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Basler Wiedervereinigungs-Freunde werden Gegner

Basel/Liestal, 11. September 2014

Keine Frage: Von einer Lust auf eine Wiedervereinigung mit dem Kanton Baselland ist in Basel-Stadt so gut wie nichts zu spüren. Ausser den Protagonisten des Vereins "Ein Basel", wenigen Plakaten und einigen Podiumsdiskussionen ist für Beobachter in Basel nichts festzustellen, was auf feurige Lust zur Wiederverschmelzung mit den Bruderkanton Baselland hindeutet. Schon gar nicht Stimmen von bisherigen Fusions-Skeptikern, die sich zu Befürwortern gewandelt haben. Schon eher das Gegenteil ist der Fall. Es häufen sich die öffentlichen Bekenntnisse in die gegenteilige Richtung.

Im August hatte sich der frühere Fusions-Freund Roland Stark (Bild rechts) in der "Basler Zeitung" von seiner Haltung "abgemeldet". Dem früheren SP-Grossratspräsidenten sei die "Lust vergangen", schrieb er. Seinen Meinungsumschwung begründete er mit dem Anstimmen des Baselbieter Lieds durch SVP-Fraktionspräsident Dominik Straumann mitten in einer Landratsdebatte, ohne dass die damalige Parlamentspräsidentin (gemeint war Marianne Hollinger, FDP, eine Wiedervereinigungs-Gegnerin) dem "peinlichen Treiben" ein Ende gesetzt habe. Die 38 Höhenfeuer im Baselbiet, organisiert durch einen ehemaligen FDP-Landrat (gemeint war Paul Schär, FDP), stachen Stark weiter in die Nase, die nun "gestrichen voll" ist, nachdem im gemeinsamen Verfassungsrat die Baselbieter 75 Sitze, die Städter mit ihrer Bevölkerungsminorität nur 50 Sitze zugestanden werden sollen, wie es der nun zur Abstimmung kommende Gegenvorschlag der Parlamente vorsieht. "Macht Euch Euren Dreck alleene", rief er den Baselbietern einen Spruch des Sachsen-Königs August III. zu.

"Schmerzlicher Rückschritt"

Auch "Basta"-Grossrat Urs Müller (Bild links) hat seine Position gewechselt. "Kantonsfusion Ja, aber so nicht!" kommentierte er in der Partei-Gazette. Müller war immerhin Mitglied des Komitees der Basler Fusions-Initiative. Ausschlaggebend für seinen Meinungsumschwung ist die Zusammensetzung des Verfassungsrates, in der er eine Gefahr sieht: "Die bürgerliche Mehrheit könnte dann problemlos die fortschrittlichen Elemente der Basler Verfassung, die ja noch nicht allzu lange in Kraft ist, aus der neuen Verfassung kippen", was für Basel-Stadt ein "schmerzlicher Rückschritt" wäre.

Wer sich umhört, stellt fest, dass die beiden Links-Politiker nicht die einzigen Städter sind, die wenige Wochen vor der Volksabstimmung von einer Basler Kantonsfusion nichts mehr wissen wollen. Dass sich indes frühere Gegner zu Fusions-Befürwortern entwickelt hätten, ist nicht wahrnehmbar.




Weiterführende Links:
- Kantons-Fusion: Die Ja-Argumente sprechen für ein Nein
- 38 Baselbieter Höhenfeuer gegen die Kantons-Fusion
- Nein zur Fusion – und eine gereckte regierungsrätliche Faust
- Fusions-Freunde: "Jetziger Zustand ist undemokratisch"


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"Es braucht keine Bedenkenträger"

Es ist ausserordentlich schade, wenn sich zwei alt gediente Politiker schon vor der Abstimmung zur Prüfung einer möglichen Fusion unserer Halbkantone negativ äussern, statt ohne Scheuklappen und politische Animositäten der jungen Generation eine Chance geben, ihre eigene Zukunft zu gestalten.

Für eine erfolgreiche und starke Region Basel braucht es keine Bedenkenträger, sondern weitblickende, junge Kräfte aus Stadt und Land!


Peter P. Bauer, Basel



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Die BaZ scheint entweder 186 Jahre hinten drein oder einige Jahre voraus zu sein.

RückSpiegel


Die BZ nahm den OnlineReports-Primeur über eine Rückzahlung der wegen Veruntreuung angeklagten ex-Kassierin der katholischen Krichgemeinde Grellingen auf.

