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Passiv-Guerillero Hans-Peter Wessels, Regierungsrat

Basel, 28. Juni 2010

Als wir heute Montagmorgen den Basler Bau- und Verkehrsdirektor Hans-Peter Wessels (Bild) anriefen – Stichwort: "Facebook" – frotzelte er gleich zurück: "Aha, Sommerloch ...!" – mit seinem schallenden Lachen, das bei geöffneten Fenstern ohne Weiteres bis in die Mitte des Münsterplatzes zu hören ist.

Keine Spur von Hundstagen und Sommerloch, entgegneten wir und knüpften die Frage an: "Wie fühlen Sie sich als Guerillakämpfer?" Nun ist Hans-Peter Wessels bekannt für seine Spontaneität, die ihm erfrischenderweise auch im Status des Stadtstaat-Regenten nicht abhanden gekommen ist. Aber diese Frage schien ihn doch ein Weilchen – gemessen an seiner üblichen Reaktionszeit eine gefühlte Ewigkeit – stutzig zu machen. "Guerillakämpfer ...?"

Ein Angehöriger der "Facebook"-Generation unter unseren Leserinnen und Lesern hatte OnlineReports den entscheidenden Tipp gegeben: In diesem social network existiert eine Gruppe "Gartenguerilla Basel", die auf konspirative Weise Stadtentwicklung betreibt. "Stellt euch vor wir leben in einem Basel voller Blumen und Pflanzen", so die politische Grundsatzerklärung, die gleich zu einer konkreten Aktion auffordert: "Nehmt das Glück in eure Hände", heisst es da weiter, "und bepflanzt Basels (oder sonst wo auf dieser Welt) graue und braune Stellen mit Blumen, Kräuter und Pflänzlein".

Den Graswurzel-Aktivisten geht es also darum, der amtlichen Stadtbegrünungspolitik, die nach ihrer Meinung zu stark mit Zirkel und Reissbrett arbeitet, ein Schnippchen zu schlagen. Wohnqualität und wildes Grün von unten!, lautet die Devise. Mit ihr ist der sozialdemokratische Baudirektor, in dessen Herrschaftsdomäne die Stadtgärtnerei fällt, nicht ganz unvertraut. Und nun stellten wir fest: Auch Hans-Peter Wessels gehört dieser Gruppe "Gartenguerilla Basel" an. Somit identifiziert sich der Chef über die Stadtgärtnerei auch mit der konkreten Handlungsanleitung, die "Facebook" zugänglich macht: "Ganz einfach ... nehmt einen grossen Gewürzstreuer, füllt ihn mit (einheimischem) Saatgut und streut wo immer es euch beliebt." Und weiter: "Meldet Orte an denen Blumen fehlen, grabt um, pflanzt, pflegt und erfreut euch."

Aha, schoss es uns durch den Kopf, die inoffizielle Stadtbegrünung nimmt unter der Gartenguerilleros wohl dann ihren Lauf, wenn sich die schwarze Nacht über die Stadt legt und sich auch die meisten Ordnungshüter aufs Ohr gelegt haben. Vor unserem geistigen Auge sahen wir Hans-Peter Wessels vor dem Morgengrauen zielsicher durch die Stadt radeln, den sonst für familiäre Grillfestivitäten vorgesehenen grossen Gewürzstreuer unverdächtig auf dem Gepäckträger eingeklemmt – unterwegs zur Blumen- und Kräutlein-Kommandoaktion.

Und nun die Gretchenfrage an den höchsten Basler Stadtbegrünungsmeister: "Waren Sie auch schon mit dem zweckentfremdeten Gewürzstreuer unterwegs?" Sofort outet sich Hans-Peter Wessels als Passiv-Gerillero: "Ich pflanze nachts keine Blümchen." Er sei der Gruppe auf eine Anfrage hin beigetreten, "einfach um etwas zu schauen, was die da machen."

Und dann entwickelt er spontan selbst so etwas wie ein politisches Manifest. Ziel dieser "völlig harmlosen" Gruppe sei "die leicht subversive urbane Begrünung von Basel", gegen die in diesem Rahmen nichts einzuwenden sei. Solche "kreative Interventionen" seien "liebevoll" und es sei die Qualität einer Stadt wie Basel, "wenn die Leute ihre Umgebung ein Stück weit selbst gestalten". Eine sich anbahnende Interessenkollision mit der Stadtgärtnerei oder gar eine "Konkurrenzierung" derselben sieht Hans-Peter Wessels nicht. Es könnte theoretisch sein, dass sich an einem Kahlbeet plötzlich zwei Fronten gegenüberstehen: Hier die Kräutlein-Subversiven, die gerade erste Spriess-Erfolge feiern – dort die amtlichen Stadtgärtner-Profis, ausgerüstet mit Zirkel, Richtschnur und kräftigen Tagetes-Setzlingen. Ein typischer Fall für die Schlichtungsstelle für Begrünungs-Angelegenheiten!

