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Der Jura-Windpark in Kienberg erhält Rückenwind

Öffentliche Informationsveranstaltung in Kienberg: Der geplante Windpark kommt im Einverständnis mit der lokalen Bevölkerung voran.
Kienberg, 6. September 2014

Bereits im Jahr 2008 tauchten erste Gedanken auf, auf den Jurakämmen im Grenzgebiet von Kienberg, Oberhof und Wölflinswil die Windkraft zur Erzeugung von elektrischer Energie zu nutzen. Messungen über einen Zeitraum von einem Jahr ergaben, dass das Gebiet Burg als Standort für eine derartige Anlage bestens geeignet sei. Die mittlere Windgeschwindigkeit auf Nabenhöhe liegt dort bei sechs Metern pro Sekunde.

Am 5. April 2011 wurde in Olten die Betriebsgesellschaft des geplanten Windparks, die Windpark Burg AG mit Sitz und folglich auch mit Steuerdomizil im solothurnischen Kienberg, gegründet. Die Aktienmehrheit der Firma halten die Services Industriels de Genève mit 51 Prozent. Die "vento ludens Suisse GmbH" ist mit 34 Prozent beteiligt, die AEW Energie AG mit 10 Prozent und die Gemeinde Kienberg mit 5 Prozent. Die Gemeindeversammlung von Kienberg segnete den entsprechenden Beteiligungsvertrag vor bald zwei Jahren nahezu einstimmig ab.

Fünf Windräder geplant

Wie gestern Freitagabend an einem gut besuchten Informationsanlass in Kienberg zu erfahren war, sind insgesamt fünf Windräder mit einer Nabenhöhe von 108 Metern geplant. Vier Turbinen sind im Gemeindebann von Kienberg vorgesehen, eine in Oberhof. Die Gesamtleistung des Windparks beträgt 11,5 Megawatt und dürfte einen jährlichen Energieertrag von rund 21 Gigawattstunden ergeben.

Reto Rigassi, Geschäftsführer "Suisse Eole", der Vereinigung zur Förderung der Windenergie in der Schweiz, verwies auf die Energiestrategie des Bundesrats, wonach die Kernenergie durch erneuerbare Energien und durch eine höhere Energieeffizienz zu ersetzen ist. Der Wind, dessen Energie zu zwei Dritteln im Winter anfällt, wenn der Energieverbrauch am höchsten ist, eigne sich im Vergleich mit der Photovoltaik wesentlich besser.

Aber, fuhr Rigassi fort, es gebe auch einige heikle Punkte wie etwa der Lärm und Schattenwurf der Rotorblätter, die lokale Akzeptanz, die Sichtbarkeit, oder die Auswirkungen auf die Natur und die Umwelt. Da die Gemeinden bei der Nutzungsplanung das Sagen haben, müsse ein Projekt auch politisch mehrheitsfähig sein, hob der Referent hervor.

Baubewilligung in mindestens drei Jahren

Corinne Tschudin, Project Manager der "vento ludens Suisse GmbH", zeigte auf, dass zahlreiche Vorbereitungsarbeiten bereits abgeschlossen seien. Dazu gehören die Umweltverträglichkeitsprüfung nach den verschiedenste Kriterien, die technischen Studien und die Raumplanung. Praktisch überall befinde man sich im grünen Bereich. Nun werden die Dossiers und Planungsunterlagen bereinigt. Danach seien in den Gemeinden die Raumplanungsverfahren einzuleiten, gefolgt von der Vorprüfung durch die Kantone Solothurn und Aargau und dem eigentlichen Bewilligungsprozedere. Bis die Baubewilligung auf dem Tisch liegen wird, dürften noch mindestens drei Jahre verstreichen.

In Kienberg, erklärte Gemeindepräsident Roger Meier (Bild links) gegenüber OnlineReports, stehe die Bevölkerung nach wie vor hinter dem Projekt. Er äusserte sich zuversichtlich, dass das Verfahren zu einem guten Ende gebracht werden kann.



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"Gemeindeammann würgte kritische Voten ab"

Leider erwähnt der Bericht mit keinem Wort, dass im Anschluss an die Kurzreferate der knapp 1 Stunde dauernden Informationsveranstaltung nur zehn Minuten Zeit für Fragen aus dem Publikum gewährt wurden. Kritische Voten und Fragen wurden nach kürzester Zeit von Gemeindeammann Roger Meier abrupt abgewürgt. Dies ist verständlich angesichts der Tatsache, dass sich die Gemeinde Kienberg unter Punkt 2 im Vertrag mit Vento Ludens verpflichtet hat, alles zu unternehmen, um den Bau der geplanten Windkraftanlagen zu realisieren. Es kann angenommen werden, dass dazu auch die Unterdrückung von Kritik am Projekt gehört.


