"Clarunis": Claraspital und Unispital gründen Bauchzentrum

Das private Basler Claraspital und das Universitätsspital Basel gehen eine Kooperation „mit nationaler Ausstrahlung“ ein: Sie gründen unter der Bezeichnung "Clarunis" ein universitäres Bauchzentrum.
Basel, 4. Juli 2018

Das Ziel der "Modell-Kooperation" (Selbstdeklaration) ist das konzentrierte Angebot hochspezialisierter Bauchmedizin und neue Forschungsmöglichkeiten, wie die Vertreter der beiden Institutionen, Werner Kübler (Universitätsspital Basel) und Peter Eichenberger (Claraspital), heute Mittwochmorgen an einer Medienkonferenz bekanntgaben.

Mit dem Entscheid der beiden Verwaltungsräte entstehe "der mit Abstand bedeutendste Gesundheitsversorger für Viszeralchirurgie und Gastroenterologie weit über die Region Basel hinaus". Das neue Unternehmen werde "die Medizin in der Region stärken und schweizweit eine führende Stellung in der Behandlung und Forschung einnehmen", heisst es in der Medienmitteilung.

Start Anfang 2019 vorgesehen

Der operative Start von "Clarunis" ist für Anfang 2019 geplant. Darin vereinigt sind das Ärzte- und Fachpflegepersonal sowie das Case Management. Alle anderen Mitarbeitenden wie das Pflegepersonal auf den Stationen oder das Operations-Personal verbleiben in den heutigen Organisationen.

Die viszeralchirurgische und gastroenterologische Grundversorgung soll an den beiden heutigen Standorten der Partnerspitäler bestehen bleiben. Die hochspezialisierte Medizin werde jeweils dort zur Anwendung kommen, wo die Kompetenz am grössten ist. Notfälle werden weiterhin an beiden Standorten aufgenommen. Für Patienten und Zuweisende bedeute dies, "dass sie bei grösstmöglicher Wahlfreiheit immer eine bedarfsgerechte, ausgezeichnete Therapie erhalten".

Kein Personalabbau

Beide Spitäler tragen mit ihrem Fachwissen bezüglich hochspezialisierter Behandlungen zur Kooperation bei: das Unispital Basel etwa in der Leberchirurgie und bei hochkomplexen Fällen mit hohem interdisziplinärem Aufwand, das Claraspital unter anderem in der Chirurgie der Speiseröhre, des tiefen Rektums und bei der operativen Behandlung von schwer übergewichtigen Patienten.

Die direkte Verbindung zur Universität Basel und zur international relevanten Forschung wird über die drei Professuren in Viszeralchirurgie, Gastroenterologie und Hepatologie sichergestellt, die das Universitätsspital Basel einbringt. Auch die Forschungstätigkeit des Claraspitals werde im gemeinsamen Bauchzentrum wirksam.

Das Claraspital verfügt aufgrund der eingebrachten Fallzahlen über eine Stimmen- und Kapitalmehrheit von 55 Prozent. Rund 150 Mitarbeitende beider Häuser werden zu "Clarunis " wechseln. Es komme zu keinem Personalabbau, da beide Standorte erhalten bleiben, heisst es weiter.
 
Höhere Fallzahlen

Die beiden Partnerspitäler rechnen für "Clarunis" mit über 9'000 Fällen, davon rund 350 in der hochspezialisierten Medizin. In Zukunft wird mit wachsenden Fallzahlen gerechnet.

Durch die Konzentration der Fallzahlen und die Zusammenarbeit der besten Fachleute in der Region entstehen Synergien für die klinische Forschung und chirurgisch-technische Innovationen, etwa die Roboterchirurgie.

Die fachliche Leitung von "Clarunis" liegt gemeinsam bei Professor Markus von Flüe (Chefarzt Claraspital, Viszeralchirurgie) und Professor Markus Heim (Chefarzt Universitätsspital Basel, Gastroenterologie). Die beiden Standorte von "Clarunis" werden durch eine Geschäftsleitung geführt, zu der ein noch zu bestimmender Geschäftsführer, die beiden Chefärzte und die Leiterin des Case Management gehören.

Kompatibel mit Universitätsspital Nordwest

Wenn Parlamente und die Bevölkerung der Fusion von Universitätsspital Basel und Kantonsspital Baselland zustimmen, wird "Clarunis" als Partnerschaft des Claraspitals und des Universitätsspitals Nordwest weitergeführt. Die Kapitalmehrheit wird dann beim Universitätsspital Nordwest liegen, die Stimmenmehrheit weiterhin beim Claraspital Basel.




