dringend verdächtigt wird, am 10. September eine Frau im Basler Erlenmattquartier vergewaltigt zu haben.

• Bei der Einreise von Frankreich nach Basel wurde ein etwa 50-jähriger Bulgare erwischt, der 800 Gramm Kokain mit sich führte.

• Die 57-jährige Juristin und frühere Leiterin der Basler Sozialhilfe Nicole Wagner wird Mitglied der Stiftung Habitat, wo sie die zurücktretende Beatrice Oeri ersetzt. 

• Nachdem im Baselbiet die Initiative zum Ausbau des Hochleistungsstrassennetzes rechtsgültig zustande gekommen ist, hat sich das Initiativekomitee aufgrund der laufenden Arbeiten zu einem allfälligen Gegenvorschlag mit einer Unterbrechung der Behandlungsfrist bis maximal 30. September 2019 einverstanden erklärt.

• Die Baselbieter Apotheken dürfen neu – mit Auflagen – nicht nur Grippe-Impfungen, sondern auch weitere Impfungen und Folge-Impfungen durchführen.

• Ab 9. September ist die Umfahrung Liestal im Bereich des Ergolzviadukts wieder ohne Einschränkungen befahrbar.

• Der Kanton Basel-Stadt rechnet für das Jahr 2018 mit einem Budgetüberschuss von 138 Millionen Franken.

Gottlieb Keller, Mitglied der Konzernleitung und Chefjustitiar der Hoffmann-La Roche, hat in der Deutschen Botschaft in Bern das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland erhalten.

• Die Fraktion "Grünes Bündnis" des Bürgergemeinderats Basel nominierte Brigitta Gerber einstimmig für das Amt als Bürgerrätin.

• Den städtebaulichen Wettbewerb zur Bebauung des Felix Platter-Areals in Basel hat das Team Enzmann Fischer Partner AG / Lorenz Eugster Landschaftsarchitektur und Städtebau GmbH gewonnen.

• Die Gemeinderäte der direkt betroffenen Gemeinden des Leimentals – von Binningen bis Burg – befürworten übereinstimmend den Bau der Tramlinie 17 über den Margarethenstich, da diese einen "klaren Mehrwert" darstelle.

Monique Juillerat, bisher als Mitglied der Geschäftsleitung von "familea" für die externe und interne Kommunikation verantwortlich, wird ab 1. September neue Kommunikations-Verantwortliche der Baselbieter Bildungs-, Kultur- und Sportdirektion.

• Der Kanton Baselland verkauft das "Chuenimatt-Areal" der Bricks Group AG zur Realisierung des Konzeptes "Tri-innova", das eine schrittweise Entwicklung von unterschiedlich grossen Flächen für Dienstleistungs-, Labor-, Produktionsnutzungen sowie Co-working vorsieht.

Spitex Muttenz schliesst die Pflegewohnung Seminarstrasse per 30. November dieses Jahres.

• Die Schweizerischen Rheinhäfen (SRH) verkaufen ihren Anteil an der Rheinhafen-Gesellschaft Weil am Rhein an die Stadt Weil am Rhein.

• Das Rote Kreuz Basel eröffnet am 11. August einen neuen Secondhand-Kleiderladen im Kleinbasel, konkret: am Claraplatz.

• Der 47-jährige Ökonom Michael Harr, verheiratet und Vater zweier Kinder, übernimmt ab 1. August die Geschäftsleitung der Pro Senectute beider Basel.

• Die Basler Regierung legte die Abgeltung der Staatsgarantie durch die Basler Kantonalbank (BKB) für die Jahre 2017 bis 2020 auf jährlich 8,8 Millionen Franken fest.

• Mit Datum vom 1. Juli wird die Kunstkommission für das Kunstmuseum Basel vom Rechts-Professor Felix Uhlmann präsidiert, der den langjährigen Vorsitzenden Peter Mosimann ablöst.

• Die Basler Regierung hat der Bau- und Finanzgesellschaft Zum Greifen AG den Zuschlag für Bau und den Betrieb eines neuen Quartierparkings unter dem Landhof-Areal erteilt.

• Die von der UNICEF erst kürzlich rezertifizierte "kinderfreundliche Gemeinde" Riehen gibt ihr Wissen an 40 Bürgermeister aus Südkorea weiter, die die Basler Landgemeinde besuchen.

• Da der Vereinszweck erfüllt sei, hat die Generalversammlung den "Verein Kunschti Eglisee" am 16. Juni mit 30 zu 4 Stimmen aufgelöst.

• Nationalrat Christoph Eymann, der ehemalige Vorsteher des Basler Erziehungsdepartements, wurde als neues Mitglied in den Verwaltungsrat des Karger Verlags gewählt.

• Der Kanton Basel-Stadt führt eine neue, zusammenhängende Fussgängerorientierung ein, mit der sich ortsunkundige Gäste, aber auch Einheimische in Basel künftig durch neue Stadtpläne auf Stelen besser zurechtfinden sollen.

• Die kantonale Volksinitiative "Recht auf Wohnen" wurde mit bisher 3'188 gültigen Stimmen der Basler Staatskanzlei überreicht.

• Der Therwiler Gemeindepräsident Reto Wolf löst kommenden September Elisabeth Schneider-Schneiter im Präsidium der "Starken Region Basel/Nordwestschweiz" ab.

Dominik Prétôt, der frühere CEO von Telebasel, wird per 1. Januar 2018 mit einem 50 Prozent-Pensum neuer Informations-Beauftragter der Römisch-katholischen Landeskirche Baselland.