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Messer-Mörder Frenkendorf: Lebenslänglich und Verwahrung

Das Baselbieter Strafgericht hat heute Mittwochmorgen den Mörder einer in Frenkendorf wohnenden Lehrerin zu einer lebenslänglichen Freiheitsstrafe und einer anschliessenden Verwahrung verurteilt.
Muttenz/Frenkendorf, 25. April 2018

Es war von unvorstellbarer Brutalität, was sich am Abend des 12. November 2015 in einem Carport an der Bahnhofstrasse in Frenkendorf ereignete: Weil die von ihrem Ehemann seit acht Jahren getrennt lebende Lehrerin eine kurze heftige Beziehung mit einem heute 63-jährigen Kaufmann beenden wollte, metzelte er sie gegen 21 Uhr regelrecht nieder.

20 Stich- und Schnittverletzungen – erst mit einem Gertel, dann mit einem Kampfmesser zugefügt – führten zum Tod der damals 64-jährigen KV-Lehrerin. Sie verblutete nach innen und nach aussen. Bei Eintreffen der Polizei steckte die 18 Zentimeter lange Klinge bis zum Schaft in ihrem Rücken. (Hier detaillierter Beschrieb des Falles.)

Schon 1994 Doppelmord

Es war nicht die erste Bluttat, die der Täter zu verantworten hatte: Schon 1994 beging er im solothurnischen Hägendorf einen Doppelmord, indem er mit 40 Schüssen aus einem Sturmgewehr seine ehemalige Freundin und ihren Bruder niedermähte. Dafür musste er lebenslänglich ins Zuchthaus, kam im Sommer 2011 aber frei.

Nach dem erneuten Mord in Frenkendorf kannte das fünfköpfige Baselbieter Strafgericht unter dem Vorsitz von Andreas Schröder keine Gnade: Mit "lebenslänglich" und einer anschliessenden Verwahrung folgte es dem Antrag von Staatsanwältin Corina Darms. Ausserdem muss der Mörder dem Bruder, der Mutter und dem Ehemann der Getöteten eine Genugtuungssumme von je 30'000 Franken zahlen und die Verfahrenskosten von 100'000 Franken übernehmen.

Hass wegen abgebrochener Liebesbeziehung

Der Behauptung des Täters, er habe seine Geliebte nicht töten wollen, sondern kurz vor seinem geplanten Suizid "im Affekt gehandelt", schenkte das Gericht keinerlei Glauben. Vielmehr habe die Frau zu ihrem Ehemann, der im Gerichtssaal die eineinhalbstündige Urteilsbegründung mit gesenktem Kopf verfolgte, zurückkehren wollen, weil sie sich vom neuen Bekannten "beschattet", ja "gestalkt" fühlte.

Dabei habe der Angeklagte "eine tiefe Kränkung, Wut und Hass" auf das Opfer und dessen Ehemann entwickelt: "Es war eine geplante Tat aus Rache, weil die Lehrerin die Liebesbeziehung nicht mehr wollte", sagte Richter Schröder. Sie habe "nicht die geringste Chance" gehabt.

Er erkannte in der fürchterlichen Frenkendörfer Tat "deutliche Parallelen" zum Doppelmord von 1994: Beide Frauen wollten die Trennung und seien Wochen vor der Tat observiert worden, in beiden Fällen schilderte sich der Täter als Opfer und unterstellte den ex-Partnerinnen Untreue.

Therapie zeigte keine Wirkung

Die schärfste mögliche Strafe, die das schweizerische Recht bietet, sprach das Gericht aus, weil er in seinen ersten 17 Jahren Strafvollzug nichts gelernt habe, die Arbeit von nicht weniger als sieben Therapeuten (die er "als Schikane" betrachtet habe) ohne jede sichtbare Wirkung blieb, und weil er im aktuellen Prozess "keine Reue gezeigt" habe: "Sie waren ausgesprochen gefühlsarm, Ihr Geständnis war stereotyp", hielt ihm der Vorsitzende entgegen.

Da der psychiatrische Gutachter für den schuldfähigen Täter "keine Erfolg versprechende therapeutische Massnahme" erkannte und ihm eine "deutlich erhöhte Rückfallgefahr" attestierte, müssten jetzt "sämtliche Alarmglocken läuten", begründete Schröder die Anordnung einer Verwahrung. Der Täter könne in diesem Fall 15 Jahre nach der Verhaftung einen Antrag auf bedingte Entlassung stellen, aber darüber müsse nicht die Vollzugsbehörde entscheiden, sondern ein ordentliches Gericht.

Appellation noch offen

Die Prognosen, dass der Mitte November 2015 verhaftete, geständige Dreifachmörder somit schon nach zwölfeinhalb Jahren auf freien Fuss kommen wird, dürften angesichts der aussichtslosen Vorgeschichte gering sein.

Ob der Mörder gegen das Urteil ans Kantonsgericht appelliert, ist noch offen und soll nach Angaben seines Verteidigers Matthias Aeberli erst nächste Woche entschieden werden. Im Falle eines Weiterzugs würde auch Staatsanwältin Corina Darms Anschlussberufung einlegen, wie sie noch im Justizgebäude erklärte.




