"Herzstück": Nur dritte Bundes-Priorität für Basler S-Bahn

Basel, 16. Oktober 2016

Viele Basler Politikerinnen und Politiker träumen vom "Herzstück", dem bisher grössten ÖV-Projekt in der Region. Doch nun kommt der Dämpfer für die weitgehend unterirdisch verlaufende Verknüpfung des trinationalen Schienennetzes zwischen den Bahnhöfen Basel SBB, Badischer Bahnhof und Bahnhof St. Johann: Wie die "NZZ am Sonntag" heute schreibt, geniesst das Projekt im Bundesamt für Verkehr nur gerade Dringlichkeitsstufe 3.

Zürich und Romandie bevorzugt

Von den sieben bis zwölf Milliarden Franken, die der Bund in den nächsten Jahren in den Ausbau der Bahn-Infrastruktur investieren will, dürften in erster Priorität die Regionen Zürich/Winterthur (Brüttener Tunnel) und der Romandie, profitieren, wo die Strecke zwischen Yverdon und Lausanne so ausgebaut werden soll, dass Doppelstock-Züge darauf verkehren können.

In diese Pläne weihte Peter Füglistaler, der Direktor des Bundesamtes für Verkehr, Parlamentarier am Rande der Herbstsession ein. Noch vor dem "Herzstück" Vorrang haben Projekte der zweiten Priorität wie der Ausbau des Lötschberg-Basistunnels auf zwei Spuren, der zweite Zimmerberg-Tunnel zwischen Thalwil ZH und Zug oder ein viertes Gleis im Zürcher Bahnhof Stadelhofen.

Die Planung des Basler "Herzstücks" geht zurück auf den Anfang des Jahrhunderts. Schon damals bezeichneten Politiker das Projekt als ein "Generationenwerk des öffentlichen Verkehrs".

Wessels dennoch zuversichtlich

Der Basler Bau- und Verkehrsdirektor Hans-Peter Wessels sagte am Sonntagnachmittag gegenüber OnlineReports, die Prioritätensetzung des Bundes habe sich "bereits seit längerem" abgezeichnet: "Aus diesem Grund haben wir im April 2016 eine Vorfinanzierung des Herzstücks durch Basel-Stadt in Aussicht gestellt." Wessels erinnerte weiter daran, dass die kürzlich ausserdem die gemeinsame Projektorganisation von Basel-Stadt und Baselland für das Herzstück verstärkt worden sei, indem dem ehemaligen Direktor des Bundesamts für Strassen, Ruedi Dieterle, die Leitung übertragen worden sei.

Wessels zeigte sich "zuversichtlich, dass zumindest eine erste Etappe des Herzstücks im Ausbauschritt 2030 des Bundes aufgenommen wird".

Schon Anfang Jahr hatte OnlineReports in einem Bahnhof-Report die Erwartung einer prioritären Realisierung des "Herzstücks" abgedämpft.




Weiterführende Links:
- Bahn-Tunnel unter Basler City: Untersuchung beschlossen
- Regierungen beider Basel lancieren "Herzstück"-Planung
- Riesentunnel statt Verbreiterung der Osttangente
- Referendum gegen "Herzstück"-Planung gescheitert
- Sehr viele Planungsköche in der Basler Bahnhofsküche


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"Wozu dieser Irrsinn?"

Regierungsrat Wessels hat bereits die Vollfinanzierung des umstrittenen "Herzstückes" durch den Kanton Basel-Stadt in Aussicht gestellt. Zahlt er es vielleicht selbst? Nein, natürlich nicht. Der Steuerzahler wird wieder einmal zur Kasse gebeten. Notfalls werden die Steuern erhöht, natürlich nicht für Grosskonzerne sondern für Private.

