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Ruine Farnsburg: Fünf Millionen für Langfrist-Sanierung

Die zerfallende Farnsburg – wichtiges Wahrzeichen des Oberbaselbiets und beliebtes Ausflugsziel – soll robust instand gestellt werden. Kostenpunkt: 5,1 Millionen Franken.
Ormalingen/Buus/Hemmiken, 5. September 2018

Mitten im Burggelände auf 730 Metern über Meer treffen sich die drei Gemeinden Ormalingen, Buus und Hemmiken. Trotzig ragt ein Zacken der Ruine aus dem Wald des Farnsbergs, der Schulklassen und Wanderer mit Flair für Geschichte magisch anzieht.

Doch im Mai 2012 musste das mittelalterliche, um 1330 von den Grafen von Thierstein gegründete Bauwerk aus Sicherheitsgründen geschlossen werden: Den Besuchern blieb der spektakuläre Ausblick bis in die Alpen, den Tafeljura und den Schwarzwald für mehr als anderthalb Jahre verwehrt. Nach einer baulichen Sicherung der rund 17 Meter hohen und bis zu 3,6 Meter starken Schildmauer (Bild) war die Farnsburg ab November 2013 für die Öffentlichkeit wieder zugänglich.

Nationales Kulturdenkmal

Jetzt aber will die Regierung Nägel mit Köpfen machen und das "Kulturdenkmal von nationaler Bedeutung" durch eine intensive fachliche Sanierung langfristig erhalten, bevor sie endgültig zerfällt. Denn "als eine der grössten und attraktivsten Ruinen im Burgenland Baselbiet" – so die Regierung – trage die gesicherte Anlage "zum Ansehen und zur Identität des Kantons bei".

Einsturzgefährdet ist das Herrschafts-Symbol nicht nur durch Eis und Wasser. Auch holzbildende Wurzeln seien "an verschiedenen Stellen und besonders auf den Mauerkronen in vorhandene Spalten eingedrungen", wie die Regierung in ihrer Kreditvorlage an den Landrat schreibt. Sie sprengen die Fugen auf und vergrössern sie, so dass dort noch mehr Wasser eindringen kann. Auf der Mauerkrone wurzelnde grössere Büsche und Bäume können bei starkem Wind zudem das Gefüge aufhebeln. Ausserdem sei auch der Fels, auf dem Überreste des frühneuzeitlichen Landvogteischlosses stehen, teilweise in einem schlechten und sanierungsbedürftigen Zustand.

Vier Jahre Bauzeit

Der für die Arbeiten nötige Kredit von 5,1 Millionen Franken erstreckt sich über eine Baudauer von vier Jahren. In der Regierung hat die Vorlage einen prominenten Fürsprecher: Der in der Anrainergemeinde Buus wohnende Gesundheitsdirektor Thomas Weber hatte 2012 als Landrat in einem Postulat unter dem Titel "Ruine Farnsburg: 'Halt, sichern!'" die vorgezogene Sicherung angeregt.




Weiterführende Links:
- Nach Sanierung: Farnsburg jetzt wieder zugänglich


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BZ Basel
vom 17. April 2019
über Regula Rytz
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Sie regularisiert einfach zuviel.

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