Planspiele für Pumpspeicher-Becken im Bettinger Wald

Bettingen/Birsfelden, 30. Januar 2001

Mit Billigstrom aus Produktionsüberschüssen könnte das Rheinkraftwerk Birsfelden zusätzlich ein Pumpspeicherbecken betreiben – und bei Spitzennachfrage, sowie bei Rheinniedrigwasser, die "gespeicherte" Elektrizität aus lokaler Quelle per Knopfdruck verfügbar machen. Vergleichbare, zurückliegende Projektskizzen für das weiter rheinaufwärts liegende Kraftwerk Laufenburg verflüchtigten sich schon vor Jahren der Kosten-Nutzenrelation wegen. In den sechziger Jahren existierten auch Ideen für ein Pumpspeicherwerk auf dem Gempenplateau, die sich auch bereits in einem frühen Stadium verflüchtigten. Tatsächlich existieren, von der Schluchseewerke in Freiburg Breisgau betrieben, mehrere solche Kraftwerke auf der Strecke bis Bodensee.
 
Mindestens im Planspiel erscheint heute eine Ergänzung des Rheinkraftwerks Birsfelden um ein Pumpspeicherbecken denkbar. 600'000 Kubikmeter könnten zwischen Staupegel und Gebirgshöhe hin- und hergeschoben werden zur Elektrizitätsveredelung von pro Jahr brutto etwa 1,2 Milliarden Kilowattstunden (entspricht 35'000 Haushaltsbezügen). Zwei Diplomanden (Pawel Hug und Felix Schneider) der Fachhochschule beider Basel, Abteilung Bauingenieurwesen (Peter Gonsowski), prüften die Voraussetzungen und schlussfolgerten, dass sowohl unter Gesichtspunkten des Naturschutzes, der Wirtschaftlichkeit und Durchführbarkeit das Vorhaben plausibel erscheint. Entscheiden aber wäre, und dass weiss noch niemand, ob der "Berg" kostengünstige Tunnelarbeiten überhaupt zuliesse.
 
Zwei Punkte stehen im Vordergrund des Interesses: wo – landschaftlich - würde das Speicherbecken untergebracht und wieviel kostet es? Benötigt würde ein Becken von etwa 70'000 bis 80'000 Quadratmetern Grundfläche, möglichst gebirgig gelegen, auf Schweizer Boden. Der Geländetopographie wegen in Frage käme der baslerische, rechtsrheinische Höhenzug zwischen Bettingen und Grenzach, speziell das Gebiet "Ausserberg". In der Linie von Waldgrenze Bettingen Richtung Grenzach bietet sich im Talabschnitt ein Waldstück an, wo ein Becken wenig einsehbar und praktisch versteckt installiert werden könnte. So würde ein Kulturlandverlust vermieden, in nächster Nähe, Chrischona, könnte eine Ersatzwaldfläche aufgeforstet werden (wiederum ohne Kulturlandverlust). Mit Ersatzmassnahmen könnte zudem die floristische Artenvielfalt des Areals aufgewertet werden.
 
Unterirdisch verliefe vom Speicherbecken ein Fallrohr zu einer gleichfalls unterirdisch installlierten Kraftwerkskaverne mit zwei Pumpturbinen von je 30 Megawatt. Ausgenützt würde eine Fallhöhe von 182 Meter, die sich durch den Höhenunterschied von "Ausserberg" zum Stausee oberhalb Kraftwerk Birsfelden ergeben. Pumpwasser Aus- und Einlauf wäre hier angesiedelt. Was die Kosten betrifft, liegen rein überschlägig errechnete Zahlen vor. Es wird von rund 90 Millionen Franken Investitionen ausgegangen. Dementsprechend ergäbe sich ein Spitzenstrompreis um 10 Rappen, was heute tragbar erscheint – elektrizitätswirtschaftlich ist dies vor allem für Industriellen Werke Basel, sowie die Baselbieter Elektra-Genossenschaften von Interesse, um ihre teuren Spitzenstromzukäufe durch Eigenstrom zu vermindern.

Gerade weil die Werke, neben den Kantonen Stadt und Landschaft am Kraftwerk beteiligt sind, wäre auch die Abnahme garantiert. Wirtschaftlich, da das Rheinkraftwerk auf eine geplante Austiefung des Rheines für 30 Millionen Franken letztes Jahr verzichtete, erscheint die Finanzierung denkbar. Vorläufig aber bleibt es bei der Projektskizze der Fachhochschule – im Umfeld des Kraftwerks deutet derzeit nichts auf eine Initiative hin. Es bleibt vorderhand eine Idee auf Reserve mit ernsthaftem Hintergrund.



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Wo bitte ist der Geld-Selbstbedienungsschalter?

"Und übrigens ..."

Waschmaschinen gegen Gemüse
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Weitere RückSpiegel

In einem Satz


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Zeal & Ardor (Black Metal/Gospel, Basel.

• Weil sich FDP und SVP nicht auf eine gemeinsame Kandidatur für die Ersatzwahl in den Stadtrat von Liestal einigen konnten und "alle offiziell Kandidierenden wählbar" sind, verzichtet die CVP auf eine Wahlempfehlung.

• Die Wettbewerbs-Kommission hat entschieden, den geplanten Zusammenschluss zwischen dem Universitätsspital Basel und dem Kantonsspital Baselland ohne Auflagen zu genehmigen.

Endress+Hauser übernimmt die deutsche IMKO Micromodultechnik GmbH mit Sitz in Ettlingen, einen Hersteller innovativer Systeme zur Feuchtemessung, und beschäftigt die 19 Mitarbeitenden weiter.

