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Regierungs-Medienschelte am Neujahrs-Empfang

In seiner Rede am Neujahrs-Empfang der Basler Regierung stellte Regierungspräsident Guy Morin heute Montagabend das Verbindende statt das Trennende in den Vordergrund. Und dazwischen gab's eine pauschale Medienschelte.
Basel, 2. Januar 2017

Knapp einen Monat vor seinem Austritt aus der Exekutive hielt Regierungspräsident Guy Morin vor über 500 geladenen Gästen zum letzten Mal an diesem Rednerpult im "Volkshaus" ein Votum. Darin setzte er dem berühmten Macchiavelli-Diktum "Teile und herrsche" Goethes Interpretation "Verein und leite!" gegenüber.

MEI-Umsetzung "eine Glanzleistung"

In letzter Zeit, so Morin, habe er den Eindruck, dass die machiavellistische Tendenz wieder im Aufwind sei. Als Beispiele nannte er die Polarisierung im amerikanischen Wahlkampf, die unlautere Verunglimpfung politischer Gegner, Fake-News in den sogenannten Sozialen Medien oder Beleidigungen von ethnischen und politischen Minderheiten. Bei den Präsidentschaftswahlen in Österreich habe der "rechtspopulistische" FPÖ-Kandidat Norbert Hofer zu denselben Mitteln gegriffen wie in den US Donald Trump. "Nur, er ist dabei glücklicherweise gescheitert."

Die Masseneinwanderungs-Initiative (MEI) nannte Morin als exemplarisch dafür, dass auch in der Schweiz das Klima rauher werde. Allerdings habe sich die Bundesversammlung bei der Umsetzung für einen "rationalen und pragmatischen Weg" entschieden. "Für mich ist dieses Produkt ein positives Signal und eine Glanzleistung der demokratischen Prozesse in unserem Land." Er hätte sich "nie vorstellen können", dass die Bundesversammlung den Verfassungsartikel "so sorgfältig, zum Wohl unserer Wirtschaft und unter Berücksichtigung der verschiedenen regionalen Bedürfnisse umsetzen würde".

Die bösen Kampagne-Medien

Dann glitt der sonst so bedächtige und um Ausgleich bemühte Grünen-Politiker selbst in ein trennendes Fahrwasser, als er zu einer pauschalen Medien-Schelte ausholte und der Journaille ohne eine Spur der Differenzierung unterstellte, Geschichten nur noch "aufzubauschen", wobei "Differenziertheit und Respekt" verloren gingen. Ohne Ross und Reiter zu nennen, sprach er von einer "medialen Kampagne" vor den vergangenen Wahlen, die "einem Magistraten fast das Genick brechen" konnte.

Gemeint waren vermutlich die "Basler Zeitung" als Akteurin und Sicherheitsdirektor Baschi Dürr als Betroffener. Oder hatte Morin gar die kollektive Basler Journaille im Visier? Ist Kritik nicht mehr erwünscht? Wir wissen es nicht, aber die Vermutung ist nicht abwegig.

Eine Entzweiung diagnostizierte der nach zwölf Regierungsjahren Abtretende nach der Ablehnung der Fusions-Initiative auch im Verhältnis zwischen den beiden Basel. "Da werden in Basel wie in Liestal teilweise verletzende, sicher aber trennende Aussagen gemacht", sagte Morin, wiederum ohne diese Behauptung zu belegen. "Das ist eigentlich die schmerzlichste Erfahrung im Rückblick auf meine Tätigkeit. Wenn ich an den Univertrag und den Kulturvertrag denke, bezweifle ich, dass diese Entwicklung für unsere Region von Vorteil sein wird."

Ein universelles Wir-Gefühl

Was zwischen den beiden Basel nicht gelang, sei in der trinationalen Kooperation der letzten Jahre gelungen. Als Beispiele nannte Morin die grenzüberschreitenden Tramlinien-Verlängerungen nach Weil und St. Louis, die IBA, die gemeinsame Entwicklungsplanung Dreiland mit Huningue und Weil und an den trinationalen Eurodistrict.

Versöhnlich und auch etwas froh steuerte der Redner mit einem Zitat der Schriftstellerin Carolin Emcke auf den Neujahrswunsch an die Gäste zu: "Wir sollten uns für ein universales Wir einsetzen."



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"Medienschelte wie von der SVP"

Ja, schade, Medienschelte wie von der SVP bekannt. Etwas hat der bald Alt-Regierungsrat Morin noch immer nicht gelernt: Dass er längst nach dem Motto "Dividende et impera!" argumentiert. Deshalb tritt er auch für die USR III ein. Ich kann nur hoffen, dass seine neue Arztpraxis nicht so welt- und patientenfremd ist wie seine Regierungsrat-Verlautbarungen ...


