© Foto by Christof Wamister, OnlineReports.ch


Das Brunngässlein ist kein Fussgänger-Paradies

Bereits zum dritten Mal baut die Basler Kantonalbank an ihrer Filiale in der Aeschenvorstadt und sperrt damit für mehr als ein Jahr das Trottoir im Brunngässlein. Für Fussgänger ist die Situation in dieser einst romantischen Gasse nicht gerade erfreulich.
Basel, 17. Februar 2017

Das Brunngässlein im Aeschenquartier ist ein historischer Weg, der vom Aeschenplatz über eine Ecke am heutigen Picassoplatz zur Aeschenvorstadt führt, wo einst ein Brunnen stand. Für Fussgänger ist die Situation aber nicht gerade romantisch, denn das rechte Trottoir in Richtung Aeschenvorstadt ist seit letztem Jahr wegen Bauarbeiten gesperrt. Es kommt immer wieder vor, dass Passanten ihren Weg auf der Fahrbahn suchen, was zu gefährlichen Situationen führen kann.

Dritter Umbau

Urheber der Bauarbeiten ist die Basler Kantonalbank, die ihre Filiale an der Ecke Aeschenvorstadt / Brunngässlein renoviert. Es handelt sich um die dritte Etappe von umfangreichen Arbeiten, wie von Medienspecherin Martina Hilker zu erfahren war: "Der letztere grössere Umbau der Bankfiliale Standort Aeschenvorstadt fand 2007 statt. In den Jahren 2012/2013 wurde die Liegenschaft vom ersten bis zum 6. Obergeschoss einer Grundsanierung unterzogen." 

Nun ist das Erdgeschoss dran, wobei das neue Erscheinungsbild der BKB mitberücksichtigt werden muss: "Weiss auf schwarz – baslerischer denn je", wie es in einer Medienmitteilung heisst. Für die Kunden wurden provisorische Schalter beim Eingang an der Aeschenvorstadt eingerichtet. Die Arbeiten begannen im letzten August und dauern noch bis zum Oktober dieses Jahres.

Eigentlich müsste bei Bauarbeiten ein Durchgang neben dem Trottoir von wenigstens 1,5 Meter offen bleiben. Um die Baustelle zu ermöglichen, habe man auf diese Regelung verzichtet, sagt Daniel Hofer vom Bau- und Verkehrsdepartement (BVD). Die Kantonalbank habe geltend gemacht, dass immer wieder "schwere Anlieferungen" in das Gebäude hinein nötig seien, welche für die Fussgänger ein Risiko dargestellt hätten. Ganz ideal sei die Situation aber nicht, gibt das BVD zu.  

Die eliminierte Passage

Erschwerend kommt für Fussgänger hinzu, dass der Eigentümer der Liegenschaft Aeschenvorstadt 37 eine Passage durch die Gebäude, die direkt zur Aeschenvorstadt führte, in Absprache mit der Kantonalbank schliessen liess. Mit dieser Abkürzung hätte sich in der jetzigen Situation das gesperrte Trottoir umgehen lassen.

Der Durchgang war allerdings wenig bekannt und die dortigen Geschäfte – früher auch eine Buchhandlung – konnten nicht auf Laufkundschaft zählen. Die Ladenräume einer ehemaligen Kleiderboutique beim nun geschlossenen Eingang an der Aeschenvorstadt stehen seit einiger Zeit leer.

Kühles Strassenbild

Die Situation im Brunngässlein bleibt somit im Moment noch unerfreulich. Mit ihren kühlen Neubauten und ihrer schattigen Lage lädt die Verbindung zwischen Picassoplatz und Aeschenvorstadt auch mit zwei intakten Trottoirs wenig zum Verweilen ein. Zum Glück gibt es an der Ecke zum Gässlein das Irish Pub "Flanagan's" (früher: "Salatladen"), wo sich nicht nur die Expats treffen, und gegenüber der Baustelle das neue und architekonisch kühne Hotel "Nomad" mit Bar und Restaurant.          



