Wilde auf dem Weg zum neuen Gemeindepräsidenten

Gemeindepräsidiumswahlen in Riehen: Hansjörg Wilde geht als Favorit in den zweiten Wahlgang. Einwohnerrat: Grün verliert, SP und SVP gewinnen.
Riehen, 26. Januar 2014

Das Rennen um das neue Gemeindepräsidium von Riehen bleibt nach dem ersten Wahlgang von diesem Wochenende offen: Keiner der fünf Kandidierenden erzielte im Kampf um die Nachfolge des abtretenden Willi Fischer (EVP) die absolute Mehrheit. Entscheidend wird der zweite Wahlgang vom 23. Februar sein.

Deutlich an meisten Stimmen unter den Nichtgewählten verzeichnet der parteilose Gewerbetreibende Hansjörg Wilde (Bild), der von SVP, FDP und CVP unterstützt worden war. Mit 2'673 Stimmen lag er aber deutlich unter dem absoluten Mehr von 3'296 Stimmen.

Damit gilt Wilde als Favorit im zweiten Wahlgang. Denn die EVP-Kandidatin Christine Kaufmann (EVP), Tochter des früheren Gemeindepräsidenten Gerhard Kaufmann, folgt mit 1'599 Stimmen doch mit sehr deutlichem Abstand.  SP-Kandidat Guido Vogel holte 1087 Stimmen, noch vor dem Liberalen Thomas Strahm, der es auf 852 Stimmen brachte. Die als Juxkandidatur des parteilosen Rentners Hans-Peter Börlin vereinigte145 Stimmen auf sich. Die Wahlbeteiligung betrug gut 49 Prozent.

Spitzenergebnis für Albietz

Der Riehemer Gemeinderat (Exekutive) wird in der neuen Amtsperiode stark erneuert: Vier von sieben Gemeinderäten treten zurück. Von den zehn um die sechs Gemeinderatssitze Kämpfenden schaffte einzig der Anwalt und bisherige Gemeinderat Daniel Albietz (CVP) die Hürde des Absoluten Mehrs. Er platzierte sich mit 3'510 Stimmen komfortabel auf der Siegerseite.

Weitere Stimmen erhielten: Christine Kaufmann (EVP) 3'050, Annemarie Pfeifer (EVP) 2'948, Silvia Schweizer (FDP) 2'877, Guido Vogel (SP) 2'669, Eduard Rutschmann (SVP) 2'632, Franziska Roth (SP) 2'382, Andreas Tereh (Grüne) 2'314, Christoph Bürgenmeier (LDP) 2'262, und Thomas Strahm (LDP) 1'991. Offensichtlich wurden die Liberalen für ihren Alleingang bei den Präsidiumswahlen abgestraft. Wenn sich das Ergebnis im zweiten Wahlgang wiederholt und die LDP nicht doch noch mit den übrigen bürgerlichen Parteien kooperiert, werden sie in der Riehemer Exekutive nicht mehr vertreten sein.

Grün verliert an Zugkraft

Bei den Wahlen in den 40köpfigen Einwohnerrat verlieren Grüne und Grünliberale je einen Sitz, während SVP und SP je einen Sitz gewinnen. Die SVP bleibt somit stärkste Fraktion, während die Grünen den Fraktionsstatus verloren. Die Sitzverteilung:

FDP 6 Sitze, unverändert
LDP 5 Sitze, unverändert
EVP 6 Sitze, unverändert
SP 8 Sitze, +1
CVP 3 Sitze, unverändert
Grüne 2 Sitze, - 1
GLP 1 Sitz, -1
SVP 9 Sitze, +1
EDU 0 Sitze



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"Liberales Lager ist grösste Parlaments-Fraktion"

Die Besetzung der Riehener Gemeindeexekutive, mit Ausnahme des wiedergewählten Daniel Albietz ist nach dem ersten Wahlgang weiter offen. Das Resultat der beiden LDP-Kandidaten Bürgenmeier und Strahm sollte aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass im Bereich der Legislative ganz andere Verhältnisse herrschen als dies die Exekutivwahlen vermuten liessen.

 

Der Redaktion der BaZ, die sich bereits im Wahlkampf massiv und mit unsachlichen und diskriminatorischen Beiträgen eingemischt hat und die jetzt in einer Online-Umfrage rhetorisch nach dem letzten Stündlein der LDP fragt, sei dies ins Stammbuch geschrieben: Wer die Stimmenanteile der einzelnen Parteien bei den Einwohnerratswahlen

auf www.riehen.ch/gemeinde-riehen/politik/gemeindewahlen-2014 unter "Dokumente"/PDF ansieht, wird feststellen, dass die LDP einen Stimmenanteil von 12.68%, die FDP einen solchen von 14.08% hat, womit LDP und FDP zusammen über einen Anteil von 26.76% (gegenüber 20.41% der SVP) verfügen. Damit sollte klar sein, dass bei intelligenter und von gegenseitigem Respekt geprägter Zusammenarbeit der Einwohnerräte aus FDP und LDP das LIBERALE LAGER in Riehen vom Wählerauftrag her als mit Abstand grösste Parlamentsfraktion agieren kann, ohne gegenüber anderen Parteien Bücklinge zu machen oder in die Hosen zu scheissen. Gefordert sind die nun Gewählten, das quantitativ deutliche, differenzierte Votum der Wählerschaft richtig zu lesen, allen Unkenrufen zum Trotz. Dass es im Gemeinderat zu einem mehr oder wenig zufälligen, von den Absprachen der verschiedenen nach wirtschaftlichen, gesellschaftspolitischen – und theologischen – Präferenzen vorfabrizierten Potpourri kommen wird, ist abzusehen. Die Chancen für die Zukunft Riehens werden in der kommenden Legislatur mehr als bisher vom Gestaltungswillen und der Gestaltungskraft der Legislative abhängen.


Hans-Ulrich Iselin, Riehen



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"In den meisten Gemeinden des Kantons Basel erhalten Sie die Basler Zeitung bis 6.30 Uhr per Frühzustellung durch einen Verträger."

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