© Foto by BLKB


BLKB investiert Millionen in neuartiges Filialennetz

Zwischen 30 und 40 Millionen Franken investiert die Basellandschaftliche Kantonalbank (BLKB) in Umbau und Neudesign des Filialenkonzepts: Geldschalter werden reduziert, Beratungs-Dienstleistungen ausgebaut.
Liestal, 31. März 2017

Die rund 23 über das Baselbiet verteilten BLKB-Filialen präsentieren sich aktuell wie ein Flickenteppich: Ausser dem einheitlichen Logo ist eine über die Jahrzehnte unterschiedlich gewachsene, bunte Schalterlandschaft auszumachen.

Jetzt plant die Bank-Leitung – mit dem einstimmigen Segen des Bankrates – eine gründliche Erneuerung, die Geschäftsleitungs-Mitglied Kaspar Schweizer, Leiter Privatkunden und Direct Banking, heute Freitagmorgen an einer Medienkonferenz am Unternehmenssitz vorstellte: Geplant ist das künftige "Kundenerlebnis vor Ort", wie es der neue Direktionspräsident John Häfelfinger bei der Präsentation des Jahresergebnisses als "einen der Schwerpunkte"ankündigte.

Warme Farben und Transparenz

Offensichtlich war damals schon einiges im Gang, sonst hätte die Bank heute nicht ein fixfertiges inhaltliches wie optisches Konzept vorlegen können. So werden sich im Verlaufe der nächsten vier Jahre alle Niederlassungen bezüglich Einrichtung, Erscheinungsbild und Angebot familiär angleichen: Sie sollen laut Schweizer "einheitlich, in warmen Farben und transparent" erscheinen. Die jetzt geplante Gestaltung ist das Fazit aus einer vorgängigen Bedürfnis-Befragung von Kunden und Nicht-Kunden, aus der klar hervorging, dass "die Qualität der Beratung im Zentrum steht".

Daraus schmiedete die Bank auch aufgrund eigener Beobachtungen der Kundengewohnheiten Pläne für eine neue Angebots-Struktur: Rückstufung der Schalteraktivitäten, Ausbau der Beratungen. So werden 18 Standorte zu sogenannten "Beratungsbanken" umgerüstet, drei Standorte – wie der bereits 2015 umgesetzte in Lausen – werden zu "Selbstbedienungsbanken", die durch die in einem Fahrzeug untergebrachte "Mobile Bank" ergänzt werden. Die Filiale Reigoldswil mit ihrem bereits reduzierten Betrieb wird im Verlaufe dieses Jahres geschlossen.

Geldbezug am Schalter "nicht mehr gefragt"

Die Unternehmensführung hat nämlich festgestellt: "Schaltertransaktionen sind heute nicht mehr gefragt", wie Kaspar Schweizer ausführte. Ihre Frequenz sank seit 2011 um nicht weniger als 30 Prozent. Dagegen nehme das Bedürfnis nach Beratung "in individuellen und komplexen Fragen" zu. Anderseits liegt die Selbstbedienungsrate beim Bargeldbezug im Vergleich zum Schalterbezug bei 80 Prozent, Tendenz steigend. Gleichzeitig haben aber die Bargeldbezüge an den Bancomaten letztes Jahr erstmals abgenommen. Aber die Zahl der eBanking-verträge ist auf 80'000 ausgestiegen.

Mit dem neuen Konzept ändert sich auch das Berufsbild der bisher am Schalter Beschäftigten, zu deren Tätigkeiten künftig schwergewichtig die Beratung hinzu kommt. Ihnen soll ermöglicht werden, sich durch Aus- und Weiterbildungsangebote "weiter zu entwickeln".

Keine Entlassungen – Aufträge für lokale KMU

Wie Schweizer betonte, wird die Restrukturierung zu keinen Entlassungen führen. Auch habe es keine Mitarbeitenden gegeben, die unter den neuen Verhältnissen ihre Stelle aufgeben wollen. Auf die Frage von OnlineReports sagte Kaspar Schweizer, die Bank erhoffe sich mit dem neuen Konzept auch eine Erhöhung des Marktanteils.

Der Hauptsitz Liestal als "Beratungsbank mit Zentrumsfunktion" wird schon diesen Sommer umgebaut. Weitere Niederlassungen folgen sukzessive, bis die Total-Erneuerung 2021 abgeschlossen sein wird. Die BLKB betont, es sollen "wenn immer möglich" lokale Gewerbetreibende berücksichtigt werden.



Die Kategorien


Die Standorte Liestal, Arlesheim und Binningen werden zu Beratungsbanken mit Zentrumsfunktion. Sie bieten auch Raum für Fachanlässe und Events.

Hier sowie an den Standorten Allschwil, Laufen, Muttenz, Therwil, Gelterkinden, Oberdorf und Reinach werden weiterhin Schalterdienstleistungen angeboten. In Aesch, Breitenbach, Bubendorf, Ettingen, Oberwil, Pratteln und Sissach ist kein klassisches Schalterangebot mehr geplant. Die Kunden werden von einer Beratungsperson in Empfang genommen.

