Holzfäller vergewaltigen Penan-Frauen

Empörung beim Waldvolk der Penan auf Borneo: Ihre jungen Frauen werden zunehmend Opfer sexueller Gewalt. Als Täter gelten die Mitarbeiter der Holzkonzerne Interhill und Samling. Nun reagiert der Bruno Manser Fonds mit einer Protestaktion.
Basel, 15. September 2008

Nach der weitgehenden Zerstörung ihrer Lebensgrundlagen durch Regierung und Holzindustrie werden nun auch ihre Frauen vergewaltigt: Die Penan, das durch Bruno Manser bekannt gewordene Urwaldvolk in Sarawak auf Borneo, sehen sich zunehmend mit dieser für sie neuen Form von Menschenrechtsverletzung konfrontiert.

Wie der Bruno Manser Fonds (BMF) heute in einer Medienmitteilung schreibt, wenden sich nun die Penanfrauen aus der mittleren Baram-Region mit einem Hilferuf an die internationale Gemeinschaft. Betroffen seien insbesondere unverheiratete junge Frauen, worunter auch Schülerinnen.

Die Vergewaltiger, wird präzisiert, stammten aus den Reihen der Holzarbeiter der malaysischen Konzerne Interhill und Samling. "Ich möchte der Öffentlichkeit mitteilen, dass in unseren Dörfern regelmässig Frauen von Holzarbeitern sexuell missbraucht werden", zitiert der BMF eine Penan-Frau aus dem mittleren Baram. Recherchen hätten ergeben, dass die Täter aus Holzfällercamps der Firmen Interhill und Samling mit Geländewagen in die Penan-Dörfer fahren. Wenn sie dort auf der Suche nach Frauen eintreffen, seien sie meist betrunken.

Übergriffe in den Holzfällercamps

"Wenn wir ihre Fahrzeuge kommen hören, lassen wir alles stehen und flüchten in den Wald", sagte eine Zeugin gegenüber dem BMF. "Manchmal kommen sie fast wöchentlich, besonders in den Schulferien, wenn sie wissen, dass die Schülerinnen in den Dörfern sind." In anderen Fällen seien Schultransporte so organisiert worden, dass Schülerinnen in den Holzfällercamps übernachten mussten, wo es dann zu sexuellen Übergriffen gekommen sei.

Die Penan berichten, dass mehrere junge Frauen nach den Übergriffen durch die Holzarbeiter schwanger wurden. Sie beschuldigen die Holzfirmen auch, Alkohol in die Dörfer zu bringen und bewaffnete "Gangster" anzuheuern, welche die Penan einschüchtern, die sich gegen die Abholzung ihrer Wälder zur Wehr setzen. Klagen bei den Verantwortlichen der Holzfällercamps und bei der lokalen Polizei seien aber bisher ohne Wirkung geblieben, erklärt der BMF.

Die Menschenrechtsorganisation hat nun zur Unterstützung der Penan eine Postkartenaktion an die malaysische UNO-Botschaft in Genf gestartet. Darin wird die malaysische Regierung aufgefordert, eine Untersuchung zu den Vorfällen einzuleiten, die Opfer zu betreuen und vor weiteren Übergriffen zu schützen. Jedenfalls müssten die Täter bestraft werden. Mit dem Holzkonzern Samling, auf dessen Konto ein Grossteil der Verheerungen in Penanland geht, macht die von Menschenrechtsorganistationen detailliert ins Bild gesetzte Credit Suisse Group trotz allem Geschäfte.




Weiterführende Links:
- Credit Suisse soll 10 Millionen Dollar Wiedergutmachung zahlen


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"Kilomattstunde"

OnlineReports.ch
in einer Meldung
vom 30. Mai 2018
über Wind-Energie
in der Region Basel
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Kein Wunder bei diesen lauen Lüftchen.

RückSpiegel


20 minuten online bezeog sich im Bericht über die Email-Affäre um Joël Thüring auf OnlineReports.

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Barfi.ch
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Die OnlineReports-Erstnachricht über den gewaltsamen Tod des Basler Wirtschaftsanwalts Martin Wagner in Rünenberg haben unter anderen der Tages-Anzeiger, BZ Basel, Le Temps, Tageswoche, 20 Minuten, Watson, Telebasel, die Volksstimme, der Blick und nau.ch aufgenommen.

Weitere RückSpiegel

In einem Satz


• Die Basler Grünliberalen lancieren in Riehen eine Petition zum Thema Kunststoff-Recycling, die sowohl in Riehen wie in Basel eingereicht wird.