Weiterführende Links:
- Zwei leitende Unispital-Ärzte wechseln an den "Birshof"


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RückSpiegel


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In einem Satz


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Steigende Bildungs- und Sozialkosten belasten das Ergebnis der Gemeinde Reinach, so dass für 2019 ein Defizit von 1,67 Millionen Franken budgetiert werden muss.

Olivier Aebi wird per 1. Februar 2019 neuer CEO des Basler Ingenieur- und Planungsunternehmens Gruner AG und Nachfolger von Kurt Rau ab, der die Gruner-Gruppe interimistisch leitet.

• Aufgrund einer umfassenden Kontrolle der Stadtgärtnerei müssen im Kanton Basel-Stadt 229 Bäume zum grössten Teil aus Sicherheitsgründen gefällt und ersetzt werden; die Liste der betroffenen Bäume wird im Kantonsblatt vom 10. Oktober publiziert.

Andrea Schenker-Wicki, die Rektorin der Universität Basel, ist durch den Universitätsrat für weitere vier Jahre bestätigt worden.

• Am 1. Oktober beginnen in Basel die Vorarbeiten für den Bau des unterirdischen Kunstmuseum-Parkings mit der Umlegung unterirdischer Leitungen.

Liestal hat den Bruttokredit in der Höhe von 4,96 Millionen Franken für den Bau der städtischen Velostation und den Bau der erhöhten Velospur in der Unterführung der Oristalstrasse mit 2'386 Ja-Stimmen gegen 732 Nein-Stimmen sehr deutlich angenommen.

• Der 33-jährige FCB-Mittelfeldspieler Geoffroy Serey Die hat den bis zum 30. Juni 2019 laufenden Vertrag vorzeitig um ein weiteres Jahr verlängert.

• Der 41-jährige Betriebsökonom Daniel Arni, derzeit noch Leiter der Fachstelle Messen und Märkte im Präsidialdepartement, wird ab Dezember neuer Leiter der Basler Allmendverwaltung und Nachfolger von Niklaus Hofmann.

• Die Elektra Baselland (EBL) senkt auch im Jahr 2019 wieder ihre Strompreise, diesmal um 3,1 Prozent.

• Die Basler Kantonalbank eröffnet am 27. August direkt vis-à-vis des Badischen Bahnhofs ihre neue Filiale Rosental, was schon am 25. August gefeiert wird.

• Der FCB-Captain und Innenverteidiger Marek Suchy hat sich am 12. August im Spiel gegen den FC Sion einen Teilriss der Achillessehne am linken Fuss zugezogen und fällt damit für unbestimmte Zeit aus.

• Die Wirtschafts- und Abgabekommission des Grossen Rates unterstützt den "Basler Kompromiss" zur Umsetzung der Steuervorlage 17 und stimmt dem Ratschlag der Regierung mit einer Änderung zu.

• Nach zwei Jahren wechselt in Basel-Stadt das Präsidium der Fraktion "Grünes Bündnis" wieder von "Basta" (Beatrice Messerli) zu den Grünen (Jürg Stöcklin).

Pierre Lavielle, der Präsident des EuroAirport-Verwaltungsrats, ist am 2. August unerwartet gestorben.

• Verschiedene Baselbieter Gemeinden wie Therwil oder Gelterkinden haben aufgrund der Trockenheit ein totales Verbot des Abbrennens von jeglichen Feuerwerkskörpern (Raketen, Vulkane, Heuler usw.) erlassen, bevor auch der Kantonale Krisenstab ein generelles Verbot aussprach.

• Der Riehener CVP-Einwohnerrat Patrick Huber tritt von seinem Amt als Vizepräsident der Basler CVP und als Leiter der Arbeitsgruppe Wirtschaft auf Ende Juli zurück.

Patrick Huber wird im August neuer Geschäftsführer der Basler Bankenvereinigung (BBVg) als Nachfolger von Raphael Vannoni.
 
"Parterre Basel" ist die neue Pächterin des Basler Konzertlokals "Atlantis" am Klosterberg.

Ueli O. Kräuchi, Geschäftsführer des Verbandes Basellandschaftlicher Gemeinden (VBLG), gibt die Leitung der VBLG-Geschäftsstelle per 31. März 2019 altershalber ab.

• Das Bürgerspital Basel übernimmt per 1. Januar 2019 die Spektrum Werkstätte für Menschen mit einer psychischen Beeinträchtigung der Universitären Psychiatrischen Kliniken (UPK) Basel.