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"Baselworld"-Krise: Rücktritt von Messe-CEO René Kamm

Basel, 3. August 2018

Die "Baselworld" als sinkendes Flaggschiff der Basler Messegesellschaft MCH Group zieht ihren Kapitän mit unter Wasser: CEO René Kamm (Bild) hat heute Freitagmorgen seinen Rücktritt erklärt. Wohl nicht ganz freiwillig, wie es in einer Mitteilung heisst: Der Verwaltungsrat und Kamm seien "gemeinsam und einvernehmlich zur Überzeugung gelangt, dass angesichts der fundamentalen Transformationsphase in der Geschäftstätigkeit der richtige Zeitpunkt für einen Wechsel an der operativen Spitze der Unternehmensgruppe gekommen ist".

Es brodelte seit längerem

Der Rücktritt kommt nicht völlig überraschend. Intern hat sich seit mindestens zwei Jahren abgezeichnet, dass die "Baselworld" als weltweit grösste Uhren- und Schmuckmesse ihren Höhepunkt überschritten hat, als die Zahl der Aussteller massiv zusammenbrach. Doch die Messe kommunizierte die Entwicklung nicht proaktiv, sondern überliess den Scoop den Medien. Genauso wie im jüngsten Fall, als sich die Swatch-Gruppe mit einigem Tosen von der Teilnahme an der nächstjährigen "Baselworld" verabschiedete: Es war nicht die Messe, die den Verlust ihres bedeutendsten Ausstellers meldete, sondern die "NZZ am Sonntag".

Eine zweifelhafte Kommunikations-Referenz stellt auch das "Korrigendum" dar, das die Messe ihrer heutigen Rücktritts-Meldung nachschob: In der Medienmitteilung vom 30. Juli über die Entwicklung der "Baselworld" habe sich "ein Fehler eingeschlichen". Die darin erwähnte Sitzung vom 4. Juli habe nicht mit dem "Comité Consultatif", sondern mit dem erweiterten "Comité Mondial" stattgefunden.

Vorruhestand für 58-Jährigen

Ob der Abgang von Swatch der "Anfang vom Ende" der "Baselworld" bedeutet, wie die "Basler Zeitung" kommentiert, ist nicht sicher. Sicher aber ist, dass sich der Verwaltungsrat der Messe – ein schwergewichtig politisches Gremium – sehr lange Zeit und dem CEO sehr lange Zügel gelassen hat. Jetzt muss René Kamm nicht mehr beweisen, dass er "mehr ist als ein Schönwetter-CEO" – mit einer Neuausrichtung aufräumen muss jetzt sein Nachfolger. Der 58-Jährige kann sich in den Vorruhestand begeben und seinen Lebensunterhalt mit der Abfindung und privaten Mandaten bestreiten.

Dass sich jetzt auch Stimmen zu Wort melden, die schon immer wussten, dass der Bau des neuen von Herzog & deMeuron entworfenen Messe-Komplexes ein Fehler war, erstaunt nicht. Diese historische Weichenstellung jedoch als einen Fehlentscheid zu bezeichnen – hinterher ist jeder klüger –, ist falsch: Dass der Niedergang des Schmuckstücks "Baselworld" so abrupt kommen würde, war damals nicht vorauszusehen.

Vischer Interims-CEO

Umso mehr wird es die Aufgabe von Kamms Nachfolge sein, den architektonisch spektakulären Messetempel so zu bespielen, dass er nicht das ganze Unternehmen in den Abgrund reisst. Der Hinweis auf die Diversifizierung und das "breite nationale Messe-Portfolio", das tatsächlich einige kleine Edelsteine enthält, kann nicht über die veritable Krise der Messe hinwegtäuschen. Denn richtig Geld gemacht hat die Messe mit ihren beiden Hochkarätern "Baselworld" und "Art Basel". Eine Angebots-Verbreiterung in Richtung Gemischtwaren-Laden kann jedenfalls nicht das Rezept sein.

René Kamm wird nun, wie es heisst, eine "geordnete Übergabe sicherstellen und dem Unternehmen in den nächsten Monaten bei Bedarf beratend zur Verfügung stehen". In der Übergangszeit bis zur geregelten Nachfolge wird Verwaltungsrats-Päsident Ulrich Vischer in enger Zusammenarbeit mit den Mitgliedern der Geschäftsleitung für die operative Führung der Unternehmensgruppe verantwortlich sein.

Mit der "Baselword" begann er ...

Während fast zwanzig Jahren hat Kamm die Entwicklung der MCH Group entscheidend mitgeprägt. 1999 begann er als Messeleiter der "Baselworld", die er fraglos zu einem Bijou des internationalen Messegeschäfts entwickelte und damit auch eine Internationalisierung der Gruppe vorantrieb. Er legte den Fokus auf Sammlermessen und ergänzte das Angebot mit Live Marketing Solutions und Event Services, wie sie von der vor etwas mehr als einem Jahr gekauften Unternehmung MC2 in den USA angeboten werden.