Keine Bange, besänftigt der Departements-Chef. Die Stadtgärtnerei sei, wie ihre Baumpatenschaften zeigen, durchaus offen für engagierte Basis-Stadtbegrüner. Immerhin räumt Hans-Peter Wessels ein, dass bei ihm persönlich diesbezüglich durchaus Nachholbedarf punkto pfanzliche Trieb-Vermehrung bestehe: "Ich habe nicht so den grünen Daumen." Darum wird auch nichts aus allem, was auch nur im Geringsten an eine Home Story grenzt. Auf die Frage, wer denn in diesem Sommerloch bei ihm zu Hause die Blumen wässert, sagt er trocken: "No comment."




Weiterführende Links:
- Ein Maisfeld am Aeschengraben, Tomatenbeete auf dem Landhof-Areal


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RückSpiegel


Die Basler Zeitung geht in ihrem Bericht über den "Spagat der CVP-Präsidentin" Brigitte Müller auf ihre Aussagen im OnlineReports-Interview ein.

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In seinem Artikel über medienpolitische Entscheide der Wettbewerbskommission erwähnt Rainer Stadler in der NZZ auch OnlineReports.

Roland Stark, Kolumnist der Basler Zeitung, nahm in seinem Text über Meinungsvielfalt auf OnlineReports Bezug.

In der Meldung über das neue Basler Nachrichten-Portal "Prime News" bezogen sich die BZ Basel, Nachrichtenagentur SDA und das Branchenmagazin Persönlich auf OnlineReports.

Das SRF-Regionaljournal bezog sich in seiner Meldung über die Selbst-Vergiftung des Basler Museumsdirektors Michael Kessler auf OnlineReports.

Die BZ Basel nahm die OnlineReports-News über den Streit der Basler SVP mit ihrem Grossrat Patrick Hafner über Ausstände bei den Mandatabgaben auf.

Das SRF-Regionaljournal und die Schweiz am Wochenende nahmen auf die OnlineReports-Recherche über den durch die Suva verfügten Baustopp am neuen Werkhof in Sissach Bezug.

Die WochenZeitung verweist darauf, dass textfokussierte Nachrichtenportale wie OnlineReports gemäss dem Entwurf des neuen Bundesgesetzes über elektronische Medien nicht in den Genuss einer Bundesförderung kämen.

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entlarvte die von OnlineReports vermeldete Besetzung des Gewächshauses auf dem Dreispitz-Lok-Depot als Scheinbesetzung.

Die Basler Zeitung nahm in ihrem Bericht über den Rückzug des potenziellen Baselbieter FDP-Regierungs-Kandidaten Daniel Recher Bezug auf OnlineReports.

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bezog sich im Bericht über die Email-Affäre um Joël Thüring auf OnlineReports.

Die BZ Basel nahm in ihrer Meldung über Christian Kellers Abgang bei der "Basler Zeitung" Bezug auf eine vorangegangene Nachricht in OnlineReports.

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und die Gundeldinger Zeitung zogen die OnlineReports-Meldung über den Velofriedhof am Basler Bahnhof SBB weiter.

Die OnlineReports-Erstnachricht vom Tod des ehemaligen Basler Regierungsrates Lukas "Cheese" Burckhardt wurde von Barfi.ch, der BZ Basel, die Basler Zeitung, vom SRF-Regionaljournal und von der Nachrichtenagentur SDA aufgenommen.

Die BZ Basel nahm die OnlineReports-Meldung über die Anschlussberufung der Staatsanwaltschaft zum Urteil gegen den Basler Datenschnüffler-Polizisten auf.

Die BZ Basel zog die OnlineReports-News über den Einbürgerungs-Streit der drei baselstädtischen Bürgergemeinden mit dem Kanton Basel-Stadt und den Gang ans Bundesgericht nach.

Die Schweiz am Sonntag schrieb eine OnlineReports-Nachricht über die rechtlichen Schritte der Wirtschaftskammer Baselland gegen die "Basler Zeitung" ab.

In ihrem Artikel über Markus Ritters Abgang aus dem Basler Präsidialdepartement bezog sich die Basler Zeitung auf OnlineReports.

Weitere RückSpiegel

In einem Satz


• Der 33-jährige FCB-Mittelfeldspieler Geoffroy Serey Die hat den bis zum 30. Juni 2019 laufenden Vertrag vorzeitig um ein weiteres Jahr verlängert.

• Der 41-jährige Betriebsökonom Daniel Arni, derzeit noch Leiter der Fachstelle Messen und Märkte im Präsidialdepartement, wird ab Dezember neuer Leiter der Basler Allmendverwaltung und Nachfolger von Niklaus Hofmann.

• Die Elektra Baselland (EBL) senkt auch im Jahr 2019 wieder ihre Strompreise, diesmal um 3,1 Prozent.

