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Elisabeth Ackermanns erster Neujahrs-Empfang: moderat

Die neue Basler Regierungspräsidentin Elisabeth Ackermann blieb bein ihrer ersten Neujahrsansprache, wie es von ihr erwartet werden durfte: zahm.
Basel, 2. Januar 2018

Mit 500 angemeldeten Gästen aus Politik, Wirtschaft, Kultur und Verwaltung eröffnete die grüne Basler Regierungspräsidentin Elisabeth Ackermann (Bild) heute Dienstagabend im "Volkshaus" den Reigen der Neujahrs-Empfänge. Zum siebten Mal hatte die Kantonsregierung dazu eingeladen.

Gekommen sind aber deutlich weniger als angemeldet waren: Viele hatten sich wegen Krankheit entschuldigt. Deshalb erhielten die sieben in corpore anwesenden Regierungsmitglieder ein Desinfektionsmittel, um sich nach dem heftigen Schütteln zahlreicher Hände die eigenen zu immunisieren.

Vor genau einem Jahr hatte Ackermanns Vorgänger und Parteifreund Guy Morin seine Abschieds-Ansprache mit einer veritablen Medien-Schelte verbunden. Seine Nachfolgerin verzichtete in ihrer ersten Neujahrs-Rede auf kritische Anmerkungen. Ihre einzige Spitze richtete sich gegen die Schweizer im Allgemeinen und die Basler im Besonderen: Sie "lieben leider weniger das Sich-Freuen, beliebter ist bei uns das Jammern und Nörgeln".

Zügig in den Mutmacher-Modus

Sodann ging sie zügig in den Mutmacher-Modus über: "Basel geht es gut." Indizien dafür seien die wachsende Zahl an Bevölkerung und Arbeitsplätzen, aber auch die starke Wirtschaft und die hohe Lebensqualität. Dank verschiedenen Programmen zur nachhaltigen Entwicklung – beispielsweise in der Wohnraumpolitik, in der Mobilität oder hinsichtlich des ressourcenschonenden Umgangs mit Energie – habe der Kanton "seine Rolle als starkes, attraktives Zentrum behaupten" können.

Ganz sanft umschrieb sie ihren dringenden Wunsch, dass der Bund das Basler ÖV-"Herzstück" entschlossener unterstütze: "Nun wäre es jedoch wichtig – wenn ich mir diese Bemerkung an dieser Stelle erlauben darf –, dass auch die Investitionsentscheide des Bundes die Stellung unserer Region und ihren Beitrag zur Wirtschaftsleistung unseres Landes klar widerspiegeln würden. Das ist heute nicht der Fall."

Lob für das Wachstum der Städte

Noch in den siebziger Jahren sei den Städten der Niedergang vorausgesagt worden. Es sei aber anders gekommen: "2018 wird vielleicht das Jahr, in dem der Kanton die Limite von 200'000 Einwohnerinnen und Einwohnern wieder überschreitet." Den Wachstums-Trend sollte das "Gross-Städtchen" (wie die Wiener Zeitschrift "Falter" Basel einmal liebevoll-treffend umschrieb) weiter fördern, auch wenn kritische Einwände dazu berechtigt seien. Aber moderne Technologie, intelligente Systeme und urbane Lebensformen seien "unsere besten Instrumente für eine gute Zukunft unseres Planeten".

Darum rief Ackermann auf: "Fördern wir gemeinsam ein positives Umfeld für Innovation, Ressourcen-Schonung und Lebensqualität in Basel." Denn wachsende Städte könnten die Zersiedelung der Landschaft bremsen, den Verkehr reduzieren und "eine Kultur der kurzen Wege etablieren", die Umweltbelastung reduzieren und ein vielfältiges und erstklassiges Bildungs- und Kulturangebot garantieren.

Dreispitz: "Faszinierendes Projekt"

Als Entwicklungs-Beispiel nannte die Regierungspräsidentin das kürzlich vorgestellte "faszinierende Projekt für einen Teil des Dreispitz-Areals": Hier würde "Dichte und Lebensqualität" zusammengebracht. Dann kam die präsidiale Politikerin etwas unerwartet ins Schwärmen: "Basel als nachhaltig und intelligent wachsende Stadt ist ein faszinierendes Zukunftsprojekt."