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"Vor dem Gesetz sind einige gleicher"

In den letzten Jahren wurde es augenfälliger: je mehr ein Privatunternehmen an Steuern zahlt, desto mehr (Vor)rechte darf es sich herausnehmen. Heute die Kantonalbank am Brunngässlein oder die Roche im Kleinbasel. Krakengleich fressen sich diese Firmen in die Quartiere. Man stelle sich vor: Herr oder Frau Basler möchte für den Bau eines privaten Hauses wochen- und monatelang Strassen verengen oder ganz
sperren. Mitten auf der Strasse ist es ihm auch verwehrt, seine Garagenausfahrt zu errichten. Merke aber: Vor dem Gesetz sind einige gleicher als die andern…


Peter Bächle, Basel




"Immer kundenunfreundlicher"

Die BKB ist in der ganzen Stadt am umbauen und aber auch am Schliessen von BKB-Standplätzen (auch die Messe wird geschlossen werden... wie andere Oertchen schon geschlossen wurden). Genau so bei der Post: es wird immer ungemütlicher.

Na ja, diese Stadt wird immer mehr "kundenunfreundlich", so wie sie Parkplatz-unfreundlich geworden ist und auch ich lieber wegfahre – und keine Besucher mehr nach Basel kommen lasse. Und wenn Manager aus Hongkong, Singapore, etc. kommen, dann fahr ich mit denen nicht mehr in die Stadt hinein, sondern hinaus.

Und? Und ich war völlig perplex, dass die mega-happy reagierten wenn ich in ein Dorf hinausfuhr, in einer Dorfbeiz essen ging: "Ihis is the very best you every did show us. I want to buy here a house. You are my friend" – Aha, Babel-Hochhäuser haben die auch schon genug, ebenso wie städtische cities – aber mal frei hinaus in die Natur: Das hat die umgeworfen. Darum sage ich: tschüss Basel – geh ich halt noch mehr nach aussen (kaufen, essen, to show, usw).


Bernhard Bosshart, Basel



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Weihnachts-Geschichte aus Israel
RückSpiegel


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In ihrem Artikel über die "Berlusconisierung von links" zitiert die Weltwoche aus dem "dem gutinformierten Basler Internetdienst OnlineReports".

In seinem Bericht über die Gefährlichkeit des Basler Centralbahnplatzes geht Barfi auf einen OnlineReports-Bericht aus dem Jahr 2001 ein, der damals schon die Probleme thematisierte.

Blick, Tages-Anzeiger, Basler Zeitung, BZ Basel, 20 Minuten und Barfi bezogen sich in ihren Artikeln über die Schüsse einen Mann in der Basler Innenstadt auf einen News-Primeur von OnlineReports.

Der Tages-Anzeiger und 20 Minuten nahmen in ihren Berichten über den gefährlichen Zwischenfall mit einem Intercity-Zuges der SBB in Stein-Säckingen auf OnlineReports Bezug.

In ihrem Interview mit der neuen BVB-Präsidentin Yvonne Hunkeler nahm die Basler Zeitung auf OnlineReports Bezug.

Die Basler Zeitung nahm den OnlineReports-Feature über den Einbruch im Restaurant "Dalbestübli" auf.

Die Volksstimme zitierte in ihrer Presseschau über die Säuli-Metzgete in Sissach aus der OnlineReports-Reportage.

Im Bericht über Rechtsprobleme des Bordells an der Basler Amerbachstrasse zitiert Barfi aus OnlineReports.

Ausführlich geht die Basler Zeitung auf einen kritischen OnlineReports-Gastkommentar über den Eigenmietwert-Steuerfall um Rösly M. ein.

In seinem Beitrag über "Die Basler Sinnkrise" zitiert der Tages-Anzeiger aus dem OnlineReports-Leitartikel "Willkommen im Baselbiet: Nichts geht mehr", in dem es um einen "Kanton in der Sinn-Krise" geht.

barfi, die BZ Basel, die Tageswoche, die Badische Zeitung und das Baublatt haben die OnlineReports-Story über den Abbruch des "Rostbalkens" und die geplanten Hochhäuser beim Basler Bahnhof SBB aufgenommen.
 
Infosperber.ch geht in einem Kommentar über das "Dauer-Bashing" der Behörden durch die Medien auf die Konter-Position von OnlineReports ein.

Die Basler Zeitung nahm in ihrer Berichterstattung über den "Fall Wessels" auf einen OnlineReports-Kommentar Bezug.

Die Basler Zeitung, die BZ Basel, die SDA und die Badische Zeitung gingen auf den OnlineReports-Primeur über die Berufung des türkischen Basler Polizei-Assistenten gegen den Strafbefehl der Staatsanwaltschaft ein.

20 Minuten online nahm die OnlineReports-News über die Basler verkehrs-Betriebe (BVB) an der Grenze ihrer Belastung auf.

Die BZ Basel und das Regionaljournal gingen aktuell auf die OnlineReports-Recherche über einen Manipulations-Versuch der BVB-Direktion im Vorfeld der Wahlen in die Personalkommission ein.

