Ernst Heimann – ein markanter Baselbieter ist tot

Wenslingen/Liestal, 5. April 2017

Der frühere Baselbieter FDP-Präsident, Sissacher Statthalter und Untersuchungsrichter Ernst Heimann ist tot. Er verstarb in diesen Tagen im Alter von 79 Jahren an einem Krebsleiden, wie OnlineReports aus seinem engen Freundeskreis erfuhr. Ernst Heimann verbrachte seinen Lebensabend zurückgezogen mit seiner Ehefrau im Oberbaselbieter Dorf Wenslingen.

Der studierte Jurist zählte in seinen aktiven Jahren zu den bekanntesten Figuren im öffentlichen Leben des Kantons. Herausstechend war seine unerschrockene, couragierte und und manchmal scharfzüngige Art, wie er sich unüberhörbar zu Wort meldete, wenn er es für angemessen hielt, oder wenn er Unrecht spürte.

Beispielhaft dafür war, wie er in den siebziger Jahren als Untersuchungsrichter in der Fachzeitschrift "Kette" öffentlich gegen drakonische Drogendelikts-Urteile der Basler und Baselbieter Gerichte Stellung bezog. Dies trug ihm Kritik der eigenen Strafverfolgungsbehörden ein, aus der er siegreich hervorging, indem der Landrat das Recht auf Meinungsäusserungsfreiheit von Beamten schützte.

Ihm beruflich Nahestehende bezeichnen ihn als einen der brillantesten Untersuchungsrichter im Kanton. Journalisten schätzten Heimann auch, weil er sich gegenüber den Medien im erlaubten Rahmen so offen verhielt, wie man es sich heute nur noch wünschen kann.

Anfang der achtziger Jahre präsidierte Heimann die FDP Baselland, wobei ihm die glückliche Hand fehlte. Gesinnungsfreunden unvergesslich und nicht nur in freudiger Erinnerung sind seine endlosen Parteitage, die er auch mal bis in die frühen Morgenstunden durchzog. Zu den Spannungen trug auch bei, dass er 1983 die Ständerats-Kandidatur seines Parteikollegen und Erzgegners Paul Nyffeler gegen den Bisherigen Edi Belser (SP)vertreten musste, die dann auch promt deutlich scheiterte.

Entnervt gab er das Präsidium auf und gab Mitte 2002 auch seinen Parteiaustritt. Die Gründe dafür darzulegen "wäre von vornherein verlorene Liebesmüh und unter diesem Gesichtspunkt ein unnötiger Zeitauf-wand – für Sie, was das Lesen, und für mich, was das Schreiben betrifft", formulierte er in seinem Austrittsschreiben.

Vertraute schildern ihn als "sehr politischen, engagierten liberalen Denker" und "sehr befruchtenden Kollegen", als scharfsinnigen "homme de lettre", aber auch gelegentlich als stur. Eines der wenigen schriftlichen Dokumente, die digital zugänglich sind, ist ein Leserbrief, den Ernst Heimann auf OnlineReports verfasste und der hier zu finden ist.



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"Verdienstvoller, gescheiter Bürger"

Ein treffender Nekrolog für einen verdienstvollen, gescheiten Bürger und Ex-FDP-Politiker. Wenn man den ehemaligen Sissacher Bezirksstatthalter und Untersuchungsrichter Ernst Heimann verstehen will, so liest man am besten seinen im Text mit hier markierten Leserbrief, er sagt alles aus über diese herausragende Persönlichkeit. Hätte die FDP Baselland heute einen derartig liberal und in bestem Sinne der FDP und ihren ursprünglichen Werten zugetanen Mann (oder auch eine derartige Frau), "den Liberalen" wäre die peinliche Abstimmungspleite vom letzten Herbst erspart geblieben.


Albert Augustin, Gelterkinden



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Küssen, nicht spucken!
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"Nun will auch dieses den Exitus schaffen."

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vom 1. Juni 2018
über den Wegzug des
Naturhistorischen Museums
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Hoffen wir, dass beim Exodus die letale Dosis ausbleibt.

