BaZ Holding verlegt Sitz nach Zug und ändert Namen

Die "Basler Zeitung" (BaZ) verlegt den Sitz ihrer Holding von Basel-Stadt nach Zug. Gleichzeitig ändert sie ihren Namen in WATT Capital Holding AG.
Basel, 17. Oktober 2010

Die pikante – vermutlich steuertechnisch motivierte – Sitzverlegung geht aus dem Basler Kantonsblatt und dem Schweizerischen Handelsamtsblatt hervor. Danach wurde mit Datum vom 11. Februar dieses Jahres die "BaZ Holding AG" mit Sitz an der Gerbergasse 48 in Basel – dem Sitz der Anwaltskanzlei von Martin Wagner (Bild), dem Präsidenten des BaZ-Verwaltungsrates, mit einem Aktienkapital von einer Million Franken gegründet. Am 16. September wurden die Statuten und gleichzeitig auch der Name und der Sitz geändert: Die "BaZ Holding AG" heisst neuerdings "WATT Capital Holding AG" und hat ihren Sitz in Zug. Domiziliert ist die Holding bei Zuger Anwalt Ernst Brandenberg.

Verwaltungsratsräsident der Holding ist Martin Wagner, als Mitglieder firmieren der Tessiner Anwalt Massimo Pedrazzini, der als Kontakt- und Vertrauensperson von Tito Tettamanti einen grossen Teil dessen Imperiums betreut, sowie der Basler Anwalt und Notar Pascal Berger, Partner von Martin Wagners Anwaltskanzlei. Wegen Verlegung des Sitzes nach Zug wird die frühere BaZ-Holding im Handelsregister des Kantons Zug eingetragen und im Handelsregister des Kantons Basel-Stadt gelöscht.

Gegenüber OnlineReports bestätigte Martin Wagner heute Sonntagnachmittag, dass sich die Firmenbezeichnung "WATT" aus Kürzeln der beiden BaZ-Aktionäre Wagner (WA) und Tito Tettamanti (TT) zusammensetzt. Formal sei es so gewesen, dass die "BaZ Holding AG", die zu 75 Prozent Tettamanti und zu 25 Prozent Wagner gehört, die "National-Zeitung und Basler Nachrichten AG" gekauft habe. Diese Käufergesellschaft, deren Zweck unter anderem der Erwerb von Beteiligungen ist, habe kürzlich "eine weitere Beteiligung geplant", die sich aber nicht habe realisieren lassen.

Die Namensänderung und den gleichzeitigen Sitzwechsel nach Zug begründete Wagner mit dieser geplanten Beteiligung. Ausserdem wolle die WATT-Holding ihre Beteiligungen nicht auf Basel oder die Schweiz beschränken, weshalb sich eine örtliche "Neutralisierung" des Namens aufgedrängt habe. Wagner verneinte steuerliche Motive für die Sitzverlegung, da die Holding aus dem Basler Medienunternehmen "im derzeitigen Turnaround keine Riesengwinne abschöpfen" könne. "Bis Jahresende", so Martin Wagners Plan, soll die BaZ-Gruppe "schwarze Zahlen schreiben".




Weiterführende Links:
- Familie Hagemann verkauft BaZ-Gruppe an Tettamanti und Wagner
- "Ich werde dreinreden. Ich greife ein"
- "Weltwoche"-Vize Markus Somm wird neuer BaZ-Chefredaktor
- BaZ ist in der Region Nordwestschweiz nur noch die Nummer zwei
- Wagner und Hagemann: Vollständige Firmen-Trennung
- BaZ baut weitere 24 Stellen in Druck und Prepress ab
- Auch Familie Hagemann muss BaZ-Abo jetzt zahlen
- BaZ: Volker Strohm wird doch nicht Wirtschafts-Chef
- BaZ und BZ: Der Auflagenschwund geht weiter


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"Die Weltwochisierung wird immer deutlicher"

