© Foto by Christoph Wamister, OnlineReports.ch


Wohn-Initiativen: Basel soll nicht "Silicon Valley" werden

Die Basler SP eröffnete heute Mittwochmorgen die Abstimmungs-Kampagne für die vier Wohn-Initiativen. Ihr Fokus: Basel dürfe als Wohnraum nicht nur den Gutverdienenden offen stehen. Deshalb seien Schutzmassnahmen für die 85 Prozent Mieter und Mieterinnen notwendig.
Basel, 25. April 2018

Die SP Basel-Stadt unterstützt die vier kantonalen Wohninitiativen, über welchdie am 10. Juni abgestimmt wird. Basel dürfe nicht zum wirtschaftsboomenden "Silicon Valley" werden, das Wohnraum nur noch für Gutverdienende zur Verfügung stelle, erklärte Parteisekretärin Livia Diem an einer Pressekonferenz.

Gegen Leerkündigungen

Denn die Tendenz sei problematisch. Während die Zahl der Arbeitsplätze zunehme, liege der Leerwohnungsbestand so tief, dass nur noch fünf von tausend Wohnungen auf dem Markt seien. Wohnen werde in Basel immer teurer, während der gewichtete Durchschnitt der Löhne stagniere. Wohnungen würden vermehrt als Renditeobjekte betrachtet und für Totalsanierungen leergekündigt. Das habe praktisch die selbe Rechtswirkung wie die Kündigung zum Eigenbedarf.

Mit vier Initiativen, von denen deren drei vom Mieterverband lanciert wurden, will die Linke eine Reihe von Schutzmassnahmen zu Gunsten von weniger begüterten Mietern etablieren.

Erhaltung des Quartiercharakters

Zwei der Initiativen zielen auf die Verfassung: Es soll erstens ein Recht auf Wohnen festgeschrieben werden.

Zweitens soll "Wohnen ohne Angst vor Vertreibung" ermöglicht werden. Gemäss der vorgeschlagenen Formulierung soll der Kanton Massnahmen ergreifen, "die den Charakter der Quartiere, den aktuellen Wohnbestand sowie die bestehenden Wohn- und Lebensverhältnisse bewahren." Das soll vor allem den älteren und langjährigen Mietern zu gute kommen.

Nicht gegen Wachstum

Die SP sage nicht Nein zum Wachstum, betonte Parteipräsident Pascal Pfister. Zu fördern sei aber vor allem der genossenschaftliche Wohnungsbau und eine sinnvolle Verdichtung im Bestand. Ökologisch-energetische Sanierungen müssten sozial abgefedert werden.

Zwei weitere Initiativen verlangen die Pflicht zur Deklarierung des vorherigen Mietzinses bei der Neuvermietung einer Wohnung und eine Begrenzung der Gerichtsgebühren auf 500 Franken bei Streitigkeiten vor der Mietschlichtungsstelle.

Es ist mit einem harten Abstimmungskampf zu rechnen. Morgen Donnerstag präsentiert das Komitee "4x Nein zu den schädlichen Wohninitiativen" seine Gegenargumente.

Bild v.l.n.r.: Kerstin Wenk, Pascal Pfister, Livia Diem, Georg Mattmüller




Weiterführende Links:
- "Die Wohn-Initiativen sind ein Hochrisiko-Experiment"


 Ihre Meinung zu dieser News
(Mails ohne kompletten Absender werden nicht bearbeitet)
fileadmin/templates/pics/echo.gif

"Linksgesinnte Wohnraum-Zuteiler"

Eigentlich genügen meines Erachtens die bestehenden eidgenössischen Gesetze im Mieterschutz vollauf. Aber nein, die SP und Konsorten wollen unbedingt einmal mehr einen teuren und völlig unnötigen "Basel-Finish" anbringen und Zustände wie in der DDR selig basteln. Bald werden dann wohl linksgesinnte Wohnkommissare den Wohnraum in vergammelnden Häusern zuteilen. Was dafür wachsen wird, sind die Bürokratie und die Gerichte sowie der Zuzug von Sozialfällen. Am Gericht wird dann fröhlich drauflos prozessiert werden wegen Nichtigkeiten. Es ist ja gratis...


Edwin Tschopp, Basel



www.onlinereports.ch - Das unabhängige News-Portal der Nordwestschweiz

© Das Copyright sämtlicher auf dem Portal www.onlinereports.ch enthaltenen multimedialer Inhalte (Text, Bild, Audio, Video) liegt bei der OnlineReports GmbH sowie bei den Autorinnen und Autoren. Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck und Veröffentlichungen jeder Art nur gegen Honorar und mit schriftlichem Einverständnis der Redaktion von OnlineReports.ch.