RückSpiegel


Die Basler Zeitung nahm in ihrem Bericht über den Rückzug des potenziellen Baselbieter FDP-Regierungs-Kandidaten Daniel Recher Bezug auf OnlineReports.

20 minuten online
bezog sich im Bericht über die Email-Affäre um Joël Thüring auf OnlineReports.

Die BZ Basel nahm in ihrer Meldung über Christian Kellers Abgang bei der "Basler Zeitung" Bezug auf eine vorangegangene Nachricht in OnlineReports.

Barfi.ch
und die Gundeldinger Zeitung zogen die OnlineReports-Meldung über den Velofriedhof am Basler Bahnhof SBB weiter.

Die OnlineReports-Erstnachricht vom Tod des ehemaligen Basler Regierungsrates Lukas "Cheese" Burckhardt wurde von Barfi.ch, der BZ Basel, die Basler Zeitung, vom SRF-Regionaljournal und von der Nachrichtenagentur SDA aufgenommen.

Die BZ Basel nahm die OnlineReports-Meldung über die Anschlussberufung der Staatsanwaltschaft zum Urteil gegen den Basler Datenschnüffler-Polizisten auf.

Die BZ Basel zog die OnlineReports-News über den Einbürgerungs-Streit der drei baselstädtischen Bürgergemeinden mit dem Kanton Basel-Stadt und den Gang ans Bundesgericht nach.

Die Schweiz am Sonntag schrieb eine OnlineReports-Nachricht über die rechtlichen Schritte der Wirtschaftskammer Baselland gegen die "Basler Zeitung" ab.

In ihrem Artikel über Markus Ritters Abgang aus dem Basler Präsidialdepartement bezog sich die Basler Zeitung auf OnlineReports.

20 Minuten, die BZ Basel, theworldnews.net, die Basler Zeitung, die Tageswoche, die Bauernzeitung und Telebasel nahmen die OnlineReports-Story über das gescheiterte Projekt von "Urban Farmers" in Basel auf.

Die BZ Basel, die Basler Zeitung und das Regionaljournal zogen die OnlineReports-Meldung über die Schliessung der Basler Buchhandlung "Narrenschiff" nach.

Die Basler Zeitung nahm die OnlineReports-Nachricht vom Tode des früheren BLKB-Bankrats-Präsidenten Werner Degen auf.

In ihrem Bericht über die "FDP Baselland auf seltsamen Wegen" (Schlagzeile) nimmt die Basler Zeitung zentral auf einen OnlineReports-Primeur über den neu auftauchenden Namen Daniel Recher Bezug.

Die Kommentar-Plattform Infosperber geht auf die Berichterstattung von OnlineReports zum Mord an Martin Wagner ein.

In ihrem Kommentar zu "Lukas Engelberger, der Pressezensor" nimmt die Basler Zeitung eine Metapher ("medienrechtliche Namesburka") von OnlineReports auf.

InsideParadeplatz.ch empfahl den Lesern die Lektüre des OnlineReports Porträts des getöteten Medienanwalts Martin Wagner.

Die OnlineReports-Erstnachricht über den gewaltsamen Tod des Basler Wirtschaftsanwalts Martin Wagner in Rünenberg haben unter anderen der Tages-Anzeiger, BZ Basel, Le Temps, Tageswoche, 20 Minuten, Watson, Telebasel, die Volksstimme, der Blick und nau.ch aufgenommen.

Weitere RückSpiegel

In einem Satz


• Die Grünen Baselland folgten dem Vorstand und nominierten Isaac Reber für die Regierungsratswahlen 2019 (dritte Amtsperiode).

• Die Basler Grünliberalen lancieren in Riehen eine Petition zum Thema Kunststoff-Recycling, die sowohl in Riehen wie in Basel eingereicht wird.

• Seit 1. Juni ist Bettina Bühler als Nachfolgerin von Birgit Sachweh Geschäftsführerin des Frauenhauses beider Basel.

• Laut einer Studie des Versicherungskonzerns "Baloise" ist Fussball die "gefährlichste Sportart der Welt", da sich jeder vierte Sportunfall in dieser Gattung ereignet.

