Geothermie-Projekt: Tessin steigt mit zwei Millionen ein

Basel, 13. Oktober 2004

Das weltweit einmalige Projekt zur Nutzung von Erdwärme in der Region Basel erhält prominenten Sukkurs aus der Südschweiz: Der Verwaltungsrat der Azienda Elettrica Ticinese (AET) - dem Tessiner Elektrizitätsunternehmen - hat beschlossen, mit zwei Millionen Franken in die Basler Geothermie-Firma "Geopower Basel AG" einzusteigen.

Die Nutzung von Erdwärme aus einer Tiefe von 5'000 Metern ist weltweit das erste kommerzielle Projekt nach dem Prinzip des so genannten "Deep Heat Mining". Auf dem Werkhof der Industriellen Werke Basel (IWB) in Kleinhüningen soll die Bohr-Installation für ein Heizkraftwerk errichtet werden, das eine Leistung von 50 Megawatt Gernwärme sowie 10 Megawatt Strom erbringt. Eine zentrale Rolle in der mit einem Kapital von 40 Millionen Franken ausgestatteten Aktiengesellschaft spielen die IWB, die 20 Millionen Franken beisteuern und auch die Geschäftsführung übernehmen.

Die Suche nach weiteren Partnern war - wegen Finanzknappheit und auch einem gewissen nicht bestrittenen Risiko - nicht einfach. So brauchte es einige Überzeugungskraft, bis auch die Baselbieter Regierung bereit war, einem Beitrag in Höhe von mindestens vier Millionen Franken zuzustimmen. Umso überraschender, dass jetzt das Tessiner Elektrizitätswerk AET, dem Basel-Stadt über Tessiner Kraftwerk-Beteiligungen verbunden ist, mit zwei Millionen Franken einsteigt. Die Kontakte konkretisierte IWB-Direktor Eduard Schumacher mit AET-Direktor Paolo Rossi, mit dem er sich regelmässig im Vorstand des Vereins Schweizerischer Elektrizitätsunternehmen trifft. Mit Pier Angelo Ceschi wird die AET auch einen "Geopower"-Verwaltungsrat nach Basel entsenden.

Schumacher zu OnlineReports: "Das ist ein Zeichen dafür, dass das Tessin den Blick hat für energiepolitische Perspektiven, aber auch Risiken." Es sei aber, so Schumacher weiter, "ein Skandal, dass Unternehmen wie Axpo, EOS, Atel oder BKW nicht mitmachen". Auch der Bund, der das Projekt als "von nationaler Bedeutung" einschätzt, lässt aus Geldmangel keine Mittel rollen. Zu den bisherigen Partner zählen neben IWB und AET auch die beiden Basler Halbkantone, die Elektra Baselland (EBL), der Gasverbund Mittelland sowie die Projektierungsfirma "Geothermal Explorers Ltd".

Gegründet wurde die Geopower AG im März dieses Jahres. Im Endausbau soll das geothermische Heizkraftwerk Strom und Wärme für 5'000 Haushalte liefern. Mit der Erdwärme-Technologie erhoffen sich die Bauherren eine CO2-Vermeidung von jährlich 40'000 Tonnen.



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"Viele Aspekte sind beim Klimaschutz noch oder zu wenig durchleuchtet worden."

Basler Zeitung
Leitartikel von
Chefredaktor Markus Rohr
vom 27. Juli 2019
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Wenn schon, dann nicht.

RückSpiegel


Die BZ bezog sich in ihrer Recherche über die Abgänge von Kaderärzten am Kantonsspital Baselland auf einen Bericht in OnlineReports.

Die BZ berief sich in einem Bericht über die Massenkündigungen am Schorenweg auf eine OnlineReports-News.

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In einer Buchbesprechung über LSD zitierte die Basler Zeitung aus einem OnlineReports-Bericht aus dem Jahr 2006.

La Liberté zitiert in einer Vorschau Peter Knechtli zur geplanten Fusion der öffentlichen Spitäler in der Region Basel.

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Die BZ Basel schrieb OnlineReports eine Meldung über eine Baselbieter Richter-Karriere ab.

Die Basler Zeitung und Telebasel griffen die OnlineReports-Recherche über die aggressive Mietzins-Erhöhung der Schweizerischen Rheinhäfen gegenüber dem privaten Sportboot-Hafen auf.

Telebasel zitierte zur Einleitung des "Sonntalks" über Prämienverbilligungen aus dem OnlineReports-Kommentar "Anton Lauber muss sozialer werden".