Die neuen Besitzer der BaZ werden mir immer sympathischer! Ich habe eben erst das Abonnement noch einmal um ein halbes Jahr verlängert, weil ich den Neuen, insbesondere auch dem Chefredaktor, eine Chance geben wollte. Den Herren Wagner und Tettamanti geht es offenbar gar nicht um die Zeitung, sondern um die Beteiligungen. Und die Weltwochisierung des redaktionellen Inhalts wird auch immer deutlicher. Wagner kann man doch nicht über den Weg trauen. Er hat auch erst scheinheilig gesagt, er plane nicht, Somm an Bord zu holen. Und dann tat er es doch. Dass der Sitz der Holding in eine Steuer-Oase verlegt wird, hat System: Gerade letzte Woche stellte Markus Somm fest, in Basel seien die Steuern viel zu hoch. Zufall? Wohl kaum. Ich glaube, ich warte nicht bis Ende März 2011, bis ich mein BaZ-Abonnement doch kündige. Die Zeitungsleser und -abonnenten scheinen ohnehin nur ein lästiges Hindernis auf dem Weg zu reicheren Jagdgründen zu sein.


Gaby Burgermeister, Basel




"Allen, die sich gefreut haben, ..."

Allen, die sich gefreut haben, dass die BaZ nicht an die NZZ verkauft wurde, müssen spätestens jetzt die Augen aufgehen.


Caterina Galli, Basel




"Allmählich zum Sprachrohr der Hochfinanz"

Nun ist es soweit, der Anfang vom Ende der baslerischen Identität der BaZ! Aus "BaZ Holding" wird "WATT Capital Holding", d.h. die "Basler Zeitung" wird nur noch ein Mimpfeli im grossen Topf einer kapitalkräftigen Gesellschaft sein. Mit Hilfe ebendieses Kapitals und eines stramm rechtskonservativen Chefredaktors wird eine liberale Zeitung allmählich zum Sprachrohr der Hochfinanz und des Rechtspopulismus umfunktioniert. Wird der aufmüpfige Bebbi das schlucken? Ich jedenfalls werde mein BaZ-Abo auslaufen lassen. Die Infos zum täglichen Geschehen, die mich interessieren, kann ich ich mir auch anderswo beschaffen. Herr Tettamanti mag genug Milliarden haben, um sich Medien zu kaufen, die dann sein Credo verbreiten. Aber mein Geld kriegt er nicht mehr und meine Meinung ist eh nicht käuflich.


Esther Murbach, Basel




"Geheim, aber offensichtlich"

Immer wieder die gleichen Abläufe zur Vorbereitung eines Firmenverkaufes. Geheim, aber so offensichtlich. Schwammige schwarze Zahlen und Visionen und einen guten Preis, um den Marktanteilsgewinn für den Käufer attraktiv zu machen. Mir tun die Mitarbeiter leid.


Rolf Hermann, Basel



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Frisch pubertiert

Nicht nur "fräch und härzig"
RückSpiegel


Die Basler Zeitung äusserte sich in einer Gerichtsberichterstattung über einen "Sexverbrecher" (so die BaZ) kritisch über OnlineReports.

Telebasel und die Basler Zeitung bezogen sich in ihren Berichten über das Bordell in der Schillerstrasse auf einen OnlineReports-Bericht.

Die BZ Basel, die Basler Zeitung, 20 Minuten, die Nachrichtenagentur SDA, das SRF-Regionaljournal und die Badische Zeitung nahmen die OnlineReports-News über den Unfall an der Parking-Baustelle beim Kunstmuseum auf.

Die OnlineReports-Recherche über die Zukunft des Basler "Viertel-Kreis" wurde von der Gundeldinger Zeitung aufgenommen.

Die Nachrichtenagentur SDA nahm die OnlineReports-News über die Berufung im Fall des pädophilen Sekundarlehrers auf.