Barfi zog die OnlineReports-Story über die umstrittene Umnutzung des "FKK-Clubs" in ein Bordell an der Amerbachstrasse in Basel nach.

Der Landbote nahm die OnlineReports-Story über den Stromeinkauf der Gemeinde Muttenz beim Stadtwerk Winterthur auf.

Die OnlineReports-News über den Personalabbau auf der Basler Hauptpost wurde durch Telebasel aufgenommen.

Telebasel online ging in seinem Bericht über die SP-Prämieninitiative auf einen Kommentar von OnlineReports ein. 

Die Weltwoche zitierte in ihrem Bericht über den Basler Scharia-Befürworter Aziz Osmanoglu aus einem Gerichts-Bericht von OnlineReports.

Weitere RückSpiegel

In einem Satz


Elisabeth Pestalozzi, seit August 2016 stellvertretende Chefredaktorin von Radio SRF, wird im zweiten Quartal 2018 neue Kommunikationsleiterin der Christoph Merian Stiftung.

• Über tausend Personen verlangen in einer Petition der SP Gelterkinden die Einführung von Tempo 30.

• Im zweiten Wahlgang der Liestaler Stadtrats-Ersatzwahl vom 14. Januar 2018 treten Marie-Theres Beeler (geboren 1959, Grüne) und Karin Jeitziner (geboren 1961, FDP) an.

Marco Greiner, Regierungssprecher und Vizestaatsschreiber von Basel-Stadt, ist neuer Präsident der Schweizerischen Informations-Konferenz öffentlicher Verwaltungen.

• Die Basler CVP hat ihre mit 3'910 Unterschriften versehene Krankenkassen-Initiative eingereicht, die verlangt, dass selbstbezahlte Prämien für die obligatorische Krankenpflege-Versicherung vom steuerbaren Einkommen abgezogen werden können

• Mit der Jus-Studentin Laetitia Block als Nachfolgerin von Pascal Messerli steht erstmals eine Frau an der Spitze der Jungen SVP Basel-Stadt.

• Das Basler Ristorante Cibo Mediterraneo ist der künftige Betreiber der neuen Buvette am St. Alban-Rheinweg.

Reto Meyer, Inhaber und Geschäftsführer der WS Kommunikation in Basel, kauft per Jahreswechsel sämliche Anteile der BSSM Werbeagentur von Urs Schneider und Hannes Müller.

Jana Wachtl (38) wird als Nachfolgerin von Sabine Kubli auf Jahresbeginn neue Leiterin der Baselbieter Fachstelle "Gleichstellung für Frauen und Männer".

• Das Basler Energieunternehmen IWB plant, im Februar 2018 elf neue Ladesäulen für Elektrofahrzeuge in Quartierstrassen auf Allmend zu installieren.

• Entgegen der Parole der kantonalen CVP sagte der CVP-Wahlreis Liestal Nein zum "8. Generellen Leistungsauftrag für den öffentlichen Verkehr" und damit Ja zum "Läufelfingerli".

Raymond Cron wird als Nachfolger von Andreas Büttiker ab 1. Januar 2018 neues Verwaltungsratsmitglied des EuroAirport Basel-Mulhouse-Freiburg.

• Der Basler Grosse Rat hat die Standesinitiative der SP gegen der Schliessung von Quartier-Poststellen überwiesen.

• Die bürgerlichen Jungparteien von Basel-Stadt ziehen ihre Zweirad-Initiative zurück, da sie mit dem vom Grossen Rat beschlossenen Gegenvorschlag ihre Hauptforderungen als erfüllt betrachten.

• Die Baselbieter Wahlen des Landrats und des Regierungsrats für die Amtsperiode vom 1. Juli 2019 bis 30. Juni 2023 finden am 31. März 2019 statt.

• Weil mit dem als Gegenvorschlag verabschiedeten neuen Bürgerrechtsgesetz und den Anpassungen auf Bundesebene die Anliegen der Initianten erfüllt sind, zieht die SVP Basel-Stadt ihre Volksinitiative "Keine Einbürgerung von Kriminellen und Sozialhilfeempfängern" zurück.

• Mit der Gründung der Sektion Waldenburg wollen die Grünen Baselland im Wahlkreis Waldenburg den verlorenen Landratssitz zurück erobern.