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Bahn-Erlebnis wie im Comic: SBB starten durch

Zunehmend Micky Mouse-Betrieb der SBB am Bahnhof Gelterkinden: Züge fahren durch oder halten auf dem Schotter.
Gelterkinden, 13. Juli 2009

Szenen, wie sie Walt Disney ausgedacht haben können, spielten sich heute Montagmorgen auf dem Bahnhof Gelterkinden ab, wo zahlreiche Fahrgäste auf den "Interregio"-Zug (Abfahrt 7.23 Uhr) warteten. Um 7.20 Uhr erfolgte die Durchsage, der Zug erhalte wegen eines Lokomotiv-Defekts 15 Minuten Verspätung. Die Passagiere wurden gebeten, die nächstens folgende S3 zu benützen. Um 7.36 Uhr folgt die Lautsprecher-Ankündigung: "Einfahrt des verspäteten 'Interregio' nach Sissach-Liestal-Basel."

Es folgt jedoch keine Einfahrt des verspäteten Zuges, sondern die Durchfahrt eines TGV nach Basel. Staunen um 7.45 Uhr: Ein "Interrregio" nähert sich aus Olten dem Gelterkinder Bahnhof – und fährt in vollem Tempo durch, nahezu leer. Aus dem Lautsprecher ertönte weder eine Erklärung noch eine Entschuldigung. Mit gut einer halben Stunde Verspätung betraten die "Interregio"-Benützer um 7.59 Uhr die S3 Richtung Liestal-Basel.

Vollbremsung und Halt im Schotter

Bahnbetrieb wie im Comic ist nicht neu im Bahnhof Gelterkinden. Am Montag, 29. Juni fuhr der "Interregio" (Abfahrt Basel 19.17 Uhr) in Gelterkinden vorbei und hielt erst in Tecknau. Einzige offizielle Durchsage: "Aus verschiedenen Gründen war es uns nicht möglich, in Gelterkinden anzuhalten." Keine genaue Begründung, keine Entschuldigung. Es folgte an die verdutzten Passagiere einzig der Hinweis auf die S3 von Olten, die Richtung Gelterkinden zurückfährt.

Nur zwei Tage später, am Mittwoch 1. Juli. Der Interregio (Basel ab 18.17 Uhr), der in Gelterkinden Halt machen sollte, fährt ungebremst am Landi-Silo kurz vor dem Bahnhof vorbei. Nach Ertönen der automatischen Durchsage ("Nächster Halt Gelterkinden") leitet er eine Vollbremsung ein. Rund die Häfte des Zuges, so ein betroffener Passagier zu OnlineReports, kommt erst nach der Bahnhof-Passage im Schotter zum Stehen. Die Türen der Wagen in der Schotter-Zone bleiben geschlossen, es erfolgt keine Durchsage, über die hintersten Wagen auf das Perron auszusteigen.

SBB: Kunden-Info "suboptimal"

SBB-Mediensprecher Reto Kormann sagte zu OnlineReport zur heutigen Zugsdurchfahrt, die Lokomotive habe in Nebikon LU wegen eines Defekts evakuiert werden müssen. Dass die Lautsprecherdurchsage fälschlicherweise die verspätete und anschliessend die unmittelbar bevorstehende "Einfahrt" des Zuges ankündigte, sei "gelinde gesagt suboptimal", wie er einräumte. Kormann machte geltend, dass die SBB-Lokomotivführer täglich 170'000 Halte einlegten. Durchschnittlich alle zwei bis drei Tage komme es zu einem Fall von "Haltestelle-vergessen". Kormann verwies auf die neue "Interregio"-Haltestelle Winigen BE, die bisher nur durch Lokalzüge bedient wurde und kürzlich auch von unbeabsichtigten "Durchfahrten" betroffen war. Hier habe offenbar die "Macht der Gewohnheit" des "Interregio"-Lokführers eine Rolle gespielt.

Wenn in Gelterkinden innerhalb von zwei Wochen gleich dreimal von gänzlichen oder teilweise verpassten Schnellzugs-Halten betoffen war, dann scheinen sich die statistischen Zufälle an diesem Bahnhof doch verdächtig zu häufen. Dem Image der SBB dienlich jedenfalls sind sie nicht. Und es ruft sich unweigerlich Mani Matters Lied "vo de Bahnhöf, wo de Zug gäng scho abgfahre-n-isch oder nonig isch choh" in Erinnerung.



Weiterführende Links:
- SBB-Interregio-Pannen: Erneut Durchfahrt statt Halt
- Vergessliche SBB-Lokführer: Erneute Durchfahrt



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"Mich ärgerte das Verhalten des Personals"

Dass der Zug durchgefahren ist, ist mir vor einiger Zeit auch schon passiert. Geärgert hat mich das Verhalten des Personals: Die einzige Antwort auf meine Frage, was denn los und was zu tun sei, war, ob mir denn noch nie ein Fehler passiert sei.


