Verdichteter Zonenplan: Heimatschutz erhebt Einsprache

Basel, 6. Juli 2017

Der Heimatschutz Basel erhebt Einsprache gegen den zweiten Teil der Zonenplan-Revision, deren Hauptstossrichtung die Verdichtung durch Aufzonung und die Schaffung von zusätzlichem Wohnraum ist. Wie der Heimatschutz schreibt, üben die Aufzonungen in der gebauten Stadt mittelfristig Abbruchdruck auf die bestehende Bausubstanz aus. Künftiger neuer Wohnraum müsse deshalb primär auf den ehemaligen Gewerbegebieten Klybeck, Rheinhafen, Lysbüchel und Dreispitz-Nordeck geschaffen werden, während und in der gewachsenen Stadt Zurückhaltung angebracht sei.

Die Einsprachen im Einzelnen:

Grossbasel West: Die gesamte Achse Spalenring, ausser die Abschnitte in der Schutz-und Schonzone, sowie der zum Schützenmattpark offene Weiherweg soll in Zone 6 aufgezont werden. Dagegen erhebt der Heimatschutz Basel Einsprache und beantragt, dass die Strassenabschnitte, die Inventarbauten enthalten, nicht aufzuzonen sind. Ebenso lehnt er die Aufzonung des Gevierts am Tschudipark ab. Die Aufzonung dieser Blockrandbebauung von Zone 5a auf Zone 6 wird sich negativ auf die Schutzziele der diversen, für das Inventar vorgesehenen Gebäude auswirken.

St. Alban: Die Bebauung an der Nordseite der St. Alban-Anlage zwischen Aeschenplatz und St. Alban-Tor soll um ein Vollgeschoss plus Dachgeschoss aufgezont werden, was der Heimatschutz ablehnt. Diese Strassenseite befindet sich im Altstadtbereich. Die Erhöhung dieser Bebauung gegen die St. Alban-Anlage würde wie eine Staumauer wirken und die Wirkung der Anlage beinträchtigen. Auch die unterschiedlichen Gebäudehöhen gegenüber der anderen Strassenseite mit den geschützten Villenbauten brächte ein Ungleichgewicht  im Strassenraum.

Lehenmatt: Die Bauten an der Birs- und Lehenmattstrasse sollen mehrheitlich von der Zone 4 in die Zone 6 aufgezont werden. Heute bietet die Bebauung entlang dieser beiden Strassen im Quartier ein vielfältiges Bebauungsbild und dieses prägt das Quartier positiv und soll erhalten werden. Mit der durchgehenden Aufzonung wird die Quartierqualität mittelfristig zerstört. Darum beantragt der Heimatschutz, diverse historische Ensembles an der Birs- und der Lehenmattstrasse von der Auszonung auszunehmen und diese in die Schonzone einzuweisen.  

Kleinbasel: Der Heimatschutz Basel lehnt die Aufzonung Kleinriehenstrasse 71/73 in Zone 3 ab. Mit der Erhöhung würden die geschützten Reiheneinfamilienhäuser gegenüber beeinträchtigt. Zudem wird beantragt, die Ausnutzungsziffer beim Bebauungsplan Eisenbahnweg die Bebauungsziffer 1.0 beizubehalten. Eine höhere Ausnutzungsziffer würde zu viel Abbruchdruck auf die beiden schutzwürdigen Häuser Eisenbahnweg 19/21 (Nr. 19, Artaria und Schmidt, 1930) ausüben.



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"Zweifel am Basler Heimatschutz"

Obwohl im benachbarten Ausland lebend, bin ich mit meiner Heimatstadt sehr verbunden. Deshalb wage ich es auch meine Zweifel anzubringen bezüglich des Basler Heimatschutzes, der mir in vieler Hinsicht als Heimatverhinderer vorkommt. Manchmal habe ich den Eindruck, dass im Vordergrund nicht das Erhalten, sondern das Verhindern von Neuem, im Interesse der "Patrimoine" steht.
 
