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© Foto by Rolf W. Voellmin


Sympathie-Welle für eigentümlichen Nordtangente-Phallus

Seit Jahrzehnten steht er sinnlos da: Der funktionslose Entlüftungsturm der Basler Nordtangente. Jetzt soll er abgebrochen werden – da offenbart sich Sympathie für das Bauwerk.
Basel, 26. April 2016

Der 50 Meter hohe Turm am Riehenring ist beinahe aus der ganzen Stadt sichtbar, und jüngere Generationen mögen sich fragen, was für einen Zweck denn dieses auf Pfeilern stehende Betonwerk habe. Keinen!

Gebaut wurde es vor rund dreissig Jahren als Abluftkamin der Nordtangente. Da sich um den Bau dieses heute als Selbstverständlichkeit benutzten Strassentunnels der A2 über den Rhein aber eine äusserst heftige, lange andauernde öffentliche Kontroverse entwickelte, verblich der Zweck des bereits gebauten Turms: Im Verlaufe der Jahre emissionsärmere Autos und die nur einseitig verglaste Dreirosenbrücke führten dazu, dass die Entlüftung des Tunnels nicht mehr nötig war.

Jetzt soll dem Erlenmatt-Turm der Garaus gemacht werden. Im Kantonsblatt ist der "Rückbau" durch das Eidgenössische Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation nun ausgeschrieben. Das Projekt liegt noch bis zum 6. Mai am Sitz des Münsterplatzes auf.

"Ein Denkmal und Zeuge"

Doch was schon bald in Schutt gelegt werden soll, könnte im letzten Moment gerettet werden. Der Basler Architekt Rolf Voellmin ergriff dazu die Initiative. Er will gegen den Abbruch Einsprache einreichen.

Seine Begründung: "Ich finde das unverzeihlich, handelt es ich doch um eine weit sichtbare, elegante Wegmarke im unteren Kleinbasel, auch um ein Denkmal und Zeuge für 30 Jahre Basler Geschichte vom Bau der Nordtangente, wie man sich eindrücklicher nicht wünschen kann." Wenn er auch heutzutags technisch nutzlos sei, so besteche der Turm, der damals in Zusammenarbeit zwischen Ingenieur Jörg Affentranger und dem Stadttheater-Architekten Rolf Gutmann entstanden ist, "in seiner schlanken und vollendeten Form, welche auf dem ganzen Kantonsgebiet ihresgleichen sucht".

Ob eine alternative Nutzung möglich wäre, sei "zur Zeit noch in Abklärung", sagt Voellmin in einem Rundmail an potenzielle Unterstützende. Es gebe "schon eine Menge Ideen". Die vielseitig engagierte Architektin Barbara Buser hat ohne zu zögern Unterstützung zugesagt: "Ich bin dabei."

Abbruch kostet eine halbe Million

Laut Angaben des Basler Bau- und Verkehrsdepartements belaufen sich die Kosten für den Abbruch auf rund 500'000 Franken. Davon gehen zwei Drittel zulastendes Bundesamts für Strassen (Astra), einen Drittel muss der Kanton Basel-Stadt tragen. Der Turm gehört zur Autobahn und ist somit in Besitz des Astra.



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"Als Ingenieurbauwerk jedenfalls bemerkenswert"

Der Abluftkamin für die Nordtangente in Basel wurde nie in Betrieb genommen - soviel ist richtig. Und doch begleitet er uns seit vielen Jahren als markante Silhouette im Stadtbild des Kleinbasels und darüber hinaus. Das Bild des Turms ist uns auf seine Art vertraut geworden, ob geliebt oder gehasst, unverstanden oder einfach zur Kenntnis genommen. Als Ingenieur-Bauwerk gesehen ist der Kamin jedenfalls bemerkenswert, sowohl in seiner Gestaltung, als auch in seiner Ausführungsqualität.

Warum etwas erhalten, das nicht mehr gebraucht wird? Oder: Warum nicht etwas erhalten, das zwar nicht in seiner ursprünglichen Funktion gebraucht wird, jedoch durch seine Lage und Geschichte durchaus Symbolcharakter erlangt hat - für die Planung der Nordtangente mit all ihren Wehen, Krämpfen und Kämpfen?