• Die Basler Kantonalbank eröffnet am 27. August direkt vis-à-vis des Badischen Bahnhofs ihre neue Filiale Rosental, was schon am 25. August gefeiert wird.

• Der FCB-Captain und Innenverteidiger Marek Suchy hat sich am 12. August im Spiel gegen den FC Sion einen Teilriss der Achillessehne am linken Fuss zugezogen und fällt damit für unbestimmte Zeit aus.

• Die Wirtschafts- und Abgabekommission des Grossen Rates unterstützt den "Basler Kompromiss" zur Umsetzung der Steuervorlage 17 und stimmt dem Ratschlag der Regierung mit einer Änderung zu.

• Nach zwei Jahren wechselt in Basel-Stadt das Präsidium der Fraktion "Grünes Bündnis" wieder von "Basta" (Beatrice Messerli) zu den Grünen (Jürg Stöcklin).

Pierre Lavielle, der Präsident des EuroAirport-Verwaltungsrats, ist am 2. August unerwartet gestorben.

• Verschiedene Baselbieter Gemeinden wie Therwil oder Gelterkinden haben aufgrund der Trockenheit ein totales Verbot des Abbrennens von jeglichen Feuerwerkskörpern (Raketen, Vulkane, Heuler usw.) erlassen, bevor auch der Kantonale Krisenstab ein generelles Verbot aussprach.

• Der Riehener CVP-Einwohnerrat Patrick Huber tritt von seinem Amt als Vizepräsident der Basler CVP und als Leiter der Arbeitsgruppe Wirtschaft auf Ende Juli zurück.

Patrick Huber wird im August neuer Geschäftsführer der Basler Bankenvereinigung (BBVg) als Nachfolger von Raphael Vannoni.
 
"Parterre Basel" ist die neue Pächterin des Basler Konzertlokals "Atlantis" am Klosterberg.

Ueli O. Kräuchi, Geschäftsführer des Verbandes Basellandschaftlicher Gemeinden (VBLG), gibt die Leitung der VBLG-Geschäftsstelle per 31. März 2019 altershalber ab.

• Das Bürgerspital Basel übernimmt per 1. Januar 2019 die Spektrum Werkstätte für Menschen mit einer psychischen Beeinträchtigung der Universitären Psychiatrischen Kliniken (UPK) Basel.

• Die Gewerkschaft Unia hat am 4. Juli 2'300 Unterschriften für das Referendum gegen längere Ladenöffnungszeiten eingereicht.

• Der Basler Gewerbeverband reichte zusammen mit den Parteien FDP und SVP, der "IG Lysbüchel" sowie verschiedenen Branchenverbänden das Referendum "gegen die Fehlplanung Lysbüchel" mit 2'972 Unterschriften ein.

Dominique Tellenbach, bisheriger Direktor der Berufsfachschule Basel, wird ab 1. Februar 2019 neuer Rektor der beiden Gewerblich-industriellen Berufsfachschulen Liestal und Muttenz.

Alexander Lenzlinger wird ab 1. August neuer Finanzchef der IWB und Nachfolger von Michael Ackermann, der eine längere berufliche Auszeit nimmt.

• Die Grünen Baselland folgten dem Vorstand und nominierten Isaac Reber für die Regierungsratswahlen 2019 (dritte Amtsperiode).

• Die Basler Grünliberalen lancieren in Riehen eine Petition zum Thema Kunststoff-Recycling, die sowohl in Riehen wie in Basel eingereicht wird.

• Seit 1. Juni ist Bettina Bühler als Nachfolgerin von Birgit Sachweh Geschäftsführerin des Frauenhauses beider Basel.

• Laut einer Studie des Versicherungskonzerns "Baloise" ist Fussball die "gefährlichste Sportart der Welt", da sich jeder vierte Sportunfall in dieser Gattung ereignet.

Anja Bandi übernimmt Anfang Juni von Marc Lüthi die Gesamtleitung der Abteilung Bestattungswesen der Stadtgärtnerei Basel.

• Noch eine neue Aufgabe für die Baselbieter FDP-Nationalrätin Daniela Schneeberger: Sie wird anstelle der zurücktretenden Christine Gorrengourt Verwaltungsrätin der BLT.

Erfolgreich verlief der ausserordentliche Sirenentest am 23. Mai in beiden Basel.

• Der Baselbieter FDP-Landrat Andreas Dürr wurde als Nachfolger von Urs Schweizer zum neuen Präsidenten des ACS beider Basel gewählt.

• Die Basler Energieversorgerin IWB steigerte 2017 den Umsatz auf 739 Millionen Franken, doch fiel der Jahresgewinn mit 74 Millionen Franken wegen Wertberichtigungen und Rückstellungen um 33 Millionen Franken niedriger aus als im Vorjahr.

• Die Baselbieter FDP-Nationalrätin Daniela Schneeberger wurde zur Vizepräsidentin des Schweizerischen Gewerbeverbands gewählt.