Dieter Stumpf, Basel




"Kein kollektiver Verriss"

"Gemeint waren vermutlich die 'Basler Zeitung' als Akteurin ...." Ich glaube nicht, dass Morin einen "kollektiven Verriss" der Basler Journaille im Visier hatte. Die Schelte trifft, zu Recht, gewisse Journalisten des Lokalressorts der "Basler Zeitung", die Geschichten aufbauschen, skandalisieren und immer wieder tendenziös werden. Bedauerlich, dass Chefredakteur Somm derartiges Tun unterstützt, weil so "sein Blatt" weiterhin als journalistischer Non-Valeur im Blätterwald dahin segelt!


Albert Augustin, Gelterkinden




"Ich fand die Rede grossartig"

Schade, dass bei Ihnen, Herr Knechtli, von  der beeindruckenden  Rede von Guy Morin offenbar nur gerade die "Medienschelte" angekommen ist. Das liest sich bei Ihnen ein bisschen nach "getroffenem Hund, der bellt …". Zudem haben die Medien zehn Jahre lang keine Gelegenheit ausgelassen, dem Guy Morin nachzusagen, er regiere weich und ohne Kanten. Nun widmet er einen kleinen Teil seiner Rede der Presse, die nun wirklich ein sonderbare Rolle vor den Wahlen eingenommen hat, und schon ist das auch nicht gut.

Ich jedenfalls fand die Rede grossartig und mir ist aufgefallen, dass – im Gegensatz zu andern Jahren – man die Blätterteigflocke einer der servierten Frischkäsefrühlingsrolle hätte auf den Boden fallen hören, so ruhig und aufmerksam war das grosse Publikum. Ich hoffe, sie erholen sich wieder von der Schelte und starten gut und mit dem üblichen OnlineReports-Elan in ein newsreiches 2017!


Daniel Thiriet, Riehen



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"Mit Grippe in den Notfall"

Basler Zeitung
Front-Schlagzeile
vom 8. August 2017
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Ob der Notfall die Station gefunden hat?

RückSpiegel


Die Basler Zeitung, die BZ Basel, die SDA und die Badische Zeitung gingen auf den OnlineReports-Primeur über die Berufung des türkischen Basler Polizei-Assistenten gegen den Strafbefehl der Staatsanwaltschaft ein.

20 Minuten online nahm die OnlineReports-News über die Basler verkehrs-Betriebe (BVB) an der Grenze ihrer Belastung auf.

Die BZ Basel und das Regionaljournal gingen aktuell auf die OnlineReports-Recherche über einen Manipulations-Versuch der BVB-Direktion im Vorfeld der Wahlen in die Personalkommission ein.

Barfi zog die OnlineReports-Story über die umstrittene Umnutzung des "FKK-Clubs" in ein Bordell an der Amerbachstrasse in Basel nach.

Der Landbote nahm die OnlineReports-Story über den Stromeinkauf der Gemeinde Muttenz beim Stadtwerk Winterthur auf.

Die OnlineReports-News über den Personalabbau auf der Basler Hauptpost wurde durch Telebasel aufgenommen.

Telebasel online ging in seinem Bericht über die SP-Prämieninitiative auf einen Kommentar von OnlineReports ein. 

Die Weltwoche zitierte in ihrem Bericht über den Basler Scharia-Befürworter Aziz Osmanoglu aus einem Gerichts-Bericht von OnlineReports.

Die Basler Zeitung berief sich in ihrem Bericht über die "Maulwurfjagd gegen Mitarbeiter der Basler Verkehrs-Betriebe" auf einen OnlineReports-Artikel.

Im Artikel über die Versetzung eines Kadermanns im Basler Jusitz- und Sicherheitsdepartement nimmt die Basler Zeitung auf eine OnlineReports-Recherche Bezug.

In den BaZ-Standpunkten des Schweizer Fernsehens nennt NZZ-Medienredaktor Rainer Stadler OnlineReports als Element der Basler Medienvielfalt.

Die Basler Zeitung und die Volksstimme zogen die OnlineReports-Nachricht über den Massen-Exodus aus der Parteileitung der FDP Baselland nach.

Die BZ Basel nahm die OnlineReports-News über die Wahl von Beatriz Greuter zur neuen "Birshof"-Direktorin auf.

Barfi
nahm im Bericht über Waschbären in der Stadt Bezug auf eine OnlineReports-Reportage über Waschbären, die Toronto bevölkern.

Die Volksstimme nahm die OnlineReports-Erstmeldung über den Tod des früheren FDP BL-Präsidenten und Untersuchungsrichters Ernst Heimann auf.

Barfi und die Basler Zeitung nahmen die OnlineReports-News über die Schliessung des Nobel-Restaurants "Schifferhaus" auf.

Die Basler Zeitung bezog sich in ihrer Nachricht über die Absage von Saskia Schenker als FDP BL-Präsidentin auf OnlineReports.

Die NZZ nennt Pionier OnlineReports in ihrem Beitrag über die Finanzierung von Online-Medien.

Die Basler Zeitung und die Basellandschaftliche Zeitung berichteten unter Bezugnahme auf OnlineReports über die Trennung der BVB von zwei Kaderleuten.