Anderseits hat die ernsthafte Krise der "Baselworld" voll auf den Unternehmenswert durchgeschlagen: Der Wert der Aktie hat sich innerhalb eines Jahres halbiert. Der Ausstieg der Swatch Group wird "Auswirkungen auf das Ergebnis 2019 haben, die zurzeit noch nicht konkret abschätzbar sind", wie das Unternehmen heute schreibt.

Ob eine weitere Wertberichtigung auf die Messehallen in Basel notwendig werde, hänge "von der künftigen Auslastung der Hallen und dem Erfolg der darin stattfindenden Veranstaltungen ab". Am 4. September wird über den Halbjahresabschluss 2018 informiert. Dann werden auch weitere Angaben zur erwarteten Ergebnisentwicklung erwartet.

Nach Bekanntwerden von Kamms Rücktritt legte die MCH-Aktie um fünf Prozent zu.




Weiterführende Links:
- Swatch fehlte an der entscheidenden Sitzung vom 4. Juli


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"An der Nase herumgeführt"

Das hat aber lange gedauert, dass sich der Verwaltungsrat und der Kanton Basel-Stadt von diesem arroganten Herrn haben an der Nase herumführen lassen. Wir Steuerzahler dürfen dann sozusagen "die Scherben zusammen wischen" ...


Christiane Widmer, Basel



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Der Jugendzirkus Circo Fantazztico aus Costa Rica bietet sozial gefährdeten Kindern und Jugendlichen eine Gemeinschaft und neue Perspektiven.

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"Der Baselbieter Grünen-Landrat Philipp Schoch hat vor kurzem seinen Mann in Deutschland geheiratet."

Basler Zeitung
Frontseite
vom 23. August 2019
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Mit Verlaub: Er war mal Landrat.

RückSpiegel


Die BZ bezog sich in ihrer Recherche über die Abgänge von Kaderärzten am Kantonsspital Baselland auf einen Bericht in OnlineReports.

Die BZ berief sich in einem Bericht über die Massenkündigungen am Schorenweg auf eine OnlineReports-News.

Die Schweiz am Wochenende und die Basler Zeitung haben die OnlineReports-News über den Bombenalarm am EuroAirport aufgenommen.

Das SRF-Regionaljournal, Telebasel, die Schweiz am Wochenende und Prime News haben den OnlineReports-Primeur über die Schliessung des Basler Kinos "Rex" nachgezogen.

In ihrem Bericht über den Gelterkinder Antennenposter-Streit bezog sich die Basler Zeitung auf OnlineReports.

Die BZ nahm die OnlineReports-News über den Rücktritt der Basler Unispital-Verwaltungsrätin Irmtraut Gürkan aus dem Vorstand des Universitäts-Klinikums Heidelberg auf.

Die Medienwoche empfiehlt ihren Leserinnen und Lesern die Lektüre des OnlineReports-Interviews mit "Prime News"-Gründer Christian Keller.

Telebasel und die Schweiz am Wochenende nahmen die OnlineReports-News über die Tresor-Knacker im Gartenbad St. Jakob auf.

In ihrem Artikel über die Solidarisierung von BVB-Mitarbeitenden mit einem BaZ-Redaktor nahm Prime News auf einen früheren OnlineReports-Beitrag Bezug.

Die Badische Zeitung nahm die OnlineReports-News über den Wechsel von Orthopäden vom Bruderholz-Spital in die Allianz von Universitätsspital Basel und Bethesda-Spital auf.

Die Basler Zeitung bezog sich in ihren Artikel über den Baselbieter Fremdsprachen-Streit auf OnlineReports.

In ihrem Bericht über die BVB-Tramblockade an der "Bankverein"-Kreuzung nahm die BZ Basel auf OnlineReports Bezug.

Die Basler Zeitung und das SRF-Regionaljournal bezogen sich in ihren Berichten über das Urteil gegen den Rheinufer-Todesschläger auf OnlineReports. 

Die Basler Zeitung äusserte sich in einer Gerichtsberichterstattung über einen "Sexverbrecher" (so die BaZ) kritisch über OnlineReports.

Telebasel und die Basler Zeitung bezogen sich in ihren Berichten über das Bordell in der Schillerstrasse auf einen OnlineReports-Bericht.

Die BZ Basel, die Basler Zeitung, 20 Minuten, die Nachrichtenagentur SDA, das SRF-Regionaljournal und die Badische Zeitung nahmen die OnlineReports-News über den Unfall an der Parking-Baustelle beim Kunstmuseum auf.