Zum Schluss spannte sie den Boden über die Kantons- und Landesgrenzen hinaus, als sie zur Zusammenarbeit aufrief. Die Dreiländer-Region Basel gelte "in Europa als Vorzeigemodell, worauf wir stolz sein können", sagte Ackermann, bevor sie mit den Gästen auf ein gutes neues Jahr anstiess.

"Hast eine gute Rede gehalten", lobte Bau- und Verkehrsdirektor Hans-Peter Wessels seine Kollegin zu fortgeschrittener Stunde. Zu reden gab sie nicht. Die Rede.




Weiterführende Links:
- Regierungs-Medienschelte am Neujahrs-Empfang


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"Der Traum von Fahrgemeinschaften wird an der menschlichen Naturscheitern"

Basler Zeitung
vom 21. November 2018
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Das Naturscheitern hat eben seine Auswirkungen auf das menschliche Wesen.

RückSpiegel


Telebasel zitierte zur Einleitung des "Sonntalks" über Prämienverbilligungen aus dem OnlineReports-Kommentar "Anton Lauber muss sozialer werden".

Die NZZ nimmt in ihren Hintergrund-Artikel über "Basel in der Abseitsfalle" auf einen OnlineReports-Leitartikel Bezug.

Eine Kolumne in der Basler Zeitung erinnert daran, dass OnlineReports über die Verlegung der Tram-Haltestelle vom Spalentor in die Spalenvorstadt berichtet hat.

Die Basler Zeitung publiziert aus Anlass des 20-jährigen Bestehens von OnlineReports ein ausführliches Porträt zur Entwicklungsgeschichte.

Prime News führte aus Anlass des 20-jährigen Bestehens von OnlineReports ein ausführliches Interview mit Chefredaktor Peter Knechtli.

In ihrem Bericht über einen hartnäckigen Streit um das Basler Restaurant "Löwenzorn" nimmt die Basler Zeitung auf einen früheren OnlineReports-Bericht Bezug.

Die Nachrichtenagentur SDA erwähnt OnlineReports und seine schwarzen Zahlen seit zwanzig Jahren im Zusammenhang mit der Einstellung der "Tageswoche".

Der Basler Zeitung fiel in einem Leserbrief in OnlineReports auf, dass der frühere Baselbieter Polizeisprecher auf der SVP-Liste für den Landrat kandidiert.

Telebasel, nau.ch und 20 Minuten bezogen sich in ihren Beiträgen über Sachbeschädigungen gegen die Jüdische Genossenschafts-Metzgerei auf OnlineReports.

Im Interview mit Claudia Sigel geht die Basler Zeitung auf eine Aussage der Baselbieter CVP-Präsidentin Brigitte Müller in einem OnlineReports-Interview ein.

In ihrem Bericht über das Ja der Wettbewerbs-Kommission zur Übernahme der "Basler Zeitung" durch Tamedia erwähnt die NZZ auch OnlineReports.

Die BZ Basel, Telebasel und die Basler Zeitung nahmen die OnlineReports-Nachricht vom Tod der FCB-Legende Peter Ramseier auf.

Prime News geht in ihrem Überblick über die Perspektiven des Medienplatzes Basel auch auf OnlineReports ein.

Die Basler Zeitung geht in ihrem Bericht über den "Spagat der CVP-Präsidentin" Brigitte Müller auf ihre Aussagen im OnlineReports-Interview ein.

Die Basler Zeitung, die Basellandschaftliche Zeitung, Prime News und Telebasel zitierten in ihren Berichten zur Baselbieter CVP aus dem OnlineReports-Interview mit Parteipräsidentin Brigitte Müller.

Weitere RückSpiegel

In einem Satz


• Der EuroAirport begrüsste am 4. Dezember seinen 8 Millionsten Passagier und erzielte damit die höchste Jahres-Frequenz seit Gründung im Jahr 1946.

Erik Rummer (48) ist seit 2002 bei den IWB, seit 2016 als Leiter Public Relations, übernimmt auf Jahresbeginn die Leitung des Bereichs Kommunikation & Marketing und folgt damit auf Lars Knuchel, der sich selbstständig macht.

• Die Baselbieter Regierung will bei der Staatssteuer den Vergütungszins für das Jahr 2019 bei 0,2 Prozent belassen, ebenso bleibt der Verzugszins bei 6 Prozent.

