Chemie-Havarie in Pratteln: Wir wissen nichts

Pratteln/Liestal, 15. August 2015

Die Polizei Basel-Landschaft liess uns heute Samstagmorgen die folgende "Medienmitteilung" zukommen:

In einem Produktionsgebäude einer Chemiefirma an der Düngerstrasse in Pratteln BL (Schweizerhalle) kam es am Freitagabend, 14. August 2015, gegen 23.00 Uhr, zu einer Havarie.
 
Gemäss den bisherigen Erkenntnissen der involvierten kantonalen Behörden trat eine unbekannte Menge Chlor aus. In der Folge konnte der Austritt umgehend gestoppt und die Dämpfe niedergeschlagen werden. Verletzt wurde niemand. Das Ereignis beschränkte sich weitgehend auf das Firmenareal. Vor Ort durchgeführte Messungen ergaben, dass für Mensch und Umwelt zu keinem Zeitpunkt eine Gefährdung bestand.
 
Die Ursache für die Havarie ist offen und Gegenstand laufender Abklärungen. Zwei Produktionsgebäude, in welchen der Alarm ansprach, mussten vorübergehend evakuiert werden. (...)


Offen gestanden: Mit dieser Mitteilung können wir wegen Substanzlosigkeit nichts anfangen – ausser ein paar Fragen zur polizeilichen Informationspolitik zu stellen:

1. "eine Chemiefirma". Welche Chemiefirma? Wie heisst sie? Was stellt sie her? Weshalb wird der Name der Firma verschwiegen?

2. "Gemäss den bisherigen Erkenntnissen der involvierten kantonalen Behörden trat eine unbekannte Menge Chlor aus." Ist das Austreten einer "unbekannten Menge" Chlor eine öffentlich relevante "Erkenntnis" – oder nicht viel eher das Eingeständnis, dass niemand eine Ahnung hat vom Mass des Austritts und offenbar auch keine Kontrollinstrumente vorhanden sind, die Hinweise auf die ausgetretene Menge geben könnten.

3. "Das Ereignis beschränkte sich weitgehend auf das Firmenareal." Der Begriff "weitgehend" sagt, dass auch Gelände auserhalb des Firmenareals betroffen war. Um welche Art Gelände handelt es sich: Gras? Wohnraum? Spielplatz?

4. "Vor Ort durchgeführte Messungen ergaben, dass für Mensch und Umwelt zu keinem Zeitpunkt eine Gefährdung bestand." Dieses Standard-Modul beruhigt.

5. "Die Ursache für die Havarie ist offen und Gegenstand laufender Abklärungen." Werden wir je erfahren, was die Ursache war und was die laufenden Abklärungen ergeben haben? Und ob allenfalls ein strafrechtlich relevanter Tatbestand vorliegt? Chlor ist nicht einfach Sirup.



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"Information unverantwortlich und fahrlässig"

Wir wohnen notabene auf dem Bruderholz und der Chloraustritt vom Freitagabend, offenbar aus Pratteln, wie man erst jetzt vernimmt, durchdrang unser ganzes Haus. Beunruhigt über dieses Phänomen schlossen wir alle Fenster, ohne zu wissen ,was sich eigentlich abspielt da draussen, ob wir etwas einatmen das gefährlich ist, ob wir noch mehr lüften sollen oder dies die Sache noch schlimmer macht. Die Auswirkung des Ereignis hat ganz bestimmt nicht nur über dem Areal der fraglichen Firma (welcher denn nun eigentlich?) stattgefunden, sondern hat sich  als Wolke sehr viel weiter verbreitet. Die Information ist in der Tat unverantwortlich und fahrlässig.


Marianne und Peter Paul, Basel




"Sehr lasche Medienmitteilungen"

Es  ist erfreulich, wenn wieder einmal Fragen zu den sehr laschen Medienmitteilungen gestellt werden. Seit geraumer Zeit werden Ereignisse / Zwischenfälle nur sehr rudimentär von der Presse / TV wiedergegeben. Die meisten der erwähnten Fragen könnten ohne Probleme und Gesichtsverlust beantwortet werden. Sicher, präzise Mengenangaben und Ursachen sind oft nicht zeitnah zu beantworten. Aber vor nicht allzu langer Zeit wurden die im Beitrag gestellten Fragen durch die Werkleiter und Sicherheitsdienst der hiesigen Chemiefirmen noch soweit als möglich der Öffentlichkeit mitgeteilt.