Weiterführende Links:
- Frenkendörfer Messer-Mord: Richter hebt Publikums-Ausschluss auf
- Anklage wegen Mordes nach Bluttat in Frenkendorf
- Frau in Carport erstochen: Möglicher Täter verhaftet


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BZ Basel
vom 23. Mai 2018
über den Bau einer
12 Meter breiten Surf-Welle
auf dem Rhein
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Höhe mal Breite gibt Story.

RückSpiegel


20 minuten online bezeog sich im Bericht über die Email-Affäre um Joël Thüring auf OnlineReports.

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In ihrem Kommentar zu "Lukas Engelberger, der Pressezensor" nimmt die Basler Zeitung eine Metapher ("medienrechtliche Namesburka") von OnlineReports auf.

InsideParadeplatz.ch empfahl den Lesern die Lektüre des OnlineReports Porträts des getöteten Medienanwalts Martin Wagner.

Die OnlineReports-Erstnachricht über den gewaltsamen Tod des Basler Wirtschaftsanwalts Martin Wagner in Rünenberg haben unter anderen der Tages-Anzeiger, BZ Basel, Le Temps, Tageswoche, 20 Minuten, Watson, Telebasel, die Volksstimme, der Blick und nau.ch aufgenommen.

Weitere RückSpiegel

In einem Satz


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Erfolgreich verlief der ausserordentliche Sirenentest am 23. Mai in beiden Basel.

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• Die Baselbieter FDP-Nationalrätin Daniela Schneeberger wurde zur Vizepräsidentin des Schweizerischen Gewerbeverbands gewählt.

• Nach Konditionstrainer Marco Walker verlässt nun auch Fitness-Chef Werner Leuthard (56) per Ende Saison den FC Basel.

Barbara Gafner soll zur neuen Vorsteherin der unabhängigen staatlichen Finanzkontrolle des Kantons Baselland gewählt werden.

• Die Baselbieter FDP-Sektionen Binningen und Bottmingen haben in getrennten Abstimmungen die Fusion zur FDP Binningen-Bottmingen beschlossen.

• Die BKB-Filiale am Basler Neuweilerplatz 1, während der letzten Monate umfassend modernisiert, wurde am 5. Mai mit einem Eröffnungsfest für das Quartier neu eröffnet.

• Die Baselbieter Grünen werden in der Oberwiler Dorfpolitik aktiv, indem sie die Themen und das personelle
Engagement der sich auflösenden Neuen Liste Oberwil (NLO) übernehmen.

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10'454 Patienten weist die Psychiatrie Baselland für das Geschäftsjahr 2017 aus.

Peter Brodmann wird neuer Baselbieter Kantonschemiker und Leiter des Amts für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen als Nachfolger von Peter Wenk, der Ende August in Pension geht.

• Die Grünen Baselland nominieren im Hinblick auf die Delegiertenversammlung vom 5. Mai in Olten Landrätin Florence Brenzikofer als Vizepräsidentin der Grünen Schweiz.

• Der Gemeinderat von Birsfelden hat auf einen Vorstoss von Désirée Jaun (SP)beschlossen, als erste Gemeinde in der Nordwestschweiz die Auszeichnung als "Fair Trade Town" anzustreben.

• In der Amtsperiode 2018-2022 bilden die Grünliberalen (GLP) im Einwohnerrat Riehen gemeinsam mit dem parteilosen David Moor eine Fraktion.

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• Die SP Muttenz hat an ihrer Generalversammlung Kathrin Schweizer einstimmig als Regierungsrats-Kandidatin der SP Baselland nominiert.

• Nach fast zwanzig Jahren Tätigkeit verlässt Moderatorin Tamara Wernli Telebasel, weil sie sich künftig aufs Schreiben konzentrieren will.

• Die Gemeinde Riehen ist laut der Einschätzung des Gemeinderates "weiterhin kein Hotspot für kriminelle Aktivitäten".

Heidi Mück und Tonja Zürcher bleiben laut Wahl durch die Mitglieder für weitere zwei Jahre Co-Präsidentinnen von "Basta".

• Der frühere Basler Grossrat und FDP-Nationalrat Urs Schweizer tritt per 15. Mai 2018 nach 15 Jahren als Präsident des ACS beider Basel zurück.

• Nach den Kontrollen an der vergangenen Basler Fasnacht bleiben Pferde von Chaisen und Vorreitern weiterhin erlaubt.

• Die 43-jährige Elisabeth Heer Dietrich wurde mit 82 von 84 Stimmen glanzvoll zur neuen Baselbieter Landschreiberin gewählt.

• Die Revitalisierung der unteren Wiese hat sich aufgrund der vielen Hochwasser um den Jahreswechsel so stark verzögert, dass das Basler Tiefbaumt sie nicht rechtzeitig vor der Fischschonzeit abschliessen konnte und bis Ende Mai pausieren muss.

• Die Rechnung 2017 des Kantons Basel-Stadt schliesst mit einem Überschuss von 251 Millionen Franken ab und liegt damit 108 Millionen Franken über dem Budget.