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Das SRF-Regionaljournal, Telebasel, die Schweiz am Wochenende und Prime News haben den OnlineReports-Primeur über die Schliessung des Basler Kinos "Rex" nachgezogen.

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Die BZ nahm die OnlineReports-News über den Rücktritt der Basler Unispital-Verwaltungsrätin Irmtraut Gürkan aus dem Vorstand des Universitäts-Klinikums Heidelberg auf.

Weitere RückSpiegel

In einem Satz


Der Basler Regierungsrat Hans-Peter Wessels, Riehens Gemeindepräsident Hansjörg Wilde und Gemeinderat Daniel Hettich haben die erneuerte Lörracherstrasse in Riehen feierlich eingeweiht.

Veronica Schaller
, frühere Basler Sanitätsdirektorin und zuletzt Kulturbeauftragte der Stadt Bern, wurde zur neuen Präsidentin von "Curaviva Basel-Stadt", dem Verband der Basler Alterspflegeheime, gewählt.

Designierte Verwaltungsratspräsidentin der Schweizerischen Rheinhäfen ist Martina Gmür, Petra Mösching wird Mitglied des Verwaltungsrats.

Der Verein Region Oberbaselbiet wählte den aus dem Fricktal stammenden Gerry Thönen, der die Oberbaselbieter Gemeinden bis zur Gründung des Regionalvereins betreute, zum Geschäftsführer.

Anlässlich der Feierlichkeiten zum 70-Jahr Jubiläum der diplomatischen Beziehungen zwischen der Schweiz und Israel organisiert die Schweizer Botschaft in Israel im September diverse Anlässe mit Bezug zu Basel.

Die Parteileitung des CVP-Wahlkreises Liestal hat einstimmig beschlossen, Elisabeth Augstburger für die Ständeratswahlen vom 20. Oktober zu unterstützen.

Schweizerische Rheinhäfen: Benedikt Weibel hat seinen Rücktritt als Verwaltungsrats-Präsident per 31. Dezember 2019 bekannt gegeben; Martin Dätwyler, Direktor der Handelskammer beider Basel, trat per 30. Juni zurück.

Beat Tschudin (48), seit rund zwölf Jahren den Fachbereich Fahrzeugbewirtschaftung der Baselbieter Polizei, übernimmt ab Dezember die Leitung des Fahrzeugwesens der Bau- und Umweltschutzdirektion als Nachfolger von Christian Oberhausser, der Ende August in vorzeitige Pension geht.

• Das Basler Gesundheits-Departement hat den Umzug von der St. Alban-Vorstadt an seinen neuen Hauptstandort an der Malzgasse 30 in Basel abgeschlossen.

Tom Ryhiner und Balz Stückelberger wurden an einer ausserordentlichen Generalversammlung in den Verwaltungsrat der St. Clara AG und damit gleichzeitig in den Verwaltungsrat des Claraspitals gewählt.

• Am 21. Juni fand der Spatenstich für den Neubau des Schweizerischen Tropen- und Public Health-Instituts) im BaseLink-Areal in Allschwil statt.

• Die Generalversammlung der "SVP Frauen Basel-Stadt" wählte Gianna Hablützel-Bürki einstimmig zur neuen Präsidentin.

• Nach elfjähriger Tätigkeit als Bürgerrätin der Basler Bürgergemeinde tritt die Juristin Gabriella Matefi auf Ende Jahr zurück.

• Die Nationalratsliste der Jungen LDP: Benjamin Grob, Emélie Dunn, Benjamin von Falkenstein, Adrienne Strahm und Michael Hug.

• Der frühere BVB-Kommunikations-Chef Stephan Appenzeller tritt die Nachfolge von Stephan Maurer als Präsident der IGöV Nordwestschweiz an.

• Die Nationalrats-Kandidierenden der EVP Baselland: Elisabeth Augstburger, Liestal; Sara Fritz, Birsfelden; Martin Geiser, Gelterkinden; Andrea Heger, Hölstein; Werner Hotz, Allschwil; Lukas Keller, Bottmingen

• Die Stadt Weil am Rhein und der Kanton Basel-Stadt veranstalten gemeinsam einen städtebaulichen Studienauftrag für das Areal Otterbach Süd in Weil am Rhein, das sich im Eigentum der Einwohnergemeinde der Stadt Basel befindet.

• Der SP-Vizepräsident Mustafa Atici tritt Ende Mai aus dem Grossen Rat zurück und nach damit seiner Nachfolgerin Michela Seggiani Platz.

• Die Wintersingerin Nicole Roth wird neue Präsidentin der Jungen SVP Baselland (JSVP BL).