Das OnlineReports-Interview mit dem designierten FCB-Besitzer Bernhard Burgener nahmen die Fussball-Plattform 4-4-2.com, die Basellandschaftliche Zeitung und die Schweiz am Wochenende auf.

Telebasel berief sich in seinem Bericht über die Interpellation von "Basta"-Grossrat Beat Leuthardt über den designierten FCB-Präsidenten Bernhard Burgener auf OnlineReports.

Die Basler Zeitung berief sich in ihrer Meldung über Betriebs-Wegweiser-Posse auf OnlineReports.

Die Schweiz am Wochenende nahm eine OnlineReports-Story über den Gang der BVB ans Bundesgericht wegen einer Auflösung des Arbeitsverhältnisses auf.

In ihrem Bericht über den Streit um die schmale Treppe im neuen Gelterkinder Hallenbad bezogen sich die Basler Zeitung und die Volksstimme auf OnlineReports.

Die Basler Zeitung griff die OnlineReports-Recherche über markante bauliche Veränderungen im Nord-Teil des Basler "Dreispitz"-Areals auf.

Der schweizerbauer.ch nahm die OnlineReports-Meldung über das auf der Strasse erlegte Rind in Gelterkinden auf.

Weitere RückSpiegel

In einem Satz


• Die Gemeinderäte der direkt betroffenen Gemeinden des Leimentals – von Binningen bis Burg – befürworten übereinstimmend den Bau der Tramlinie 17 über den Margarethenstich, da diese einen "klaren Mehrwert" darstelle.

Monique Juillerat, bisher als Mitglied der Geschäftsleitung von "familea" für die externe und interne Kommunikation verantwortlich, wird ab 1. September neue Kommunikations-Verantwortliche der Baselbieter Bildungs-, Kultur- und Sportdirektion.

• Der Kanton Baselland verkauft das "Chuenimatt-Areal" der Bricks Group AG zur Realisierung des Konzeptes "Tri-innova", das eine schrittweise Entwicklung von unterschiedlich grossen Flächen für Dienstleistungs-, Labor-, Produktionsnutzungen sowie Co-working vorsieht.

Spitex Muttenz schliesst die Pflegewohnung Seminarstrasse per 30. November dieses Jahres.

• Die Schweizerischen Rheinhäfen (SRH) verkaufen ihren Anteil an der Rheinhafen-Gesellschaft Weil am Rhein an die Stadt Weil am Rhein.

• Das Rote Kreuz Basel eröffnet am 11. August einen neuen Secondhand-Kleiderladen im Kleinbasel, konkret: am Claraplatz.

• Der 47-jährige Ökonom Michael Harr, verheiratet und Vater zweier Kinder, übernimmt ab 1. August die Geschäftsleitung der Pro Senectute beider Basel.

• Die Basler Regierung legte die Abgeltung der Staatsgarantie durch die Basler Kantonalbank (BKB) für die Jahre 2017 bis 2020 auf jährlich 8,8 Millionen Franken fest.

• Mit Datum vom 1. Juli wird die Kunstkommission für das Kunstmuseum Basel vom Rechts-Professor Felix Uhlmann präsidiert, der den langjährigen Vorsitzenden Peter Mosimann ablöst.

• Die Basler Regierung hat der Bau- und Finanzgesellschaft Zum Greifen AG den Zuschlag für Bau und den Betrieb eines neuen Quartierparkings unter dem Landhof-Areal erteilt.

• Die von der UNICEF erst kürzlich rezertifizierte "kinderfreundliche Gemeinde" Riehen gibt ihr Wissen an 40 Bürgermeister aus Südkorea weiter, die die Basler Landgemeinde besuchen.

• Da der Vereinszweck erfüllt sei, hat die Generalversammlung den "Verein Kunschti Eglisee" am 16. Juni mit 30 zu 4 Stimmen aufgelöst.

• Nationalrat Christoph Eymann, der ehemalige Vorsteher des Basler Erziehungsdepartements, wurde als neues Mitglied in den Verwaltungsrat des Karger Verlags gewählt.

• Der Kanton Basel-Stadt führt eine neue, zusammenhängende Fussgängerorientierung ein, mit der sich ortsunkundige Gäste, aber auch Einheimische in Basel künftig durch neue Stadtpläne auf Stelen besser zurechtfinden sollen.

• Die kantonale Volksinitiative "Recht auf Wohnen" wurde mit bisher 3'188 gültigen Stimmen der Basler Staatskanzlei überreicht.

• Der Therwiler Gemeindepräsident Reto Wolf löst kommenden September Elisabeth Schneider-Schneiter im Präsidium der "Starken Region Basel/Nordwestschweiz" ab.

Dominik Prétôt, der frühere CEO von Telebasel, wird per 1. Januar 2018 mit einem 50 Prozent-Pensum neuer Informations-Beauftragter der Römisch-katholischen Landeskirche Baselland.