Wir finden, es gibt für einen Erhalt mindestens ebenso viele Argumente wie für einen Abriss. Vielleicht ist der Erhalt sogar günstiger zu bekommen. Und wenn – nebst der simplen Symbolik als Objekt – eine adäquate Nutzung gefunden werden kann: A la bonheur!


Martin Stettler, Schweizerischer Werkbund, Ortsgruppe Basel, Basel




"Nordtangente ist eine Sauerei"

Die einseitige Verglasung der Dreirosenbrücke macht einseitig einen "Saulärm" und enorm viele Abgase. Dass die Autos (angeblich) Abgasärmer seien, kann ja in eingeschränktem Mass sein. Dafür gibt es heute x mal mehr Autos als vor 30 Jahren. Viele Städte ersticken deshalb förmlich mehr und mehr in den Abgasen, dazu Feinstaub, Lärm, Gefahr, usw.
 
Die ganze Nordtangente ist eine Sauerei, ein Betonmonster eines grössenwahnsinnigen Gigantismus, von der Lehenmatt bis zum Wiesenkreisel. Wenn ich da mitgearbeitet hätte, dann würde ich mich heute schämen, Turm hin oder her.


Rudolf Schulter, Basel



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Veranstaltungs-Hinweis

 

Ein zärtlicher Irrsinn

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"Der Eigentümer hat das Regional-Journal nicht erreicht."

Regional-Journal Basel
am 15. März 2024
über die umstrittene
Basler Villa "La Torre"
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Hatte das "Regi" gerade Pause? 

RückSpiegel


Die Basler Zeitung zitiert in einem Leitartikel über die SVP aus OnlineReports.

Baseljetzt bezieht sich in einer Meldung über den Rücktritt von Ralph Lewin als SGI-Präsident auf OnlineReports.

Die Basler Zeitung nimmt die OnlineReports-Recherche über den blockierten Neubau der BVB-Tramstrecke über das Bruderholz auf.

Die Basler Zeitung und Infosperber übernehmen die OnlineReports-Meldung über den Tod von Linda Stibler.

Die bz zitiert den OnlineReports-Artikel über die Wiedereröffnung des Gefängnisses in Sissach.

Baseljetzt erzählt den OnlineReports-Artikel über die Räppli-Krise nach.

Das Regionaljournal Basel, Baseljetzt, BaZ und 20 Minuten vermelden mit Verweis auf OnlineReports den Baufehler bei der Tramhaltestelle Feldbergstrasse.

Die Basler Zeitung bezieht sich in einem Interview zu den Gemeindefusionen auf OnlineReports.

persoenlich.com und Klein Report vermelden mit Verweis auf OnlineReports die Personalrochade bei Prime News.

Die Volksstimme schreibt über die Wahl von Claudio Miozzari zum Grossratspräsidenten von Basel-Stadt und zitiert dabei OnlineReports.

In einem Artikel über die Leerstandsquote bei Büroflächen in Basel nimmt die bz den Bericht von OnlineReports über einen möglichen Umzug der Basler Polizei ins ehemalige Roche-Gebäude an der Viaduktstrasse auf.

Das Regionaljournal Basel und die bz berichten über die Bohrpläne der Schweizer Salinen im Röserental und beziehen sich dabei auf OnlineReports.

Landrat Thomas Noack zitiert in einem Carte-blanche-Beitrag in der Volksstimme aus dem OnlineReports-Artikel über die Finanzkrise in Baselbieter Gemeinden.

Die Nachrichtenagentur SDA nimmt Bezug auf OnlineReports und schreibt, dass SP-Nationalrätin Sarah Wyss für eine Regierungs-Kandidatur nicht zur Verfügung steht.

Baseljetzt und Klein Report vermelden mit Verweis auf OnlineReports, dass Swisscom die Führungen durch den Fernsehturm auf St. Chrischona einstellt.

20 Minuten und ein Podcast der Zeit nehmen den Artikel von OnlineReports über das Hupe-Verbot für das Kinderkarussell auf dem Münsterplatz auf.

Die bz zieht den OnlineReports-Artikel über die frühere Grellinger Kirchen-Kassiererin nach, die ihre Verurteilung vor Bundesgericht anficht.

Die Basler Zeitung und Happy Radio greifen die OnlineReports-Recherche zur Girema Bau AG auf.  

 

Weitere RückSpiegel

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