Nach dem Vorbild von Lausen werden Füllinsdorf, Birsfelden und Münchenstein als Selbstbedienungs-Standorte vorgesehen. An allen vier Orten werden auch Videotelefonie und Beratungszimmer mit Beratung auf Termin angeboten.


 Ihre Meinung zu dieser News
(Mails ohne kompletten Absender werden nicht bearbeitet)

www.onlinereports.ch - Das unabhängige News-Portal der Nordwestschweiz

© Das Copyright sämtlicher auf dem Portal www.onlinereports.ch enthaltenen multimedialer Inhalte (Text, Bild, Audio, Video) liegt bei der OnlineReports GmbH sowie bei den Autorinnen und Autoren. Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck und Veröffentlichungen jeder Art nur gegen Honorar und mit schriftlichem Einverständnis der Redaktion von OnlineReports.ch.

Die Redaktion bedingt hiermit jegliche Verantwortung und Haftung für Werbe-Banner oder andere Beiträge von Dritten oder einzelnen Autoren ab, die eigene Beiträge, wenn auch mit Zustimmung der Redaktion, auf der Plattform von OnlineReports publizieren. OnlineReports bemüht sich nach bestem Wissen und Gewissen darum, Urheber- und andere Rechte von Dritten durch ihre Publikationen nicht zu verletzen. Wer dennoch eine Verletzung derartiger Rechte auf OnlineReports feststellt, wird gebeten, die Redaktion umgehend zu informieren, damit die beanstandeten Inhalte unverzüglich entfernt werden können.

Auf dieser Website gibt es Links zu Websites Dritter. Sobald Sie diese anklicken, verlassen Sie unseren Einflussbereich. Für fremde Websites, zu welchen von dieser Website aus ein Link besteht, übernimmt OnlineReports keine inhaltliche oder rechtliche Verantwortung. Dasselbe gilt für Websites Dritter, die auf OnlineReports verlinken.

Theater Basel

"Medea" im Theater Basel
fileadmin/templates/pics/gelesen.gif
"Abfallkübel statt Herz"

BaZ und BZ Basel
Titel über gleich lautendem
Artikel zum Juventus-Aus
vom 13. April 2018
fileadmin/templates/pics/gelesen.gif

BaZ-Autorenzeile: SDA. BZ-Autorenzeile: Stefan Wyss. Wer suggeriert mehr Eigenleistung?

Alles mit scharf

Wachsen und Widerstand

"Und übrigens ..."

Zeit für Stau und Lottogewinn
RückSpiegel


Die BZ Basel zog die OnlineReports-News über den Einbürgerungs-Streit der drei baselstädtischen Bürgergemeinden mit dem Kanton Basel-Stadt und den Gang ans Bundesgericht nach.

Die Schweiz am Sonntag schrieb eine OnlineReports-Nachricht über die rechtlichen Schritte der Wirtschaftskammer Baselland gegen die "Basler Zeitung" ab.

In ihrem Artikel über Markus Ritters Abgang aus dem Basler Präsidialdepartement bezog sich die Basler Zeitung auf OnlineReports.

20 Minuten, die BZ Basel, theworldnews.net, die Basler Zeitung, die Tageswoche, die Bauernzeitung und Telebasel nahmen die OnlineReports-Story über das gescheiterte Projekt von "Urban Farmers" in Basel auf.

Die BZ Basel, die Basler Zeitung und das Regionaljournal zogen die OnlineReports-Meldung über die Schliessung der Basler Buchhandlung "Narrenschiff" nach.

Die Basler Zeitung nahm die OnlineReports-Nachricht vom Tode des früheren BLKB-Bankrats-Präsidenten Werner Degen auf.

In ihrem Bericht über die "FDP Baselland auf seltsamen Wegen" (Schlagzeile) nimmt die Basler Zeitung zentral auf einen OnlineReports-Primeur über den neu auftauchenden Namen Daniel Recher Bezug.

Die Kommentar-Plattform Infosperber geht auf die Berichterstattung von OnlineReports zum Mord an Martin Wagner ein.

In ihrem Kommentar zu "Lukas Engelberger, der Pressezensor" nimmt die Basler Zeitung eine Metapher ("medienrechtliche Namesburka") von OnlineReports auf.

InsideParadeplatz.ch empfahl den Lesern die Lektüre des OnlineReports Porträts des getöteten Medienanwalts Martin Wagner.

Die OnlineReports-Erstnachricht über den gewaltsamen Tod des Basler Wirtschaftsanwalts Martin Wagner in Rünenberg haben unter anderen der Tages-Anzeiger, BZ Basel, Le Temps, Tageswoche, 20 Minuten, Watson, Telebasel, die Volksstimme, der Blick und nau.ch aufgenommen.

Weitere RückSpiegel

In einem Satz


• An der 1. Mai-Feier in Liestal wird etwas Ständerats-Vorwahlkampf spürbar, indem die grüne Nationalrätin Maya Graf und SP-Nationalrat Eric Nussbaumer mit als Hauptredner auftreten.

