Markus Somms Gehversuche in der Baselbieter Politik

Liestal, 24. Januar 2015

Heute Samstag hat die regionale "Basler Zeitung" Exklusiv-Charakter: Chefredaktor Markus Somm beschäftigt sich ausnahmsweise mit einem regionalen Thema und begibt sich hinab in die Niederungen der Lokalpolitik. Konkret: Er beschäftigt sich mit den Baselbieter Wahlen und der Absicht, den Grünen Isaac Reber aus der Regierung zu werfen und den SP-Mann Daniel Münger mit dem bürgerlichen Quartett – Monica Gschwind und Sabine Pegoraro (beide FDP), Anton Lauber (CVP) und Thomas Weber (SVP) – in dieselbe zu hieven. Die SP-Kandidatin Regula Nebiker erwähnt Somm schon gar nicht.

Von der sonst flüssigen und bildhaften Sprache in Somms "Wort zum Samstag" war da nicht viel zu spüren. Vielmehr schien es ihm etwas Mühe bereitet zu haben, das, was er zu sagen hatte, auf dreiviertel Seiten auszuwalzen. In zwei Aspekten hat er sich etwas verhauen. Er schreibt:


"Angesichts des eher bemitleidenswerten Zustands der Linken – und angesichts der Stärke der Bürgerlichen, ist es durchaus möglich, dass Reber den einzigen linken Sitz verteidigt, während die übrigen vier an die Bürgerlichen gehen."



Isaac Reber ist kein Linker, sondern ein erklärter liberaler Grüner und somit nahe am Profil der Grünliberalen. Zweitens irrt Somm, wenn er schreibt:


"Wollten sich die Grünen in diesen Bereichen von der SP differenzieren, wäre es wohl klüger, man würde wirtschaftsliberaler – nach dem Vorbild der Grünen in Deutschland (zum Teil) oder wie die Grünliberalen in der Schweiz."



Die Baselbieter Grünen sind längst auf dem Weg dorthin. Wenn also keine der SP-Kandidaturen Erfolg hätte, wäre die Linke in der Regierung gar nicht mehr vertreten, weil sich Reber nicht als linker Grüner versteht.


Hier die Einschätzung der acht Kandidierenden durch OnlineReports:

Regula Nebiker
neu
SP, Liestal

Zeigt das markanteste Profil aller neu Kandidierenden. Hat eine Gesamtvorstellung von der Modernisierung des Kantons. Politisiert mit einem Maximum an Unabhängigkeit. Spricht aus, was sie denkt. Langjährige politische Erfahrung als Stadträtin und Einwohnerrätin von Liestal.

Daniel Münger
neu
SP, Münchenstein

Solider Gewerkschafter ohne Berühungsängste. Hat den diskreten Support durch die Wirtschaftskammer. Pragmatischer Politiker mit langer parlamentarischer Erfahrung. Gibt sich mal kämpferisch, mal etwas unverbindlich.

Monica Gschwind
neu
FDP, Hölstein

Immer gut vorbereitet. Zählte im Landrat nicht zu den Auffälligsten. Kam nun aber aus der Reserve. Politisch der SVP nicht allzu fern. Kaum Aussagen zur künftigen Positionierung des Kantons. Zahlenlastig. Zu stark auf die Bildung eingeschossen.

Matthias Imhof
neu
BDP, Laufen

Es sei Zeit für einen Laufentaler in der Regierung, sagt er. Aber tauchte als Unbekanner in den Wahlkampf-Teich auf. Chancenlos. Bringt aber die BDP ins Gespräch.

Sabine Pegoraro
Bau- und Umweltschutz-
direktion
FDP, Pfeffingen

Erprobte Wahlkämpferin. Setzt wenige, aber markante Zeichen: Hier bin ich. Hat die innerparteiliche Zerreissprobe gut überstanden. Zeigt nach zwölf Regierungsjahren keine Abnützungs-Erscheinungen. Immer scharf beobachtet und unter Druck der Wirtschaftskammer.

Isaac Reber
Sicherheitsdirektion
Grüne, Sissach

Umgänglicher, origineller Politiker, der sich auch mal entschuldigen kann. Versteht sich als "liberaler Grüner". Wird vom Kollegium sehr geschätzt. Von grünen Akzenten war bisher nichts zu spüren. Darf im Falle einer Wiederwahl ruhig noch Profil zulegen.

Anton Lauber
Finanzdirektion
CVP, Allschwil

Als neuer Finanzdirektor der zupackende Steuer-Mann schlechthin. Weiss, was er will. Zügiger Reformer. Leader-Typ. Zeigt zunehmend wohltuende Offenheit. Hat Potenzial, die Staatsfinanzen ins Lot zu bringen.

Thomas Weber
Volkswirtschafts- und
Gesundheitsdirektion
SVP, Buus

Betreut mit Spital und Wirtschafts-Förderung emotionale, aber auch schwierige Dossiers. Passt perfekt ins neue Kollegium. Legt das Visier auf weiten Horizont an. SVP-Politiker auf moderatem Kurs. Bisher keine Flops verbucht.




Weiterführende Links:
- Eine Frau strebt nach dem bürgerlichen Regierungs-Quartett
- "Wir müssen auf der Einnahmenseite etwas machen"
- Regula Nebiker will den Baselbieter Amtsschimmel verjagen
- Sein erster Gedanke am Tag gilt den Schafen, dann den Schäflein
- Unternehmenssteuern: "Wir operieren am offenen Herzen"
- BL-Wirtschafts-Offensive mit neuen Förder-Akzenten
- Das Baselbiet beendet eine Amtsperiode der Tragödien


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"Regula Nebiker gehört in die Regierung"

Regula Nebiker, die starke Persönlichkeit mit Oberbaselbieter Wurzeln und berndeutschem Dialekt-Einschlag, gehört unbedingt in den Regierungsrat. Sie hat sich eine eigenständige Meinung zu den künftigen Herausforderungen in der BKSD gebildet und kann die auch mit der Mehrheit der Lehrerschaft bestens umsetzen. Vor allem wird sie keine Marionette der "Wirtschaftskammer- und Hauseigentümer"-Landräte sein. Allein dies bringt den seit zehn Jahren dösenden Kanton entscheidend weiter!


Werner Strüby, Aesch




"Hat Somm Mühe mit starken Frauen?"

Treffender und ausgezeichneter Kommentar von Peter Knechtli. Markus Somm hat sich da total verirrt. Das Einzige, was mir gefällt, ist sein Statement zum bürgerlichen Erfolg, aber das andere ist "politischer Chuzenmist", was er da schreibt. Somm hätte sich besser auf das konzentriert, was er kann, nämlich "die grosse Welt" erklären. Unverzeihlich ist seine "Nichterwähnung" der besten Frau von allen drei Kandidatinnen: Regula Nebiker wäre hervorragend prädestiniert als Regierungsrätin, meine Stimme hat sie! Vielleicht hat Herr Somm Mühe mit starken Frauen, die gibt es nämlich, auch im Baselbiet!


Albert Augustin, Gelterkinden



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