© Foto by Christof Wamister, OnlineReports.ch


Emotionale Aussprache um Grünraum im Gundeli

Bänkli, bepflanzte Kübel und grünere Vorgärten: Die Basler Stadtgärtnerei präsentierte ihren Entwurf für das neue Grün- und Freiraumkonzept im Gundeldingerquartier. Es kam auch zu kritischen Einwänden.
Basel, 4. Juni 2015

Zum letzten Mal informierte diese Woche die Stadtgärtnerei zusammen mit der Kantons- und Stadtentwicklung sowie der Begleitgruppe Grün- und Freiraumkonzept öffentlich über den Stand der Projekts im Gundeldinger-Quartier. Sie stellte die Stossrichtung vor ebenso wie die vielen Wünsche der Quartierbewohner, die es in den Massnahmen-Katalog geschafft hatten.

Intensive Diskussionen

Es war kein ruhiger Abend an der Quartierveranstaltung im “Gundeldingerfeld”: Zu gross war der Widerspruch für einige der rund 30 Anwesenden zwischen dem Konzept-Ziel und ihren persönlichen Erfahrungen. Sie liessen ihren Unmut freien Lauf. Betroffene ärgerten sich vor allem über das Vorgehen von Investoren, die mit ihren Projekten die Überbauung und Fällung grosser Bäume in Hinterhöfen planten. "Welchen Rolle hat eigentlich die Stadtgärtnerei", fragte provokativ ein Teilnehmer. "Was ist ihr Stellenwert?" Ob das Baumschutzgesetz in Basel eigentlich noch in Kraft sei, fragte ein anderer.

Sogar von einer Alibi-Übung sprach ein Besucher der Veranstaltung gegenüber OnlineReports und meinte damit das Grün- und Freiraumkonzept, für das die Regierung vor zwei Jahren 270’000 Franken bewilligt hatte. Die Stadtgärtnerei, die 2014 antrat, dieses Konzept zusammen mit der Bevölkerung für das Gundeldinger-Quartier zu entwickeln, kam teilweise in Erklärungsnotstand.

Kein neuer Park

Wie die aktuelle und historische Bau-Entwicklung im Quartier zeigt, ist ein solches Konzept dringend notwendig. Denn: Das Gundeli ist ein dicht überbautes Quartier mit wenig Grünraum. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts von einer Immobiliengesellschaft als rechteckiges Gittermuster geplant und im Schnellverfahren spekulativ gebaut, finden sich heute mit Ausnahme des Margarethenparks und vereinzelter, kleiner Grün-Anlagen keine grösseren öffentlichen Grünräume mehr. Das Projekt “Central Park Basel”, das mit der begrünten Überdeckung der Geleise eine neue Grünfläche eröffnet hätte, scheiterte am Volksentscheid. Für Erholung und Sport weichen die Quartierbewohner auf das Bruderholz oder in die Brüglingerebene aus.

Trotz Grün- und Freiraumkonzept wird im Gundeli kein neuer Park entstehen. Die Handlungs-Möglichkeiten beschränken sich punktuell auf Fassadenbegrünung oder Baumpatenschaften, auf die Aufwertung bestehender Grünanlagen, auf die Begrünung von Plätzen, Pausenhöfe oder Strassenräumen.

Besonders setzt die Stadtgärtnerei jedoch auf private Initiativen: So nahm die Begleitgruppe die "Vorgarten Initiative" ihre Arbeit auf, die Christoph Merian Stiftung (CMS) beteiligt sich mit dem Projekt "unser hinterhof". Ergänzend sollen auch Wegverbindungen in nahe Erholungsgebiete verbessert werden. Das Konzept, das bis Ende 2015 fertiggestellt sein soll, wird als Grundlage zur künftigen Quartierplanung dienen.

(Konflikt-)Potenzial Hinterhöfe

Das wirklich Grünraum-Potential des Gundeli liegt aber in den grünen Innenhöfen der Blockrand-Bebauungen. Konkret sind es 140’000 Quadratmeter Grünfläche, wie die Stadtgärtnerei berechnen liess.

Dieses Potential ist gleichzeitig auch das Problem: Die Gärten sind meist in privatem Besitz. Dort kann der Kanton keine Vorschriften über die Grünraum-Gestaltung machen – er kann die Privatbesitzer nur zum grünen Handeln anregen. Wird ein Haus verkauft, führt dies jedoch dazu, dass sich Mieter den Investoren und ihren Ausbauplänen gegenüber ausgeliefert fühlen. Deshalb der Appell einer Anwesenden an die Stadtgärtnerei, die privaten Grünflächen zu erhalten und nicht nur im Interesse der Investoren zu entscheiden.