Ich habe mich für die Erhaltung eines Kulturgutes in Frankreich entschieden und die Renovation eines Schleusenwärterhauses am Burgunderkanal realisiert. Viel Enthusiasmus und (Un-)Verständnis gegenüber der hier heimischen Bürokratie haben sich gelohnt. In diesem Sinne wünsche ich meiner Heimatstadt Basel eine glückliche Hand bei der Abwägung zwischen Chance und Verhinderung bei guten Projekten. Zum Wohl unserer nächsten Generationen.


Urs Gysin, Gissey-sur-Ouche (Frankreich)



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"Steuervoralge 17"

CVP
Communiqué vom
11. Dezember 2018
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Kein gutes Omen, wenn die Vorlage schon zur Alge mutiert ist.

RückSpiegel


Telebasel zitierte zur Einleitung des "Sonntalks" über Prämienverbilligungen aus dem OnlineReports-Kommentar "Anton Lauber muss sozialer werden".

Die NZZ nimmt in ihren Hintergrund-Artikel über "Basel in der Abseitsfalle" auf einen OnlineReports-Leitartikel Bezug.

Eine Kolumne in der Basler Zeitung erinnert daran, dass OnlineReports über die Verlegung der Tram-Haltestelle vom Spalentor in die Spalenvorstadt berichtet hat.

Die Basler Zeitung publiziert aus Anlass des 20-jährigen Bestehens von OnlineReports ein ausführliches Porträt zur Entwicklungsgeschichte.

Prime News führte aus Anlass des 20-jährigen Bestehens von OnlineReports ein ausführliches Interview mit Chefredaktor Peter Knechtli.

In ihrem Bericht über einen hartnäckigen Streit um das Basler Restaurant "Löwenzorn" nimmt die Basler Zeitung auf einen früheren OnlineReports-Bericht Bezug.

Die Nachrichtenagentur SDA erwähnt OnlineReports und seine schwarzen Zahlen seit zwanzig Jahren im Zusammenhang mit der Einstellung der "Tageswoche".

Der Basler Zeitung fiel in einem Leserbrief in OnlineReports auf, dass der frühere Baselbieter Polizeisprecher auf der SVP-Liste für den Landrat kandidiert.

Telebasel, nau.ch und 20 Minuten bezogen sich in ihren Beiträgen über Sachbeschädigungen gegen die Jüdische Genossenschafts-Metzgerei auf OnlineReports.

Im Interview mit Claudia Sigel geht die Basler Zeitung auf eine Aussage der Baselbieter CVP-Präsidentin Brigitte Müller in einem OnlineReports-Interview ein.

In ihrem Bericht über das Ja der Wettbewerbs-Kommission zur Übernahme der "Basler Zeitung" durch Tamedia erwähnt die NZZ auch OnlineReports.

Die BZ Basel, Telebasel und die Basler Zeitung nahmen die OnlineReports-Nachricht vom Tod der FCB-Legende Peter Ramseier auf.

Prime News geht in ihrem Überblick über die Perspektiven des Medienplatzes Basel auch auf OnlineReports ein.

Die Basler Zeitung geht in ihrem Bericht über den "Spagat der CVP-Präsidentin" Brigitte Müller auf ihre Aussagen im OnlineReports-Interview ein.

Die Basler Zeitung, die Basellandschaftliche Zeitung, Prime News und Telebasel zitierten in ihren Berichten zur Baselbieter CVP aus dem OnlineReports-Interview mit Parteipräsidentin Brigitte Müller.

Weitere RückSpiegel

In einem Satz


• Die Baselbieter Regierung will bei der Staatssteuer den Vergütungszins für das Jahr 2019 bei 0,2 Prozent belassen, ebenso bleibt der Verzugszins bei 6 Prozent.

• Die Bau- und Raumplanungs-Kommission des Basler Grossen Rates spricht sich für den Neubau von Staatsarchiv und Naturhistorischem Museum im St. Johann-Quartier aus.