Weitere RückSpiegel

In einem Satz


Beat Tschudin (48), seit rund zwölf Jahren den Fachbereich Fahrzeugbewirtschaftung der Baselbieter Polizei, übernimmt ab Dezember die Leitung des Fahrzeugwesens der Bau- und Umweltschutzdirektion als Nachfolger von Christian Oberhausser, der Ende August in vorzeitige Pension geht.

• Das Basler Gesundheits-Departement hat den Umzug von der St. Alban-Vorstadt an seinen neuen Hauptstandort an der Malzgasse 30 in Basel abgeschlossen.

Tom Ryhiner und Balz Stückelberger wurden an einer ausserordentlichen Generalversammlung in den Verwaltungsrat der St. Clara AG und damit gleichzeitig in den Verwaltungsrat des Claraspitals gewählt.

• Am 21. Juni fand der Spatenstich für den Neubau des Schweizerischen Tropen- und Public Health-Instituts) im BaseLink-Areal in Allschwil statt.

• Die Generalversammlung der "SVP Frauen Basel-Stadt" wählte Gianna Hablützel-Bürki einstimmig zur neuen Präsidentin.

• Nach elfjähriger Tätigkeit als Bürgerrätin der Basler Bürgergemeinde tritt die Juristin Gabriella Matefi auf Ende Jahr zurück.

• Die Nationalratsliste der Jungen LDP: Benjamin Grob, Emélie Dunn, Benjamin von Falkenstein, Adrienne Strahm und Michael Hug.

• Der frühere BVB-Kommunikations-Chef Stephan Appenzeller tritt die Nachfolge von Stephan Maurer als Präsident der IGöV Nordwestschweiz an.

• Die Nationalrats-Kandidierenden der EVP Baselland: Elisabeth Augstburger, Liestal; Sara Fritz, Birsfelden; Martin Geiser, Gelterkinden; Andrea Heger, Hölstein; Werner Hotz, Allschwil; Lukas Keller, Bottmingen

• Die Stadt Weil am Rhein und der Kanton Basel-Stadt veranstalten gemeinsam einen städtebaulichen Studienauftrag für das Areal Otterbach Süd in Weil am Rhein, das sich im Eigentum der Einwohnergemeinde der Stadt Basel befindet.

• Der SP-Vizepräsident Mustafa Atici tritt Ende Mai aus dem Grossen Rat zurück und nach damit seiner Nachfolgerin Michela Seggiani Platz.

• Die Wintersingerin Nicole Roth wird neue Präsidentin der Jungen SVP Baselland (JSVP BL).

Anna Holm wird Präsidentin der Juso Baselland, Jasmine Bosshard und Noam Schaulin firmieren als Vizepräsidium.

• Der Arzt, Uni-Dozent, LDP-Grossrat, Meister E.E. Zunft zum Goldenen Stern und Aktivfasnächtler Raoul Furlano ist neuer Obersperber des Basler Sperber-Kollegiums.

• Eine Baselbieter Rentnerin übergab einem "falschen Polizisten" Schmuck im Wert von mehreren 10'000 Franken.

• Bei einem budgetierten Gewinn von 3 Millionen Franken schloss die Baselbieter Staatsrechnung mit einem Überschuss von 56 Millionen Franken.

• Die "Starke Schule Baselland" hat den Rückzug der Initiative "Niveaugetrennter Unterricht in Promotionsfächern" bekanntgegeben.

• Ein Referendums-Komitee hat am 30. März 5’000 Unterschriften für das Referendum gegen die "Lautsprecher-Beschallung" in Basel der Staatskanzlei übergeben.

• Die Rechnung 2018 des Kantons Basel-Stadt schliesst mit einem Überschuss von 283 Millionen Franken ab und liegt damit um 150 Millionen Franken über dem Budget.

• Die Universität Basel vergibt den Auftrag zur Realisierung des Ersatzneubaus Departement Biomedizin an das Basler Architekturbüro Burckhardt+Partner.

• Der Ständerat hat am 7. März einstimmig die Aufnahme der Projektierungskosten für die Durchmesserstrecke Herzstück in den Bahnausbauschritt 2035 beschlossen.

Michael Wilke wird neuer Leiter der Fachstelle Diversität und Integration in der Kantons- und Stadtentwicklung Basel-Stadt und Nachfolger von Andreas Räss, der neuer Leiter des Baselbieter Amts für Migration und Bürgerrechte wird.

• Die Einführung von Mitarbeitergesprächen und einer leistungsabhängigen Lohnentwicklung bei den Baselbieter Kantonsangestellten führt dazu, dass die "Liga der Baselbieter Steuerzahler" ihre Verfassungsinitiative "Für eine vernünftige staatliche Personalpolitik" zurückzieht.