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TeleBasel: "TagesWoche" soll Auflage frisiert haben

Sie kündigte "überraschenden Journalismus" an – jetzt überrascht die "TagesWoche" mit einer Auflage-Schummelei: Mehr als die Hälfte der Zeitungen liegen gratis an Flughäfen auf.
Basel, 5. Februar 2014

Die Basler Wochenzeitung "TagesWoche" sieht sich mit schwer wiegenden Vorwürfen konfrontiert: Laut dem "Report" von TeleBasel, der heute Mittwochabend um 18.15 Uhr ausgestrahlt wird, soll die von Mäzenin Beatrice Oeri jährlich mit mehreren Millionen Franken mitfinanzierte Zeitung Anzeigenkunden und die AG für Werbemedienforschung (WEMF) mit ihren Auflagezahlen "getäuscht" haben.

Grossauflage an Flughäfen

Wie TeleBasel in einer Vorab-Mitteilung schreibt, seien von den 22'639 beglaubigten Exemplaren mehr als die Hälfte – nämlich 11'500 Exemplare – als "Abos" in den Gangways des Flughafens Zürich-Kloten und am Basler EuroAirport "als unverlangte Publikationen" aufgelegt worden. Der Löwenanteil von 8'250 Exemplaren entfalle nicht etwa auf den EuroAirport, sondern auf den Zürcher Flughafen.

Mit diesem "Auflage-Trick" (so TeleBasel) habe sich die Printausgabe der "TagesWoche" noch vor der BZ Basel auf Rang zwei der Printmedien der Region Basel hieven können. So berichtete OnlineReports im Oktober 2012, die "TagesWoche" sei "Abo-Zeitung Nummer zwei" in der Region Basel geworden (siehe Link unten). Nun scheint klar, unter welchen Umständen.

Der Direktor des "Verbandes der Schweizerischen Werbeauftraggeber" (SWA), Roland Ehrler, zeigt sich laut TeleBasel "bestürzt". Der St. Galler Medienanwalt Bruno Glaus sehe den Tatbestand der Täuschung erfüllt und halte strafrechtliche Ermittlungen, unter anderem wegen Betrugs, für angezeigt.

TaWo: "Richtlinienkonform"

Schon im Voraus veröffentlichte die "TagesWoche" ihre Antworten auf die TeleBasel-Fragen in ihrer Online-Ausgabe. Darin wird die massive Schönung der Auflage durch die Belieferung der beiden Flughäfen nicht in Abrede gestellt. Wörtlich heisst es: "Die TagesWoche ist bestrebt, ihren Bekanntheitsgrad zu erhöhen. Dazu gehören Massnahmen wie Telefonmarketing, Grossauflagen, Sonderauflagen zu bestimmten Anlässen und auch die Lieferung von Zeitungen an Restaurants, Arztpraxen und andere Wartezonen wie Flughäfen, was übrigens auch bei anderen Basler und Zürcher Medienhäusern Usanz ist. Wie Sie richtig feststellen, erfolgen alle diese Massnahmen in Übereinstimmung mit den Richtlinien der Beglaubigung der AG für Werbemedienforschung (WEMF)."

Von Vorwürfen durch Medienrechtler und Werbeauftraggebern sei der "TagesWoche" nichts bekannt. "Gemäss unserer Erfahrung sind die Werbetreibenden an einer möglichst grossen Verbreitung interessiert."

TeleBasel erhebt einen weiteren Vorwurf: In den ersten zehn Wochen nach Lancierung der 'TagesWoche' sei auf ihrer Website die persönliche IBAN-Nummer von Geschäftsführer Tobias Faust als Kontonummer der "Neuen Medien Basel AG" ausgewiesen. Die "TagesWoche" räumt hier einen "ärgerlichen Fehler" ein. Ursache sei eine simple Verwechslung zweier Postfinance-Karten gewesen. Es sei "zu einzelnen fehlgeleiteten Zahlungen" gekommen, die "umgehend auf das richtige Konto weitergeleitet" worden seien.