Welche Strukturen haben die umgekrempelten- und vielmals übernommen Firmen heute? Oder bestehen redaktionelle Weisungen, überhaupt relevante Fragen zu stellen. Oder gibt es auf den Redaktionen keine Mitarbeiter mehr, die dies könnten?


Horst Bauersachs, Füllinsdorf



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"Und übrigens ..."

Weihnachts-Geschichte aus Israel
RückSpiegel


Die Basler Zeitung zog die OnlineReports-News über den Entscheid des Basler Appellationsgerichts gegen die Nichtanhandnahme der Strafanzeigen von Staatsanwältin Eva Eichenberger und Strafgerichtspräsident Lucius Hagemann durch die Obwaldner Oberstaatsanwältin Esther Omlin im Fall "Lehrer H." nach.

In ihrem Artikel über die "Berlusconisierung von links" zitiert die Weltwoche aus dem "dem gutinformierten Basler Internetdienst OnlineReports".

In seinem Bericht über die Gefährlichkeit des Basler Centralbahnplatzes geht Barfi auf einen OnlineReports-Bericht aus dem Jahr 2001 ein, der damals schon die Probleme thematisierte.

Blick, Tages-Anzeiger, Basler Zeitung, BZ Basel, 20 Minuten und Barfi bezogen sich in ihren Artikeln über die Schüsse einen Mann in der Basler Innenstadt auf einen News-Primeur von OnlineReports.

Der Tages-Anzeiger und 20 Minuten nahmen in ihren Berichten über den gefährlichen Zwischenfall mit einem Intercity-Zuges der SBB in Stein-Säckingen auf OnlineReports Bezug.

In ihrem Interview mit der neuen BVB-Präsidentin Yvonne Hunkeler nahm die Basler Zeitung auf OnlineReports Bezug.

Die Basler Zeitung nahm den OnlineReports-Feature über den Einbruch im Restaurant "Dalbestübli" auf.

Die Volksstimme zitierte in ihrer Presseschau über die Säuli-Metzgete in Sissach aus der OnlineReports-Reportage.

Im Bericht über Rechtsprobleme des Bordells an der Basler Amerbachstrasse zitiert Barfi aus OnlineReports.

Ausführlich geht die Basler Zeitung auf einen kritischen OnlineReports-Gastkommentar über den Eigenmietwert-Steuerfall um Rösly M. ein.

In seinem Beitrag über "Die Basler Sinnkrise" zitiert der Tages-Anzeiger aus dem OnlineReports-Leitartikel "Willkommen im Baselbiet: Nichts geht mehr", in dem es um einen "Kanton in der Sinn-Krise" geht.

barfi, die BZ Basel, die Tageswoche, die Badische Zeitung und das Baublatt haben die OnlineReports-Story über den Abbruch des "Rostbalkens" und die geplanten Hochhäuser beim Basler Bahnhof SBB aufgenommen.
 
Infosperber.ch geht in einem Kommentar über das "Dauer-Bashing" der Behörden durch die Medien auf die Konter-Position von OnlineReports ein.

Die Basler Zeitung nahm in ihrer Berichterstattung über den "Fall Wessels" auf einen OnlineReports-Kommentar Bezug.

Die Basler Zeitung, die BZ Basel, die SDA und die Badische Zeitung gingen auf den OnlineReports-Primeur über die Berufung des türkischen Basler Polizei-Assistenten gegen den Strafbefehl der Staatsanwaltschaft ein.

20 Minuten online nahm die OnlineReports-News über die Basler verkehrs-Betriebe (BVB) an der Grenze ihrer Belastung auf.

Die BZ Basel und das Regionaljournal gingen aktuell auf die OnlineReports-Recherche über einen Manipulations-Versuch der BVB-Direktion im Vorfeld der Wahlen in die Personalkommission ein.

Barfi zog die OnlineReports-Story über die umstrittene Umnutzung des "FKK-Clubs" in ein Bordell an der Amerbachstrasse in Basel nach.