Die OnlineReports-Nachricht des Todes von Hannes Bertschi wurde von der Basler Zeitung, für die der Verstorbene auch gearbeitet hat, aufgenommen.

Die BZ Basel, Telebasel, das Regionaljournal, die SDA und die Basler Zeitung zogen die OnlineReports-Recherche über den Verzicht auf den Bau eines Forschungszentrums beim Basler Augenspital nach.

Telebasel, das Regionaljournal, die Basler Zeitung und die BZ Basel nahmen den OnlineReports-Primeur über die Massenkündigung von Mietern der Hochhäuser am Basler Schorenweg auf.

In einer Buchbesprechung über LSD zitierte die Basler Zeitung aus einem OnlineReports-Bericht aus dem Jahr 2006.

La Liberté zitiert in einer Vorschau Peter Knechtli zur geplanten Fusion der öffentlichen Spitäler in der Region Basel.

In ihrem Bericht über den Verkauf der "Winkler Livecom" durch die MCH Group zitiert die Basler Zeitung einen OnlineReports-Bericht aus dem Jahr 2007.

In ihrer Analyse über die Zukunft der Basler Medienlandschaft ging die BZ Basel auch auf OnlineReports ein.

Die BZ Basel schrieb OnlineReports eine Meldung über eine Baselbieter Richter-Karriere ab.

Die Basler Zeitung und Telebasel griffen die OnlineReports-Recherche über die aggressive Mietzins-Erhöhung der Schweizerischen Rheinhäfen gegenüber dem privaten Sportboot-Hafen auf.

Telebasel zitierte zur Einleitung des "Sonntalks" über Prämienverbilligungen aus dem OnlineReports-Kommentar "Anton Lauber muss sozialer werden".

Die NZZ nimmt in ihren Hintergrund-Artikel über "Basel in der Abseitsfalle" auf einen OnlineReports-Leitartikel Bezug.

Eine Kolumne in der Basler Zeitung erinnert daran, dass OnlineReports über die Verlegung der Tram-Haltestelle vom Spalentor in die Spalenvorstadt berichtet hat.

Die Basler Zeitung publiziert aus Anlass des 20-jährigen Bestehens von OnlineReports ein ausführliches Porträt zur Entwicklungsgeschichte.

Prime News führte aus Anlass des 20-jährigen Bestehens von OnlineReports ein ausführliches Interview mit Chefredaktor Peter Knechtli.

In ihrem Bericht über einen hartnäckigen Streit um das Basler Restaurant "Löwenzorn" nimmt die Basler Zeitung auf einen früheren OnlineReports-Bericht Bezug.

Die Nachrichtenagentur SDA erwähnt OnlineReports und seine schwarzen Zahlen seit zwanzig Jahren im Zusammenhang mit der Einstellung der "Tageswoche".

Weitere RückSpiegel

In einem Satz


• Der frühere BVB-Kommunikations-Chef Stephan Appenzeller tritt die Nachfolge von Stephan Maurer als Präsident der IGöV Nordwestschweiz an.

• Die Nationalrats-Kandidierenden der EVP Baselland: Elisabeth Augstburger, Liestal; Sara Fritz, Birsfelden; Martin Geiser, Gelterkinden; Andrea Heger, Hölstein; Werner Hotz, Allschwil; Lukas Keller, Bottmingen

• Die Stadt Weil am Rhein und der Kanton Basel-Stadt veranstalten gemeinsam einen städtebaulichen Studienauftrag für das Areal Otterbach Süd in Weil am Rhein, das sich im Eigentum der Einwohnergemeinde der Stadt Basel befindet.

• Der SP-Vizepräsident Mustafa Atici tritt Ende Mai aus dem Grossen Rat zurück und nach damit seiner Nachfolgerin Michela Seggiani Platz.

• Die Wintersingerin Nicole Roth wird neue Präsidentin der Jungen SVP Baselland (JSVP BL).

Anna Holm wird Präsidentin der Juso Baselland, Jasmine Bosshard und Noam Schaulin firmieren als Vizepräsidium.