Die Folgen werden sein: Eine jahrzehntelange Baustelle in der Innenstadt, damit dort auch das letzte kleine "Lädel" seine Türen schliessen muss. Milliarden an Steuergelder werden verschleudert, damit man zwei Minuten schneller vom Bahnhof SBB zum Badischen Bahnhof durch die Stadt kommt? Wozu dieser Irrsinn? Man kann auch den Zug nehmen oder direkt dorthin fahren. Wie viele Zugpassagiere würden diese Verbindung überhaupt brauchen? Es gibt, wie schon erwähnt, in Basel viele andere Prioritäten im Strassenverkehr, wie zum Beispiel die Osttangente.


Alexandra Nogawa, Basel




"Schock?"

Schock??? Mitnichten! Welche hoheitliche Priorität geniesst denn die Rhein-Untertunnelung der Osttangente?


Rolf W. Voellmin, Basel



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RückSpiegel


Die BZ Basel zog die OnlineReports-News über den Einbürgerungs-Streit der drei baselstädtischen Bürgergemeinden mit dem Kanton Basel-Stadt und den Gang ans Bundesgericht nach.

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In ihrem Artikel über Markus Ritters Abgang aus dem Basler Präsidialdepartement bezog sich die Basler Zeitung auf OnlineReports.

20 Minuten, die BZ Basel, theworldnews.net, die Basler Zeitung, die Tageswoche, die Bauernzeitung und Telebasel nahmen die OnlineReports-Story über das gescheiterte Projekt von "Urban Farmers" in Basel auf.

Die BZ Basel, die Basler Zeitung und das Regionaljournal zogen die OnlineReports-Meldung über die Schliessung der Basler Buchhandlung "Narrenschiff" nach.

Die Basler Zeitung nahm die OnlineReports-Nachricht vom Tode des früheren BLKB-Bankrats-Präsidenten Werner Degen auf.

In ihrem Bericht über die "FDP Baselland auf seltsamen Wegen" (Schlagzeile) nimmt die Basler Zeitung zentral auf einen OnlineReports-Primeur über den neu auftauchenden Namen Daniel Recher Bezug.

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In ihrem Kommentar zu "Lukas Engelberger, der Pressezensor" nimmt die Basler Zeitung eine Metapher ("medienrechtliche Namesburka") von OnlineReports auf.

InsideParadeplatz.ch empfahl den Lesern die Lektüre des OnlineReports Porträts des getöteten Medienanwalts Martin Wagner.

Die OnlineReports-Erstnachricht über den gewaltsamen Tod des Basler Wirtschaftsanwalts Martin Wagner in Rünenberg haben unter anderen der Tages-Anzeiger, BZ Basel, Le Temps, Tageswoche, 20 Minuten, Watson, Telebasel, die Volksstimme, der Blick und nau.ch aufgenommen.

Weitere RückSpiegel

In einem Satz


• An der 1. Mai-Feier in Liestal wird etwas Ständerats-Vorwahlkampf spürbar, indem die grüne Nationalrätin Maya Graf und SP-Nationalrat Eric Nussbaumer mit als Hauptredner auftreten.

• Die Grünen Baselland nominieren im Hinblick auf die Delegiertenversammlung vom 5. Mai in Olten Landrätin Florence Brenzikofer als Vizepräsidentin der Grünen Schweiz.

• Der Gemeinderat von Birsfelden hat auf einen Vorstoss von Désirée Jaun (SP)beschlossen, als erste Gemeinde in der Nordwestschweiz die Auszeichnung als "Fair Trade Town" anzustreben.

• In der Amtsperiode 2018-2022 bilden die Grünliberalen (GLP) im Einwohnerrat Riehen gemeinsam mit dem parteilosen David Moor eine Fraktion.

• Die Basler Badesaison beginnt im beheizten Sportbad St. Jakob (28. April), in den unbeheizten Becken des Gartenbads St. Jakob (12. Mai), im Gartenbad Eglisee (19. Mai) und im Gartenbad Bachgraben infolge Sanierungsarbeiten (2. Juni 2018).

• Die SP Muttenz hat an ihrer Generalversammlung Kathrin Schweizer einstimmig als Regierungsrats-Kandidatin der SP Baselland nominiert.