Der Landbote nahm die OnlineReports-Story über den Stromeinkauf der Gemeinde Muttenz beim Stadtwerk Winterthur auf.

Die OnlineReports-News über den Personalabbau auf der Basler Hauptpost wurde durch Telebasel aufgenommen.

Telebasel online ging in seinem Bericht über die SP-Prämieninitiative auf einen Kommentar von OnlineReports ein. 

Die Weltwoche zitierte in ihrem Bericht über den Basler Scharia-Befürworter Aziz Osmanoglu aus einem Gerichts-Bericht von OnlineReports.

Weitere RückSpiegel

In einem Satz


Elisabeth Pestalozzi, seit August 2016 stellvertretende Chefredaktorin von Radio SRF, wird im zweiten Quartal 2018 neue Kommunikationsleiterin der Christoph Merian Stiftung.

• Über tausend Personen verlangen in einer Petition der SP Gelterkinden die Einführung von Tempo 30.

• Im zweiten Wahlgang der Liestaler Stadtrats-Ersatzwahl vom 14. Januar 2018 treten Marie-Theres Beeler (geboren 1959, Grüne) und Karin Jeitziner (geboren 1961, FDP) an.

Marco Greiner, Regierungssprecher und Vizestaatsschreiber von Basel-Stadt, ist neuer Präsident der Schweizerischen Informations-Konferenz öffentlicher Verwaltungen.

• Die Basler CVP hat ihre mit 3'910 Unterschriften versehene Krankenkassen-Initiative eingereicht, die verlangt, dass selbstbezahlte Prämien für die obligatorische Krankenpflege-Versicherung vom steuerbaren Einkommen abgezogen werden können

• Mit der Jus-Studentin Laetitia Block als Nachfolgerin von Pascal Messerli steht erstmals eine Frau an der Spitze der Jungen SVP Basel-Stadt.

• Das Basler Ristorante Cibo Mediterraneo ist der künftige Betreiber der neuen Buvette am St. Alban-Rheinweg.

Reto Meyer, Inhaber und Geschäftsführer der WS Kommunikation in Basel, kauft per Jahreswechsel sämliche Anteile der BSSM Werbeagentur von Urs Schneider und Hannes Müller.

Jana Wachtl (38) wird als Nachfolgerin von Sabine Kubli auf Jahresbeginn neue Leiterin der Baselbieter Fachstelle "Gleichstellung für Frauen und Männer".

• Das Basler Energieunternehmen IWB plant, im Februar 2018 elf neue Ladesäulen für Elektrofahrzeuge in Quartierstrassen auf Allmend zu installieren.

• Entgegen der Parole der kantonalen CVP sagte der CVP-Wahlreis Liestal Nein zum "8. Generellen Leistungsauftrag für den öffentlichen Verkehr" und damit Ja zum "Läufelfingerli".

Raymond Cron wird als Nachfolger von Andreas Büttiker ab 1. Januar 2018 neues Verwaltungsratsmitglied des EuroAirport Basel-Mulhouse-Freiburg.

• Der Basler Grosse Rat hat die Standesinitiative der SP gegen der Schliessung von Quartier-Poststellen überwiesen.

• Die bürgerlichen Jungparteien von Basel-Stadt ziehen ihre Zweirad-Initiative zurück, da sie mit dem vom Grossen Rat beschlossenen Gegenvorschlag ihre Hauptforderungen als erfüllt betrachten.

• Die Baselbieter Wahlen des Landrats und des Regierungsrats für die Amtsperiode vom 1. Juli 2019 bis 30. Juni 2023 finden am 31. März 2019 statt.

• Weil mit dem als Gegenvorschlag verabschiedeten neuen Bürgerrechtsgesetz und den Anpassungen auf Bundesebene die Anliegen der Initianten erfüllt sind, zieht die SVP Basel-Stadt ihre Volksinitiative "Keine Einbürgerung von Kriminellen und Sozialhilfeempfängern" zurück.

• Mit der Gründung der Sektion Waldenburg wollen die Grünen Baselland im Wahlkreis Waldenburg den verlorenen Landratssitz zurück erobern.