Spurensuche nach einem Verschollenen

Basel, 5. April 2007

Es gibt reichlich Filmstoff her, das bewegte Leben des vor sieben Jahren verschollenen Baslers Bruno Manser: Der im Alter von 46 Jahren in Sarawak auf der Insel Borneo verschwundene Regenwaldschützer und Menschenrechtler hat in seinem Kampf gegen die Holzkonzerne und für die Rettung seiner "zweiten Familie", dem Volk der Penan-Waldnomaden, unglaublich viel erlebt, gewagt und geleistet.

Davon zeugen bereits seine vom Christoph Merian Verlag veröffentlichten "Tagebücher aus dem Regenwald", in dem der Vielbegabte seine sechs Jahre Zusammenleben (1984 - 1990) mit den Penan dokumentiert. Oder seine im Zytglogge-Verlag publizierte Biographie "Die Stimme des Waldes". Davon zeugen aber auch Ton-Reportagen oder verschiedene Dokumentarfilme, die über und mit Manser während seiner aktiven Zeit gedreht wurden. Heute nun kommt der erste grosse Dokumentarfilm in die Kinos, der nach dem Verschwinden Mansers gedreht wurde: "Bruno Manser - Laki Penan".

Der Schweizer Regisseur Christoph Kühn musste sich wohl oder übel in der Kunst der Einschränkens üben, um dem facettenreichen Leben Mansers auch nur annähernd gerecht zu werden. Er verzichtete auf die Lektüre der umfangreichen Biographie, er beschränkte sich in erster Linie auf das, was Bruno Manser während seinen Dschungeljahren niederschrieb, filmte oder auf Tonband sprach. Was den Menschen Manser Wichtiges ausserhalb von Penanland bewegte, deutet der Regisseur nur kurz an oder er lässt es ganz weg. Denn Christoph Kühn faszinieren vor allem Menschen, die "bis ans Ende der Welt gehen, um bei sich selbst anzukommen", und die abtauchen, verschwinden, sich im Nichts auflösen.

So reisen wir mit Kühn und seinem Team in das einst wundervolle, heute bereits weitgehend verheerte Penanland, "auf der Suche nach seinem (Mansers) Traum im Dschungel von Borneo". Dort begegnen wir unter anderem den alten Penan-Freunden des Verschollenen. Sie erzählen uns in einfachen Worten über ihre Eindrücke und Erlebnisse mit Laki Penan und bringen uns so den Umweltschützer auf eine bislang nie gesehene Weise näher. Es sind vor allem diese Schilderungen aus der Optik der Indigenen, die diesen Film sehenswert machen. Hinzu kommen starke Bilder und die bewegenden Tonbandbotschaften Mansers an die Familie zu Hause. Christoph Kühn und Produzentin Marianne Bucher nähern sich jedenfalls mit grossem Respekt der Person des Verschollenen.

Menschen, die Bruno Manser kannten, werden im Film sein Lachen, seine fröhliche Seite und seine politische Wirkung als einer der glaubwürdigsten Umweltschützer unserer Zeit vermissen. Und sie werden sich fragen, weshalb sich ausgerechnet der malaysische Journalist und ehemalige Regierungsagent James Ritchie, eine schillernde Figur, ausgiebig über das Wirken und Verschwinden des Baslers auslassen kann.

Dies wie auch Christoph Kühns bevorzugte These, Bruno Manser habe bewusst verschwinden wollen, mögen befremden. Aber der Regisseur folgt damit konsequent seinem inneren Gefühl, das sich offensichtlich während den schwierigen Dreharbeiten im Regenwald zur Überzeugung entwickelt hat und bis heute weder bestätigt noch widerlegt werden kann. So ist ein Dokumentarfilm entstanden, der auch stark mit persönlichen und impressionistischen Momenten durchsetzt ist. Und das heisst wiederum: Der Streifen weiss trotz vieler Auslassungen zu fesseln, zu informieren und das Bild über den Menschen Bruno Manser zu bereichern.

"Bruno Manser - Laki Penan"
von Christoph Kühn
Basel: ab 5. April 2007
kult.Kino atelier
14.40, 16.45, 18.50, 21.10



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Theater Basel

"Die Dreigroschenoper"
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barfi, die BZ Basel, die Tageswoche, die Badische Zeitung und das Baublatt haben die OnlineReports-Story über den Abbruch des "Rostbalkens" und die geplanten Hochhäuser beim Basler Bahnhof SBB aufgenommen.
 
Infosperber.ch geht in einem Kommentar über das "Dauer-Bashing" der Behörden durch die Medien auf die Konter-Position von OnlineReports ein.

Weitere RückSpiegel

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"In der Elsässerstrasse kam es zu einem Unfall mit Salzsäufer."

BaZ online
vom 20. Februar 2018
über einen Salzsäure-Unfall
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Vielleicht hat auch der Redaktor Salz gesoffen.

In einem Satz


• Der Frauenanteil in den Aufsichtsgremien von staatsnahen baselstädtischen Betrieben liegt per 1. Januar 2018 bei 40,9 Prozent und übertrifft somit die geforderten 33,3 Prozent deutlich.

• Da SP-Landrat Hannes Schweizer per 31. März als Präsident der Bau- und Planungskommission zurückritt, schlägt die SP-Fraktion als seinen Nachfolger den Frenkendörfer Urs Kaufmann vor.

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BaselArea.swiss wird ab März im Mandat die Geschäftsführung des Switzerland Innovation Park Basel Area AG übernehmen.

Thomas Kessler, der frühere Basler Stadt- und Kantonsentwickler, wird Leiter eines von den AZ Medien für die "BZ Basel" ins Leben gerufenen Publizistischen Beirats.

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