• Der Arzt, Uni-Dozent, LDP-Grossrat, Meister E.E. Zunft zum Goldenen Stern und Aktivfasnächtler Raoul Furlano ist neuer Obersperber des Basler Sperber-Kollegiums.

• Eine Baselbieter Rentnerin übergab einem "falschen Polizisten" Schmuck im Wert von mehreren 10'000 Franken.

• Bei einem budgetierten Gewinn von 3 Millionen Franken schloss die Baselbieter Staatsrechnung mit einem Überschuss von 56 Millionen Franken.

• Die "Starke Schule Baselland" hat den Rückzug der Initiative "Niveaugetrennter Unterricht in Promotionsfächern" bekanntgegeben.

• Ein Referendums-Komitee hat am 30. März 5’000 Unterschriften für das Referendum gegen die "Lautsprecher-Beschallung" in Basel der Staatskanzlei übergeben.

• Die Rechnung 2018 des Kantons Basel-Stadt schliesst mit einem Überschuss von 283 Millionen Franken ab und liegt damit um 150 Millionen Franken über dem Budget.

• Die Universität Basel vergibt den Auftrag zur Realisierung des Ersatzneubaus Departement Biomedizin an das Basler Architekturbüro Burckhardt+Partner.

• Der Ständerat hat am 7. März einstimmig die Aufnahme der Projektierungskosten für die Durchmesserstrecke Herzstück in den Bahnausbauschritt 2035 beschlossen.

Michael Wilke wird neuer Leiter der Fachstelle Diversität und Integration in der Kantons- und Stadtentwicklung Basel-Stadt und Nachfolger von Andreas Räss, der neuer Leiter des Baselbieter Amts für Migration und Bürgerrechte wird.

• Die Einführung von Mitarbeitergesprächen und einer leistungsabhängigen Lohnentwicklung bei den Baselbieter Kantonsangestellten führt dazu, dass die "Liga der Baselbieter Steuerzahler" ihre Verfassungsinitiative "Für eine vernünftige staatliche Personalpolitik" zurückzieht.

• Die Basler Regierung spricht sich im Rahmen der Konsultation zum Entwurf des institutionellen Abkommens Schweiz-EU für eine Unterstützung des vorliegenden Abkommens aus.

• Die Basler Verkehrs-Betriebe (BVB) haben mit fast 128 Millionen Fahrgästen letztes Jahr 2,2 Prozent weniger Fahrgäste befördert – dies vor allem wegen Gleiserneuerungs-Arbeiten.

• Das von SVP- und FDP-Kreisen getragene Komitee gegen das vom Grossen Rat beschlossene Neubauprojekt "Naturhistorisches Museum / Staatsarchiv" hat fristgerecht das Referendum mit über 2'700 Unterschriften eingereicht.

• Das Basler Tiefbauamt erteilt Gabriel Pellicanò und Alfredo Ogi den Zuschlag für den Betrieb des Gastro-Kiosks "Hamburgeria Pellicano" an der Feldbergstrasse, der ab Frühjahr in Betrieb gehen soll.

• Mit 18'000 Besuchenden, davon 14'000 Kindern und Jugendlichen und über 300 Schulklassen verzeichnet die "tunBasel" einen Besucherrekord, der sogar das Spitzenjahr 2017 übertraf.

• Die Juso Basel-Stadt haben ihre Nationalrats-Bewerbenden nominiert: Seyran Dilekci (20), Nicolas Eichenberger (28), Livia Kläui (21), Nino Russano (18) und Lucas Wirz (29).

Jochen Kirsch wird neuer Direktor der "Mission 21" und somit Nachfolger von Claudia Bandixen, die Ende August in Pension geht.

• Die Grünliberalen Frauen Schweiz haben die bisherige Vizepräsidentin, die Oberwilerin Tanja Haller, zu ihrer neuen Präsidentin gewählt.