Clariant kämpft ums Überleben: 4'000 Stellen weg

Muttenz, 24. Februar 2004

Neuer Schock für die Nordwestschweiz: Der Muttenzer Spezialchemiekonzern Clariant baut weltweit 4'000 der insgesamt 27'000 Stellen ab. Die Stellenreduktion soll sich über die nächsten zwei Jahre erstrecken. Dies gab Clariant heute bei der Präsentation der letztjährigen Jahreszahlen bekannt. Betroffen ist auch der Produktionsstandort Schweizerhalle. Laut Clariant-Sprecher Christoph Hafner werden Produktionsstellen abgebaut, aber durch die Stärkung der Konzernzentrale und dem Aufbau von Administrativ- und Managementkapazitäten bleibe der Personalbestand in der Schweiz "in etwa ausgeglichen". Hafner wollte weder konkrete Zahlen noch eine Grössenordnung des Produktions-Abbaus nennen. Erst müsse das Personal informiert werden. Vom Abbau betroffen ist vor allem Deutschland, wo Clariant seit der Übernahme des Spezialchemieberreichs von Hoechst eine starke Basis hat.

Nur mit einem radikalen Kostensenkungsprogramm kann der ins Schlingern geratene Konzern sei Überleben sichern. Bereits verkauft worden ist das Geschäft mit Cellulose Ethers, weit fortgeschritten seien auch die Verhandlungen über den Verkauf der Geschäftseinheit Electronic Materials. Mit aller Entschlossenheit will Konzernchef Roland Lösser (Bild) auch den gigantischen Schuldenberg abbauen: Innerhalb eines Jahres reduzierte er die Nettoschulden von 3,7 auf 2,9 Milliarden Franken. Die immer noch dünne Eigenkapitalquote konnte um 200 Millionen Franken auf 15 Prozent erhöht werden. Nach einem Verlust von 648 Millionen Franken weist Clariant im letzten Jahr einen Gewinn von 161 Millionen Franken aus. Dies bei einem um ein Prozent gestiegenen Umsatz von 8,5 Milliarden Franken (Lokalwährung).

Trotz schwierigem Umfeld schaut Clariant optimistisch in die Zukunft. Vier von fünf Divisionen verzeichneten gegenüber dem Vorjahr ein Umsatzplus in Lokalwährungen. Einzig die Division Life Science & Elektronikchemikalien musste einen Umsatzrückgang in Lokalwährungen hinnehmen.

Anders als noch im Herbst erklärt, plant Clariant jetzt eine Kapitalerhöhung um 920 Millionen Franken. Diese Mittel sollen vor allem zur Finanzierung weitererRestrukturierungen verwendet werden.

Altersbedingt verlässt Pierre Borgeaud den Verwaltungsrat. Als neue Mitglieder schlägt der Verwaltungsrat der Aktionärsversammlung den Anwalt Peter R. Isler und den deutschen Unternehmer Kajo Neukirchen vor.



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Dieser Sattel muss einiges an Gewicht ausgehalten haben.

RückSpiegel


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nau.ch schrieb die OnlineReports-Recherche über den FDP-Wahlversand an Basler Neu- und Jungwähler zu einem eigenen Artikel um und verwertete auch die OnlineReports-Illustration dazu.

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Die BZ berief sich in einem Bericht über die Massenkündigungen am Schorenweg auf eine OnlineReports-News.

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Weitere RückSpiegel

In einem Satz


Das Theater Basel konnte im Jahr 2018/2019 die Anzahl der Besuchenden zum vierten Mal in Folge auf 183'705 Personen (+1,6 Prozent) erhöhen, während jedoch die Besucher-Einnahmen um 1,7 Prozent sanken.

Die neue grüne Baselbieter Landrätin Laura Grazioli übernimmt von der frisch gewählten Nationalrätin Florence Brenzikofer das freiwerdende Präsidium der Finanzkommission.

Paola Gallo, die ehemalige Geschäftsleiterin von "Surprise", übernimmt per 1. Oktober 2019 die Geschäftsführung der Job Factory Basel AG und der Stiftung Job Training.

Der 19-jährige Geografie- und Geschichtsstudent Nino Russano wird als Nachfolger von Nicolas Eichenberger neuer Präsident der Juso Basel-Stadt.

Der Basler Bürgerrat hat eine spürbare Senkung der Einbürgerungsgebühren beschlossen, von der sowohl ausländische als auch Schweizer Bewerbende profitieren.

Die Verlängerung der BVB-Tramlinie 3 nach Saint-Louis kostete rund 84 statt 93,7 Millionen Franken und ist somit um fast zehn Millionen Franken günstiger als geplant.

Die Baselbieter Regierung beantragt dem Landrat, dem Staatspersonal per 1. Januar 2020 einen Teuerungsausgleich von 0,5 Prozent auszurichten.

Die Forscherin Michaela Kneissel nimmt anstelle des Ende Jahr ausscheidenden Ulrich Vischer Einsitz im Universitätsrat der Universität Basel.

Nach dem Rücktritt der neuen Basler Regierungsrätin Tanja Soland aus dem Grossen Rat rückt die ehemalige Juso-Präsidentin Jessica Brandenburger ab 1. Dezember ins Parlament nach.

Die ausserordentliche Mitgliederversammlung des Jungen Grünen Bündnisses Nordwest vom 3. November 2019 wählte als Nachfolger von Dominik Beeler Simon Fankhauser in das Co-Präsidium.

Zu sieben Fällen von Sachbeschädigungen an Autos kam es in der Nacht von Freitag auf Samstag, 2. November, in der Umgebung der Tramhaltestelle "Vogesenstrasse" in Reinach.

Der Gemeinderat von Riehen erwartet für die Planperiode 2020 bis 2023 jährliche Defizite von 1,3 bis 2,5 Millionen Franken.

Susanne Wäfler-Müller (42) wird ab dem 1. Mai 2020 die Führung der Kantonsbibliothek Baselland übernehmen und auf Gerhard Matter folgen, der im Frühjahr in den Ruhestand gehen wird.

Zu Beginn des Schuljahrs 2021/22 wird Informatik als obligatorisches Fach in allen Baselbieter Gymnasien eingeführt.