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Neues zum Wagner-Mord: Es war eine Armeewaffe

Mit drei Schüssen aus einer Armeepistole wurde der Medienanwalt Martin Wagner (†57)am vorletzten Sonntag ermordet. Zum Motiv äussert sich die Staatsanwaltschaft weiterhin nicht.
Rünenberg/Muttenz, 6. Februar 2018

Der Basler Jurist und Deal-Maker war am Sonntag, 28. Januar, kurz vor 9 Uhr von einem nicht unmittelbaren Nachbarn in seinem Anwesen in der Oberbaselbieter Gemeinde Rünenberg erschossen worden. Der 39-jährige Täter verschaffte sich zunächst mit einem oder mehreren Schüssen durch die gläserne Türöffnung Zutritt zu Wagners Haus. Dadurch gelang es ihm, von aussen die Türe zu entriegeln und in den Wohnbereich einzudringen.

Drei Schüsse in Körper und Kopf

Dort traf er auf Martin Wagner, auf den er gezielt drei Schüsse aus seiner Waffe in Körper und Kopf feuerte und ihn dadurch tödlich verletzte. Hinweise auf einen Streit oder eine tätliche Auseinandersetzung zwischen dem Täter und dem Opfer "unmittelbar vor der Schussabgabe" liegen keine vor.

Der Angreifer verliess das Haus unmittelbar nach der Schussabgabe. Im äusseren Eingangsbereich erschoss er sich "mutmasslich" selber, wie die Staatsanwaltschaft vorsichtig schreibt. Dazu liefen noch forensische Abklärungen.

Tatwerkzeug ehemalige Dienstwaffe

Im Verlaufe der Bluttat wurden insgesamt sieben Schüsse abgegeben. Kriminaltechnische Abklärungen der Polizei ergaben, dass alle abgegebenen Schüsse aus der Waffe des Täters stammten. Bei der verwendeten Waffe handelt es sich um eine Ordonnanz-Faustfeuerwaffe der Schweizer Armee, die sich im Privatbesitz des Schützen befand. Konkret war es die ehemalige Dienstwaffe des Täters, die er als Grenadier nach seinem Ausscheiden aus der Armee erworben hatte.
 
Über die Motive des Täters schweigt sich die Staatsanwaltschaft weiterhin aus. In der heutigen Verlautbarung werden sie einzig als "rein privater Natur" beschrieben. Die Ehefrau des Täters verkehrte regelmässig auch helfenderweise im Hause Martin Wagners. Dessen Ehefrau war letzten September an den Folgen eines Hirntumors gestorben. In Rünenberg war über eine mögliche Beziehung der Frau zu Wagner spekuliert worden.

Blocher tönt "Beziehungsdelikt" an

Auf "Teleblocher" spricht Christoph Blocher, der mit Wagner geschäftlich verbunden war, von einem "wahrscheinlichen Beziehungsdelikt" und "privaten Fehden", die scheinbar ausgetragen worden seien. Sicher ist, dass sich Täter und Opfer schon vor der Tat und seit längerer Zeit kannten. Weitere Angaben zum Motiv "werden aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes der hinterbliebenen Angehörigen keine gemacht", wie die Ermittler schreiben.
 
Derzeit laufen weiterhin Untersuchungshandlungen. Wenn diese Arbeiten abgeschlossen sind, werde das laufende Strafverfahren in Anwendung von Artikel 319 Abs. 1 Buchstabe d der Strafprozessordnung eingestellt, heisst es in der Medienmitteilung der Staatsanwaltschaft.




Weiterführende Links:
- Wirtschaftsanwalt Martin Wagner in seinem Haus erschossen
- Martin Wagner: Tragödie auf der Überholspur seines Lebens
- Mord an Wagner: Gemeinde sagt Gedenk-Anlass ab
- Berichte über Wagner-Mord: Ringier-Beschwerde an Gericht


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"Diese Waffen gehören in die Obhut des Staates"

Als Direktbetroffene (mein Grossonkel hat sich mit einer Ordonnanzwaffe erschossen, ebenso der Cousin meiner Mutter und meine Schwester wurde mit einem Sturmgewehr ermordet), wühlt es mich immer wieder von neuem zutiefst auf, wenn ich Meldungen wie diese lese. Diese Waffen gehören in die Zeughäuser und in die Obhut des Staates.


Monica Nobel, Basel



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"Totalausfall der Infomatik"

OnlineReports.ch
vom 27. September 2019
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Der Redaktor fand die Taste nicht mehr.

RückSpiegel


nau.ch schrieb die OnlineReports-Recherche über den FDP-Wahlversand an Basler Neu- und Jungwähler zu einem eigenen Artikel um und verwertete auch die OnlineReports-Illustration dazu.

In der Besprechung des Films "Bruno Manser – Stimme des Regenwalds" nahm die BZ auf eine OnlineReports-Recherche Bezug.

Die BZ nahm den OnlineReports-Primeur über eine Rückzahlung der wegen Veruntreuung angeklagten ex-Kassierin der katholischen Krichgemeinde Grellingen auf.

Die Basler Zeitung greift in ihrem Bericht über die E-Trottinett-Anarchie auf ein OnlineReports-Interview zurück.

In ihrem Bericht über die Hühnerhaltung auf einem Basler Mehrfamiienhaus nimmt die BZ Bezug auf eine frühere Recherche von OnlineReports.

Die BZ bezog sich in ihrer Recherche über die Abgänge von Kaderärzten am Kantonsspital Baselland auf einen Bericht in OnlineReports.