Staatsanwaltschaft prüft

Die Basler Staatsanwaltschaft will sich den "Report" heute Abend zu Gemüte führen und anschliessend prüfen, ob allenfalls strafrechtlich relevante Tatbestände vorliegen, wie Sprecher Peter Gill gegenüber OnlineReports erklärte.




Weiterführende Links:
- "TagesWoche": Staatsanwaltschaft nimmt Ermittlungen auf
- Medien Region Basel: "TagesWoche" ist Abo-Zeitung Nummer zwei


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"Mageres Forums-Echon in der 'TagesWoche'"

Ich verfolge sowohl das Forum von Newsnet (also BaZ) als auch der TaWo. Dass die BaZ mit der Newsnet-Kooperation eine grössere Reichweite als die TaWo hat, ist mir klar. Doch gerade bei regionalen Meldungen hat es mich immer wieder überrascht, wie mager das Forums-Echo in der TaWo im Vergleich zur BaZ ist. Mit der Kleinheit der TaWo war die (fast) gähnende Leere nicht erklärbar. Gerade gestern wollte ich bei Ihnen nachschauen, ob Sie diesem Phänomen schon nachgegangen sind. Der "Telebasel"-Bericht erklärt nun einiges ...


Hugo Reichmuth, Basel




"Permanent angelogen"

Was ich seit Jahren immer wieder meinen Mitarbeitern predige: "Du wirst permanent angelogen! Die Kunst ist jeweils nur herauszufinden, von wem!" Was anfangs als Schwarzmalerei abgetan wurde, ist heute leider aktueller denn je. Ob nun Regierungsräte, Direktoren, Verwaltungsräte, Politiker, Verlagsmanager und von all diesen auch die -innen, spielt keine Rolle. Die Kunst ist eben nur, rauszufinden, wer ...


Daniel Thiriet, Riehen



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"Und übrigens ..."

Weihnachts-Geschichte aus Israel
RückSpiegel


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Der Tages-Anzeiger und 20 Minuten nahmen in ihren Berichten über den gefährlichen Zwischenfall mit einem Intercity-Zuges der SBB in Stein-Säckingen auf OnlineReports Bezug.

In ihrem Interview mit der neuen BVB-Präsidentin Yvonne Hunkeler nahm die Basler Zeitung auf OnlineReports Bezug.

Die Basler Zeitung nahm den OnlineReports-Feature über den Einbruch im Restaurant "Dalbestübli" auf.

Die Volksstimme zitierte in ihrer Presseschau über die Säuli-Metzgete in Sissach aus der OnlineReports-Reportage.

Im Bericht über Rechtsprobleme des Bordells an der Basler Amerbachstrasse zitiert Barfi aus OnlineReports.

Ausführlich geht die Basler Zeitung auf einen kritischen OnlineReports-Gastkommentar über den Eigenmietwert-Steuerfall um Rösly M. ein.

In seinem Beitrag über "Die Basler Sinnkrise" zitiert der Tages-Anzeiger aus dem OnlineReports-Leitartikel "Willkommen im Baselbiet: Nichts geht mehr", in dem es um einen "Kanton in der Sinn-Krise" geht.

barfi, die BZ Basel, die Tageswoche, die Badische Zeitung und das Baublatt haben die OnlineReports-Story über den Abbruch des "Rostbalkens" und die geplanten Hochhäuser beim Basler Bahnhof SBB aufgenommen.
 
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Die Basler Zeitung, die BZ Basel, die SDA und die Badische Zeitung gingen auf den OnlineReports-Primeur über die Berufung des türkischen Basler Polizei-Assistenten gegen den Strafbefehl der Staatsanwaltschaft ein.

20 Minuten online nahm die OnlineReports-News über die Basler verkehrs-Betriebe (BVB) an der Grenze ihrer Belastung auf.

Die BZ Basel und das Regionaljournal gingen aktuell auf die OnlineReports-Recherche über einen Manipulations-Versuch der BVB-Direktion im Vorfeld der Wahlen in die Personalkommission ein.