• Nach fast zwanzig Jahren Tätigkeit verlässt Moderatorin Tamara Wernli Telebasel, weil sie sich künftig aufs Schreiben konzentrieren will.

• Die Gemeinde Riehen ist laut der Einschätzung des Gemeinderates "weiterhin kein Hotspot für kriminelle Aktivitäten".

Heidi Mück und Tonja Zürcher bleiben laut Wahl durch die Mitglieder für weitere zwei Jahre Co-Präsidentinnen von "Basta".

• Der frühere Basler Grossrat und FDP-Nationalrat Urs Schweizer tritt per 15. Mai 2018 nach 15 Jahren als Präsident des ACS beider Basel zurück.

• Nach den Kontrollen an der vergangenen Basler Fasnacht bleiben Pferde von Chaisen und Vorreitern weiterhin erlaubt.

• Die 43-jährige Elisabeth Heer Dietrich wurde mit 82 von 84 Stimmen glanzvoll zur neuen Baselbieter Landschreiberin gewählt.

• Die Revitalisierung der unteren Wiese hat sich aufgrund der vielen Hochwasser um den Jahreswechsel so stark verzögert, dass das Basler Tiefbaumt sie nicht rechtzeitig vor der Fischschonzeit abschliessen konnte und bis Ende Mai pausieren muss.

• Die Rechnung 2017 des Kantons Basel-Stadt schliesst mit einem Überschuss von 251 Millionen Franken ab und liegt damit 108 Millionen Franken über dem Budget.

Matthias Hubeli, Leiter des Polizeistützpunkts Liestal und stellvertretender Leiter der Sicherheitsabteilung Ost, wird Geschäftsführer des Eidgenössischen Schwing- und Älplerfests 2022 in Pratteln.

• Der von der Wirtschaftskammer Baselland eingereichten Gesetzesinitiative "Für eine faire steuerliche Behandlung der Wohnkosten" (Wohnkosten-Initiative) stellt die Regierung einen Gegenvorschlag gegenüber.

Naomi Reichlin und Florian Sennhauser gehören neu dem Vorstand der FDP-Sektion Liestal an.

Melchior Buchs (FDP) ist neuer Gemeindepräsident von Reinach, indem er mit 2'544 Stimmen die CVP-Kandidatin Béatrix von Sury (CVP) mit 2'452 Stimmen knapp schlug.

• Das Eidgenössische Schwing- und Älplerfest 2022 findet laut Beschluss des Eidgenössischen Schwingerverbands definitiv in Pratteln statt.

• Die Universität Basel erhält fünf von 39 neuen Förderungsprofessuren, die der Schweizerische Nationalfonds (SNF) dieses Jahr vergeben hat.

• Der Frauenanteil in den Aufsichtsgremien von staatsnahen baselstädtischen Betrieben liegt per 1. Januar 2018 bei 40,9 Prozent und übertrifft somit die geforderten 33,3 Prozent deutlich.

• Da SP-Landrat Hannes Schweizer per 31. März als Präsident der Bau- und Planungskommission zurückritt, schlägt die SP-Fraktion als seinen Nachfolger den Frenkendörfer Urs Kaufmann vor.

• Die SP Pratteln-Augst-Giebenach lanciert eine Petition zur Erhaltung des Schalters der Basellandschaftlichen Kantonalbank (BLKB) in Pratteln.

BaselArea.swiss wird ab März im Mandat die Geschäftsführung des Switzerland Innovation Park Basel Area AG übernehmen.

Thomas Kessler, der frühere Basler Stadt- und Kantonsentwickler, wird Leiter eines von den AZ Medien für die "BZ Basel" ins Leben gerufenen Publizistischen Beirats.

• Nach Vandalenakten und einer Einbruchserie fordert die Riehener CVP von den Behörden "endlich die wirksame Umsetzung längst bekannter Forderungen" zur Erhöhung der Sicherheit.