• Verhaftet wurde ein 25-jähriger Spanier, der dringend verdächtigt wird, am 10. September eine Frau im Basler Erlenmattquartier vergewaltigt zu haben.

• Bei der Einreise von Frankreich nach Basel wurde ein etwa 50-jähriger Bulgare erwischt, der 800 Gramm Kokain mit sich führte.

• Die 57-jährige Juristin und frühere Leiterin der Basler Sozialhilfe Nicole Wagner wird Mitglied der Stiftung Habitat, wo sie die zurücktretende Beatrice Oeri ersetzt. 

• Nachdem im Baselbiet die Initiative zum Ausbau des Hochleistungsstrassennetzes rechtsgültig zustande gekommen ist, hat sich das Initiativekomitee aufgrund der laufenden Arbeiten zu einem allfälligen Gegenvorschlag mit einer Unterbrechung der Behandlungsfrist bis maximal 30. September 2019 einverstanden erklärt.

• Die Baselbieter Apotheken dürfen neu – mit Auflagen – nicht nur Grippe-Impfungen, sondern auch weitere Impfungen und Folge-Impfungen durchführen.

• Ab 9. September ist die Umfahrung Liestal im Bereich des Ergolzviadukts wieder ohne Einschränkungen befahrbar.

• Der Kanton Basel-Stadt rechnet für das Jahr 2018 mit einem Budgetüberschuss von 138 Millionen Franken.

Gottlieb Keller, Mitglied der Konzernleitung und Chefjustitiar der Hoffmann-La Roche, hat in der Deutschen Botschaft in Bern das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland erhalten.

• Die Fraktion "Grünes Bündnis" des Bürgergemeinderats Basel nominierte Brigitta Gerber einstimmig für das Amt als Bürgerrätin.

• Den städtebaulichen Wettbewerb zur Bebauung des Felix Platter-Areals in Basel hat das Team Enzmann Fischer Partner AG / Lorenz Eugster Landschaftsarchitektur und Städtebau GmbH gewonnen.

• Die Gemeinderäte der direkt betroffenen Gemeinden des Leimentals – von Binningen bis Burg – befürworten übereinstimmend den Bau der Tramlinie 17 über den Margarethenstich, da diese einen "klaren Mehrwert" darstelle.

Monique Juillerat, bisher als Mitglied der Geschäftsleitung von "familea" für die externe und interne Kommunikation verantwortlich, wird ab 1. September neue Kommunikations-Verantwortliche der Baselbieter Bildungs-, Kultur- und Sportdirektion.

• Der Kanton Baselland verkauft das "Chuenimatt-Areal" der Bricks Group AG zur Realisierung des Konzeptes "Tri-innova", das eine schrittweise Entwicklung von unterschiedlich grossen Flächen für Dienstleistungs-, Labor-, Produktionsnutzungen sowie Co-working vorsieht.

Spitex Muttenz schliesst die Pflegewohnung Seminarstrasse per 30. November dieses Jahres.

• Die Schweizerischen Rheinhäfen (SRH) verkaufen ihren Anteil an der Rheinhafen-Gesellschaft Weil am Rhein an die Stadt Weil am Rhein.

• Das Rote Kreuz Basel eröffnet am 11. August einen neuen Secondhand-Kleiderladen im Kleinbasel, konkret: am Claraplatz.

• Der 47-jährige Ökonom Michael Harr, verheiratet und Vater zweier Kinder, übernimmt ab 1. August die Geschäftsleitung der Pro Senectute beider Basel.

• Die Basler Regierung legte die Abgeltung der Staatsgarantie durch die Basler Kantonalbank (BKB) für die Jahre 2017 bis 2020 auf jährlich 8,8 Millionen Franken fest.

• Mit Datum vom 1. Juli wird die Kunstkommission für das Kunstmuseum Basel vom Rechts-Professor Felix Uhlmann präsidiert, der den langjährigen Vorsitzenden Peter Mosimann ablöst.

• Die Basler Regierung hat der Bau- und Finanzgesellschaft Zum Greifen AG den Zuschlag für Bau und den Betrieb eines neuen Quartierparkings unter dem Landhof-Areal erteilt.

• Die von der UNICEF erst kürzlich rezertifizierte "kinderfreundliche Gemeinde" Riehen gibt ihr Wissen an 40 Bürgermeister aus Südkorea weiter, die die Basler Landgemeinde besuchen.

• Da der Vereinszweck erfüllt sei, hat die Generalversammlung den "Verein Kunschti Eglisee" am 16. Juni mit 30 zu 4 Stimmen aufgelöst.

• Nationalrat Christoph Eymann, der ehemalige Vorsteher des Basler Erziehungsdepartements, wurde als neues Mitglied in den Verwaltungsrat des Karger Verlags gewählt.

• Der Kanton Basel-Stadt führt eine neue, zusammenhängende Fussgängerorientierung ein, mit der sich ortsunkundige Gäste, aber auch Einheimische in Basel künftig durch neue Stadtpläne auf Stelen besser zurechtfinden sollen.

• Die kantonale Volksinitiative "Recht auf Wohnen" wurde mit bisher 3'188 gültigen Stimmen der Basler Staatskanzlei überreicht.

• Der Therwiler Gemeindepräsident Reto Wolf löst kommenden September Elisabeth Schneider-Schneiter im Präsidium der "Starken Region Basel/Nordwestschweiz" ab.

Dominik Prétôt, der frühere CEO von Telebasel, wird per 1. Januar 2018 mit einem 50 Prozent-Pensum neuer Informations-Beauftragter der Römisch-katholischen Landeskirche Baselland.