© Grafik by Markus Knöpfli, Quelle: Wemf


Zahl der Nordwestschweizer Zeitungsleser stagniert

Verschnaufpause an der Leserfront: Nach den ersten Turbulenzen um die "Basler Zeitung" haben sich die Leserzahlen bereits wieder stabilisiert. Dies zeigen die heute veröffentlichten Leserzahlen der AG für Werbemedienforschung (Wemf). Doch die Ruhe ist trügerisch.
Basel/Liestal, 20. März 2012

Für die aktuelle Wemf-Leserschaftsstudie wurden zwischen September 2010 und September 2011 schweizweit über 23'000 Personen befragt. Aus der Bebbi-Perspektive umfasst die Studie also Markus Somms erstes Jahr als Chefredaktor der "Basler Zeitung" (BaZ). In diese Periode fällt auch das Auffliegen von Christoph Blochers Beratermandat, die erste Protestwelle, die ersten Abo-Kündigungen, der angebliche Verkauf der Basler Zeitung Medien an Moritz Suter – und die relative Beruhigung in den neun folgenden Monaten.

BaZ profitierte von Provokationen


Diese ruhigere Zwischenphase spiegelt sich nun auch in den Leserzahlen wieder: Die BaZ, deren Leserschaft sich nach den beiden ersten Besitzerwechseln und dem Streichen von Gratisabos innert eines Jahres um 12'000 auf 161'000 reduzierte, konnte zumindest bis zum Herbst 2011 ihr Niveau halten.

Diese Verschnaufpause ist erstaunlich, umso mehr, als in derselben Zeit die BaZ-Abos um 7 Prozent und die Kioskverkäufe um 10 Prozent zurück gingen. Weshalb also kam die BaZ dennoch um weitere Leserverluste herum? Eine mögliche Erklärung: Die im Herbst 2010 gekündigten Abos liefen erst nach und nach aus. Zudem wurde die BaZ in dieser Zeit umso intensiver gelesen und ihr Kurs beobachtet, und Somms provokante Leitartikel wurden breit diskutiert.

Doch die Abo-Entwicklung deutet darauf hin: Bei der BaZ ist mit einer weiteren Lesererosion zu rechnen. Umso mehr, als Suters Abgang und Tito Tettamantis erneuter Auftritt als Hauptaktionär von der Studie noch nicht abgedeckt sind – ebenso wenig der Beginn der neuen Basler Pressevielfalt (Lancierung der "TagesWoche", werk- und sonntägliche Expansion der "Basellandschaftlichen Zeitung" nach Basel, Lancierung der BaZ-Sonntagsausgabe).

Noch kein Aufwind für die BZ spürbar

Apropos Pressevielfalt: Die "Basellandschaftliche Zeitung" (BZ) konnte von den Turbulenzen um die BaZ nicht wirklich profitieren, jedenfalls nicht bis zum letzten Herbst. Im Gegenteil, die BZ-Leserschaft sank weiter – langsamer zwar, aber doch pro Halbjahr um 1'000 auf neu 45'000 Personen. Das deckt sich mit der Entwicklung im Auflagebereich, wo die BZ innert Jahresfrist 1'000 Abos verlor.

Noch deutlicher zeigt sich dieser Trend beim Sonntag (nicht in der Grafik), der siebten Ausgabe der BZ: Allein im letzten Jahr verlor er 8'000 Leser und kommt nun in der Nordwestschweiz noch auf 51'000 - der tiefste Stand seit seiner Lancierung im Jahr 2008.

Höhenflug der Gratiszeitungen vorbei

Auch die Gratiszeitungen "20 Minuten" und "Blick am Abend2 scheinen in der Region ihren Zenith hinter sich zu haben. Das Ringier-Abendblatt stagniert bei 73'000 Leserinnen und Lesern. Und "20 Minuten" aus dem Zürcher Verlagshaus Tamedia gibt schon seit einiger Zeit nach und kommt noch auf 159'000 Personen. Letzteres ist jedoch bloss eine Frage der verteilten Auflage: Mit mehr Exemplaren in den Boxen liessen sich die Leserzahlen problemlos in die Höhe treiben.

Es ist offensichtlich: Tamedia steuert die Auflage von "20 Minuten" so, dass die Leserzahlen möglichst nicht höher ausfallen als jene der BaZ – schliesslich arbeiten die Zürcher und die Basler im Werbe- und Onlinebereich eng zusammen.



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