Die BZ berief sich in einem Bericht über die Massenkündigungen am Schorenweg auf eine OnlineReports-News.

Die Schweiz am Wochenende und die Basler Zeitung haben die OnlineReports-News über den Bombenalarm am EuroAirport aufgenommen.

Das SRF-Regionaljournal, Telebasel, die Schweiz am Wochenende und Prime News haben den OnlineReports-Primeur über die Schliessung des Basler Kinos "Rex" nachgezogen.

In ihrem Bericht über den Gelterkinder Antennenposter-Streit bezog sich die Basler Zeitung auf OnlineReports.

Die BZ nahm die OnlineReports-News über den Rücktritt der Basler Unispital-Verwaltungsrätin Irmtraut Gürkan aus dem Vorstand des Universitäts-Klinikums Heidelberg auf.

Weitere RückSpiegel

In einem Satz


Die Universität Basel richtet am 1. Februar 2020 mit dem Biologen Carsten Gründemann eine Stiftungsprofessur für translationale Komplementärmedizin ein.

Wechsel in der Geschäftsführung der Suchthilfe Region Basel: Barbara Held übernimmt die Leitung per Januar 2020, nachdem Walter Meury – ein Pionier in der Suchtarbeit – Ende Jahr in den Ruhestand geht.

Der Basler Regierungsrat Hans-Peter Wessels, Riehens Gemeindepräsident Hansjörg Wilde und Gemeinderat Daniel Hettich haben die erneuerte Lörracherstrasse in Riehen feierlich eingeweiht.

Veronica Schaller
, frühere Basler Sanitätsdirektorin und zuletzt Kulturbeauftragte der Stadt Bern, wurde zur neuen Präsidentin von "Curaviva Basel-Stadt", dem Verband der Basler Alterspflegeheime, gewählt.

Designierte Verwaltungsratspräsidentin der Schweizerischen Rheinhäfen ist Martina Gmür, Petra Mösching wird Mitglied des Verwaltungsrats.

Der Verein Region Oberbaselbiet wählte den aus dem Fricktal stammenden Gerry Thönen, der die Oberbaselbieter Gemeinden bis zur Gründung des Regionalvereins betreute, zum Geschäftsführer.

Anlässlich der Feierlichkeiten zum 70-Jahr Jubiläum der diplomatischen Beziehungen zwischen der Schweiz und Israel organisiert die Schweizer Botschaft in Israel im September diverse Anlässe mit Bezug zu Basel.

Die Parteileitung des CVP-Wahlkreises Liestal hat einstimmig beschlossen, Elisabeth Augstburger für die Ständeratswahlen vom 20. Oktober zu unterstützen.

Schweizerische Rheinhäfen: Benedikt Weibel hat seinen Rücktritt als Verwaltungsrats-Präsident per 31. Dezember 2019 bekannt gegeben; Martin Dätwyler, Direktor der Handelskammer beider Basel, trat per 30. Juni zurück.

Beat Tschudin (48), seit rund zwölf Jahren den Fachbereich Fahrzeugbewirtschaftung der Baselbieter Polizei, übernimmt ab Dezember die Leitung des Fahrzeugwesens der Bau- und Umweltschutzdirektion als Nachfolger von Christian Oberhausser, der Ende August in vorzeitige Pension geht.

• Das Basler Gesundheits-Departement hat den Umzug von der St. Alban-Vorstadt an seinen neuen Hauptstandort an der Malzgasse 30 in Basel abgeschlossen.

Tom Ryhiner und Balz Stückelberger wurden an einer ausserordentlichen Generalversammlung in den Verwaltungsrat der St. Clara AG und damit gleichzeitig in den Verwaltungsrat des Claraspitals gewählt.

• Am 21. Juni fand der Spatenstich für den Neubau des Schweizerischen Tropen- und Public Health-Instituts) im BaseLink-Areal in Allschwil statt.

• Die Generalversammlung der "SVP Frauen Basel-Stadt" wählte Gianna Hablützel-Bürki einstimmig zur neuen Präsidentin.

• Nach elfjähriger Tätigkeit als Bürgerrätin der Basler Bürgergemeinde tritt die Juristin Gabriella Matefi auf Ende Jahr zurück.

• Die Nationalratsliste der Jungen LDP: Benjamin Grob, Emélie Dunn, Benjamin von Falkenstein, Adrienne Strahm und Michael Hug.

• Der frühere BVB-Kommunikations-Chef Stephan Appenzeller tritt die Nachfolge von Stephan Maurer als Präsident der IGöV Nordwestschweiz an.

• Die Nationalrats-Kandidierenden der EVP Baselland: Elisabeth Augstburger, Liestal; Sara Fritz, Birsfelden; Martin Geiser, Gelterkinden; Andrea Heger, Hölstein; Werner Hotz, Allschwil; Lukas Keller, Bottmingen

• Die Stadt Weil am Rhein und der Kanton Basel-Stadt veranstalten gemeinsam einen städtebaulichen Studienauftrag für das Areal Otterbach Süd in Weil am Rhein, das sich im Eigentum der Einwohnergemeinde der Stadt Basel befindet.

• Der SP-Vizepräsident Mustafa Atici tritt Ende Mai aus dem Grossen Rat zurück und nach damit seiner Nachfolgerin Michela Seggiani Platz.

• Die Wintersingerin Nicole Roth wird neue Präsidentin der Jungen SVP Baselland (JSVP BL).