• Seit 1. Juni ist Bettina Bühler als Nachfolgerin von Birgit Sachweh Geschäftsführerin des Frauenhauses beider Basel.

• Laut einer Studie des Versicherungskonzerns "Baloise" ist Fussball die "gefährlichste Sportart der Welt", da sich jeder vierte Sportunfall in dieser Gattung ereignet.

Anja Bandi übernimmt Anfang Juni von Marc Lüthi die Gesamtleitung der Abteilung Bestattungswesen der Stadtgärtnerei Basel.

• Noch eine neue Aufgabe für die Baselbieter FDP-Nationalrätin Daniela Schneeberger: Sie wird anstelle der zurücktretenden Christine Gorrengourt Verwaltungsrätin der BLT.

Erfolgreich verlief der ausserordentliche Sirenentest am 23. Mai in beiden Basel.

• Der Baselbieter FDP-Landrat Andreas Dürr wurde als Nachfolger von Urs Schweizer zum neuen Präsidenten des ACS beider Basel gewählt.

• Die Basler Energieversorgerin IWB steigerte 2017 den Umsatz auf 739 Millionen Franken, doch fiel der Jahresgewinn mit 74 Millionen Franken wegen Wertberichtigungen und Rückstellungen um 33 Millionen Franken niedriger aus als im Vorjahr.

• Die Baselbieter FDP-Nationalrätin Daniela Schneeberger wurde zur Vizepräsidentin des Schweizerischen Gewerbeverbands gewählt.

• Nach Konditionstrainer Marco Walker verlässt nun auch Fitness-Chef Werner Leuthard (56) per Ende Saison den FC Basel.

Barbara Gafner soll zur neuen Vorsteherin der unabhängigen staatlichen Finanzkontrolle des Kantons Baselland gewählt werden.

• Die Baselbieter FDP-Sektionen Binningen und Bottmingen haben in getrennten Abstimmungen die Fusion zur FDP Binningen-Bottmingen beschlossen.

• Die BKB-Filiale am Basler Neuweilerplatz 1, während der letzten Monate umfassend modernisiert, wurde am 5. Mai mit einem Eröffnungsfest für das Quartier neu eröffnet.

• Die Baselbieter Grünen werden in der Oberwiler Dorfpolitik aktiv, indem sie die Themen und das personelle
Engagement der sich auflösenden Neuen Liste Oberwil (NLO) übernehmen.

• Der Basler Erziehungsdirektor Conradin Cramer übernimmt per 1. Mai das Präsidium der Stiftung "éducation21", einer Fachagentur der Schweizerischen Erziehungsdirektoren-Konferenz (EDK), die sich der Bildung für nachhaltige Entwicklung widmet.

10'454 Patienten weist die Psychiatrie Baselland für das Geschäftsjahr 2017 aus.

Peter Brodmann wird neuer Baselbieter Kantonschemiker und Leiter des Amts für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen als Nachfolger von Peter Wenk, der Ende August in Pension geht.

• Die Grünen Baselland nominieren im Hinblick auf die Delegiertenversammlung vom 5. Mai in Olten Landrätin Florence Brenzikofer als Vizepräsidentin der Grünen Schweiz.

• Der Gemeinderat von Birsfelden hat auf einen Vorstoss von Désirée Jaun (SP)beschlossen, als erste Gemeinde in der Nordwestschweiz die Auszeichnung als "Fair Trade Town" anzustreben.

• In der Amtsperiode 2018-2022 bilden die Grünliberalen (GLP) im Einwohnerrat Riehen gemeinsam mit dem parteilosen David Moor eine Fraktion.

• Die Basler Badesaison beginnt im beheizten Sportbad St. Jakob (28. April), in den unbeheizten Becken des Gartenbads St. Jakob (12. Mai), im Gartenbad Eglisee (19. Mai) und im Gartenbad Bachgraben infolge Sanierungsarbeiten (2. Juni 2018).

• Die SP Muttenz hat an ihrer Generalversammlung Kathrin Schweizer einstimmig als Regierungsrats-Kandidatin der SP Baselland nominiert.

• Nach fast zwanzig Jahren Tätigkeit verlässt Moderatorin Tamara Wernli Telebasel, weil sie sich künftig aufs Schreiben konzentrieren will.

• Die Gemeinde Riehen ist laut der Einschätzung des Gemeinderates "weiterhin kein Hotspot für kriminelle Aktivitäten".

Heidi Mück und Tonja Zürcher bleiben laut Wahl durch die Mitglieder für weitere zwei Jahre Co-Präsidentinnen von "Basta".