Weitere RückSpiegel

In einem Satz


Beat Tschudin (48), seit rund zwölf Jahren den Fachbereich Fahrzeugbewirtschaftung der Baselbieter Polizei, übernimmt ab Dezember die Leitung des Fahrzeugwesens der Bau- und Umweltschutzdirektion als Nachfolger von Christian Oberhausser, der Ende August in vorzeitige Pension geht.

• Das Basler Gesundheits-Departement hat den Umzug von der St. Alban-Vorstadt an seinen neuen Hauptstandort an der Malzgasse 30 in Basel abgeschlossen.

Tom Ryhiner und Balz Stückelberger wurden an einer ausserordentlichen Generalversammlung in den Verwaltungsrat der St. Clara AG und damit gleichzeitig in den Verwaltungsrat des Claraspitals gewählt.

• Am 21. Juni fand der Spatenstich für den Neubau des Schweizerischen Tropen- und Public Health-Instituts) im BaseLink-Areal in Allschwil statt.

• Die Generalversammlung der "SVP Frauen Basel-Stadt" wählte Gianna Hablützel-Bürki einstimmig zur neuen Präsidentin.

• Nach elfjähriger Tätigkeit als Bürgerrätin der Basler Bürgergemeinde tritt die Juristin Gabriella Matefi auf Ende Jahr zurück.

• Die Nationalratsliste der Jungen LDP: Benjamin Grob, Emélie Dunn, Benjamin von Falkenstein, Adrienne Strahm und Michael Hug.

• Der frühere BVB-Kommunikations-Chef Stephan Appenzeller tritt die Nachfolge von Stephan Maurer als Präsident der IGöV Nordwestschweiz an.

• Die Nationalrats-Kandidierenden der EVP Baselland: Elisabeth Augstburger, Liestal; Sara Fritz, Birsfelden; Martin Geiser, Gelterkinden; Andrea Heger, Hölstein; Werner Hotz, Allschwil; Lukas Keller, Bottmingen

• Die Stadt Weil am Rhein und der Kanton Basel-Stadt veranstalten gemeinsam einen städtebaulichen Studienauftrag für das Areal Otterbach Süd in Weil am Rhein, das sich im Eigentum der Einwohnergemeinde der Stadt Basel befindet.

• Der SP-Vizepräsident Mustafa Atici tritt Ende Mai aus dem Grossen Rat zurück und nach damit seiner Nachfolgerin Michela Seggiani Platz.

• Die Wintersingerin Nicole Roth wird neue Präsidentin der Jungen SVP Baselland (JSVP BL).

Anna Holm wird Präsidentin der Juso Baselland, Jasmine Bosshard und Noam Schaulin firmieren als Vizepräsidium.

• Der Arzt, Uni-Dozent, LDP-Grossrat, Meister E.E. Zunft zum Goldenen Stern und Aktivfasnächtler Raoul Furlano ist neuer Obersperber des Basler Sperber-Kollegiums.

• Eine Baselbieter Rentnerin übergab einem "falschen Polizisten" Schmuck im Wert von mehreren 10'000 Franken.

• Bei einem budgetierten Gewinn von 3 Millionen Franken schloss die Baselbieter Staatsrechnung mit einem Überschuss von 56 Millionen Franken.

• Die "Starke Schule Baselland" hat den Rückzug der Initiative "Niveaugetrennter Unterricht in Promotionsfächern" bekanntgegeben.

• Ein Referendums-Komitee hat am 30. März 5’000 Unterschriften für das Referendum gegen die "Lautsprecher-Beschallung" in Basel der Staatskanzlei übergeben.

• Die Rechnung 2018 des Kantons Basel-Stadt schliesst mit einem Überschuss von 283 Millionen Franken ab und liegt damit um 150 Millionen Franken über dem Budget.

• Die Universität Basel vergibt den Auftrag zur Realisierung des Ersatzneubaus Departement Biomedizin an das Basler Architekturbüro Burckhardt+Partner.

• Der Ständerat hat am 7. März einstimmig die Aufnahme der Projektierungskosten für die Durchmesserstrecke Herzstück in den Bahnausbauschritt 2035 beschlossen.

Michael Wilke wird neuer Leiter der Fachstelle Diversität und Integration in der Kantons- und Stadtentwicklung Basel-Stadt und Nachfolger von Andreas Räss, der neuer Leiter des Baselbieter Amts für Migration und Bürgerrechte wird.

• Die Einführung von Mitarbeitergesprächen und einer leistungsabhängigen Lohnentwicklung bei den Baselbieter Kantonsangestellten führt dazu, dass die "Liga der Baselbieter Steuerzahler" ihre Verfassungsinitiative "Für eine vernünftige staatliche Personalpolitik" zurückzieht.