• Die Bau- und Raumplanungs-Kommission des Basler Grossen Rates spricht sich für den Neubau von Staatsarchiv und Naturhistorischem Museum im St. Johann-Quartier aus.

Matthias Gysin, heute Verwaltungsleiter in der Gemeinde Aesch, wird ab 1. April 2019 neuer Geschäftsführer des "Verbandes Basellandschaftlicher Gemeinden" (VBLG) und Nachfolger von Ueli O. Kräuchi.

• Das Projekt eines Ozeaniums des Basler Zoos hat mit starkem Wellengang zu kämpfen: Das gegnerische Komitee reichte fast 5'000 Referendums-Unterschriften ein, wodurch es zu einer Volksabstimmung kommen wird.

Yvette Harder wird per 18. März 2019 neue Generalsekretärin des Basler Finanzdepartements und damit Nachfolgerin von Alexandra Schilling, die in die Kommandoabteilung der Kantonspolizei wechselte.

• Der frühere Baselbieter SP-Regierungsrat Urs Wüthrich-Pelloli übernahm an der ordentlichen Mitgliederversammlung des Fördervereins Universität Basel von Jean-Luc Nordmann das Präsidium.

• In weniger als sieben Wochen sammelte das parteiunabhängige Komitee "Kein Parkhaus unter dem Tschudi-Park" mehr als 3500 Unterschrift'en für seine Petition.

• Die Baselbieter Regierung beantragt dem Landrat, dem Staatspersonal für das Jahr 2019 einen Teuerungsausgleich von 1,4 Prozent auszurichten.

Elena Hermann wird neue Leiterin der Staatlichen Schlichtungsstelle für Mietstreitigkeiten Basel-Stadt und löst Ernst Jost ab, der per Ende Jahr in Pension gehen wird.

• Das Basler Komitee gegen die kantonale Vorlage zur "Steuervorlage 17", das sich aus linken Parteien und Gewerkschaften rekrutiert, hat 3'300 Unterschriften für das Referendum gesammelt.

Andreas Häner, von 2009 bis 2015 schon Vorstandsmitglied, wird neuer Geschäftsführer des Basler Heimatschutzes und damit Nachfolger von Paul Dilitz, der nach elfjähriger Tätigkeit in den Ruhestand tritt.

Daniel Roth (61) wird im Baselbiet neuer Leiter des Rechtsdienstes von Regierung und Landrat, als Nachfolger von Hans Jakob Speich, der sich vorzeitig pensionieren lässt.

Irene Heinimann wird neue Baselbieter Kantonsapothekerin und folgt als bisherige Stellvertreterin auf Hans-Martin Grünig, der Ende Dezember in Pension geht.

• Vertiefte Kostenkontrollen zum Umbau der Kunsteisbahn Sissach zur geschlossenen Halle zeigen, dass der Bau bis zu zehn Prozent teurer wird als vorgesehen.

• Der Baselbieter alt Landratspräsident Jürg Degen und der Läufelfinger Gemeindepräsident Dieter Forter sind von "Pro Bahn Schweiz" für ihr Engagement zur Erhaltung des "Läufelfingerlis" mit dem Preis "Premio Pro Spez 2018" ausgezeichnet worden.

Steigende Bildungs- und Sozialkosten belasten das Ergebnis der Gemeinde Reinach, so dass für 2019 ein Defizit von 1,67 Millionen Franken budgetiert werden muss.

Olivier Aebi wird per 1. Februar 2019 neuer CEO des Basler Ingenieur- und Planungsunternehmens Gruner AG und Nachfolger von Kurt Rau ab, der die Gruner-Gruppe interimistisch leitet.

• Aufgrund einer umfassenden Kontrolle der Stadtgärtnerei müssen im Kanton Basel-Stadt 229 Bäume zum grössten Teil aus Sicherheitsgründen gefällt und ersetzt werden; die Liste der betroffenen Bäume wird im Kantonsblatt vom 10. Oktober publiziert.

Andrea Schenker-Wicki, die Rektorin der Universität Basel, ist durch den Universitätsrat für weitere vier Jahre bestätigt worden.

• Am 1. Oktober beginnen in Basel die Vorarbeiten für den Bau des unterirdischen Kunstmuseum-Parkings mit der Umlegung unterirdischer Leitungen.