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1:0 dank Streller: Der FC Basel bezwingt Liverpool

Punkt 22.37 Uhr heute Mittwochabend füllte Riesenjubel den Basler St.Jakob-Park: Der FC Basel bezwang Liverpool FC in der zweiten Runde der Champions League mit 1:0 Toren.
Basel, 1. Oktober 2014

Je internationaler die Gegner sind – wenn es nicht gerade Real Madrid ist –, desto zuverlässiger scheint der FC Basel über sich hinaus zu wachsen. Die englischen Clubs liegen ihm besonders. Grosse Mannschaften wie Chelsea, Manchester United und Tottenham haben die Rotblauen in den letzten Jahren schon geschlagen. Heute Abend musste die Mannschaft von Liverpool mit hängenden Köpfen vom Spielfeld.

FC Basel wie verwandelt

Wer nach der 5:1-Schlappe gegen Real Madrid ein entlarvendes Zwei-Klassen-Spiel befürchtet hatte, sah sich getäuscht. Die Basler, die in der spanischen Hauptstadt durch hilfloses Rückwärts-Spiel auffielen, schienen wie verwandelt. In keiner Phase der Auseinandersetzung liessen sich die Einheimischen länger als einen Angriff unter Druck setzen. Vielmehr spielten sie gleich von Beginn an gut organisiert und angriffsfreudig, so dass sie schon nach 22 Sekunden zum ersten Corner kamen.

Die Star-Kicker aus der Beatles-Stadt dagegen liessen zwar individuelle Spitzenklasse, physische Stärke und Gefährlichkeit erkennen, wenn sie zum sturmartigen Konter ansetzten, wirkten aber oft fahrig und unbeholfen. Kaum ein Angriff liess clevere Spielzüge und geometrisch raffinierte Pässe erkennen.

Keiner der Stars überzeugte wirklich

Der erfahrene Internationale und Captain Steven Gerrard (Bild links) kam gar nie in die Lage, als Spielmacher aus dem Mittelfeld aufzutreten und der flinke Flügelstürmer Raheem Sterling beschwor im Ansatz häufig häufig Gefahr vor Tomáš Vaclics Tor hervor, doch er traf überall hin, nur nicht in den Basler Kasten. Auch sein Mitstürmer Mario Balotelli mit seiner kräftigen Statur, die einem wendigen Schrank auf zwei Beinen gleicht, blieb immer wieder in der sicheren Basler Abwehr hängen. Als sich ihm die Niederlage als unabwendbar offenbarte, schien ihm gar die Dribbel-Lust etwas abhanden zu kommen.

Die Basler dagegen spielten – lautstark angefeuert durch die Fans im mit 36'000 Zuschauern ausverkauften "Joggeli" – vielleicht etwas weniger dynamisch, dafür beherzt, gemeinschaftsorientiert und unbeeindruckt vom favorisierten Gegner. Eine herausragende Partie bot Geoffroy Serey Die. Der Ivorer luchste den "Reds" immer wieder Bälle ab und erwies sich einmal mehr als zuspielsichere Kraft und Ballverteiler hinter der Sturmspitze. Auffällig war, wie die Basler nach einer Rettung in letzter Not das Leder aus Verzweiflung nicht einfach in den Nachthimmel oder wohin auch immer spedierten, sondern immer gleich zu einem geordneten Angriff übergingen.

Spiel-Entscheider Streller

Held des Abends aber war Marco Streller (Bild rechts), der für den FCB schon so oft ein Spiel entscheidend beeinflusst hat . Nachdem die erste Hälfte noch torlos geendet hatte, gelang ihm in der 52. Minute der einzige Treffer der verdient gewonnenen Partie, als er einen von Liverpool-Hüter Simon Mignolet abgewehrten Ball in die Maschen pfefferte. Er stand, einmal mehr, goldrichtig.

Für Behrang Safari war das attraktive Spiel schon in der sechsten Minute zu Ende: Er musste verletzt vom Platz. Dafür bekam der junge Derlis Gonzalez für den Rest der Begegnung Gelegenheit, sein vielversprechendes Talent unter Beweis zu stellen. Den verbleibenden Gruppenspielen darf der FC Basel nach der heutigen Leistung mit einiger Zuversicht entgegen sehen.

Zwischenfälle vor dem Spiel

Vor dem Spiel kam es nach 18.30 Uhr auf dem Barfüsserplatz zu einer Schlägerei zwischen rivalisierende Fan-Gruppen. Dabei wurde ein 49-jähriger Mann verletzt, so dass er in die Notfallstation eingeliefert werden musste. Die Gruppen wurden durch die Kantonspolizei getrennt. Dabei wurden laut einem Communiqué des Sicherheitsdepartements die Sicherheitskräfte "mit Gegenständen beworfen". Die Polizei setzte darauf "kurzfristig Gummischrot" ein (so Sprecher Andreas Knuchel zu OnlineReports), hielt einen Beteiligten an und unterzog ihn einer Personenkontrolle. Er wurde am gleichen Abend wieder aus der Kontrolle entlassen.

Nachtrag vom 2. Oktober 2014. Behrang Safari zog sich im gestrigen Spiel der gegen Liverpool FC einen Muskelfaserriss im rechten Oberschenkel zu. Der Aussenverteidiger fällt somit für einige Wochen aus, wie der FCB heute Donnerstag mitteilt.



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"Wir bringen Sie weiter"

Schlachtvieh-Transporter
Aufschrift, gesehen
am 13. Januar 2020
am Spalenring in Basel
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Für die Passagiere keine gute Nachricht.

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