Weiterführende Links:
- Ein geplanter Neubau steht quer im Grünen


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"Unser Sport trifft den Zahn der Zeit"

Franz Amann
Vice-Präsident
Rhein-Club Basel
im "Vogel Gryff"
vom 23. Mai 2019
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Gratulation zum Volltreffer der Kategorie Zeit-Zahn.

RückSpiegel


Die Basler Zeitung bezog sich in ihren Artikel über den Baselbieter Fremdsprachen-Streit auf OnlineReports.

In ihrem Bericht über die BVB-Tramblockade an der "Bankverein"-Kreuzung nahm die BZ Basel auf OnlineReports Bezug.

Die Basler Zeitung und das SRF-Regionaljournal bezogen sich in ihren Berichten über das Urteil gegen den Rheinufer-Todesschläger auf OnlineReports. 

Die Basler Zeitung äusserte sich in einer Gerichtsberichterstattung über einen "Sexverbrecher" (so die BaZ) kritisch über OnlineReports.

Telebasel und die Basler Zeitung bezogen sich in ihren Berichten über das Bordell in der Schillerstrasse auf einen OnlineReports-Bericht.

Die BZ Basel, die Basler Zeitung, 20 Minuten, die Nachrichtenagentur SDA, das SRF-Regionaljournal und die Badische Zeitung nahmen die OnlineReports-News über den Unfall an der Parking-Baustelle beim Kunstmuseum auf.

Die OnlineReports-Recherche über die Zukunft des Basler "Viertel-Kreis" wurde von der Gundeldinger Zeitung aufgenommen.

Die Nachrichtenagentur SDA nahm die OnlineReports-News über die Berufung im Fall des pädophilen Sekundarlehrers auf.

Die OnlineReports-Nachricht des Todes von Hannes Bertschi wurde von der Basler Zeitung, für die der Verstorbene auch gearbeitet hat, aufgenommen.

Die BZ Basel, Telebasel, das Regionaljournal, die SDA und die Basler Zeitung zogen die OnlineReports-Recherche über den Verzicht auf den Bau eines Forschungszentrums beim Basler Augenspital nach.

Telebasel, das Regionaljournal, die Basler Zeitung und die BZ Basel nahmen den OnlineReports-Primeur über die Massenkündigung von Mietern der Hochhäuser am Basler Schorenweg auf.

In einer Buchbesprechung über LSD zitierte die Basler Zeitung aus einem OnlineReports-Bericht aus dem Jahr 2006.

La Liberté zitiert in einer Vorschau Peter Knechtli zur geplanten Fusion der öffentlichen Spitäler in der Region Basel.

In ihrem Bericht über den Verkauf der "Winkler Livecom" durch die MCH Group zitiert die Basler Zeitung einen OnlineReports-Bericht aus dem Jahr 2007.

In ihrer Analyse über die Zukunft der Basler Medienlandschaft ging die BZ Basel auch auf OnlineReports ein.

Die BZ Basel schrieb OnlineReports eine Meldung über eine Baselbieter Richter-Karriere ab.

Die Basler Zeitung und Telebasel griffen die OnlineReports-Recherche über die aggressive Mietzins-Erhöhung der Schweizerischen Rheinhäfen gegenüber dem privaten Sportboot-Hafen auf.

Telebasel zitierte zur Einleitung des "Sonntalks" über Prämienverbilligungen aus dem OnlineReports-Kommentar "Anton Lauber muss sozialer werden".

Die NZZ nimmt in ihren Hintergrund-Artikel über "Basel in der Abseitsfalle" auf einen OnlineReports-Leitartikel Bezug.

Eine Kolumne in der Basler Zeitung erinnert daran, dass OnlineReports über die Verlegung der Tram-Haltestelle vom Spalentor in die Spalenvorstadt berichtet hat.

Die Basler Zeitung publiziert aus Anlass des 20-jährigen Bestehens von OnlineReports ein ausführliches Porträt zur Entwicklungsgeschichte.

Prime News führte aus Anlass des 20-jährigen Bestehens von OnlineReports ein ausführliches Interview mit Chefredaktor Peter Knechtli.

In ihrem Bericht über einen hartnäckigen Streit um das Basler Restaurant "Löwenzorn" nimmt die Basler Zeitung auf einen früheren OnlineReports-Bericht Bezug.

Die Nachrichtenagentur SDA erwähnt OnlineReports und seine schwarzen Zahlen seit zwanzig Jahren im Zusammenhang mit der Einstellung der "Tageswoche".

Weitere RückSpiegel

In einem Satz


• Die Nationalratsliste der Jungen LDP: Benjamin Grob, Emélie Dunn, Benjamin von Falkenstein, Adrienne Strahm und Michael Hug.

• Der frühere BVB-Kommunikations-Chef Stephan Appenzeller tritt die Nachfolge von Stephan Maurer als Präsident der IGöV Nordwestschweiz an.