Matthias Gysin, heute Verwaltungsleiter in der Gemeinde Aesch, wird ab 1. April 2019 neuer Geschäftsführer des "Verbandes Basellandschaftlicher Gemeinden" (VBLG) und Nachfolger von Ueli O. Kräuchi.

• Das Projekt eines Ozeaniums des Basler Zoos hat mit starkem Wellengang zu kämpfen: Das gegnerische Komitee reichte fast 5'000 Referendums-Unterschriften ein, wodurch es zu einer Volksabstimmung kommen wird.

Yvette Harder wird per 18. März 2019 neue Generalsekretärin des Basler Finanzdepartements und damit Nachfolgerin von Alexandra Schilling, die in die Kommandoabteilung der Kantonspolizei wechselte.

• Der frühere Baselbieter SP-Regierungsrat Urs Wüthrich-Pelloli übernahm an der ordentlichen Mitgliederversammlung des Fördervereins Universität Basel von Jean-Luc Nordmann das Präsidium.

• In weniger als sieben Wochen sammelte das parteiunabhängige Komitee "Kein Parkhaus unter dem Tschudi-Park" mehr als 3500 Unterschrift'en für seine Petition.

• Die Baselbieter Regierung beantragt dem Landrat, dem Staatspersonal für das Jahr 2019 einen Teuerungsausgleich von 1,4 Prozent auszurichten.

Elena Hermann wird neue Leiterin der Staatlichen Schlichtungsstelle für Mietstreitigkeiten Basel-Stadt und löst Ernst Jost ab, der per Ende Jahr in Pension gehen wird.

• Das Basler Komitee gegen die kantonale Vorlage zur "Steuervorlage 17", das sich aus linken Parteien und Gewerkschaften rekrutiert, hat 3'300 Unterschriften für das Referendum gesammelt.

Andreas Häner, von 2009 bis 2015 schon Vorstandsmitglied, wird neuer Geschäftsführer des Basler Heimatschutzes und damit Nachfolger von Paul Dilitz, der nach elfjähriger Tätigkeit in den Ruhestand tritt.

Daniel Roth (61) wird im Baselbiet neuer Leiter des Rechtsdienstes von Regierung und Landrat, als Nachfolger von Hans Jakob Speich, der sich vorzeitig pensionieren lässt.

Irene Heinimann wird neue Baselbieter Kantonsapothekerin und folgt als bisherige Stellvertreterin auf Hans-Martin Grünig, der Ende Dezember in Pension geht.

• Vertiefte Kostenkontrollen zum Umbau der Kunsteisbahn Sissach zur geschlossenen Halle zeigen, dass der Bau bis zu zehn Prozent teurer wird als vorgesehen.

• Der Baselbieter alt Landratspräsident Jürg Degen und der Läufelfinger Gemeindepräsident Dieter Forter sind von "Pro Bahn Schweiz" für ihr Engagement zur Erhaltung des "Läufelfingerlis" mit dem Preis "Premio Pro Spez 2018" ausgezeichnet worden.

Steigende Bildungs- und Sozialkosten belasten das Ergebnis der Gemeinde Reinach, so dass für 2019 ein Defizit von 1,67 Millionen Franken budgetiert werden muss.

Olivier Aebi wird per 1. Februar 2019 neuer CEO des Basler Ingenieur- und Planungsunternehmens Gruner AG und Nachfolger von Kurt Rau ab, der die Gruner-Gruppe interimistisch leitet.

• Aufgrund einer umfassenden Kontrolle der Stadtgärtnerei müssen im Kanton Basel-Stadt 229 Bäume zum grössten Teil aus Sicherheitsgründen gefällt und ersetzt werden; die Liste der betroffenen Bäume wird im Kantonsblatt vom 10. Oktober publiziert.

Andrea Schenker-Wicki, die Rektorin der Universität Basel, ist durch den Universitätsrat für weitere vier Jahre bestätigt worden.

• Am 1. Oktober beginnen in Basel die Vorarbeiten für den Bau des unterirdischen Kunstmuseum-Parkings mit der Umlegung unterirdischer Leitungen.