Gewalt-Demo: Vier verletzte Polizisten, hoher Sachschaden

Ungewohnte Aggression entlud sich gestern Freitagabend in Basel an einer unbewilligten Demonstration von Linksautonomen.
Basel, 19. September 2015

Zu einem Polizeieinsatz mit Tränengas und Gummischrot sowie massiven Verwüstungen führte die Kundgebung gegen die Militärübung "Conex15" vor dem Ausschaffungs-Gefängnis "Bässlergut". Dort hatten Demonstranten die Polizei von der Strasse und vom Bahndamm her mit Feuerwerkskörpern und teilweise faustgrossen Steinen beworfen und sie danach mit heftigen Laserattacken zu blenden versucht. Vier Polizisten erlitten Verletzungen.

Die Kundgebung mit 300 Teilnehmenden begann um 19 Uhr am Claraplatz und führte durch die Klybeckstrasse Richtung Dreirosenanlage und von dort über den Riehenring zum Ausschaffungs-Gefängnis. Auf dieser Route wurden der Verkehr behindert und Gebäude verschmiert, wie die Polizei mitteilt. 16 Personen seien "kontrolliert" worden, vier von ihnen auf einer Polizeiwache etwas genauer, weil sie vermummt waren und "verdächtiges Material" mit sich führten.

Nach den Angriffen zogen die meisten Demonstranten durch die Hochbergerstrasse Richtung Uferstrasse, andere verteilten sich. Doch die Aggression setzte sich in der Hochbergerstrasse, der Freiburgerstrasse und am Wiesendamm fort: Mit Steinen, Stahlschrauben, Baustellen-Absperrungen und Flaschen wurden an mehreren Gebäuden zahlreiche Fensterscheiben, Schiebetüren, Vitrinen und Werbesäulen eingeschlagen. Zudem wurden mehrere Fahrzeuge der Grenzwache und der Polizei sowie ein Lieferwagen stark beschädigt. Im Weiteren wurden mehrere Häuser mit Farbe verschmiert.

Die Staatsanwaltschaft beziffert den Sachschaden auf über 100'000 Franken. Fünf Schweizer im Alter von 18 bis 24 Jahren sowie zwei Schweizerinnen im Alter von 25 und 26 Jahren sowie eine 22-jährige Österreicherin wurden festgenommen. Gegen sie wurde ein Verfahren wegen Landfriedensbruch, Gewalt und Drohung gegen Behörden und Beamte, Sachbeschädigung und Störung des öffentlichen Verkehrs eingeleitet.

Heute Samstagnachmittag, an dem sich die Kantonspolizei im Rahmen des "Blaulichttags" auf dem Barfüsserplatz präsentiert, geht es um 14 Uhr laut einem weiteren Aufruf mit einer unbewilligten Demonstration gleich weiter. Polizei-Sprecher Martin Schütz sagte gegenüber OnlineReports, die Polizei sei trotz der Präsentation "auf alle Eventualitäten vorbereitet".

Sicherheitsdirektor Baschi Dürr (FDP) zeigte sich "angewidert". In einem Facebook-Eintrag schreib er: "Statt in Zeiten grosser Flüchtlingskrisen dankbar zu sein, wie gut es uns hier geht, wird die Bevölkerung erschreckt und fremdes Eigentum zerstört, werden Polizisten angegriffen und verletzt. Bar jeden politischen und anderen Inhalts. So schäbig wie unnötig."



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"Besser manipulieren"

Bei der Bildung zu sparen hat nach meiner Meinung nichts mit der Finanzsituation zu tun, sondern ist politisch bedingt. Ungebildete Menschen (nicht dumme) kann man viel besser manipulieren! Bei der Polizei ist es ähnlich: Je mehr dort gespart wird, umso besser kann über sie schimpfen!


Hanspeter Berger, Basel




"Chaoten wollen sich nur austoben"

Da machen einige Chaoten Radau und greifen die Polizei an weil sie angeblich gegen Conex demonstrieren. Conex hat zwar mit dem Militär zu tun aber nicht mit kriegerischen Sachen. Und wenn so gewesen wäre, dann ist es sowieso völlig daneben wenn man dazu Gewalt zelebriert. Das zeigt doch wieder einmal, dass Chaoten einfach nur eine Möglichkeit suchen um sich auszutoben. Mit der Realität hat das schon gar nicht zu tun. Ich hoffe, diese Leute sind doch noch lernfähig.


Peter Isler, Basel



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"Diese Bespiele zeigen, dass die GLP im Kanton Basel-Stadt ebenfalls als linke Partei einzustufen und für Bürgerliche nicht mehr wählbar ist."

Junge SVP Basel-Stadt
in einer Medienmitteilung
zum Stimm- und Wahlrecht für
Ausländerinnen und Ausländer
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Falls das zutrifft, dürfte Katja Christ Bundesrats-Kandidatin Regula Rytz gewählt haben.

RückSpiegel


Die OnlineReports-Nachricht vom Tod des ersten Baselbieter Kantonsgerichtspräsidenten Peter Meier wurde von der BZ, Telebasel, der Basler Zeitung und vom SRF-Regionaljournal nachgezogen.

Telebasel, die BZ und die Badische Zeitung nahmen die OnlineReports-News über die technisch bedingte Umkehr einer "Austrian Airlines"-Maschine nach Wien auf

Die Basler Zeitung und die BZ nahmen die OnlineReports-Nachricht zum Tod des Konjunkturforschers Christoph Koellreuter auf.