Heini Weibel, Gelterkinden




"Personal wird ausgepresst wie eine Zitrone"

Wenn dieser SBB-Chef Meyer nur auf 10 Prozent seines Salärs von zwei Millionen pro Jahr verzichten würde, könnte die SBB wieder mehr Mitarbeiter – zum Beispiel Zugführer – einstellen statt immer mehr Personal abzubauen. Damit würde man solche Probleme mindestens ein bisschen entschärfen. Das Personal wird ausgepresst wie eine Zitrone – so sieht‘s nämlich aus. Schade nur, dass solche Fakten nur wenige Bürger interessieren.


Bruno Heuberger, Oberwil




"Salär- und Bonuskürzungen berechtigt"

Der SBB-Chef Meyer hat Recht, wenn er solche (wiederholten) Fehlleistungen mit Salär- oder Bonuskürzungen sanktionieren will. Gewerkschafter-Protest hin oder her!


Hans Zumstein, Cham




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"Im Basellandschaftlichen ist er aufgewachsen."

SonntagsZeitung
Ueli Kägi in einem Bericht
vom 7.2.2010 über den
YB-Fussballer David Degen
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So stellt sich das Baselbiet ein Sportreporter aus dem Zürcherischen vor.


Ausgeh-Tipps der Woche


(ausgewählt durch die Redaktion der ProgrammZeitung)

1. bis 7. Februar 2010

• THEATER
Rede-Zeit: Wohin treibt die Schweiz? Eröffnung mit Micheline Calmy-Rey, Bundesrätin. Theater Basel/Wochenzeitung Die Zeit
Theater Basel, Schauspielhaus, Steinentorstrasse
19.00
Mi 3.2.2010

• TANZ
The Fusion Projects: mélange étrange. Tanz, Bild, Klang. Installative Performance. Premiere. Res. (T 079 674 15 26)
Werkraum Warteck pp, Probebühne Cîrqu'enflex. Burgweg 7-15
20.00
Fr 5.2.2010

• KINDER
ErzählBar: Tiergeschichten. Anette Herbst und Alexander Götz (Parallel: MiniBar für Kinder ab 3 J.)  
QuBa Quartierzentrum Bachletten, Bachlettenstrasse 12
10.30
So 7.2.2010

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Das Schweizer Fernsehen sendete ein Statement von Peter Knechtli zum Verkauf der "Basler Zeitung Medien". Die welsche Zeitung Le Temps zitierte in ihrem Bericht über den Verkauf ausführlich aus einem Gespräch mit OnlineReports-Editor Peter Knechtli.

NZZ online
zitierte in ihrem Bericht über Vasellas Rücktritt als Novartis-Konzernchef ein Vasella-Interview mit OnlineReports.

Die OnlineReports-News über den Wechsel an der Spitze der SP-Grossratsfraktion wurde von BaZ online, der Basler Zeitung und von der Basellandschaftlichen Zeitung aufgenommen.

Die SonntagsZeitung, der Sonntag, das Regionaljournal Basel von Schweizer Radio DRS, Radio Basel, TeleBasel, die Basler Zeitung und 20 Minuten zogen den OnlineReports-Primeur über die Arisdörfer Schächt-Affäre nach.

TeleBasel
berief sich in seiner Meldung über den bevorstehenden Wechsel an der Basler Denkmalpflege auf einen OnlineReports-Primeur.

Die Basler Zeitung nahm die politischen und beruflichen Pläne des künftigen Basler SP-Nationalrats Beat Jans auf, die OnlineReports öffentlich gemacht hatte.

Die Zeitung Le Temps bezog sich in ihrem Bericht über das geplante Roche-Hochhaus auf OnlineReports.

NZZ online
publizierte das Interview-Video, das OnlineReports am Tag nach dem Erdbeben von 8. Dezember 2006 mit Markus Häring führte.

TeleBasel
, die Basler Zeitung und die Basellandschaftliche Zeitung nahmen den OnlineReports-Primeur über den Abgang von IWB-Vizechef Beat Huber auf.

In der Satire-Sendung "Giacobbo Müller" von SF nahm Viktor Giacobbo auf die Aussage des Basler Regierungspräsidenten Guy Morin zur Berechtigung von Muezzinen in der Schweiz im OnlineReports-Interview Bezug.

Blick Online bezog sich in seinem Bericht über die Demo der Muslime in Bern auf ein OnlineReports-Porträt des Bieler Konvertiten und Kundgebungs-Organisators Nicolas Blancho.

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