Die Redaktion bedingt hiermit jegliche Verantwortung und Haftung für Werbe-Banner oder andere Beiträge von Dritten oder einzelnen Autoren ab, die eigene Beiträge, wenn auch mit Zustimmung der Redaktion, auf der Plattform von OnlineReports publizieren. OnlineReports bemüht sich nach bestem Wissen und Gewissen darum, Urheber- und andere Rechte von Dritten durch ihre Publikationen nicht zu verletzen. Wer dennoch eine Verletzung derartiger Rechte auf OnlineReports feststellt, wird gebeten, die Redaktion umgehend zu informieren, damit die beanstandeten Inhalte unverzüglich entfernt werden können.

Auf dieser Website gibt es Links zu Websites Dritter. Sobald Sie diese anklicken, verlassen Sie unseren Einflussbereich. Für fremde Websites, zu welchen von dieser Website aus ein Link besteht, übernimmt OnlineReports keine inhaltliche oder rechtliche Verantwortung. Dasselbe gilt für Websites Dritter, die auf OnlineReports verlinken.

Alles mit scharf

Der Hirnriss im Kopfkino
fileadmin/templates/pics/gelesen.gif
"Im Theater Basel hat es gebrannt (...) Sachschäden entstanden keine."

Prime News
Newsletter
vom 1. Oktober 2019
fileadmin/templates/pics/gelesen.gif

Solche Feuerchen hat man gern.

RückSpiegel


nau.ch schrieb die OnlineReports-Recherche über den FDP-Wahlversand an Basler Neu- und Jungwähler zu einem eigenen Artikel um und verwertete auch die OnlineReports-Illustration dazu.

In der Besprechung des Films "Bruno Manser – Stimme des Regenwalds" nahm die BZ auf eine OnlineReports-Recherche Bezug.

Die BZ nahm den OnlineReports-Primeur über eine Rückzahlung der wegen Veruntreuung angeklagten ex-Kassierin der katholischen Kirchgemeinde Grellingen auf.

Die Basler Zeitung greift in ihrem Bericht über die E-Trottinett-Anarchie auf ein OnlineReports-Interview zurück.

In ihrem Bericht über die Hühnerhaltung auf einem Basler Mehrfamiienhaus nimmt die BZ Bezug auf eine frühere Recherche von OnlineReports.

Die BZ bezog sich in ihrer Recherche über die Abgänge von Kaderärzten am Kantonsspital Baselland auf einen Bericht in OnlineReports.

Die BZ berief sich in einem Bericht über die Massenkündigungen am Schorenweg auf eine OnlineReports-News.

Die Schweiz am Wochenende und die Basler Zeitung haben die OnlineReports-News über den Bombenalarm am EuroAirport aufgenommen.

Das SRF-Regionaljournal, Telebasel, die Schweiz am Wochenende und Prime News haben den OnlineReports-Primeur über die Schliessung des Basler Kinos "Rex" nachgezogen.

In ihrem Bericht über den Gelterkinder Antennenposter-Streit bezog sich die Basler Zeitung auf OnlineReports.

Die BZ nahm die OnlineReports-News über den Rücktritt der Basler Unispital-Verwaltungsrätin Irmtraut Gürkan aus dem Vorstand des Universitäts-Klinikums Heidelberg auf.

Weitere RückSpiegel

In einem Satz


Zu Beginn des Schuljahrs 2021/22 wird Informatik als obligatorisches Fach in allen Baselbieter Gymnasien eingeführt.

Die SP Baselland empfahl an ihrer Delegiertenversammlung vom 22. Oktober, im zweiten Ständerats-Wahlgang die grüne Maya Graf zu wählen.

Die Grünen Liestal und Umgebung haben Marie-Theres Beeler an der Mitgliederversammlung vom 22. Oktober für die Legislatur 2020-2024 für den Stadtrat nominiert.

Am 9. August 2019 hat Eva Meuli dem Landrat ihren Rücktritt als Präsidentin der Abteilung Sozialversicherungs-Recht des Kantonsgerichts Basel-Landschaft per 31. März 2020 erklärt.

Am 14. Oktober, lediglich drei Wochen nach Ausschreibung der Publikumsöffnung der ADEV Ökowärme AG, waren alle 3000 neu ausgegebenen Namenaktien gezeichnet.