Barfi zog die OnlineReports-Story über die umstrittene Umnutzung des "FKK-Clubs" in ein Bordell an der Amerbachstrasse in Basel nach.

Der Landbote nahm die OnlineReports-Story über den Stromeinkauf der Gemeinde Muttenz beim Stadtwerk Winterthur auf.

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Telebasel online ging in seinem Bericht über die SP-Prämieninitiative auf einen Kommentar von OnlineReports ein. 

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Weitere RückSpiegel

In einem Satz


Elisabeth Pestalozzi, seit August 2016 stellvertretende Chefredaktorin von Radio SRF, wird im zweiten Quartal 2018 neue Kommunikationsleiterin der Christoph Merian Stiftung.

• Über tausend Personen verlangen in einer Petition der SP Gelterkinden die Einführung von Tempo 30.

• Im zweiten Wahlgang der Liestaler Stadtrats-Ersatzwahl vom 14. Januar 2018 treten Marie-Theres Beeler (geboren 1959, Grüne) und Karin Jeitziner (geboren 1961, FDP) an.

Marco Greiner, Regierungssprecher und Vizestaatsschreiber von Basel-Stadt, ist neuer Präsident der Schweizerischen Informations-Konferenz öffentlicher Verwaltungen.

• Die Basler CVP hat ihre mit 3'910 Unterschriften versehene Krankenkassen-Initiative eingereicht, die verlangt, dass selbstbezahlte Prämien für die obligatorische Krankenpflege-Versicherung vom steuerbaren Einkommen abgezogen werden können

• Mit der Jus-Studentin Laetitia Block als Nachfolgerin von Pascal Messerli steht erstmals eine Frau an der Spitze der Jungen SVP Basel-Stadt.

• Das Basler Ristorante Cibo Mediterraneo ist der künftige Betreiber der neuen Buvette am St. Alban-Rheinweg.

Reto Meyer, Inhaber und Geschäftsführer der WS Kommunikation in Basel, kauft per Jahreswechsel sämliche Anteile der BSSM Werbeagentur von Urs Schneider und Hannes Müller.

Jana Wachtl (38) wird als Nachfolgerin von Sabine Kubli auf Jahresbeginn neue Leiterin der Baselbieter Fachstelle "Gleichstellung für Frauen und Männer".

• Das Basler Energieunternehmen IWB plant, im Februar 2018 elf neue Ladesäulen für Elektrofahrzeuge in Quartierstrassen auf Allmend zu installieren.

• Entgegen der Parole der kantonalen CVP sagte der CVP-Wahlreis Liestal Nein zum "8. Generellen Leistungsauftrag für den öffentlichen Verkehr" und damit Ja zum "Läufelfingerli".

Raymond Cron wird als Nachfolger von Andreas Büttiker ab 1. Januar 2018 neues Verwaltungsratsmitglied des EuroAirport Basel-Mulhouse-Freiburg.

• Der Basler Grosse Rat hat die Standesinitiative der SP gegen der Schliessung von Quartier-Poststellen überwiesen.

• Die bürgerlichen Jungparteien von Basel-Stadt ziehen ihre Zweirad-Initiative zurück, da sie mit dem vom Grossen Rat beschlossenen Gegenvorschlag ihre Hauptforderungen als erfüllt betrachten.

• Die Baselbieter Wahlen des Landrats und des Regierungsrats für die Amtsperiode vom 1. Juli 2019 bis 30. Juni 2023 finden am 31. März 2019 statt.

• Weil mit dem als Gegenvorschlag verabschiedeten neuen Bürgerrechtsgesetz und den Anpassungen auf Bundesebene die Anliegen der Initianten erfüllt sind, zieht die SVP Basel-Stadt ihre Volksinitiative "Keine Einbürgerung von Kriminellen und Sozialhilfeempfängern" zurück.

• Mit der Gründung der Sektion Waldenburg wollen die Grünen Baselland im Wahlkreis Waldenburg den verlorenen Landratssitz zurück erobern.