Angela Glatthaar, Kienberg



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"'Fischer, nie eine vo uns!!!': Mit diesen Worten auf einem Transparent im Joggeli wurde Marcel Fischer im Juni 2015 von den FCB-Supportern empfangen."

20 Minuten online
vom 2. August 2018
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Ob einer oder keiner von uns – ob Marcel Fischer oder Urs Koller: spielt eh alles keine Rolle mehr.

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RückSpiegel


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In einem Satz


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Patrick Huber wird im August neuer Geschäftsführer der Basler Bankenvereinigung (BBVg) als Nachfolger von Raphael Vannoni.
 
"Parterre Basel" ist die neue Pächterin des Basler Konzertlokals "Atlantis" am Klosterberg.

Ueli O. Kräuchi, Geschäftsführer des Verbandes Basellandschaftlicher Gemeinden (VBLG), gibt die Leitung der VBLG-Geschäftsstelle per 31. März 2019 altershalber ab.

• Das Bürgerspital Basel übernimmt per 1. Januar 2019 die Spektrum Werkstätte für Menschen mit einer psychischen Beeinträchtigung der Universitären Psychiatrischen Kliniken (UPK) Basel.

• Die Gewerkschaft Unia hat am 4. Juli 2'300 Unterschriften für das Referendum gegen längere Ladenöffnungszeiten eingereicht.

• Der Basler Gewerbeverband reichte zusammen mit den Parteien FDP und SVP, der "IG Lysbüchel" sowie verschiedenen Branchenverbänden das Referendum "gegen die Fehlplanung Lysbüchel" mit 2'972 Unterschriften ein.

Dominique Tellenbach, bisheriger Direktor der Berufsfachschule Basel, wird ab 1. Februar 2019 neuer Rektor der beiden Gewerblich-industriellen Berufsfachschulen Liestal und Muttenz.

Alexander Lenzlinger wird ab 1. August neuer Finanzchef der IWB und Nachfolger von Michael Ackermann, der eine längere berufliche Auszeit nimmt.

• Die Grünen Baselland folgten dem Vorstand und nominierten Isaac Reber für die Regierungsratswahlen 2019 (dritte Amtsperiode).

• Die Basler Grünliberalen lancieren in Riehen eine Petition zum Thema Kunststoff-Recycling, die sowohl in Riehen wie in Basel eingereicht wird.

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Anja Bandi übernimmt Anfang Juni von Marc Lüthi die Gesamtleitung der Abteilung Bestattungswesen der Stadtgärtnerei Basel.

• Noch eine neue Aufgabe für die Baselbieter FDP-Nationalrätin Daniela Schneeberger: Sie wird anstelle der zurücktretenden Christine Gorrengourt Verwaltungsrätin der BLT.

Erfolgreich verlief der ausserordentliche Sirenentest am 23. Mai in beiden Basel.

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• Die Basler Energieversorgerin IWB steigerte 2017 den Umsatz auf 739 Millionen Franken, doch fiel der Jahresgewinn mit 74 Millionen Franken wegen Wertberichtigungen und Rückstellungen um 33 Millionen Franken niedriger aus als im Vorjahr.

• Die Baselbieter FDP-Nationalrätin Daniela Schneeberger wurde zur Vizepräsidentin des Schweizerischen Gewerbeverbands gewählt.

• Nach Konditionstrainer Marco Walker verlässt nun auch Fitness-Chef Werner Leuthard (56) per Ende Saison den FC Basel.

Barbara Gafner soll zur neuen Vorsteherin der unabhängigen staatlichen Finanzkontrolle des Kantons Baselland gewählt werden.

• Die Baselbieter FDP-Sektionen Binningen und Bottmingen haben in getrennten Abstimmungen die Fusion zur FDP Binningen-Bottmingen beschlossen.

• Die BKB-Filiale am Basler Neuweilerplatz 1, während der letzten Monate umfassend modernisiert, wurde am 5. Mai mit einem Eröffnungsfest für das Quartier neu eröffnet.

• Die Baselbieter Grünen werden in der Oberwiler Dorfpolitik aktiv, indem sie die Themen und das personelle
Engagement der sich auflösenden Neuen Liste Oberwil (NLO) übernehmen.