ASE-Anlageskandal: Schwere Finma-Kritik an BKB

Die Basler Kantonalbank (BKB) hat bei der Betreuung der "ASE Investment AG" die bankengesetzlichen Organisations- und Gewährserfordernisse "schwer verletzt".
Basel, 7. Mai 2013

Zu diesem Schluss kommt die Eidgenössische Finanzmarktaufsicht (Finma) in einer Feststellungs-Verfügung, die heute Dienstag rechtskräftig wird.

Die Finma hatte die Rolle der BKB in der Zusammenarbeit mit der ASE Investment unter aufsichtsrechtlichen Gesichtspunkten untersucht. Sie hält in ihrer Verfügung fest, dass die BKB die Rechts-, Reputations- und Kreditrisiken mehrheitlich erkannt, es jedoch versäumt habe, diese Risiken aus bankregulatorischer Sicht ausreichend zu begrenzen. Weiter hält die Aufsichtsbehörde fest, dass die BKB interne Richtlinien verletzt und Hinweise auf rechts- oder sittenwidrige Geschäfte nicht oder ungenügend abgeklärt habe.

Damit bestätigt die Finma im Wesentlichen die Feststellungen des Gutachtens der Anwaltskanzlei Bär & Karrer AG, die im BKB-Auftrag das Verhalten der Bank  gegenüber der ASE und ihren Kunden bankregulatorisch untersuchte.

Wie die BKB in einem heute veröffentlichten Communiqué ausführt, habe sie "die erforderlichen Schritte eingeleitet, um eine einwandfreie Geschäftstätigkeit in allen Filialen der Bank sicherzustellen". Zu den bereits getroffenen Massnahmen gehören:

• Für externe Vermögensverwalter (EVV) führte die BKB ein verschärftes Aufnahme-, Kontroll- und Prüfverfahren ein. Dies hatte zur Folge, dass sich die Bank von mehreren solchen Vermögensverwaltern trennte.

• Das Private Banking Zürich wurde vollständig in die Strukturen des Hauptsitzes integriert.

• Die Leitung des Private Banking Zürich wurde mit René Bürgisser, laut BKB einem "ausgewiesenen Bankfachmann", neu besetzt. Vom bisherigen Leitungsteam des Private Banking Zürich ist niemand mehr bei der BKB tätig.

Die Finma verlangte zusätzlich, dass über die Aufnahme von neuen Beziehungen zu externen Vermögensverwaltern zentral am Basler Hauptsitz entschieden werde. Die BKB habe diese Massnahme "bereits vollständig umgesetzt", teilt sie mit. Weitergehende organisatorische oder geschäftliche Massnahmen habe die Finma gegenüber der BKB nicht angeordnet, behalte sich dies aber explizit vor, sollte es im Private Banking Zürich oder im Geschäft mit externen Vermögensverwaltern zu neuen, schwerwiegenden Vorfällen kommen.




Weiterführende Links:
- ASE-Anlage-Skandal: Anklage gegen drei Akteure
- Die Härte des Gesetzes für zwei ungetreue ASE-Manager
- ASE-Anlage-Skandal: Zwei Haupttäter fechten Urteil an


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"Neue Sitten und Gebräuche?"

Das nützt doch alles nichts, wenn die "Basler Bankleitung" Firmenkonten von ausländischen (im EU-Raum eingetragenen... keine Offshore-Klitschen!) Gesellschaften ohne Vorwarnung mit der Begründung kündigt, "man" pflege keine Geschäftsbeziehungen (mehr?) mit "Sitzgesellschaften". Ins Notizbüchlein solcher "Fachleute": Die Schweiz ist NICHT-EU-Mitglied... da brauchen Unternehmensberater, die auch ausserhalb der Schweiz Projekte abwickeln möchten, alleine schon im Hinblick auf die kompolizierte Mehrwertsteuergestaltung, einen Standort beispielsweise in Grossbritannien... alles offiziell, nachweisbar und mit entsprechenden Behörden"nummern".

 

War früher (ja, ich weiss, lang' lang' ist's her) nicht eine minimale Kenntnis der Abläufe im Finanz-/Bankengeschäft Voraussetzung für eine Tätigkeit in einer Bank? Haben sich da - von mir unbemerkt - neue Sitten und Gebräuche eingeschlichen?

 

Einfach nur beschämend (auch als Heimwehbasler), regelmässig von den "Geschäften" dieses Staatsinstitutes zu erfahren.


René Wetzel, Zug



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Frisch pubertiert

Luxusproblem "Motz-Kultur"
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"Regula Rytz ist somit der*die einzige Bundesratskandidat*in, welche sich klar hinter die Forderungen der Klimastreik-Bewegung stellt."

Dominik Waser
Zürcher Klimaaktivist
in einem Communiqué
vom 6. Dezember 2019
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Es *weih*nach*tet s*e*h*r*.

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In einem Satz


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