Anja Bandi übernimmt Anfang Juni von Marc Lüthi die Gesamtleitung der Abteilung Bestattungswesen der Stadtgärtnerei Basel.

• Noch eine neue Aufgabe für die Baselbieter FDP-Nationalrätin Daniela Schneeberger: Sie wird anstelle der zurücktretenden Christine Gorrengourt Verwaltungsrätin der BLT.

Erfolgreich verlief der ausserordentliche Sirenentest am 23. Mai in beiden Basel.

• Der Baselbieter FDP-Landrat Andreas Dürr wurde als Nachfolger von Urs Schweizer zum neuen Präsidenten des ACS beider Basel gewählt.

• Die Basler Energieversorgerin IWB steigerte 2017 den Umsatz auf 739 Millionen Franken, doch fiel der Jahresgewinn mit 74 Millionen Franken wegen Wertberichtigungen und Rückstellungen um 33 Millionen Franken niedriger aus als im Vorjahr.

• Die Baselbieter FDP-Nationalrätin Daniela Schneeberger wurde zur Vizepräsidentin des Schweizerischen Gewerbeverbands gewählt.

• Nach Konditionstrainer Marco Walker verlässt nun auch Fitness-Chef Werner Leuthard (56) per Ende Saison den FC Basel.

Barbara Gafner soll zur neuen Vorsteherin der unabhängigen staatlichen Finanzkontrolle des Kantons Baselland gewählt werden.

• Die Baselbieter FDP-Sektionen Binningen und Bottmingen haben in getrennten Abstimmungen die Fusion zur FDP Binningen-Bottmingen beschlossen.

• Die BKB-Filiale am Basler Neuweilerplatz 1, während der letzten Monate umfassend modernisiert, wurde am 5. Mai mit einem Eröffnungsfest für das Quartier neu eröffnet.

• Die Baselbieter Grünen werden in der Oberwiler Dorfpolitik aktiv, indem sie die Themen und das personelle
Engagement der sich auflösenden Neuen Liste Oberwil (NLO) übernehmen.

• Der Basler Erziehungsdirektor Conradin Cramer übernimmt per 1. Mai das Präsidium der Stiftung "éducation21", einer Fachagentur der Schweizerischen Erziehungsdirektoren-Konferenz (EDK), die sich der Bildung für nachhaltige Entwicklung widmet.

10'454 Patienten weist die Psychiatrie Baselland für das Geschäftsjahr 2017 aus.

Peter Brodmann wird neuer Baselbieter Kantonschemiker und Leiter des Amts für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen als Nachfolger von Peter Wenk, der Ende August in Pension geht.

• Die Grünen Baselland nominieren im Hinblick auf die Delegiertenversammlung vom 5. Mai in Olten Landrätin Florence Brenzikofer als Vizepräsidentin der Grünen Schweiz.

• Der Gemeinderat von Birsfelden hat auf einen Vorstoss von Désirée Jaun (SP)beschlossen, als erste Gemeinde in der Nordwestschweiz die Auszeichnung als "Fair Trade Town" anzustreben.

• In der Amtsperiode 2018-2022 bilden die Grünliberalen (GLP) im Einwohnerrat Riehen gemeinsam mit dem parteilosen David Moor eine Fraktion.

• Die Basler Badesaison beginnt im beheizten Sportbad St. Jakob (28. April), in den unbeheizten Becken des Gartenbads St. Jakob (12. Mai), im Gartenbad Eglisee (19. Mai) und im Gartenbad Bachgraben infolge Sanierungsarbeiten (2. Juni 2018).

• Die SP Muttenz hat an ihrer Generalversammlung Kathrin Schweizer einstimmig als Regierungsrats-Kandidatin der SP Baselland nominiert.

• Nach fast zwanzig Jahren Tätigkeit verlässt Moderatorin Tamara Wernli Telebasel, weil sie sich künftig aufs Schreiben konzentrieren will.

• Die Gemeinde Riehen ist laut der Einschätzung des Gemeinderates "weiterhin kein Hotspot für kriminelle Aktivitäten".

Heidi Mück und Tonja Zürcher bleiben laut Wahl durch die Mitglieder für weitere zwei Jahre Co-Präsidentinnen von "Basta".