• Die Nationalrats-Kandidierenden der EVP Baselland: Elisabeth Augstburger, Liestal; Sara Fritz, Birsfelden; Martin Geiser, Gelterkinden; Andrea Heger, Hölstein; Werner Hotz, Allschwil; Lukas Keller, Bottmingen

• Die Stadt Weil am Rhein und der Kanton Basel-Stadt veranstalten gemeinsam einen städtebaulichen Studienauftrag für das Areal Otterbach Süd in Weil am Rhein, das sich im Eigentum der Einwohnergemeinde der Stadt Basel befindet.

• Der SP-Vizepräsident Mustafa Atici tritt Ende Mai aus dem Grossen Rat zurück und nach damit seiner Nachfolgerin Michela Seggiani Platz.

• Die Wintersingerin Nicole Roth wird neue Präsidentin der Jungen SVP Baselland (JSVP BL).

Anna Holm wird Präsidentin der Juso Baselland, Jasmine Bosshard und Noam Schaulin firmieren als Vizepräsidium.

• Der Arzt, Uni-Dozent, LDP-Grossrat, Meister E.E. Zunft zum Goldenen Stern und Aktivfasnächtler Raoul Furlano ist neuer Obersperber des Basler Sperber-Kollegiums.

• Eine Baselbieter Rentnerin übergab einem "falschen Polizisten" Schmuck im Wert von mehreren 10'000 Franken.

• Bei einem budgetierten Gewinn von 3 Millionen Franken schloss die Baselbieter Staatsrechnung mit einem Überschuss von 56 Millionen Franken.

• Die "Starke Schule Baselland" hat den Rückzug der Initiative "Niveaugetrennter Unterricht in Promotionsfächern" bekanntgegeben.

• Ein Referendums-Komitee hat am 30. März 5’000 Unterschriften für das Referendum gegen die "Lautsprecher-Beschallung" in Basel der Staatskanzlei übergeben.

• Die Rechnung 2018 des Kantons Basel-Stadt schliesst mit einem Überschuss von 283 Millionen Franken ab und liegt damit um 150 Millionen Franken über dem Budget.

• Die Universität Basel vergibt den Auftrag zur Realisierung des Ersatzneubaus Departement Biomedizin an das Basler Architekturbüro Burckhardt+Partner.

• Der Ständerat hat am 7. März einstimmig die Aufnahme der Projektierungskosten für die Durchmesserstrecke Herzstück in den Bahnausbauschritt 2035 beschlossen.

Michael Wilke wird neuer Leiter der Fachstelle Diversität und Integration in der Kantons- und Stadtentwicklung Basel-Stadt und Nachfolger von Andreas Räss, der neuer Leiter des Baselbieter Amts für Migration und Bürgerrechte wird.

• Die Einführung von Mitarbeitergesprächen und einer leistungsabhängigen Lohnentwicklung bei den Baselbieter Kantonsangestellten führt dazu, dass die "Liga der Baselbieter Steuerzahler" ihre Verfassungsinitiative "Für eine vernünftige staatliche Personalpolitik" zurückzieht.

• Die Basler Regierung spricht sich im Rahmen der Konsultation zum Entwurf des institutionellen Abkommens Schweiz-EU für eine Unterstützung des vorliegenden Abkommens aus.

• Die Basler Verkehrs-Betriebe (BVB) haben mit fast 128 Millionen Fahrgästen letztes Jahr 2,2 Prozent weniger Fahrgäste befördert – dies vor allem wegen Gleiserneuerungs-Arbeiten.

• Das von SVP- und FDP-Kreisen getragene Komitee gegen das vom Grossen Rat beschlossene Neubauprojekt "Naturhistorisches Museum / Staatsarchiv" hat fristgerecht das Referendum mit über 2'700 Unterschriften eingereicht.

• Das Basler Tiefbauamt erteilt Gabriel Pellicanò und Alfredo Ogi den Zuschlag für den Betrieb des Gastro-Kiosks "Hamburgeria Pellicano" an der Feldbergstrasse, der ab Frühjahr in Betrieb gehen soll.

• Mit 18'000 Besuchenden, davon 14'000 Kindern und Jugendlichen und über 300 Schulklassen verzeichnet die "tunBasel" einen Besucherrekord, der sogar das Spitzenjahr 2017 übertraf.

• Die Juso Basel-Stadt haben ihre Nationalrats-Bewerbenden nominiert: Seyran Dilekci (20), Nicolas Eichenberger (28), Livia Kläui (21), Nino Russano (18) und Lucas Wirz (29).

Jochen Kirsch wird neuer Direktor der "Mission 21" und somit Nachfolger von Claudia Bandixen, die Ende August in Pension geht.

• Die Grünliberalen Frauen Schweiz haben die bisherige Vizepräsidentin, die Oberwilerin Tanja Haller, zu ihrer neuen Präsidentin gewählt.