20 minuten online, Blick, nau.ch, das SRF-Regionaljournal und Telebasel nahmen den OnlineReports-Primeur über den Unfalltod des Basler Umweltschützers Martin Vosseler auf.

nau.ch schrieb die OnlineReports-Recherche über den FDP-Wahlversand an Basler Neu- und Jungwähler zu einem eigenen Artikel um und verwertete auch die OnlineReports-Illustration dazu.

In der Besprechung des Films "Bruno Manser – Stimme des Regenwalds" nahm die BZ auf eine OnlineReports-Recherche Bezug.

Die BZ nahm den OnlineReports-Primeur über eine Rückzahlung der wegen Veruntreuung angeklagten ex-Kassierin der katholischen Kirchgemeinde Grellingen auf.

Die Basler Zeitung greift in ihrem Bericht über die E-Trottinett-Anarchie auf ein OnlineReports-Interview zurück.

In ihrem Bericht über die Hühnerhaltung auf einem Basler Mehrfamiienhaus nimmt die BZ Bezug auf eine frühere Recherche von OnlineReports.

Die BZ bezog sich in ihrer Recherche über die Abgänge von Kaderärzten am Kantonsspital Baselland auf einen Bericht in OnlineReports.

Die BZ berief sich in einem Bericht über die Massenkündigungen am Schorenweg auf eine OnlineReports-News.

Die Schweiz am Wochenende und die Basler Zeitung haben die OnlineReports-News über den Bombenalarm am EuroAirport aufgenommen.

Das SRF-Regionaljournal, Telebasel, die Schweiz am Wochenende und Prime News haben den OnlineReports-Primeur über die Schliessung des Basler Kinos "Rex" nachgezogen.

In ihrem Bericht über den Gelterkinder Antennenposter-Streit bezog sich die Basler Zeitung auf OnlineReports.

Die BZ nahm die OnlineReports-News über den Rücktritt der Basler Unispital-Verwaltungsrätin Irmtraut Gürkan aus dem Vorstand des Universitäts-Klinikums Heidelberg auf.

Weitere RückSpiegel

In einem Satz


Die Baselbieter Grünen reichten am 12. Dezember ihre mit rund 1700 Unterschriften versehene Klimaschutz-Initiative ein, die das Ziel des Pariser Abkommens gesetzlich verankern will.

Die Basler SP-Bürgergemeinderätin Canan Özden tritt auf Anfang 2020 die Nachfolge der zurücktretenden Gabriella Matefi (SP) als Basler Bürgerrätin (Exekutive der Bürgergemeinde) an.

Das Theater Basel konnte im Jahr 2018/2019 die Anzahl der Besuchenden zum vierten Mal in Folge auf 183'705 Personen (+1,6 Prozent) erhöhen, während jedoch die Besucher-Einnahmen um 1,7 Prozent sanken.

Die neue grüne Baselbieter Landrätin Laura Grazioli übernimmt von der frisch gewählten Nationalrätin Florence Brenzikofer das freiwerdende Präsidium der Finanzkommission.

Paola Gallo, die ehemalige Geschäftsleiterin von "Surprise", übernimmt per 1. Oktober 2019 die Geschäftsführung der Job Factory Basel AG und der Stiftung Job Training.

Der 19-jährige Geografie- und Geschichtsstudent Nino Russano wird als Nachfolger von Nicolas Eichenberger neuer Präsident der Juso Basel-Stadt.

Der Basler Bürgerrat hat eine spürbare Senkung der Einbürgerungsgebühren beschlossen, von der sowohl ausländische als auch Schweizer Bewerbende profitieren.

Die Verlängerung der BVB-Tramlinie 3 nach Saint-Louis kostete rund 84 statt 93,7 Millionen Franken und ist somit um fast zehn Millionen Franken günstiger als geplant.

Die Baselbieter Regierung beantragt dem Landrat, dem Staatspersonal per 1. Januar 2020 einen Teuerungsausgleich von 0,5 Prozent auszurichten.

Die Forscherin Michaela Kneissel nimmt anstelle des Ende Jahr ausscheidenden Ulrich Vischer Einsitz im Universitätsrat der Universität Basel.

Nach dem Rücktritt der neuen Basler Regierungsrätin Tanja Soland aus dem Grossen Rat rückt die ehemalige Juso-Präsidentin Jessica Brandenburger ab 1. Dezember ins Parlament nach.

Die ausserordentliche Mitgliederversammlung des Jungen Grünen Bündnisses Nordwest vom 3. November 2019 wählte als Nachfolger von Dominik Beeler Simon Fankhauser in das Co-Präsidium.

Zu sieben Fällen von Sachbeschädigungen an Autos kam es in der Nacht von Freitag auf Samstag, 2. November, in der Umgebung der Tramhaltestelle "Vogesenstrasse" in Reinach.

Der Gemeinderat von Riehen erwartet für die Planperiode 2020 bis 2023 jährliche Defizite von 1,3 bis 2,5 Millionen Franken.

Susanne Wäfler-Müller (42) wird ab dem 1. Mai 2020 die Führung der Kantonsbibliothek Baselland übernehmen und auf Gerhard Matter folgen, der im Frühjahr in den Ruhestand gehen wird.

Zu Beginn des Schuljahrs 2021/22 wird Informatik als obligatorisches Fach in allen Baselbieter Gymnasien eingeführt.