• Die Grünen Baselland nominieren im Hinblick auf die Delegiertenversammlung vom 5. Mai in Olten Landrätin Florence Brenzikofer als Vizepräsidentin der Grünen Schweiz.

• Der Gemeinderat von Birsfelden hat auf einen Vorstoss von Désirée Jaun (SP)beschlossen, als erste Gemeinde in der Nordwestschweiz die Auszeichnung als "Fair Trade Town" anzustreben.

• In der Amtsperiode 2018-2022 bilden die Grünliberalen (GLP) im Einwohnerrat Riehen gemeinsam mit dem parteilosen David Moor eine Fraktion.

• Die Basler Badesaison beginnt im beheizten Sportbad St. Jakob (28. April), in den unbeheizten Becken des Gartenbads St. Jakob (12. Mai), im Gartenbad Eglisee (19. Mai) und im Gartenbad Bachgraben infolge Sanierungsarbeiten (2. Juni 2018).

• Die SP Muttenz hat an ihrer Generalversammlung Kathrin Schweizer einstimmig als Regierungsrats-Kandidatin der SP Baselland nominiert.

• Nach fast zwanzig Jahren Tätigkeit verlässt Moderatorin Tamara Wernli Telebasel, weil sie sich künftig aufs Schreiben konzentrieren will.

• Die Gemeinde Riehen ist laut der Einschätzung des Gemeinderates "weiterhin kein Hotspot für kriminelle Aktivitäten".

Heidi Mück und Tonja Zürcher bleiben laut Wahl durch die Mitglieder für weitere zwei Jahre Co-Präsidentinnen von "Basta".

• Der frühere Basler Grossrat und FDP-Nationalrat Urs Schweizer tritt per 15. Mai 2018 nach 15 Jahren als Präsident des ACS beider Basel zurück.

• Nach den Kontrollen an der vergangenen Basler Fasnacht bleiben Pferde von Chaisen und Vorreitern weiterhin erlaubt.

• Die 43-jährige Elisabeth Heer Dietrich wurde mit 82 von 84 Stimmen glanzvoll zur neuen Baselbieter Landschreiberin gewählt.

• Die Revitalisierung der unteren Wiese hat sich aufgrund der vielen Hochwasser um den Jahreswechsel so stark verzögert, dass das Basler Tiefbaumt sie nicht rechtzeitig vor der Fischschonzeit abschliessen konnte und bis Ende Mai pausieren muss.

• Die Rechnung 2017 des Kantons Basel-Stadt schliesst mit einem Überschuss von 251 Millionen Franken ab und liegt damit 108 Millionen Franken über dem Budget.

Matthias Hubeli, Leiter des Polizeistützpunkts Liestal und stellvertretender Leiter der Sicherheitsabteilung Ost, wird Geschäftsführer des Eidgenössischen Schwing- und Älplerfests 2022 in Pratteln.

• Der von der Wirtschaftskammer Baselland eingereichten Gesetzesinitiative "Für eine faire steuerliche Behandlung der Wohnkosten" (Wohnkosten-Initiative) stellt die Regierung einen Gegenvorschlag gegenüber.

Naomi Reichlin und Florian Sennhauser gehören neu dem Vorstand der FDP-Sektion Liestal an.

Melchior Buchs (FDP) ist neuer Gemeindepräsident von Reinach, indem er mit 2'544 Stimmen die CVP-Kandidatin Béatrix von Sury (CVP) mit 2'452 Stimmen knapp schlug.

• Das Eidgenössische Schwing- und Älplerfest 2022 findet laut Beschluss des Eidgenössischen Schwingerverbands definitiv in Pratteln statt.

• Die Universität Basel erhält fünf von 39 neuen Förderungsprofessuren, die der Schweizerische Nationalfonds (SNF) dieses Jahr vergeben hat.

• Der Frauenanteil in den Aufsichtsgremien von staatsnahen baselstädtischen Betrieben liegt per 1. Januar 2018 bei 40,9 Prozent und übertrifft somit die geforderten 33,3 Prozent deutlich.

• Da SP-Landrat Hannes Schweizer per 31. März als Präsident der Bau- und Planungskommission zurückritt, schlägt die SP-Fraktion als seinen Nachfolger den Frenkendörfer Urs Kaufmann vor.

• Die SP Pratteln-Augst-Giebenach lanciert eine Petition zur Erhaltung des Schalters der Basellandschaftlichen Kantonalbank (BLKB) in Pratteln.

BaselArea.swiss wird ab März im Mandat die Geschäftsführung des Switzerland Innovation Park Basel Area AG übernehmen.

Thomas Kessler, der frühere Basler Stadt- und Kantonsentwickler, wird Leiter eines von den AZ Medien für die "BZ Basel" ins Leben gerufenen Publizistischen Beirats.

• Nach Vandalenakten und einer Einbruchserie fordert die Riehener CVP von den Behörden "endlich die wirksame Umsetzung längst bekannter Forderungen" zur Erhöhung der Sicherheit.