Die Universität Basel richtet am 1. Februar 2020 mit dem Biologen Carsten Gründemann eine Stiftungsprofessur für translationale Komplementärmedizin ein.

Wechsel in der Geschäftsführung der Suchthilfe Region Basel: Barbara Held übernimmt die Leitung per Januar 2020, nachdem Walter Meury – ein Pionier in der Suchtarbeit – Ende Jahr in den Ruhestand geht.

Der Basler Regierungsrat Hans-Peter Wessels, Riehens Gemeindepräsident Hansjörg Wilde und Gemeinderat Daniel Hettich haben die erneuerte Lörracherstrasse in Riehen feierlich eingeweiht.

Veronica Schaller
, frühere Basler Sanitätsdirektorin und zuletzt Kulturbeauftragte der Stadt Bern, wurde zur neuen Präsidentin von "Curaviva Basel-Stadt", dem Verband der Basler Alterspflegeheime, gewählt.

Designierte Verwaltungsratspräsidentin der Schweizerischen Rheinhäfen ist Martina Gmür, Petra Mösching wird Mitglied des Verwaltungsrats.

Der Verein Region Oberbaselbiet wählte den aus dem Fricktal stammenden Gerry Thönen, der die Oberbaselbieter Gemeinden bis zur Gründung des Regionalvereins betreute, zum Geschäftsführer.

Anlässlich der Feierlichkeiten zum 70-Jahr Jubiläum der diplomatischen Beziehungen zwischen der Schweiz und Israel organisiert die Schweizer Botschaft in Israel im September diverse Anlässe mit Bezug zu Basel.

Die Parteileitung des CVP-Wahlkreises Liestal hat einstimmig beschlossen, Elisabeth Augstburger für die Ständeratswahlen vom 20. Oktober zu unterstützen.

Schweizerische Rheinhäfen: Benedikt Weibel hat seinen Rücktritt als Verwaltungsrats-Präsident per 31. Dezember 2019 bekannt gegeben; Martin Dätwyler, Direktor der Handelskammer beider Basel, trat per 30. Juni zurück.

Beat Tschudin (48), seit rund zwölf Jahren den Fachbereich Fahrzeugbewirtschaftung der Baselbieter Polizei, übernimmt ab Dezember die Leitung des Fahrzeugwesens der Bau- und Umweltschutzdirektion als Nachfolger von Christian Oberhausser, der Ende August in vorzeitige Pension geht.

• Das Basler Gesundheits-Departement hat den Umzug von der St. Alban-Vorstadt an seinen neuen Hauptstandort an der Malzgasse 30 in Basel abgeschlossen.

Tom Ryhiner und Balz Stückelberger wurden an einer ausserordentlichen Generalversammlung in den Verwaltungsrat der St. Clara AG und damit gleichzeitig in den Verwaltungsrat des Claraspitals gewählt.

• Am 21. Juni fand der Spatenstich für den Neubau des Schweizerischen Tropen- und Public Health-Instituts) im BaseLink-Areal in Allschwil statt.

• Die Generalversammlung der "SVP Frauen Basel-Stadt" wählte Gianna Hablützel-Bürki einstimmig zur neuen Präsidentin.

• Nach elfjähriger Tätigkeit als Bürgerrätin der Basler Bürgergemeinde tritt die Juristin Gabriella Matefi auf Ende Jahr zurück.

• Die Nationalratsliste der Jungen LDP: Benjamin Grob, Emélie Dunn, Benjamin von Falkenstein, Adrienne Strahm und Michael Hug.

• Der frühere BVB-Kommunikations-Chef Stephan Appenzeller tritt die Nachfolge von Stephan Maurer als Präsident der IGöV Nordwestschweiz an.

• Die Nationalrats-Kandidierenden der EVP Baselland: Elisabeth Augstburger, Liestal; Sara Fritz, Birsfelden; Martin Geiser, Gelterkinden; Andrea Heger, Hölstein; Werner Hotz, Allschwil; Lukas Keller, Bottmingen

• Die Stadt Weil am Rhein und der Kanton Basel-Stadt veranstalten gemeinsam einen städtebaulichen Studienauftrag für das Areal Otterbach Süd in Weil am Rhein, das sich im Eigentum der Einwohnergemeinde der Stadt Basel befindet.

• Der SP-Vizepräsident Mustafa Atici tritt Ende Mai aus dem Grossen Rat zurück und nach damit seiner Nachfolgerin Michela Seggiani Platz.

• Die Wintersingerin Nicole Roth wird neue Präsidentin der Jungen SVP Baselland (JSVP BL).