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Werbemarkt eingebrochen: "BZ Basel" baut Stellen ab

Basel/Liestal, 26. Dezember 2017

Die Personal-Situation verengt sich – wie bei allen Zeitungen der Region – auch bei der "Basellandschaftlichen Zeitung" / "BZ Basel". Zwei frei werdende Redaktionsstellen werden nicht mehr besetzt. So jene von Wirtschaftsredaktor Stefan Schuppli (80 Prozent), der in Pension geht, und jene von Julia Gohl (60 Prozent), die bei der BZ ihr Pensum nicht ausbauen konnte und in einem Monat mit einem 90 Prozent-Pensum zur "Coop-Zeitung" wechselt. Laut BZ-Chefredaktor David Sieber ging Redaktionssekretärin Esther Staub "freiwillig in Frühpension"; ihre Stelle werde kompensiert.

Sieber: Minus 2,4 Stellen

In den "selber gewählten vorzeitigen" Ruhestand (so die BZ in ihrer Verabschiedungs-Nachricht) begab sich Daniel Haller. Seine Stelle – so Sieber zu OnlineReports – wurde mit Naomi Gregoris einerseits in der Kultur ausgebaut, andererseits ab Mitte Januar in Liestal eine Online-Praktikumsstelle geschaffen.

Die Kündigung erhielten zwei teils langjährige Layouter, die oft für die "BZ Basel" tätig waren. Wie weit ihnen eine angemessene Frühpensionierung angeboten wurde, liess sich nicht im Detail abklären. Laut Patrik Müller, dem Chefredaktor der Stammredaktion "AZ Nordwestschweiz", gab es "in Einzelfällen Massnahmen zur Abfederung der Kündigung".

Auf die Frage, wieviele Stellen in seinem Zuständigkeitsbereich gesamthaft abgebaut werden, sagt David Sieber: "Kommt drauf an, wie man rechnet. Für mich sind es netto 2,4 Stellen." Dabei sei die BZ – "vor allem im Vergleich zur BaZ" – noch immer "sehr gut aufgestellt". Zudem erhalte seine Zeitung "neue Online-Power aus Aarau ausgeliehen".

"Nicht einfach zu kommunizieren"

Laut Sieber hat die Stellenkürzung nichts mit dem kürzlich angekündigten Regionalzeitungs-Joint Venture der AZ Medien-Gruppe mit der NZZ zu tun. "Die neue Firma gibt es ja noch gar nicht. Bis wir da was spüren – hoffentlich positiv – dauert es sicher ein Jahr." Es sei "natürlich intern nicht einfach zu kommunizieren, weshalb wir Stellen nicht besetzen können, obwohl wir am Lesermarkt die erfolgreichste Tageszeitung der Schweiz sind". Grund sei der Werbemarkt, der "schweizweit eingebrochen" sei. Davon seien andere Medien "zum Teil noch viel stärker betroffen".

Eine weitere, allerdings stellenneutrale Mutation berifft Annika Bangerter, die ins Ressort "Leben&Wissen" der Zentralredaktion in Aarau wechselte. Sie wird ersetzt durch den bisherigen "Barfi"-Redaktor Andreas Schwald, der Niggi Drechsler als Ressortleiter Basel-Stadt ablöst. Drechsler firmiert künftig als Blattmacher.




Weiterführende Links:
- "Spritzigere Zeitung, mehr Primeurs, verstärkte Themenführerschaft"
- AZ Medien und NZZ gründen neues Medienunternehmen
- BaZ-, BZ- und Tawo-Zahlen: Schwere Zeiten für Zeitungen
- Unter Druck: "AZ Medien AG" muss 26 Stellen abbauen
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